Norton 360

Erfahrungsbericht über

Norton 360

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...nicht so der Bringer.

2  21.03.2009 (22.03.2009)

Pro:
Bei T - Online im Vertrag kostenlos, gute Virenerkennung, häufige Updates

Kontra:
nicht alle Funktionen sinnvoll, wenig Einstellungsmöglichkeiten, langer Systemstart .

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Stabilität:

Benutzerfreundlichkeit

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Chris_HN

Über sich:

Mitglied seit:13.06.2004

Erfahrungsberichte:3

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 39 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute nun möchte ich meine Erfahrungen mit der Software Norton 360 berichten.

Als T-Online Kunde ist in meinem Vertrag „Call and Surf Comfort plus“ dieses Programm als Sicherheitspaket gratis dabei – für bis zu 3 Rechner. Nun gut, dachte ich – das probierst Du mal. Ein Sicherheitspaket eines namhaften Herstellers als Gratiszugabe, immerhin. Seither war ich bei Symantec-Produkten immer skeptisch, man hört ja schließlich viel Negatives.
Meine derzeitige Lösung aus den beiden Freeware-Programmen Avast Antivirenprogramm und ZoneAlarm free war eigentlich immer zufriedenstellend.

Aber diese Software soll eine Backuplösung und Datenträgerbereinigung mitbringen – allen in Allem eigentlich nützliche Zusatzfunktionen.Aber Norton als Gratiszugbabe klingt wirklich nicht schlecht.

Also – Download und Installation funktionierten reibungslos und waren in ca. 15 min. abgeschlossen. Noch ein kurzer Neustart des Rechners – und dann los.

Nach dem Neustart des PC`S (Win Vista Home Premium , Intel Core 2 Prozessor mit 2,4 GHz und 4 GB Arbeitsspeicher sowie Graphikkarte mit 1024 MB) dauerte es allerdings ca. 1 Minute länger, bis alles geladen war.

Dann poppte auch sogleich ein Fenster auf: "Ihr Computer ist gefährdet…".
Oje, Oh je! Sollte da meine seitherige Lösung aus Avast und Zone Alarm etwa versagt haben?
Nach genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass lediglich die Updates fehlten und einige Einstellungen von Norton bemängelt wurden.

Das erste Live Update dauerte sagenhafte 15 Minuten! Was der da wohl alles runtergeladen hat? Allein die Installation der Updates hatte davon locker 10 Minuten verschlungen. Wahnsinn.

Hier erscheint nach dem Klick auf das Icon in der Taskleiste ein Fenster, wo die Mängel angezeigt werden. Was mir gleich missfiel, war, dass eine Behebung unter dem eingeschränkten Benutzerkonto nicht möglich war. Also, bei Vista kein Problem, rechte Maustaste auf das Programmsymbol, „ als Administrator ausführen“ wählen und dann müsste das funktionieren.

Müsste…. Aber nicht bei Norton 360. Hier darf sich der Benutzer fein säuberlich über das Startmenü als Administrator anmelden, und dann die Einstellungen vornehmen. Hier konnte ich sogleich sehen, dass mir Norton alle Windows –Updates auf „automatisch“ gestellt hatte.

Da ich an meinem Laptop aber öfters mit einem Surfstick arbeite und da teilweise nur eine geringe Bandbreite anliegt, hatte ich dies ausgeschalten, werde aber benachrichtigt, wenn Updates vorliegen und kann diese dann, wenn ich daheim am PC bin mit meiner 16.000er Leitung schnell installieren.
Nach der Deaktivierung der Updates und erneutem Starten kommt die „Sicherheitsgefahr“ wieder. Man kann die Überwachung dieser Option auch nirgends im Programm ausschalten.

Während des Updates schaute ich mal nach den Einstellungen.
Alles in allem muss man erst suchen, wo sich denn die einzelnen Einstellungen verstecken, aber wenn man das einmal gemacht hat, dürfte das meines Erachtens nach keine Probleme mehr geben. Trotzdem ist die „Ergonomie“ für Nutzer, die nicht allzu viel Zeit am PC verbringen nicht gerade einfach. Aber das ist eine rein subjektive Meinung, die jeder für sich entscheiden muss, von daher für mich keine wirkliches Kriterium.

Was ich allerdings gemacht hatte, war, dass ich die integrierte Firewall in den Trainingsmodus gestellt habe. Aus eben dem o.g. Grund, dass ich selbst festlegen kann, welche Programme Updates ziehen dürfen und welche nicht. Ich möchte nicht unbedingt, dass mir Google das neue Earth herunterlädt oder Adobe Reader seine Aktualisierungen, wenn ich mit 22kbit/sek, also Modemgeschwindigkeit, im Café surfe.

