Versicherungen stehen ja nun einmal in dem Ruf in erster Linie zu kassieren und wenn es ernst wird, nicht zu zahlen.
OK, gibt es sicherlich, aber ich bin überzeugt, dass es weitaus seltener geschieht, als man das behauptet. Über Pleiten, Pech und Pannen berichtet es sich leicht und solche Meldungen ... Bericht lesen
Sofort- Service Unfall - uns hat er gewaltig geholfen...
Erfahrungsbericht von feldmaus über Nürnberger, UV 14.02.2010
Produktbewertung des Autors:
Erreichbarkeit im Ernstfall:
kein Problem
Zahlungsbereitschaft im Ernstfall:
ohne Zögern
Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:
gut
Allgemeine Kundenfreundlichkeit:
freundlich
Pro:
Unglaublich problemlose Hilfe im Ernstfall !
Kontra:
Kein Billigartikel . . . .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Versicherungen stehen ja nun einmal in dem Ruf in erster Linie zu kassieren und wenn es ernst wird, nicht zu zahlen. OK, gibt es sicherlich, aber ich bin überzeugt, dass es weitaus seltener geschieht, als man das behauptet. Über Pleiten, Pech und Pannen berichtet es sich leicht und solche Meldungen werden gierig aufgesogen. Dort wo es reibungslos klappt, verliert man oft kein Wort, weil es ja so erwartet wird.
Mir sind in den Jahren mehrere Missgeschicke passiert, teils als betroffenes „Opfer“, aber auch als Verursacher. Nur ein einziges mal hatte ich Probleme, wo der Sachbearbeiter schief lag. Eine Beschwerde beim Ombutsmann Berlin hat aber alles ruck-zuck gerichtet.
Hier aber ein weiteres Beispiel dafür, dass Versicherer tatsächlich halten, was sie versprechen. Zum Glück bin ich nicht die, der das Missgeschick widerfahren ist, aber letztendlich ist unsere gesamte Familie Nutznießer der Versicherungsleistungen. Aber eins nach dem anderen.
Was ist passiert
2 Tage vor Sylvester 2008 stolperte meine Schwiegermutter im stolzen Alter von 78 Jahren auf einer Treppenstufe und kam so unglücklich zu Fall, dass sie sich eine Fraktur am 2. Lendenwirbel zuzog. Glück im Unglück, denn das hätte mit etwas weniger Glück zu einer Querschnittslähmung führen können. Nicht auszudenken! Und so kam sie per Rettungswagen vom Hausarzt direkt ins Krankenhaus und durfte sich das Sylvesterfeuerwerk stramm im Bett liegend am Panoramafenster ihres Krankenzimmers ansehen. Die Schwestern waren so nett und zogen sogar die Gardinen zur Seite….
Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung
Die Behandlung in Krankenhaus und der Krankentransport wurden natürlich anstandslos von der BARMER übernommen. Auch dem Antrag auf die Bewilligung der Anschlussheilbehandlung in der Rehaklinik wurde unkompliziert stattgegeben.
Ergänzung vom 17.2.2010
In einem Kommentar wurde erwähnt, dass die gesetzliche Pflegeversicherung auch leisten würde. Im Prinzip ja, aber (Zitat): Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt bei Pflegebedürftigkeit. Das heißt, wenn der Bedürftige mindestens 6 Monate lang bei der Verrichtung des Alltäglichen in großem Maße oder ganz und gar auf fremde Hilfe angewiesen ist. Die volle Leistung kommt nur denen zugute, die in den letzten 10 Jahren 2 Jahre lang pflege- bzw. familienversichert waren.
