Nouméa, Nouméa

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Nouméa, Nouméa

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Erfahrungsbericht über "Nouméa, Nouméa"

veröffentlicht 17.04.2017 | serse
Mitglied seit : 18.04.2009
Erfahrungsberichte : 48
Vertrauende : 0
Über sich :
Sehr gut
Pro Der Rückflug ging über Kanada statt über Asien,
Kontra es gibt aufregendere aber auch gefährlichere Gegenden
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Logbuch einer Weltreise"

Nouméa, Nouméa  Gepäck anhänger

Nouméa, Nouméa Gepäck anhänger

Logbuch April 2017
Vorbermerkung: Ich habe Flüge und Hotel über Expedia gebucht.
Am Tag der Abreise stand ich schließlich wohlbehalten an der Gepäckaufgabe. Das erste was ich sah, als der Angestellte meine Buchung mit dem Pass prüfte, war ein Lächeln. Jedoch war in der Nähe eine herrenlose Tasche entdeckt worden, so dass ich eine Runde um den Block laufen musste. In Singapur marschierte ich zum Bahnsteig des"Sky Train", der mich schließlich zum Flugsteig für den Anschlussflug brachte. Noch bevor ich Platz genommen hatte, wurde ich sozusagen vom Monitor mit den Worten "kia ora-welcome on board" begrüsst und beim Verlassen mit "haka mate" oder "mate wa" verabschiedet.
In Auckland hatte ich einen etwas längeren Aufenthalt, so dass ich entweder eine VIP- Lounge oder ein Hotel als Unterkunft suchen musste. Das Ende vom Lied war, dass in der Nähe des Flughafens kein Zimmer frei war. Daran hätte ich freilich früher denken können.
Am nächsten Morgen hiess es, Zeit zum Aufbruch und ich verliess das Hotel "city lodge". Die Fahrt mit dem Taxi dauerte wieder dreissig Minuten. Durch den Linksverkehr in Neuseeland ist Rechtsabbiegen dort vergleichbar mit dem Linksabbiegen in Deutschland. Nachdem ich aus der halle des flughafens ins freie getreten war, begrüsste mich sogleich ein typ wie jean claude van damme und gab mir Auskunft, wann der nächste shuttle bus in die Stadt fahren wurde. Der erste Eindruck war eine Vegetation wie aus Jurassic Park, abgesehen davon dass der erste Tag verregnet war. An der Uferseite lag vor dem Hotel ein monumentaler
Schiffsanker. Bei der Schlüsselübergabe sagte ich"vous voyez chaque jour un autre garcon", so dass die zwei Damen lachten. Die Kosten für Flug und Hotel waren freilich längst abgebucht. Durch die Reise rücktritts kosten Versicherung betrug der Preis pro Nacht 91 eur. Ein Frühstück war nicht enthalten.
Ein kriegsschiff glitt jenseits der vorgelagerten Insel am horizont entlang. Plötzlich
dachte ich an die unzähligen Lieder und Schlager über die bisweilen unbarmherzige See, z.b. Des Seemannsbraut ist die See, Die Gitarre und das Meer oder über Rio und Shanghai, und freilich auch an Lieder die ich auf länger zurückliegenden Reisen aufgeschnappt hatte wie
lleva me y yo llevo yo, Marc anthonys escandalo, sandungueo, chululu, yerba buena, oder doce disipulos, dale don dale mas duro und la tierra de mis amores...
Im Unterhaltungsprogramm gab es neben dem Sektor der klassischen Musik-ein Bereich in dem sich ja nichts ändert- auch Country Musik wie Chatham County Line, Little Seeds und Alan Jackson. Man vergisst ja auch viel...
Die folgenden Tage waren nur durch kurze Schauer getrübt. Am vierten Tag wurde schriftlich vor "Zyklon Cook"gewarnt. Ich stieg in den Bus, der die Innenstadt ansteuerte, stieg aber vorher aus, weil ein Riesen Schiffsanker an der Uferpromenade ein schönes Motiv abgab. Dann wollte ich mir ein Getränk holen, aber da ein Sturm angekündigt war, wurde in den "Carrefour" Markt an der Rue Charles Peguy niemand mehr eingelassen. Dann wartete ich mindestens dreissig Minuten (ich hatte wegen der vielen Sicherheitskontrollen an den Flughäfen keine Armbanduhr dabei) auf den Bus, der mich zum Fischmarkt brachte. Jedoch
waren zur Mittagszeit bereits sämtliche Fische bereits über den Ladentisch gewandert.
Der Sturm wütete die ganze Nacht, so dass am nächsten Tag viele Geschäfte, sogar der Mc Donalds, geschlossen waren.
Im "Aquarium de lagon" gab es Haie, Schildkröten und sogar zwei mantis, die auch als "the punching crab" bekannt sind. Im Strandclub "Bodega del Mar" wurde bei freiem Eintritt internationale Musik, nämlich acdc-tnt, u2 -red red wine, Felix jähn- "loves me better",michael jackson-beat it, missy eliot-work it, shame on you if you can't dance through, George michael faith, aber auch der eine oder andere Reggaton gespielt. In der Nähe des Hotels befand sich auch das Büro für Tagesausflüge zur "phare" oder "ile amedee". Allein der Blick ins Schaufenster dort zeigte einem früher oder später wie leicht man die kleinen Dinge übersieht. Doch dazu später mehr. Ich hatte mir beim McDonalds 3 grosse shakes geholt und das Aquarium besucht, da ich dort Fotos mit Blitz machen wollte. Beim verlassen fielen mir einige Pilze auf. Die weissen ohne kragen schmeckten wie champignons
