Oben erwähnter Titel fiel mir immer wieder ein während ich den Film heute im Fernsehen, als Wiederholung von gestern sah. 1999 erschien der Film in den Kinos und lief auch recht erfolgreich.
***Inhalt***
Der geschiedene Reisebücherhändler William Thacker lebt zusammmen in einer WG mit Spikey, einen mehr als komischen und schrillen Typen. Da verirrt sich eines Tages die weltbekannte Schauspielerin anna Scott in seinen kleinen Laden und William ist ganz hin und weg. Sie kauft sich ein Buch über die Türkei, wechselt ein paar Worte mit Thacker und ist auch schon wieder verschwunden.
Ein paar Minuten später besorgt William Orangensaft und prallt um die Ecke mit Anna zusammen. Um sich zu säubern bietet William Anna an, sein Badezimmer zu benutzen. Beim Abschied erhält er einen Kuss und Anna ist ein weiteres Mal verschwunden.
Ein paar Tage später erzählt Spikey so nebenbei, dass Anna in der WG anrief und William sprechen wollte. Jener rief natürlich sofort zurück und erhielt ein Date bei ihr in der Hotelsuite. So bahnt sich eine Liebesbeziehung an. Anna jedoch geht dann zurück nach Beverly Hills um nach ein paar Monaten wiederum vor Thackers Tür zu stehen. Wird es dieses Mal klappen?
***Darsteller***
Definitiv spielt Julia Roberts hier wieder eine Paraderolle. Die Darstellung des Filmstars liegt ihr natürlich und so bringt sie das dem Zuschauer auch ausdrucksstark rüber.
Hugh Grant ist und bleibt für mich gewöhnungsbedürftig. Er erscheint mir einfach zu soft, selbst noch in einem Romantik-Film. Schauspielerisch finde ich seine Mimik oftmals leicht übertrieben und von daher einfach nicht glaubwürdig.
Rhys Ifans in der Rolle des Spikey spielte zwar überzeugend, aber sein Part war einfach nur übertrieben.
Die anderen Nebendarsteller machten ihre Sache gut, gewundert habe ich mich über einen kurzen Gastauftritt von Alec Baldwin in der Rolle des Freundes von Anna Scott. Persönlich hätte er mir in der Rolle des Thackers besser gefallen.
***Mein Eindruck***
Große Namen machen noch keinen guten Film. Die ganze Story ist einfach zu unglaubwürdig und zu seicht. Ein Becher Orangensaft genügte, um nicht nur ihr Outfit zu verunreinigen, nein, auch William's Hemd war von oben bis unten nass. Durchschnittsmann trifft reiche und schöne Frau und diese zeigt auch noch Interesse an ihm und seinem chaotischen Umfeld. Um überhaupt in ihrer Hotelsuite zu gelangen gibt er sich als Reporter der Zeitschrift "Dogs and Horses" aus und natürlich wird kein Mitglied der Gruppe skeptisch, als William mehr oder weniger saudumme Fragen an die Mitwirkenden und den Regisseur stellte.
Ab und an musste ich schmunzeln, ansonsten waren die Gags aber eher durchschnittlich und entstanden aus albernen Szenen.
Gut gefallen hat mir die Film-, bzw. Hintergrundmusik, welche stets recht passend war und die einzelnen Szenen gut untermalte. Auch die Kameraführung ist gelungen, besonders schön die einzelnen Shots von Julia Roberts im Vorspann des Filmes.
Rührend und Herzerweichend ist die Story allemal, wenngleich sich wohl kaum ein Mann von einer Frau so behandeln läßt wie Thacker von Anna. Dieser Mann vereinte alle positiven Merkmale in seiner Person. Liebenswürdig, sensibel, nicht nachtragend, fleissig, ehrlich, etc. Die Taschentücher kann man allerdings getrost stecken lassen, obwohl der Film mit einem happy end endet (wen wundert's?)
***Fazit***
Der Inhalt selbst wäre locker in normaler Spielfilmlänge von 90 Minuten erzählt und meines Erachtens auch ausreichend lang. Nur durch die gelungene Darstellung von Julia Roberts kam dennoch keine Langeweile auf. Im Nachinein reichte mir die Fernsehversion völlig aus für dieses moderne Märchen. Die Freigabe ab 6 Jahren ist auch okay, wenngleich Kinder in diesem Alter wohl kein Interesse an der Film haben dürften. Empfehlenswert ja, aber kein Vergleich zu "Pretty Woman" oder anderen, wirklich guten Liebesromanzen. Empfehlenswert mit 3 Sternen, da weder eine richtige Spannung, noch Action und schon gar nicht die ganz großen Details, die einen Liebesfilm ausmachen, so richtig umgesetzt werden konnten.
In diesem Sinne...
Birgit
18.09.2005 15:34
kitsch as kitsch can ... und dennoch schön. wie schön oder auch nicht - darüber lässt sich streiten, geschmäcker sind verschieden. haben den film gemeinsam (mit meiner frau) schon öfters gesehen und finden ihn immer noch süss
07.03.2005 18:34
Du hast alles geschrieben was ein Text brauch. Mach weiter so.
07.03.2005 12:53
Toller Film. Du hast Recht, er ist völlig unrealistisch. LG Thomas :-)