Notting Hill

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Ich bin nur ein Mädchen...

5  14.04.2003

Pro:
super romantische Story mit tollen Darstellern und einem wunderschönen Soundtrack

Kontra:
absolut nichts

Empfehlenswert: Ja 

Wiebke

Über sich: Ich bin orange!!??? *es nicht fassen kann* Wer hat denn so fleißig bei mir gelesen? Bitte melden!! M...

Mitglied seit:17.11.1999

Erfahrungsberichte:343

Vertrauende:91

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 100 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Was ist wahre Liebe? Sich mit seiner Liebsten auf die Couch zu verkrümeln und wenigstens so zu tun, als ob „Notting Hill“ sein absoluter Lieblingsfilm ist. Und da ich momentan niemanden habe, mit dem ich Bett und Couch teile, habe ich es mir gestern Abend eben allein vorm Fernseher gemütlich gemacht.


DIE HANDLUNG

Anna Scott ist eine umschwärmte Schauspielerin, die eines Tages in Williams kleinem Buchladen mitten in Notting Hill auftaucht und den Buchhändler vom ersten Moment an verzaubert. Und wie der Zufall es so will, treffen sich die Beiden schon kurz darauf wieder, als William Anna mitten auf der Straße aus Versehen einen Becher O-Saft über die Bluse schüttet. Das ist die Chance, die Frau in seine Wohnung zu kriegen, Männer sind halt durch und durch berechenbar. ;-)

Dort dann ein wenig Small Talk und weg ist die Schöne. Doch schon 1 Minute später steht sie wieder vor der Tür, hat sie doch eine Tüte vergessen. Und schon kommt es zum ersten Kuss. Kann es nicht auch mal bei mir so schnell gehen? ;-)

Auf jeden Fall ist Anna danach erst mal wieder weg. Doch wenig später erzählt Williams schrulliger Mitbewohner Spike ihm, dass Anna angerufen hat und ihn sehen möchte. Wenig später haben die Beiden ein Rendezvous im Hotel, doch alles läuft ein wenig anders als von William geplant. Nix mit Rendezvous, eine Art Pressekonferenz trifft es schon eher. Er gibt sich schließlich als Journalist aus und hat so die Möglichkeit, kurz mit Anna zu sprechen. Und als Resultat dieses Gesprächs bekommt er sein Date für den gleichen Abend. Die beiden verbringen einen lustigen Abend in der Gesellschaft von Williams Freunden und später besuchen sie dann noch einen kleinen idyllischen Park mit einer ganz besonderen Bank. Jedes Mal, wenn die Inschrift der Bank vorgelesen wird, bekomme ich eine absolute Gänsehaut. Auf jeden Fall kommt es dort zum zweiten Kuss zwischen Anna und William.

Auch den nächsten Abend verbringen die Beiden zusammen. Doch als Anna ihn danach fragt, ob er mit auf ihr Hotelzimmer kommen möchte und er einwilligt, taucht in der rosaroten Welt von William die erste Wolke auf. Annas Freund, von dem er vorher noch nichts wusste, ist überraschend zu Besuch gekommen. William verlässt das Hotelzimmer und antwortet auf Annas Aussage, dass sie nicht weiß, was sie sagen soll: „Üblich wäre wohl Lebwohl.“

Und was kommt nun? Na ja, die Phasen des Liebeskummers. Zuerst schaut man sich alle Andenken, in diesem Fall die Filme, der Geliebten an und versinkt in Selbstmitleid. Dann kommt Phase 2: Man suche sich eine neue Frau. Aber irgendwie trifft William nur auf abstruse Gestalten, dabei gibt es so viele nette Frauen (*mal auf sich zeigt* ;-)). Und dann steht Anna wieder vor der Tür, total verheult, weil Nacktfotos von ihr aufgetaucht sind und die Presse hinter ihr ist . Und William ist natürlich sofort wieder zur Stelle und bietet ihr an, erst mal bei ihm zu bleiben.

Anna erzählt ihm dann, dass sie mit ihrem Freund Schluss gemacht hat. Es folgt ein wenig romantisches Geplänkel und eine Nacht, die damit beginnt, dass beide in verschiedenen Betten einschlafen und gemeinsam wieder aufwachen.