Der nächste Einschränkung ließ auch nicht lange auf sich warten. Ein Programm verlangt den Zugriff in das Internet, ließ mich die integrierte Firewall sogleich wissen. Super, das ist mein Trainingsmodus, den ich eben eingestellt hatte. Schonmal gut. Hier habe ich dann aber leider nur die Wahl zwischen „immer zulassen“ und „niemals zulassen“. Eine Option „einmal zulassen“ oder „einmal verbieten“ sucht man hier vergebens.
Für mich ein komplettes k.o.- Kriterium.

Dann habe ich mir mal die Backup-Lösung des Programms angeschaut. Meine Meinung:
k.g.v. – Kannste glatt vergessen. Norton legt hier eine 1:1 Kopie an, auf einem Medium seiner Wahl. (CD, Festplatte….) Welche Daten gesichert werden, kann man wirklich komfortabel per Haken ankreuzen: Bilder, Dokumente, Musik… Das heißt aber auch, bei 3 GB privaten Daten hat man eine 3 GB Kopie auf dem Rechner. In Zeiten billiger Speicher und Festplatten jenseits Größen von 1 Terrayte sicher nicht wirklich schlimm.
Aber Nutzer mit älteren Notebooks und Festplattengrößen von unter 30GB werden sich das überlegen müssen.
Über die Zeitdauer des Backups, aslo wie lange es dauert, bis die Daten gesichtert sind kann ich keine Aussage treffen, da ich lediglich meine Bilder testweise mal gesichert hatte. Ging aber auf den ersten Blick recht flott.

Einzelne Dateien wiederherstellen geht anscheinend auch nicht (Zumindest konnte ich keine solche Option entdecken). Hier gibt es nur: alles oder nichts. Im Internet – Forum wurde dann berichtet, dass es hier wohl auch hin und wieder Probleme gibt beim Wiederherstellen der Daten von USB- Festplatten.
Weiterhin kann man die Inhalte nach dem Sichern nicht einsehen.

Dies hätte man sicher etwas eleganter lösen können.
Aber: man kann diesen Bestandteil deaktivieren. Was ich dann sogleich gemacht habe.

Professionelle Programme legen hier inkrementelle oder differentielle Backups mit bis zu 60% Komprimierung an, von daher ist ein derartige „Billig-Lösung“ eher nicht akzeptabel.

Die integrierte Datenträgerbereinigung macht nix anderes, als die Benutzerspuren aus Windows und den Browsern löschen. Dies können die Browser mittlerweile genauso gut (Firefox und Opera).
Und eine Defragmentierung nach voreingestelltem oder eigenem Zeitplan bietet man hier auch noch an. Und genau das macht Vista bei mir im Hintergrund. Zumal man hier die Vista - eigenen Routinen nutzt und kein eigenes Defragmentierungstool mitbringt. Alternativ bietet man hier noch eine Säuberung der Registry an - aber da lasse ich mal lieber Profiprogramme ran. Beim CCleaner weiß ich, dass der weiß, was er tut. Bei Norton bin ich da mal lieber skeptisch....

Meine Wertung: mittel bis schwach. Braucht man nicht unbedingt. Für diese Geschichten habe ich mir von der PC-Welt das Programm TUNE UP 2008 (war als Gratis Vollversion auf Heft –CD) installiert.
Hier wird die Platte in einem Bruchteil der Vista– Zeit defragmentiert (wenn man es denn möchte)

Mittlerweile war das Update fertig, also wieder abmelden, als eingeschränkter Nutzer anmelden und ein wenig surfen. Vorher war allerdings noch ein Neustart nötig.

Und nach dem Neustart kommt schon wieder der nächste Fehler:
Rotes Kreuz in der Taskleiste. Heißt: Norton hat eine Gefahr entdeckt !!!!!! Schon wieder???
Also Klick darauf: „ Phishingschutz nicht aktiv." Also nix Schlimmes.
Und gleich bietet mir die Software des Marktführers die komfortable Lösungsmöglichkeit an: "Beheben?" Ja!
Klickt man auf das „Beheben“- Schaltfläche kommt die Meldung : Sie haben nicht die Rechte, um die Einstellungen zu ändern.

Das heißt: Abmelden, als Administrator anmelden, Problem beheben. Und wieder als normaler Nutzer anmelden.

