Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Umfang, Möglichkeiten, Design, Bedienung, QWERTZ - sowie On - Screen - Tastatur, Programmerweiterungen |
| Kontra: |
Preis, Telefonaufbau (siehe Bericht) |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Seit Dezember 2009 die letzten Cents zusammengelegt und gespart, konnte ich mir nun das neue Nokia N900 kaufen.
Basierend auf Maemo, Versionsname Fremantle und basierend auf einem Debian-Linux ist es angeblich zur Zeit DAS Telefon mit dem größten Potential. Kann es mit dem iPhone mithalten? Das und mehr im weiteren Verlauf meines Berichtes!
Gekauft bei Handy-Schotte.com für 505€ (inkl Versand + Paypal-Gebühren) kam es genau 32 Stunden später bei mir an.
Verpackung
Der Karton ist aus einer schwarzen Pappe der recht schlicht gehalten ist. Es ist lediglich der Schriftzug "Nokia N900" deutlich in einer Ecke auf diesem zu lesen.
Nach dem öffnen dann der herliche Geruch den einem in die Nase strömt wenn ein neues Gerät ausgepackt wird.
Lieferumfang
Im Lieferumfang ist enthalten:
- Nokia N900
- Nokia Akku BL-5J
- Nokia Energiespar-Ladegerät AC-10E
- Nokia Stereo-Headset WH-205
- Nokia Video-Ausgangskabel CA-75U
- Nokia Ladegerät-Adapter CA-146C
- Reinigungstuch
Dies deckt sich auch mit der Angabe von Nokia:
http://www.nokia.de/produkte/mobiltelefone/nokia-n900/technische-daten#package-sspc
Gehäuse
Das Gehäuse ist robust verarbeitet. Ein paar Tränen hätte ich allerdings schon beim Öffnen des Batterie-Deckels vergießen können. Es ist geklippst, also kein Hebel oder Schalter zum öffnen. Mit ein wenig mehr Kraft konnte man mit einem schlechten Gewissen den Deckel abheben und den Akku einlegen. Hot-Swap der Speicherkarte würde ich unter diesen Bedingungen ungerne nutzen - zumal doch sicherlich die Haltekrallen ausleiern, bzw. sich abnutzen.
Der Schiebemechanismus ist gut optimiert, die Tastatur lässt sich auch einhändig mit dem Daumen aufschieben auch wenn es nicht mittig ist.
Wackelt nur sehr wenig, aber ist bei mechanischen Verbindungen natürlich unvermeidbar.
Die Carl Zeiss Linse ist durch einen Schieber bedeckt den ich bei bestem Willen nicht zum verkanten bekomme - also auch sehr gut verarbeitet.
Umstieg von anderen Nokia-Phone
Da ich zuvor ein N95-8GB hatte, konnte ich mich früh darauf freuen die Synchronisation per Bluetooth von Nokia Telefon zu Nokia Telefon zu nutzen. Da beide Telefone einen Offline-Modus besitzen, also ohne Karte nutzbar sind (in manchen Telefonen auch "Flugmodus" genannt - was nicht automatisch heißt ohne SIM einsetzbar), konnte ich bequem die Kontakte, Kalendereinträge und Notizen rüberkopieren.
Dies, mit Konfiguration und Verbindung, hat rund 5 Minuten gedauert, ging also recht zügig im Vergleich wenn man alles manuell übertragen muss.
Natürlich kann man seine Kontakte auch per "Nokia PC Connection Suite" (Nicht Ovi!) ins Outlook, und von dort aus auf das neue Telefon übertragen.
Datenübertragung
Der Grundstein war also gelegt. Musik usw. wurde schnell und bequem per Computer und USB2.0 Schnittstelle mit rund 8MB/s (vermutlich an leistungsfähigeren Rechnern mit Mehrprozessorkernen flotter) auf das N900 übertragen. Flaschenhals war hier vermutlich mein Computer.
Los geht's - Die Funktionen
Danach konnte es losgehen: Was gibt es zu entdecken?
Die Welt von Maemo ist mittlerweile schon sooo riesig, dass man als Einsteiger gar nicht weiß wo man starten soll.
Generelles
- Tastenkombinationen wie Copy & Paste, Ausschneiden, Neues Fenster, Speichern, Rückgängig, Markieren und noch zig weitere
- Optional Display- oder Hardware-Tastatur (ausschiebbar)
- Wortvervollständigung (Wird ein Wort getippt, erscheinen Vorschläge)
- Multitasking! Du willst was anderes tun? Dann minimier doch einfach! :-)
- Der Desktop kann wie bei KDE per Gadgets konfiguriert werden. Es stehen 4 Desktops zur Verfügung die einfach durchgescrollt werden können, auch abschaltbar.
Programme & Software
Es gibt viele Seiten die sich mit neuen Programmen und Software beschäftigen. Meistens aber sind es stets die selben Angebote.
Bisher sind alle Programme kostenlos! Maemo, bzw. Debian, bzw. Linux ist Open-Source und unterliegt zum größten Teil der Gnu Public License. Das bedeutet diese Plattform lebt von der "kostenlosigkeit".