Doch am nächsten Morgen wartet die versammelte Presse vor Williams Tür und Anna ist sauer, weil die Presse noch nichts von der Trennung von ihrem Freund weiß und jetzt denken muss, dass sie ihn betrügt. Sie verlässt das Haus und zurück bleibt abermals ein geknickter William.

Ein halbes Jahr später sieht er sie wieder und durch Zufall bekommt er ein Gespräch mit, in dem sie ihn als einen alten Bekannten bezeichnet, mit dem sie eine ziemlich unangenehme Geschichte verbindet. Und obwohl William sich eingeredet hat, dass das Thema Anna für ihn gegessen ist, nimmt ihn diese Äußerung mehr mit als er sich eingestehen will.

Anna besucht ihn kurz darauf in seinem Buchladen und macht ihm die wahrscheinlich schönste Liebeserklärung der Filmgeschichte: „Ich bin auch nur ein Mädchen, das vor einem Jungen steht und ihn bittet, es zu lieben.“ William bleibt ihr die Antwort schuldig und sie verlässt den Laden....


DIE DARSTELLER

Die Rolle der Anna wurde Julia Roberts auf den Leib geschrieben. Eine Schauspielerin, die eine Schauspielerin spielt. Und wie!!! In jedem Moment des Films absolut überragend und so, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen würde. Diese riesengroßen Augen und dazu dieses Lächeln... da wird man selbst als Frau schwach. ;-) Eigentlich bin ich ja kein überzeugter Julia Roberts-Fan, aber nach „Pretty Woman“ und „Die Hochzeit meines besten Freundes“ ist das der dritte Film, in dem sie mich restlos überzeugt.

Und auch Hugh Grant hat seine Sache absolut prima gemacht. Er spielt den zurückhaltenden Buchhändler William so, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Auch er gehört eigentlich nicht zu meinen Lieblingsschauspielern. Aber wie auch in „Ein Chef zum Verlieben“ hat er mich in „Notting Hill“ restlos überzeugt. Die Rolle des charmanten Sunnyboys liegt ihm einfach am besten und das auch mit über 40. Irgendwie ein kleiner verschmitzter Lausejunge. ;-)

Nicht nur die beiden Hauptrollen, sondern auch alle anderen Figuren wurden überzeugend besetzt. Am herausragendsten fand ich Rhys Ifans, den Darsteller des Spike. Super schrullig, naiv und gerade dadurch unglaublich witzig.


MEINE MEINUNG

Einer der schönsten Liebesfilme der Filmgeschichte. Romantisch von der ersten bis zur letzten Minute und dazu die richtige Portion Humor. Gewürzt wurde das ganze mit überzeugenden Darstellern und heraus kam ein Film, der in seiner gesamten Länge überzeugt und sicherlich nicht nur Frauen die Tränen in die Augen treiben wird.

Besonders gelungen fand ich auch die Umsetzung des Films in Bilder. Eine überzeugende und wunderschöne Kulisse und dazu beeindruckende, farbenfrohe Bilder.

Was den Film auch herausragend macht, ist die wunderschöne Untermalung mit der passenden Musik. Besonders herausheben möchte ich die Ballade „When you say nothing at all“ von Ronan Keating und das Lied „She“, welches zu Beginn und zum Ende des Films zu hören ist. Musik, die schon ohne die Bilder dazu für Gänsehaut sorgt und in Kombination mit den romantischen Szenen ein übriges tut.

Insgesamt kann ich nur eine volle Empfehlung aussprechen, da es keinen einzigen Punkt gibt, der Abzüge rechtfertigen würde. Ein toller Film für einen Videoabend mit Freundinnen oder auch mit Eurem Schatz. Und Männer: Damit könnt Ihr Eurer Liebsten eine echte Freude machen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Bhuvan

Bhuvan

10.08.2003 10:13

Da hast du ja den schönsten Satz des ganzen Films als Überschrift genommen... wunderbar!

JerryMaguire

JerryMaguire

16.04.2003 00:17

sehr schöner Film...

PadiZH

PadiZH

15.04.2003 20:22

Guter Geschmack, denn auch bei dem Film kann ich nicht meckern...:-)

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