Ich sehe oft nur "neblige" Bilder
11.01.2003
Pro:
klein, handlich, kompakt eben, Preis, recht einfache Handhabung
Kontra:
teils "neblige" Bilder
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Ausstattung
Bedienung
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Zuverlässigkeit
mehr
 abohne
Über sich:
Mitglied seit:01.07.2000
Erfahrungsberichte:210
Vertrauende:57
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 72 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Schon seit längerer Zeit war ich auf der Suche nach einer neuen Kamera, wobei für mich schon recht klar war, dass es keine Digitalkamera sein sollte, weil ich mich noch nicht wirklich auf die neue Technik einlassen wollte. Ich bin eben ein bisschen altbacken und bringe meine Filme lieber noch zum Entwickeln weg. Nun gut, zu Weihnachten habe ich sie dann bekommen, die NIKON LITE TOUCH ZOOM 70W AF. AUSSEHEN *** Wie ihr oben auf dem Foto sehen könnt, ist die Kamera in einem Silber-Gold-Ton gehalten. Das Objektiv ist schwarz, die Bedienknöpfe silber. Auf der Oberseite ist ein LCD-Display angebracht, auf dem man bei eingeschalteter Kamera die Anzahl der bereits gemachten Fotos, die Blitzeinstellungen und den Ladestatus der Batterie (leuchtet nur, wenn die Batterie fast leer ist) ablesen kann. Ein kleiner abgesenkter Knopf auf der Oberseite erlaubt es, den Film frühzeitig zurückzuspulen, was durch Drücken mit einem spitzen Gegenstand ermöglicht wird. Auf der Vorderseite ist eine stabile Klappe, die sich zur Seite schieben lässt und somit die Kamera einschaltet. Die Klappe dient als Schutz vor Staub und Kratzern. Auf der Rückseite ist ein kleines Sichtfenster eingebaut, durch das man erblicken kann, ob ein Film eingelegt ist. An den Seiten befinden sich zwei kleine Hebel, um die Batterie bzw. den Film auszutauschen.
DER ERSTE SCHRITT *** Den kleinen Hebel an der Seite musste ich bedienen, um die Batterie einlegen zu können. Schnell rein mit der Batterie, damit ich loslegen kann. Ach, nein, da fehlt doch noch was: der Film. Also habe ich den Hebel auf der anderen Seite betätigt, einen 35mm-Film (ISO 200 oder 400) eingelegt. Hierzu musste ich den Film ein kleines Stück aus der Rolle herausziehen, über das kleine Zahnrad ziehen und den Deckel zu machen. Schwuppdiwupp, der Film war drin, wurde automatisch an die richtige Stelle vorgespult, die Zahl 1 leuchtete im Display und der Spaß konnte los gehen. Da es sich um eine Kompaktkamera handelt, ist die Bedienung sehr einfach. Zieht man die Klappe bis zum Einrasten zur Seite, kommt der Blitz und das Objektiv automatisch herausgefahren. Das Objektiv steht jetzt automatisch auf Blitzautomatik in der Weitwinkeleinstellung (28mm). Mit der Zoom-Taste kann man Motive näher ranzoomen, um Nahaufnahmen zu machen (bis 70 mm). Hat man sich für ein bestimmtes Motiv entschieden, die richtige Nähe eingestellt, so drückt man den Auslöser leicht, um das Motiv so festzuhalten. Schnell noch einmal den Auslöser ganz drücken. Fertig, das Motiv ist fotografiert.
WEITERE FUNKTIONEN *** Die Standard-Einstellung ist die Blitzautomatik. Ist die Umgebung nicht hell genug, wird der Blitz automatisch ausgelöst. Die Kamera erkennt den Lichteinfall und bestimmt selbst, ob der Blitz benötigt wird oder nicht. Eine andere Funktion ist die Unendlicheinstellung, d.h. die Bildschärfe wird erhöht bei Fernaufnahmen oder Landschaften. Den Blitz kann man auch abschalten. Hierbei wird der Blitz auch nicht ausgelöst, selbst wenn es eigentlich nicht hell genug ist. Der Benutzer entscheidet also selbst, ob er den Blitz haben möchte oder nicht. Der Blitz kann auch für jede Aufnahme eingeschaltet werden, unabhängig von den Lichtverhältnissen wird der Blitz immer ausgelöst. Die Langzeitsynchronisation ermöglicht, das Motiv oder den Hintergrund bei Dämmerung oder Nacht aufzuhellen. Somit sind auch Aufnahmen im Dunklen möglich, um z.B. eine Person vom Hintergrund abzusetzen. Wird der Blitz aktiviert, so kann es bei Personenaufnahmen zum sogenannten „Rote-Augen“-Effekt kommen. Um dies zu verhindern, ist es ratsam, in den entsprechenden Modus (Verringerung des „Rote-Augen“-Effektes) zu gehen. Eine Lampe leuchtet ca. 1 Sekunde vorm „normalen“ Blitz auf.