Das Kriterium für die Leistung sind also die "mindestens 6 Monate andauernde Pflegebedürftigkeit". Und wer einen Unfall hatte ist zum Glück meist innerhalb von 6 Monaten wieder auf den Beinen. Das ändert aber nichts daran, dass es durchaus Monate sein könne, wo man der Pflege bedarf. Und wenn man sich da eines Pflegedienstes bedient, weil man es in Familie nicht packt, wird das richtig teuer. Ich habe darüber zuvor schon mit der Krankenversicherung gesprochen, nachdem ich von dem geschlossenen Vertrag erfahren hatte. Und da wurde es mir genau so bestätigt, wie es oben geschrieben steht... Aber dazu siehe unten....
Ergänzung vom 10.03.2010
Ich habe bei dem Vertreter der Nürnberger nachgefragt, ob auch Personen unter 50 diese Pflegeleistungen versichern können. Ja, sie können. Wer näheres wissen will, sollte sich mit einem Mitarbeiter dieser Versicherung in Verbindung setzen.
Was kam aus eigener Tasche dazu?
Aber das alles war dennoch nicht ganz kostengünstig. Immerhin bekam sie die Rechnung für die Zuzahlung von 10 EUR/Tag im Krankenhaus. Aktuell sind das 10 EUR für maximal 28 Tage im Jahr. Ihr Problem – 3 Tage gingen noch auf das Jahr 2008 und 28 Tage fielen dann ins Jahr 2009. Es waren also insgesamt 30 EUR für 2008 plus 280 EUR für 2009 fällig. Etwas bekam sie von der Kasse wieder, weil Ihre Belastungsgrenze überschritten wurde. Dazu kamen aber noch Kosten von 2,50 EUR pro Tag, dass sie das Telefon nutzen konnte. Da sie absolute Bettruhe hatte, war das Telefon der Draht nach draußen. Ohne Telefon wäre es noch trostloser gewesen. Insgesamt kamen für den Telefonanschluss im Krankenhaus und bei der Reha rund 180,- EUR dazu, inklusive ein paar Kurzanrufe ihrerseits. Bei der Reha gönnte sie sich dann auch nachmittags in der Cafeteria mal einen Kaffee und ein Eis. Jedenfalls waren auch dafür nebst dieser oder jener Zeitung gut 150 EUR weg. Dafür kommt die Kasse natürlich nicht auf. Logisch!
Und wie ging es nach der Reha weiter?
Trotz privater Verlängerung der 21 Tage Reha, war sie nach wie vor in der Beweglichkeit eingeschränkt als sie nach hause kam. Stehen und Laufen bereiteten ihr heftige Schmerzen im Rücken. So war Kochen und Einkaufen weitgehend unmöglich, zumindest nicht ohne erhebliche Schmerzen. Von der Unsicherheit auf winterlichen Wegen mal ganz abgesehen. Auch die Hausarbeit wie Putzen und Waschen waren ebenfalls für sie kaum möglich.Nun erwartet man ja, dass da ein Pflegedienst einspringt und wenigstens über einen bestimmten Zeitraum unkompliziert Hilfe leistet. Dazu kommen sowohl im Krankenhaus, als auch bei der Reha Mitarbeiter des Sozialdienstes zu Patienten und klären, was man benötigt. Der Haken dabei ist – man muss diese Leistungen in aller Regel selbst bezahlen, weil und insofern man noch kein Pflegfall ist. Dazu muss man aber mindestens für 6 Monate und länger der Pflege bedürfen. Nur dann kann man bei Bedarf in eine Pflegstufe eingestuft werden.
Und das tritt selbst bei älteren Menschen seltener auf. Die meisten genesen nach Unfällen innerhalb von 6 Monaten soweit, dass sie kein Pflegfall werden. Zum Glück!
Aber – die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes auf eigene Rechnung, das ist richtig teuer. Und es führt auch kein Weg rein, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt! Das ist hart! Wir haben uns da kundig gemacht und fast feuchte Augen bekommen.. Die Zahlen, die sich für professionelle Pflegeleistungen fällig werden, kommen durchaus schnell in ein 5-stellige Höhe, wenn es da an das halbe Jahr geht.