und die mit einer Halskrause am Stiel hatten eher kein Aroma. Dann holte ich mir noch ein Eis. Beim Essen fiel mir ein zerlumpter Mann auf der auf einer Bank am Strand geschlafen hatte. Irgendwie dachte ich an einen Spruch aus dem Gottesdienst "Teile mit dem Hungrigen dein Brot" und gab ihm etwas ab.Danach schlenderte ich noch am Strand entlang. Nach meiner Rückkehr zum Hotel spürte ich erst ein Unwohlsein und hatte danach Erbrechen und Durchfall. Ob dem armen Mann, dem ich von meinem Eis etwas abgegeben habe, ebenfalls schlecht geworden ist, kann ich nicht sagen.
Am nächsten morgen fühlte ich mich freilich wieder besser, das war auch gut so, denn ich wollte ja zur "ile amedee" mitkommen. Ich habe dort zwar keine Schlangen gesehen, aber es gab ein Festbankett mit Südsee- typischer musik-z.b. mit den Worten" ou la grande mere danse au Pyjama". Um sich davon eine Vorstellung zu machen, möchte an dieser stelle "chulu chululu" als Beispiel nennen. Eine der Muscheln, die ich dort fand, hatte einen Durchmesser von 20cm und sah innen aus wie Porzellan. Traumhaft!
Nach der Rückkehr zum Hotel musste ich denn auch erst einmal die Segel streichen und liess mich ins Bett fallen. Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus zum MC Donalds während der Fahrer etwas von DJ styx zum besten gab. Die Information "DJ Styx" habe ich allerdings meiner Sitz-Nachbarin zu verdanken. Da denkt man doch, dass sich in Deutschland sofort jemand beschweren würde. Am letzten Abend trug ich noch etwas Geld in die Strandbar und erfuhr, dass Nouméa zweimal im Monat von einem Sturm wie Zyklon Cook heimgesucht wird.
Am 15. hiess es dann, Kurs in Richtung Heimat zu nehmen. Die Fahrt mit dem "arc en ciel service"Bus dauerte recht lange, da Fahrgäste von mindestens sechs verschiedenen Hotels abgeholt wurden. Am Flughafen von Noumea stellte sich heraus, dass meine Ausweis Nr. für die Ankunft in Vancouver nicht erkannt wurde. Ich hatte nämlich elf Stellen anstatt nur der ersten neun angegeben. Daher musste ich mit meinem Smartphone und der Kreditkarte den ganzen Vorgang wiederholen. Das war nervenaufreibend, doch schließlich spuckte der Drucker die ersehnten Bordkarten aus und ich bekam den Rat mit auf den weg, in "YVR" den Koffer vom
Band zu holen.
Der folgende Flug dauerte über 2 Stunden und in Auckland hatte ich über vier Stunden Aufenthalt. Ich holte mir freilich dort wegen der zu erwartenden hohen Auslastung des Fluges nichts zu essen. Einer der Fluggäste die in den Flieger nach Vancouver stiegen, war vom Alter Mitte 30 bis Mitte 40 und sah vom Menschenschlag aus wie Jack London.
Die Maschine, die mich dann von Auckland nach Vancouver brachte, war auch wirklich nahezu voll belegt, so dass es schwierig war etwas Schlaf zu finden.
Bei der Ankunft hiess es dann vor der Passkontrolle nur noch einen Zettel mit wenigen Fragen auszufüllen. Am Flugsteig machte jemand eine Durchsage wegen des Gepäcks, so dass ich meinen Beleg aus dem Etui fingerte und die Erklärung erhielt, der Koffer würde bis nach Frankfurt mitfliegen.
Als ich dann in Vancouver im Flieger sass und einen Blick aus dem Fenster warf, sah ich in der Ferne schneebedeckte Berge, deren Gipfel von den Wolken verdeckt wurde. Ich liess jedoch aus Erschöpfung und weil der Flieger vollbesetzt war, die Kamera im Handgepäck. Bedingt durch die Entfernung, nahm der Pilot zunächst Kurs in nördlicher Richtung. Ab und zu blickte ich aus dem Fenster und betrachtete die Strassen und anscheinend zugefrorenen Flüsse und Seen, bis mir nach zwei Stunden auffiel, dass es keine Strassen oder Bahnlinien mehr gab. Nach Sonnenuntergang sah ich im Halbdunkel eine schnee- und eisbedeckte
Landschaft, aus der einzelne Berge herausragten. Der Pilot schwenkte leicht nach Osten und nachdem ich etwas Schlaf gefunden hatte, konnte ich nach Sonnenaufgang einige Fotos der menschenleeren Landschaft und vom Treibeis and der Küste von Grönlands machen.
Mit etwas Verspätung konnte ich Stunden später in Frankfurt den Koffer in die Arme
schliessen, wie ein Seemann seine Braut...

Wenn nicht anders angegeben, wurden die Fotos mit dem ZTE (siehe der Beitrag dazu) Smartphone gemacht.
Erklärungen zu
Pro: Durch die Flugroute war es praktisch eine Erdumrundung für ca.3500 EUR alles zusammen gezählt. Summa summarum komme ich auf ca. 38000 geflogene km.
und
Kontra: Unter aufregend verstehe ich wenn das Strassenbild von Bewaffneten gepägt ist oder z.b. der Supermarkt mit Pumpguns bewacht wird...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • manuelmama veröffentlicht 26.04.2017
    sh
  • Zilina veröffentlicht 24.04.2017
    Liebe Grüße
  • LadyKarola veröffentlicht 18.04.2017
    Viele Grüße...
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Produktdaten : Nouméa, Nouméa

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