Home > Kameras > Objektive > Nikon Objektive > Nikon Zoom-Nikkor - Zoomobjektiv - 70 mm - 300 mm - f/4.0-5.6 G-AF - Nikon F - für Nikon D1, D100, D1H, D2H, D2HS, D2X, D2Xs, D70; F 5 50, 55, 6, 65, 70, 75, 90; Pronea 600 > Erfahrungsberichte
"Fernglas " für die Nikon D50
13.12.2005
Pro:
klein, leicht, preiswert, hoher Telebereich
Kontra:
Plastikfeeling, keine Innenfokussierung, kein Zoomlock
Empfehlenswert:
Ja
 sandyriverman
Über sich:
Mitglied seit:24.01.2005
Erfahrungsberichte:44
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
*** Einleitung *** Nach einigen Monaten Betrieb mit meiner Nikon D50 und einem Universalzoom 18-125mm habe ich mir als weiteres Objektiv das Telezoom Nikon 70-300mm/4-5.6G zugelegt. Mit dem folgenden Bericht möchte ich das Objektiv näher beschreiben, meine Erfahrungen mitteilen und einige Beispielaufnahmen beilegen. *** Hersteller Nikon *** Nikon ist ein traditionsreiches japanisches Unternehmen, welches eng mit der Fotografieausrüstung in Form von Kameras, Objektiven und Zubehör verbunden ist. Die Objektive haben einen guten bis ausgezeichneten Ruf und bieten ein weites Spektrum vom Fisheye und Superweitwinkel bis hin zum Supertele und speziellen Makroobjektiven. Qualität und Preis bedienen sowohl den Konsumer Sektor als auch den Highend Profi Sektor.
*** Daten des AF 70-300mm/4-5.6G *** AF steht für Autofokus und besagt, dass die Scharfstellung, also Fokussierung motorisch und von der Kamera gesteuert erfolgt. Die Zahl 70-300 kennzeichnet den Breitweitenbereich des Objektivs. Bedingt durch den kleineren Bildsensor der D50/D70(s)/D100/D1/D2 ist die Brennweite umgerechnet auf Vollformat bzw. Kleinbildfilm um den Faktor 1,5 verlängert, entspricht also 105-450 mm. In der Praxis erhält man einen Bereich vom einfachen Tele (105 mm) bis zum weitreichenden Tele (450 mm). Die nächste Zahl 4-5,6 kennzeichnet die Lichtstärke des Objektivs ausgedrückt durch die größtmögliche Blendenöffnung bzw. die kleinstmögliche Blendenzahl. Bei 70 mm Einstellung beträgt sie 4 und in der äußersten Telestellung 5,6. Je kleiner die Blendenzahl ist, desto mehr Licht geht durch das Objektiv. Dies beeinflusst die Helligkeit im Sucher (moderne Kameras arbeiten immer im Offenblendenmodus und stellen die Arbeitsblende erst bei der Aufnahme ein) sowie die Aufnahmemöglichkeiten bei geringem Umgebungslicht.
Der Buchstabe G kennzeichnet, dass das Objektiv über keinen Blendenring verfügt. Die Blende wird ausschließlich durch die Kamera eingestellt. Das Objektiv ist sowohl für das Kleinbildformat (analog oder Vollformatsensor) als auch für die kleineren DX Bildsensoren der digitalen Spiegelreflexkameras geeignet. Die Sensoren haben etwa die Maße 16x24 mm und sind damit um den Faktor 1,5 kleiner als Vollformatsensoren bzw. das Kleinbildfilmformat von 24x36 mm.
Das Objektiv hat keine Innenfokussierung. Bei der Scharfstellung (Fokussierung) dreht sich die Frontlinse mit. Dies ist ärgerlich, wenn man z.B. mit einem Polfilter arbeitet. Bei der Brennweitenverstellung (zoomen) dreht sich die Frontlinse nicht mit. *** Weitere Daten *** Kameraanschluss AF: Nikon Bildwinkel (diagonal): 34°/23°-8°/5° (Kleinbild/DX-Sensor) Nahgrenze (cm): 150 Vergrößerung: 1:3,9 Filtergröße (mm): 62 Maße (mm) 74x116,5 Gewicht (g): 425
*** Umfang der Lieferung *** In einer kleinen Pappschachtel erhält man das Objektiv, einen Objektivdeckel, einen Hinterlinsenschutz, eine Sonnenblende und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung. *** Beschreibung und Aussehen *** Das Objektivgehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff mit weißer und gelber Beschriftung. Der Bayonettanschluß ist aus Kunststoff(!). Man erkennt den Hebel zur Blendensteuerung und die Kontakte zur Objektiv-CPU. Hiermit werden Blende und Autofokus gesteuert sowie die Daten zur Entfernung und Brennweite ausgelesen. Der hintere riesige gummierte Drehring verstellt manuell die Brennweite über einen Winkel von 90°. Eine Verriegelung in der kleinsten Brennweite ist leider nicht vorhanden, so dass man beim Transport und beim Einsetzen an die Kamera etwas aufpassen muss. Der vordere sehr kleine Drehring erlaubt die manuelle Fokussierung; hierzu muss die Kamera aber speziell auf manuellen Fokus umgeschaltet werden.
