Oscars dafür? Coens ja, dieser Film eher nicht
29.02.2008
Pro:
Tommy Lee Jones's Mensch - Ochse Monolog : - )
Kontra:
Es fehlt das Coen - Feeling
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Anspruch
Action:
Romantik:
mehr
 mcearnie
Über sich:
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Vertrauende:1
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Coen Filme sind für mich grundsätzlich ein muss, daher war ich natürlich pünktlich zum Filmstart im Kino. Die Coens hätten meiner Meinung nach ja schon langer einen Oscar verdient, und endlich hat es geklappt. Aber - das muss man klar sagen - nicht für diesen Film. Natürlich ist der Film nicht schlecht, aber sie haben schon bessere gemacht, die den Oscar eher verdient hätten. Aber erst mal zur
STORY Ein ehemaliger Schweißer und Kriegsveteran stößt in der Pampa zufällig auf den Schauplatz eines misslungenen Drogendeals. Viele Tote, noch mehr Drogen und 2 Mio. Dollar Cash. Er krallt sich das Geld, muss aber bald merken das es natürlich vermisst wird. Und so befindet er sich bald auf der Flucht vor einem psychopatischen Killer. Mehr will ich erst mal nicht erzählen, da man sich den Film ja selbst anschauen sollte ;-)
DARSTELLER Javier Bardem spielt den Killer in dem Film. Ich kannte den Darsteller bislang noch überhaupt nicht, finde er hat seine Rolle aber absolut Überzeugend gespielt. Ob er dafür aber einen Oscar verdient hat.... ich habe "There will be blood" noch nicht gesehen, aber wenn ich bedenke wie überragend Daniel Day Lewis schon in "Gangs of New York" aufgetreten ist, könnte ich mir vorstellen, dass er in TWBB nicht schlechter geworden und die Rolle auch anspruchsvoller als die eines emotionslosen Killers zu spielen ist. Ich glaube fast das die Rolle des Killers in No country an sich so genial geschrieben ist, das der Schauspieler gar nicht so viel falsch machen kann.
Josh Brolin ist der Gejagte. Auch er liefert eine solide Leistung ab, was aber eigentlich auf alle Darsteller zutrifft. Ansonsten bleibt nur noch Tommy Lee Jones zu erwähnen, der als Sherrif der Handlung etwas erfolglos hinterherstolpert. Dafür hat er den meiner Meinung nach genialsten Monolog den ich seit langem in einem Film gehört habe (Mensch und Ochse :-) ) DIE COENS
Die Coen Brüder sind ja schon seit langem im Geschäft und gehen konsequent ihren eigenen Weg. Ihre Filme zeichnen sich immer durch einen ganz eigenen Humor, skurille Charaktere und geniale Geschichten aus. Meine persönlichen Favoriten Ihrer Werke sind Fargo, The Big Lebowski, Blood Simple und O Brother Where Art Thou. In der Regel schreiben sie auch selbst das Drehbuch und schneiden die Filme auch selbst. Insofern merkt man es auch immer ein wenig, wenn eine Geschichte nicht selbst von Ihnen entwickelt wurde. So gesehen bei "Intolerable Cruelty" der eher wie eine Auftragsarbeit anmutet und zu ihren schwächeren Filmen gehört. No Country basiert auch auf einem Roman und das merkt man auch wenn man die anderen Coen Filme kennt. Die Charaktere sind insgesamt zu glaubwürdig und authentisch. Auf der einen Seite muss man zwar sagen, dass der Film unter anderer Regie bei gleichem Drehbuch sicher anders geworden wäre, aber das richtige Gefühl einen Coen Film zu sehen, mag auch nicht wirklich aufkommen. BESONDERHEITEN
Es gibt keine Musik im Film. Das ist mal wirklich ein Novum. Der Film hat kein Ende. Viele Fragen bleiben offen. Irgendwie bleibt der Eindruck, man hat keinen Film gesehen, sondern einen Artikel über einen misslungenen Drogendeal in der Zeitung gelesen der noch nicht aufgeklärt werden konnte. Ein bisschen unbefriedigend, aber ich könnte jetzt auch nicht sagen wie man es besser machen sollte. Würde man den Film Hollywoodmässig abschließen wäre das irgendwie nicht richtig.
FAZIT Der Film ist sehr gut, aber man muss sich wirklich darauf einlassen können, was vielen sicher nicht gelingen wird. Man muss den Stil und "Humor" mögen sonst wird man sich wahrscheinlich zu Tode langweilen. Wer auf einen typischen Coen Film hofft wird wohl auch enttäuscht. Vom Feeling her erinnert mich der Film am ehesten an eine Mischung aus Blood Simple und Zodiac (klingt komisch, ist aber so). Das Ende ist schlicht gesagt merkwürdig. Ich muss den Streifen auf jeden Fall noch ein zweites Mal sehen. Vielleicht gibt es noch was zu entdecken das mir beim ersten Mal entgangen ist.
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01.09.2011 20:19
Danke für Deine Meinung
19.05.2008 23:48
Daniel Day Lewis spielte in There will be blood wirklich wieder eine tolle Rolle, aber das war auch die Hauptrolle, soviel ich weiß bekam sie Bardem für die Nebenrolle. 4 Oskars hat der Film eh nicht verdient, auch wenn ich ihn recht fesselnd finde. Vom Schluß mal abgesehen. Gruß Achim
12.03.2008 17:29
Ich hätte gerne etwas mehr zu den Charakteren und den Schauspielern erfahren. Aber ansonsten ein solider Bericht.