Aber – Glück gehabt!
Wer hat geholfen?
Es erwies sich als Weitsicht oder als Glücksfall oder wie auch immer. Meine Schwiegermutter hatte vor Jahren bei der NÜRNBERGER ALLGEMEINEN Versicherung eine Unfallversicherung abgeschlossen.
Die private Unfallversicherung
Der Tarif nennt sich „Unfall-Komfort –Versicherung für Aktive ab 65“. Auf dem Antrag prangt neben dem Logo der Nürnberger Versicherung ein roter Schild, dem Symbol des Malteser Hilfsdienstes e.V. mit Sitz in Köln. Zugegeben – wir waren damals skeptisch, was ihr da vermittelt worden war. Was da in den klein gedruckten Bedingungen zu lesen steht, klang doch ein wenig abenteuerlich und hinsichtlich der versprochenen Leistungen fast zu schön, um wahr zu sein. Aber sie ist volljährig und kann selbst entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgibt – sagten wir uns damals. Heute sagen wir: „Blos gut….!“
Was versprechen die Nürnberger und die Malteser?
Sowohl auf einen großen Informationsblatt, als auch in dem recht umfangreichen Bedingungswerk, dem Kleingedruckten, findet man, was der Versichere verspricht. Und das sind zum einen die Leistungen der Unfallversicherung an sich, zum anderen, was als zusätzliche Komponente mitversichert ist.
Die Unfallversicherung Aktive ab 65 der Nürnberger
Versichert sind in ihrem Vertrag Invaliditätsleistungen in Höhe von 20.000 EUR ab dem 1. Prozent unfallbedingter Invalidität. Durch eine vereinbarte Progression leistet die Versicherung bei Vollinvalidität 105.000.- EUR. Viele glauben, dass man für 100 Prozent Invalidität fast tot sein müsste. Naja – ist nicht ganz so. Neugierig und pingelig wie ich nun mal bin hab ich nachgelesen: Die Invalidität ermittelt sich aus der so genannten Gliedertaxe, die in den Bedingungen erklärt ist. Verliert man zum Beispiel bei einem Unfall ein Auge, dann sind das 50 Prozent Invalidität. Verliert man dazu noch ein Bein bis unterhalb des Knies, kommen nochmals 50 Prozent dazu und der Invaliditätsgrad beträgt dann 100 Prozent. Hat also nichts mit dem zu tun, was zum Beispiel die gesetzliche Versicherung feststellen würde, denn da liegen völlig andere Kriterien zugrunde! Hier will ich nicht weiter ins Detail gehen. Ich wollte nur anmerken, dass es bei der Bemessung des Invaliditätsgrades gewaltige Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Versicherung gibt. Versichert ist des Weiteren ein Unfallkrankenhaustagegeld in Höhe von 30 EUR. Gezahlt wird es für 2 Jahre. Darüber waren wir erstaunt, denn unser Versicherer zahlt nur für 1 Jahr in voller Höhe wenn wir das richtig lesen! Vergleichen kann also lohnen! Der Unfalltod ist mit 3.000.- EUR versichert und 55.000 EUR werden für Bergungs- und Rettungskosten gezahlt. Bei Abschluss des Vertrages war meine Schwiegermutter bereits über 75. Zur Gesundheit wurde im Antrag lediglich gefragt, ob sie dauernd pflegebedürftig wäre oder geisteskrank. War und ist sie aber nicht! Auch hier einige Verwunderung, denn ich weis, das andere Versicherer Ihre Kunden Verabschieden, wenn sie das 75. Lebensjahr überschreiten. Die Nürnberger nimmt laut Bedingungen Verträge bis zum 80. Lebensjahr an. Als Beitrag verlangt die Nürnberger laut Antrag 22,52 EUR. Nicht billig – aber da andere Versicherer mit Senioren Ü 75 keine Verträge schließen, sind Alternativen nicht so groß. Der Vertrag hat auch noch Besonderheiten, auf die man in den Bedingungen extra hinweist und laut Stiftung Warentest die bei anderen Versicherern nicht immer dabei sind: • Herzinfarkt und Schlaganfall als Unfallursachen sind mitversichert. Da schließen viele aus! • FSME-Infektionen durch Zeckebiss gelten als Unfall • Impfpschäden sind versichert • Tauchunfälle