Mittlerweile werde ich sauer und frage mich, warum man etwas so umständlich programmiert.

Der eigentliche Grund, weshalb ich dieses Programm wieder deinstalliert habe war jedoch auch, dass mir dieses Programm meinen verschlüsselten Ordner mit den privaten Daten (verschlüsselt mittels des Programms True Crypt) einfach entfernt hat. Zum Glück konnte ich diesen aus einer Datensicherung (aber nicht die von Norton, sondern eine Freeware aus einer Computerzeitschrift ) wieder herstellen.

Ach ja: Viren hatte ich keine auf dem Rechner ( Danke, AVAST!) Aber meine Excel-Datei mit der ich PACMAN spielen kann (die Leute der Generation aus den 80ern wissen, was ich meine!) wurde als Virus entdeckt. Allerdings wurde ich nicht gefragt (wie bei Avast) , was ich den nun machen möchte:

Ignorieren,
In Quarantäne,
oder löschen-

Norton hat das einfach eliminiert. Anschließend durfte ich die Datei dann aus dem Programm heraus wieder „reaktivieren“ (und glaubt mir, DIE Option muss man erst mal finden!), im Anschluss eine Ausnahmeregel definieren (damit das beim nächsten Scan nicht wieder wech ist)…

Beim Deinstallieren gab es dann noch eine kleine Überraschung für mich : Ich kam nämlich nicht mehr ins Internet danach.
Und zum Deinstallieren benötigt man ein Spezialprogramm, welches man sich extra aus dem Internet herunterladen muss. Aber mit einem vorher angelegtem Backup waren alle Spuren der Software beseitigt.

Mein Fazit nach 1 Woche Norton 360:
Ich installiere nie wieder eine Software aus einer gelben Schachtel.

Ob man das Programm installieren möchte bleibt jedem selbst überlassen.
Computerneulinge dürften hier beizeiten an ihre Grenzen stoßen, die fortgeschrittenen Benutzer fühlen sich eventuell hier zu stark bevormundet. Und die Leistungseinbußen beim Start sind auch nicht akzeptabel. obwohl ich sagen muss, dass sich nach dem Hochfahren das Programm nicht wirklich bemerkbar gemacht hat. Man muss hierbei allerdings sagen, dass sowohl die Backup- als auch Datenträgerbereinigungstools abgeschalten waren.

Aber wie es bei älteren PC`s aussieht weiß ich nicht.

Edit:
Hinzufügen möchte ich noch, das die Virenerkennung ziemlich präzise zu sein scheint. In einschlägigen Tests schneidet die Erkennungsrate jedoch immer recht ordentlich ab. Updates gibt es immerhin aller paar Minuten.

Als "Stand-Alone"-Virenlösung mit etwas übersichtlicheren Einstellungen und der Auswahlmöglichkeit, wie denn der (erfahrene) Nutzer beim Virenfund reagieren möchte,sowie mit den erweiterten Auswahlmöglichkeiten der Firewall-Zugriffe für erfahrenen Nutzer wäre das Programm betimmt nicht schlecht.
Für den Ladenpreis würde ich diese Software nicht kaufen. Immerhin gibt es hier die Möglichkeit diese vorher ein paar Tage zu testen.

Nutzer von TuneUp-Utilities sollten beachten, dass nach dem Durchlauf der 1-Klick-Wartung die Hilfe von Norton nicht mehr ging. Also haben auch andere Programme Fehler.

Für Nutzer, die sich keine Gedanken um Ihre Virensoftware machen möchten, ist dies sicherlich eine Alternative. Und als Gratislösung in Verbindung mit dem ohnehin perfekten T-Online Call and Surf-Tarif für den Einen oder Anderen sicher zu überlegen.
Und die Nicht gewollten Bestandteile für die Datenträgerbereinigung und Backup kann man ja dann abschalten.

Für mich selbst ist diese Lösung jedoch nicht brauchbar. Ich nutze lieber weiterhin meine Freeware-Lösung.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
TMOS

TMOS

23.03.2009 16:37

Wenn auch informativ und umfassen, solltest du etwas Struktur in den Bericht bringen. SH VG TMOS

Snakekiller

Snakekiller

21.03.2009 20:27

guter Bericht

ThomasPohlert

ThomasPohlert

21.03.2009 20:03

Die Norton Internet-Security bekam ich auch kostenlos von meinem Provider für die ersten drei Monate, Dann sollte ich aber mtl. € 3,95 zahlen... Ich bin doch nicht blöd... LG

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