Per Repository, eine Art Verzeichnis in dem alle Software gebündelt angeboten wird, können weitere Softwares gesucht werden.
Maemo.com bitetet hier drei neue die manuell hinzugefügt werden müssen.
Standardmäßig ist nicht sehr viel installiert.
Zu den Standards gehört u.a..:
- E-Mail
- Maemo-Browser
- FM-Transmitter
- Karten (by Ovi)
- Mediaplayer
Es gibt viele Programme, für jeden ist etwas dabei! So gibt es Tank-Logs, also eine Auswertung und Statistik der Fahrzeug-Betankungen, Firefox-Webbrowser, Taschenrechner im Texas Instruments Design, SNES, NES, Amiga, C64, DOS, Sega Mega Drive Emulatoren und spezielle Anwendungen die überwiegend für Linux-Interessenten sind. ;-)
Darunter zählen zum Beispiel: Easy-Debian (ein Debian Emulator), Systemmonitore, Overclocking-Tools (*1), X-Terminal (Konsole) und Dateimanager (z.B. Midnight Commander).
Die Anzahl der Programme ist stetig steigend.
Dank "Nokia Conversions" sind SMS und Chatmitteilungen übersichtlich aufgelistet. Protokolle für Conversions können per Repository erweitert werden. Hierzu zählen u.a. MSN, ICQ, AIM, Jabber, Google Talk, Skype uvm.
Regelmäßige Firmwareupdates mit neuen Funktionen und Fehlerbehebungen erfolgen auch. Der Auto-Updater sorgt dafür dass der Benutzer über neue Updates aufmerksam gemacht wird ohne ihn zu belästigen.
Hardware
Sämtliche technische Daten entnehmt ihr am besten der Nokia Webseite:
http://www.nokia.de/produkte/mobiltelefone/nokia-n900/Hier ein kleiner Überblick über die Besonderheiten
- GPRS, EDGE, HSPA, Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze/EDGE
- Touchscreen mit 8,9 cm Diagonale (3,5 Zoll), 800 x 480 Pixel (WVGA), 65.536 Farben
- WLAN IEEE 802.11b/g
- 32 GByte interner Speicher
- Hot-Swap-Steckplatz für bis zu 16 GByte große microSD-Speicherkarten (aktueller Stand)
- Gesamter verfügbarer Programmspeicher: bis zu 1 GByte (256 MByte RAM, 768 MByte virtueller Speicher)
- Bluetooth Version 2.1
- GPS
- Prozessor TI OMAP 3430: ARM Cortex-A8 600 MHz (*1), PowerVR SGX with OpenGL ES 2.0 support
- FM-Transmitter
Leistung
Prozessor & Speicher
Die Leistung des Gerätes ist enorm. Mit 600MHz ist der Prozessor völlig ausreichend für alle Anwendungen.
Der Prozessor fährt sich automatisch runter auf 250MHz wenn er nciht beansprucht wird - um Strom zu sparen.
Bisher hat nichts geruckelt, Medienwiedergabe und hochauflösende Videos liefen bisher flüssig. Ungetestet bisher die HD-Wiedergabe, hole ich nach! :-)
Der Speicher läuft auch sehr flott, bisher keine Engpässe feststellbar.
(*1) Die Leistung des Gerätes kann durch einen neuen Kernel auf bis zu 1,15GHz übertaktet werden. Mein Gerät läuft derzeit auch auf 800MHz Maximal-Leistung zuverlässig.
Übertakten ist dennoch nicht empfohlen und sorgt für Garantieverlust! Drahtlose Kommunikation
*
Telefonieren geht problemlos und der Empfang ist sehr gut. Durch das glatte Display sieht man danach allerdings den Abdruck des Ohres, neben den ganzen Fingerabdrücken fällt dies aber nicht auf. Glücklicherweise aber liegt dem N900 ein Putztuch und ein "Stylus" (Display-Stift) bei. Der Stift ist im Gerät enthalten und kann bei bedarf unterhalb rausgezogen werden.
*
Bluetooth läuft zuverlässig auf ca. 10-12 Meter (maximal 10m laut Bluetooth Spezifikation). Die Übertragung zu einer Parrot Freisprecheinrichtung erfolgt problemlos und der Klang ist ideal und unverzerrt.
* Der FM-Transmitter überträgt mit schlappen 10mW. Dies ist leider so in Deutschland. Glücklicherweise kann man das Programm FM-Boost aus einem Repository installieren, so überträgt man anschließend mit 118mW. So haben die Fahrer um euch herum auch wenigstens etwas davon. ;o)
Ein FM-Transmitter erlaubt die Übertragung von Ton-Signalen an ein herrkömmliches Radio. Einfach an beiden Geräten die Frequenz einstellen - fertig.
* Die
WLAN-Übertragung ist recht flott. Bisher konnte ich sie nicht ausreizen, im hemischen Netz allerdings ist die Geschwindigkeit völlig ausreichend und deutlich schneller als beim alten N95-8GB.