sind versichert. Klingt komisch, denn welche Senioren gehen schon tauchen? In den Bedingungen erklärt sich der Sinn: Unfälle durch unfreiwilligen Ertrinkungstod – sind gemeint, aber auch tauchtypische Unfälle wie Trommelfellverletzungen unter Wasser gelten als Unfall. Klar, eigentlich sind es ja keine Unfällen nach der normalen Unfalldefinition! • Erfrierungen - wer im Winter allein unterwegs ist und einen Unfall hat, dem kann es passieren, das man ihn nicht sofort findet. Wenn man sich da Erfrierungen an Füß oder Händen zuzieht gilt das auch als Unfall. Die Mehrheit der anderen Gesellschaften sehen das anders. Wurde mir nachgewiesen! • Bei ambulanten Operationen nach Unfällen - und die gibt es ja zunehmend häufiger - wird das Unfallkrankenhaustagegeld gezahlt, wenn man für mindestens 7 Tagen vollständig außer Gefecht gesetzt wäre, was sicherlich bei einem Gipsbein bis oben, der Fall wäre. Ich meine, dass das für Senioren durchaus Erweiterungen sind, die durchaus sehr interessant sein könnten!
Unser Rettungsanker
Der Vermittler hatte damals besonders darauf gedrungen, den „Sofortservice Unfall“ einzuschließen! Im oben genannten Beitrag ist der Teil schon dabei! Und genau das ist der Teil des Vertrages, der uns unglaublich viel geholfen haben! Was bedeutet diese seltsame Wortschöpfung? ***************************************************
Ich hatte ja eingangs geschrieben, dass die Kasse nach einem Unfall in aller Regel keinerlei Pflegeleistungen bezahlt (siehe dazu Ergänzung vom 17.2.2010 ziemlich am Anfang des Berichtes) Als meine Schwiegermutter von der Reha zurück kam, bedurfte sie aber noch Hilfe. Ich arbeite den ganzen Tag, mein Mann ebenso. Zudem wohnt sie rund 5 km weg. Das ist nicht weit, aber dennoch – wirklich und regelmäßig helfen konnten wir nicht. Beim besten Willen nicht!
Und hier sprang die Versicherung vollkommen unkompliziert ein. Versichert sind laut dem Merkblatt u.a. ganz konkret folgende Leistungen: • täglicher Menüservice für 7 Tage in der Woche Auf Kosten des Versicherers wird pünktlich eine warme Mahlzeit geliefert. Man kann auswählen, was man möchte. Das kostet wirklich nix! • Besorgungen und Einkäufe werden erledigt. Der Pflegedienst geht 1 bis 2 die Woche einkaufen um mit Dingen des täglichen Bedarfs ausgestattet zu sein. Allerdings muss die Ware bezahlt werden. Die Dienstleistung aber ist frei! • Einmal pro Woche wird die Wohnung auf Vordermann gehalten. Man wischt Bad und Küche durch und saugt Staub und erledigt den Abwasch. • Die Wäsche wird einmal pro Woche gewaschen und sogar in den Schrank geräumt und sogar die Schuhe werden geputzt! • Es wird organisiert, dass man zum Arzt und zur medizinischen Behandlung gebracht wird. Der Malteser fragt vorher an, ob der Transport mit dem Krankenwagen nötig ist, oder ob ein Taxi genügt, weil die verletzte Person sitzen kann. Und wenn Hilfe als Begleitung nötig ist, dann kommt auch diese Hilfe mit. Bei rund 10 km bis zum Hausarzt würde das ganz schön ins Geld gehen. Und zur Physiotherapie hatte sie es noch etwas weiter. • Besonders teuer wird es, wenn man Körperpflege benötigt. Bei meiner Schwiegermutter war es so, dass sie in den ersten beiden Wochen nach der Reha noch so unsicher auf den Beinen war, dass sie Angst hatte, in der Duschkabine auszurutschen. Der Malteser Pflegedienst half ihr jeden 2. Tag beim Duschen. Eine Wohltat. Dann kam sie wieder allein zurecht. Und das hätte richtig Geld gekostet, wenn das hätte privat bezahlt werden müssen Es sind noch ein paar anders Dinge versichert, aber ich habe nur das benannt, was meine Schwiegermutter auch benötigt hatte. Sie hatte es völlig problemlos bekommen!