*** Eigene Erfahrungen *** Zunächst möchte ich die minimale Blendenzahl in Abhängigkeit der Brennweite angeben: bei 70 mm 4,0; bei 100 mm 4,2; bei 135 mm 4,5; bei 200 mm 5,0 und bei 300mm 5,6. Die Verzeichnung gibt an wie gut das Objektiv gerade Kanten vor allem an den Rändern darstellen kann. Dies kann gut getestet werden, in dem man Bilderrahmen anvisiert. Das Nikon hat bei kleinster Brennweite eine kaum erkennbare Verzeichnung, die zur Telestellung hin kissenförmig zunimmt. Insgesamt würde ich die Verzeichnung als gering einstufen.
Die Vignettierung (Abschattung) besagt wie gleichmäßig der Lichteinfall über das gesamte Bild verläuft. Insbesondere zu den Rändern und Ecken hin zeigt jedes Objektiv eine Vignettierung. Die Frage ist nur, ob man dies an den Ergebnissen ablesen kann. Erkennbar ist eine Vignettierung nur wenn eine gleichmäßig helle Fläche wie z.B. ein blauer Himmel aufgenommen wird. Meist lässt sie sich durch Abblenden verringern. Da das Objektiv für das Kleinbildformat berechnet worden ist, ist die Vignettierung bei den kleineren DX-Sensoren auch deutlich kleiner. Ich habe keine wirklich störende Vignettierung wahrgenommen. Das Auflösungsvermögen ist wichtig für die Schärfe der Aufnahmen. In Testberichten wird dazu die Zahl der Linien oder Linienpaare angegeben. Da ich über kein Messlabor verfüge, kann ich nur subjektiv werten. Unscharfe Bilder haben meist falsche Fokussierung oder Verwackelung als Grund. Bei Brennweiten zwischen 70 mm und 250 mm habe ich einen recht ordentlichen Schärfeeindruck, während bei 300 mm das Auflösungsvermögen spürbar abnimmt, das Bild wirkt dann etwas weich.
Die Verarbeitung macht einen befriedigenden Eindruck, am Bayonettanschluss ist ein kleines Spiel auszumachen. Die Brennweitenverstellung gelingt gut und ist weder zu leicht- noch zu schwergängig. Das Objektiv ist klein und leicht, hat einen großen Telezoombereich und zeigt optisch gute bis befriedigende Ergebnisse. Das Autofokusgeräusch ist deutlich hörbar aber nicht wirklich störend. Schade ist, dass der Fokus nicht manuell justiert werden kann ohne dass der Autofokus an der Kamera abgeschaltet wird. Der Listenpreis beträgt 209,- €. Im Versand muss man mit 179 bis 199 € rechnen. *** Fazit *** Das Nikon AF 70-300/4-5,6G Telezoomobjektiv ist eine gute Ergänzung für ein normales Zoomobjektiv und erlaubt es weit entfernte Motive heranzuzoomen. Es ist optisch und mechanisch von durchschnittlicher Qualität, allerdings unter Berücksichtigung des geringen Preises als durchaus preiswert einzustufen. Wer mehr will, muss den 5- bis 10-fachen Preis einkalkulieren und z.B. in das Nikon AF VR 80-400mm/4.5-5.6D ED für 1849,- € oder das Sigma F4,5-5,6 EX DG APO RF OS für 1399,- € investieren.
Mit besten Grüßen vom sandyriverman
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18.08.2006 21:41
Ich werd mir bald das Canon 70-300 IS holen :-)
24.12.2005 18:36
Ebenfalls ein frohes Fest :)
14.12.2005 14:40
Uuii, jetzt nehmen sie alle auch noch Wechselobjektive für Spiegelreflexkameras in die Hand :-) und die Zahlen- und Buchstaben auf dem Instrument können die Lieben auch schon lesen und deuten *grins* da musste die halt echtes Werkzeug kaufen, wenn die dir das Plaste-Bajonett (wenngleich es nicht unbedingt schlechter sein muss) und einige Funktionen nicht gefällt/gefallen.