* Mobile Internet Connection, ja da klingelt es in den Ohren der Herren. Mobil Börsenkurse gucken sollte doch jeder gerne machen, oder? *lach* Das ist aber zum Glück nicht das einzige.
Der Maemo-Browser unterstützt sogar Flash, so wird YouTube auch direkt besuchbar, nicht nur durch ein Programm. Wem das nicht reicht, der installiert den Firefox Browser auch direkt.
Dank Copy & Paste Unterstützung geht ein notwendiger Browserwechsel recht schnell, was bei mir aber bisher nicht notwendig war.
Es ist eben ein Linux - Fortgeschrittene Anmerkungen
Wir dürfen nciht vergessen, dass im Telefon ein Linux schlummert. Wer sich also in der Konsole auskennt, kann diese natürlich auch benutzen.Wer zum Beispiel keine Lust hat ständig das Telefon per Kabel zu verbinden nutzt entweder Bluetooth, oder installiert openSSH, greift mit einem FTP-Programm (mit SSH-Unterstützung natürlich) per WLAN auf das N900 zu. Ist natürlich nicht ganz so schnell wie per USB, aber um mal ein paar Musikstücke, Bilder oder Programem zu übertragen sehr gut geeignet.
Als Benutzername muss dann lediglich "root" angegeben werden + das eingestellte Passwort.
Selbstverständlich muss das N900 auch im selben WLAN sein, bzw ein Zugriff per DDNS eingerichtet sein.
Der WLAN Chipsatz unterstützt wohl auch den Monitor-Mode, demnach nur ncoh eine Frage der Zeit bis kismet portiert ist. Aircrack-ng und nmap ist schon verfügbar.
Eine alternative Firmware names "NeoPwn v2" ist in der Mache. Dies ist ein mobiles Backtrack-OS zur Penetration von Netzwerken.
http://www.neopwn.com
Bitte den Hackerparagraphen in Deutschland für derartige Programme und Software berücksichtigen!VNC Viewer für RealVNC ist im Repository vorhanden, bisher ungetestet, der VNC Server (x11vnc) läuft aber
nicht sehr ideal (Flaschenhals evtl wieder mein Computer?!)
Screenshots
Anbei zu diesem Bericht sind Screenshots.
- Desktop mit Kalender, Conversions (SMS + Chat), Verknüpfen (v.l-o.n.r-u.: Kontakte, E-Mail, Bluetooth Switcher, Maemo-Browser, RSS-Feed-Reader, Telefon
- Maemo Webbrowser
- Taskmanager
- Konsole mit Sudo
- Conky Systemmonitor
- OpenTTD - Mein Lieblingsspiel seit eh' und je'
- Taschenrechner, bedienbar durch Touchscreen
- BatteryGraph - Software für Systemauswertung
- Freihand Skizze per Editor - Für den Picasso in euch
So viel Lob, wo bleibt der Tadel?
Nichts ist perfekt! Hier die Nachteile die mich bisher gestört haben
- Links und Rechts des Telefons hätte getauscht werden müssen. Die USB-Ladebuchse befindet sich beim telefonieren oben, es ist also kaum möglich während eines Telefonates das Telefon zu laden, bzw. wäre der USB-Anschluss einer ständigen mechanischen Belastung ausgesetzt.
- Der Akku ist eine absolute Frechheit! Bei geringer Belastung hält er rund einen Tag, wer sein N900 aber regelmäßig einsetzt wird nach maximal 6 Stunden gezwungen sein den Netzstecker anzustecken.
Glücklicherweise aber ist ein Adapter bei (für alten und neuen Nokia-Ladestecker) und ein eigenes Netzteil. Bei Amazon habe ich mir solch einen Adapter (CA-146C) nochmal bestellt für ~2,50€,
Fazit
Sehr umfangreiches Smartphone für Jedermann. Wer allerdings nur Telefonieren und SMS schreiben möchte, sollte andere Telefone wählen.
Ideal geeignet für mobile Surfer und Chatter.
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sehr hilfreich
28.04.2011
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sehr hilfreich
06.05.2010
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Bewertung für Nokia N900 von
mr_fj9090
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Nokia N900
Akku
Ladekabel
Ladegerät
Video Ausgangskabel
Stereo Headset N900: ...
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sehr hilfreich
08.01.2010
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Mein Favorit unter den Handys
Bewertung für Nokia N900 von
Falloutboy123
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Kontra: Akkulaufzeit
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hilfreich
15.12.2010
(16.12.2010)
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Nokia N900 - eines der besten Alternativen zum Iphone
Bewertung für Nokia N900 von
mazze1988
Pro: Design, Verarbeitung, Touchscreen
Kontra: Akkulaufzeit bei Benutzung, Preis, Tastatur wackelt
ich möchte mich den vorherigen Beitrag anschließen.
Jedoch finde ich sehr wohl, dass das N900 ein paar negative Punkte aufweißt.
Zum einen der Akku, der zwar Standby einiges aushält, bei stärkerer Nutzung des Handys aber auch schnell den geist aufgi ...
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weniger hilfreich
06.05.2010
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