Reha-Plus
Alle wissen, dass Reha-Kuren meist nach 3 Wochen zu End sind. Der Klinik muss schon einiges einfallen um zu begründen das eine Verlängerung nötig ist! Bei Senioren fällt es nicht leichter, das zu begründen. Im Gegenteil! Meine Schwiemu hatte nach 3 Wochen noch Behandlungsbedarf, der aber offenbar nicht so hoch war, dass die Kasse die Verlängerung bewilligt hatte. Auch hier der Glücksumstand das sie damals auch die Komponente Reha-Plus in den Vertrag genommen hat. So konnte sie mit dem leitenden Arzt in der Klinik einen Plan vereinbaren, mit dem die Kur um 9 Tage verlängert wurde. Laut Vertrag stehen dafür zusammen mit physiotherapeutischen Behandlungen bis zu 2.000.- EUR zur Verfügung. Wie teuer die Verlängerung nun wirklich war, können wir nicht sagen, aber es hat offenbar gereicht. Die Klinik hat mit dem Versicherer auf direktem Wege abgerechnet. Meine Schwiemu schätzt ein, dass ihr der privat über die Versicherung bezahlte „Nachschlag“ wirklich etwas gebracht hat. Da sie dabei de facto Privatpatient war, kümmerte man sich noch rühriger um sie, als das vorher ohnehin schon der Fall war. Diesen teil zu versichern hatte sie eigentlich nur deshalb gemacht, weil in dem Teil Reha plus auch Kosmetische Operationen versichert sind. Nein – so eitel ist sie nicht, dass sie um ihre Schönheit fürchtet. Interessant fand sie, das man bis zu 20.000 EUR auch für Zahnersatz bezahlt (Von Eckzahn zu Eckzahn) und das auch für die dritten Zähne, falls die bei einem Unfall zu Bruch gehen sollten. Naja, jeder weis, was so ein „Esszimmer“ kostet, wenn es neu gemacht werden muss. Sie meinte dabei eben „Sicher ist sicher“
Wir haben noch mal nachgeschaut. Für das gesamte Paket bezahlt sie 29,19 EUR im Monat. Sie meinte, dass der eine Euro am Tage gut angelegt wäre, auch wenn es da nix zurück gibt.