Zusätzlich kann man noch den Selbstauslösermodus auswählen. Hierzu muss nach der Motivauswahl der Auslöser kurz gedrückt werden, um Fokus und Belichtung einzustellen. Wurde der Auslöser dann ganz gedrückt, so erfolgt nach 10 Sekunden die Selbstauslöser-Aufnahme. Der Benutzer hat also in den 10 Sekunden die Möglichkeit, sich in die richtige Position zu bringen, bevor die Aufnahme erfolgt. Um ganz besondere Nahaufnahmen zu machen, sollte man die Makrotaste ausnutzen. Hierbei kann man bis zu 0,6m bis 1m an das Motiv rangehen. Die Makrotaste muss gedrückt bleiben, während der Auslöser kurz gedrückt wird. Jetzt sollte die Einstellung und Entfernung genau beibehalten werden und er Auslöser ganz gedrückt werden.
EIGENE ERFAHRUNGEN *** Da ich die Kamera von einem Bekannten empfohlen bekommen habe, musste ich nur noch auf das entsprechende Angebot warten, um sie mir zu kaufen. Der reguläre Preis beläuft sich bei rund 130 Euro, ich habe sie für 99 Euro inkl. Batterie und einem Film bekommen. Da ich bisher noch keine Batterie wechseln musste, kann ich zum Preis nichts sagen. In anderen Berichten habe ich allerdings gelesen, dass sie recht teuer sein soll, was aber bei Fotobatterien keine Seltenheit ist. Eine Batterie reicht für ungefähr acht 24er-Filme (laut Anleitung). Wenn man viel fotografiert, ist dies ein teurer Spaß! Als ich den Apparat an Weihnachten bekommen habe, legte ich sofort den mitgelieferten Film ein. Dies war sehr einfach, einfach nur den Film ein Stück aus der Filmrolle ziehen, über das Zahnrad und die Rolle auf der anderen Seite ziehen, Klappe zu und der Film wurde auf 1 gespult. Dies ging problemlos vonstatten.
Als ich die Klappe zur Seite geschoben habe, hat sich sofort das Objektiv gezeigt, d.h. es wurde auf die Weitwinkelposition eingestellt. Natürlich habe ich sofort das Zoomen ausprobiert, was bis zu einem mittleren Bereich möglich war. Hierzu muss ich allerdings sagen, dass ich mich bewusst zu einem Zoom bis 70 entschieden habe, da mir der Bekannte sagte, dass ein größerer Zoom bei solchen Kompaktkameras nicht besonders gut sind. Die Belichtung ist bei größerem Zoom einfach nicht ausreichend. Da ich vorher nur mit einer stinknormalen (38mm) Kamera ausgestattet war, war der Zoom schon toll für mich :-) Was für mich sehr gewöhnungsbedürftig ist (und bleiben wird) ist der Blitz, der immer automatisch ausgefahren wird, da er nicht direkt in das Gehäuse integriert ist. Somit muss ich beim Schließen der Kamera immer dran denken, den Blitz wieder herunter zu drücken, um der Kamera keinen Schaden zuzufügen.
Da der Auslöser immer erst kurz angedrückt werden muss, um Belichtung und Fokus einzustellen, dauert eine Aufnahme immer etwas länger. Fixiert man eine dunkle oder unklare Oberfläche, so kann es sein, dass ein Motiv gar nicht aufgenommen werden kann. Durch kleine Tricks, wie z.B. das Zoomen von gleich weit entfernten aber helleren Gegenständen (beim Fokussieren), kann man dann aber doch ein Foto machen. So habe ich z.B. die Stuhllehne neben meiner Mutter anfixiert, um später ein Bild von ihr zu machen. Da ich im Urlaub recht viele Landschaftsaufnahmen gemacht habe, stellte ich sehr häufig auf unendlich ein, was zu einem guten Ergebnis führen sollte. Auf dem letzten Film fehlten noch vier oder fünf Fotos, weswegen ich ihn frühzeitig zurückspulen ließ, eine Funktion die sehr einfach zu handhaben ist und direkt funktionierte. Gestern konnte ich dann endlich die heiß ersehnten Fotos abholen. Neben ein paar Fotos von Weihnachten sind es hauptsächlich Landschaftsaufnahmen, die ich machte. Halte ich die verschiedenen Fotos in der Hand und vergleiche die Landschaften untereinander, so muss ich feststellen, dass die Ergebnisse sehr unterschiedlich sind. Manche sind farblich sehr gut getroffen, andere wirken „neblig“ oder verschwommen. Woran es genau liegt, kann ich nicht wirklich sagen. Vielleicht habe ich manchmal vergessen, die Unendlicheinstellung zu wählen? Mir kommt es so vor, als ob die Fotos in Weitwinkeleinstellung etwas unscharf sind. Vielleicht liegt es aber an der mangelnden Erfahrung mit dem Apparat. Leider war vorm Urlaub nicht genügend Zeit, um den Film noch entwickeln zu lassen. Sonst hätte ich es in jedem Fall getan, um in der Folge ein besseres Ergebnis zu erzielen.
Benutzt man Filme mit der sogenannten DX-Markierung, so erkennt die Kamera sofort, um welchen ISO-Film es sich handelt, also 100, 200 oder 400. Dadurch werden die Fotos automatisch auf die richtige Lichtempfindlichkeit eingestellt, was zu einem besseren Ergebnis führt. Falls der Film nicht mit einer DX-Markierung versehen ist, stellt die Kamera automatisch auf ISO 100 ein, was natürlich zu einem schlechteren Ergebnis führt. Also, gebt lieber ein bisschen mehr für die Filme aus und erzielt besser Ergebnisse! Die Kamera ist mit ihrer Größe von 117 x 63 x 42 mm und einem Gewicht von ca. 200 g (ohne Batterie) recht handlich. Man kann sie ohne weiteres in die Jackentasche stecken, aber auch in eine Handtasche oder in einen Rucksack. Hierfür ist es sinnvoll eine Schutztasche zu kaufen. Wie ich von einigen Verkäufern erfahren habe, soll Nikon kurz vor der Pleite stehen, was erklärt, warum es keine passende Tasche mehr gibt. Nachdem ich mich in mehreren Läden umgesehen habe und nur große, globige Taschen gesehen habe, habe ich mich für eine Lederhülle von Minolte zum Preis von rund 15 Euro entschieden. Alle anderen Taschen lagen in ähnlicher Preisklasse. Der Vorteil bei meiner Tasche ist, dass sie direkt am Apparat anliegt und deswegen das Gepäck nicht stark vergrößert. Den Preis halte ich allerdings (im Allgemeinen) für eine Unverschämtheit!!! Warum ist nicht automatisch eine Tasche beim Apparat dabei? Ohne ist es doch sowieso nicht so sinnvoll!
Im Vergleich zu meiner alten Kamera ist diese hier sehr leise. Kaum hörbar macht sie die Fotos. Auch das Rückspulen erfolgt ohne Probleme und vor allem recht leise. Ein leichtes Surren ist in diesem Moment zu hören. Innerhalb weniger Sekunden ist der Film wieder am Anfang angelangt und kann entnommen werden. Positiv hierbei finde ich auch, dass der Film ganz in die Filmdose zurückgespult wird. Somit begeht man nicht den Fehler, einen Film zweimal einzulegen, was einem Bekannten schon mal passiert ist. Die Bilder sahen zwar lustig aus, waren aber nicht wirklich zu gebrauchen. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung ist in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch geschrieben. Im deutschen Teil findet man eine gute, kurze und knappe Beschreibung, die anhand von Abbildungen noch verdeutlicht wird. Ein paar klitzekleine Rechtschreib- und Grammatikfehler findet man, kann sie aber ohne weiteres überlesen.
Alles in allem kann ich die Kamera bisher auf jeden Fall empfehlen. Einen Punkt Abzug gibt’s erst einmal wegen der unscharfen, „nebligen“ Bilder und wegen des Blitzes, den man immer wieder zurückdrücken muss. Falls ich noch weitere Erfahrungen in Sachen Batterie oder Fotos machen sollte, werde ich den Bericht natürlich updaten.
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25.06.2003 22:25
so eine will ich auch!! :-P
22.04.2003 08:10
Ach, ich habe noch was vergessen. Es gibt auch spezielle Akkus und entsprechende Ladegeräte für Fotobaterien. Die verwende ich in meiner Nikon-Kamera. Die Anschaffung ist zwar nicht ganz billig, aber letztendlich rechnet sich die Anschaffung schon, weil man diese Dinger ja zig male wieder aufladen kann und das Ladegerät irgendwo über Nacht in die Steckdose schieben kann. Für meine Digitalkamera habe ich auch immer einen Satz voller Ersatzakkus dabei und so kann ich sie dann bei Bedarf immer gleich wechseln. LG Hofo
22.04.2003 08:08
Ich habe auch eine Nikon, allerdings eine Nikon Coolpix 990. Dies ist eine sehr hochwertige Digitalkamera. Mittlerweile besitze ich sie schon seit etwa 3 Jahren und da man mit diesem Teil wirklich beinahe fotografieren kann wie ein Profi, möchte ich sie auch nicht mehr missen. Vorher hatte ich auch schon mal eine Nikon Spiegelreflexkamera. Das war auch ein klasse Teil. Mit anderen Worten würde ich mir jederzeit wieder eine Nikon-Kamera kaufen. Aber daß Nikon kurz vor der Pleite steht, kan ich mir nicht vorstellen. LG Hofo