Nürnberger und Malteser in der Praxis
Wie schon geschrieben – unverhofft kommt oft. Und kurz vor Sylvester kam es nicht nur unverhofft, sondern mehr als unpassend! Zudem stand unser Urlaub Mitte Januar vor der Tür. Ein weiters Problem dabei – nicht nur dass meine Schwiemu als Witwe allein wohnt, es gab niemanden in direkter Nähe, der mal fix rüber gehen kann. Na ja und wenn das über mehrere Tage oder Wochen gehen würde, dann wird die Last für Dritte schon ganz schön heftig. Wir jedenfalls mussten die Hände heben. Im Fall einer Dauerpflege sähe es anders aus, da wäre die gesamte Umstellung unseres Lebens unausweichlich. Aber hier ging es zum Glück „nur „ um ein paar Wochen. Trotzdem – ein riesiges Problem!Nach dem ersten großen Schreck griff sich mein Mann den Versicherungsordner und suchte erst mal die Nummer vom Vertreter raus. Das war ganz gut, denn der übernahm für uns den ganzen Papierkram. Hätten wir ihn nicht erreicht, so steckte ein Notrufkärtchen im Ordner, auf dem eine Notrufnummer des Servicecenters steht. Das hätte also auch ohne ihn funktioniert. Unser Versicherungsspezi gab die Unfallmeldung telefonisch nach Nürnberg durch und nach knapp 1 ½ Stunden klingelte bei uns das Telefon und der Malteserhilfsdienst Köln war an der Strippe um zu klären, wie, wo und womit sie helfen können. Schneller kann es wohl kaum gehen! Inzwischen wussten wir aber, das die Schwiemu im KH bleiben muss. Wir tauschten mit den Maltesern die Telefonnummern aus, damit wir den Kontakt aufnehmen können, wenn die Hilfeleistungen akut werden. Übrigens eine ganz normale Telefonnummer – nix mit 0180…. Da die Schwimu die Reha verlängert hatte, kam der anvisierte Zeitplan außer Takt. Fast unglaublich, aber 2 Tage nach dem regulären Ende der Reha fragten die Malteser von sich aus telefonisch an, wie die Dinge stehen und boten erneut ihre Dienste an. Damit hätten wir wahrlich nicht gerechnet, weil das jegliche Theorie nach dem Motto: „Versicherungen zahlen eh nicht….“ zerstört wurde.
Mein Mann informierte die Malteser über den Termin der Rückkehr nach Hause und stimmte ab, wann welches Essen gebracht wird. Das klappte problemlos! Bei der Erstlieferung brachte der Menüservice den Speiseplan mit und es wurde für dien Rest der Woche vorbestellt – ganz nach Wunsch, unabhängig vom jeweiligen Preis!
Am folgenden Tag standen dann 2 Mitarbeiter des Pflegedienstes vor der Tür, um abzustimmen, wann welche Hilfsleistungen erledigt werden müssen. Aufgrund der Einschränkungen, die ja nun nicht so riesig waren, wurde vereinbart pro Woche in Summe ca. 5 Stunden Haushaltsarbeiten zu übernehmen. Insgesamt waren es 5 Wochen, wo 1 x pro Woche geputzt wurde. An zwei Tagen in der Woche brachte man frische Lebensmittel laut Wunschzettel nach hause und besorgte dabei auch gleich die Medikamente von der Apotheke, brachte Papiere zur Krankenversicherung und übernahm an den Tagen auch noch den Abwasch. Sogar Feuerholz und Kohle für den Beistellherd holte ein netter Pfleger aus dem Schuppen, als es mal richtig glatt draußen war. Wäsche wurde 2 mal in vier Wochen abgeholt, weil mehr nicht nötig war und ein wenig gesammelt wurde um nicht wegen einem Hemd die Wäscherei zu bemühen. Logisch und sinnvoll. Alles kam ordentlich gebügelt und zusammengelegt zurück und wurde wie versprochen im Schrank verstaut. Die 2 Woche Hilfe beim Duschen hatte ich ja schon erwähnt.
Mit einem Taxiunternehmen war geklärt, dass auf Zuruf bei den Arzt- und Behandlungsterminen ein Wagen geschickt wurde. Die Fahrten wurden zusammengefasst und das Unternehmen rechnete mit den Maltesern direkt ab. Wer sich jetzt wundert – in unserem Ort gibt es keine Malteser und auch in der Nähe nicht. Trotzdem organisierte man von Köln aus alles ganz professionell. Bei uns war es die VOLKSOLIDARITÄT die den Menüservice abwickelte und den Pflegedienst anheuerte. Das lief ohne jegliche Probleme. Das Taxiunternehmen hatte meine Schwimu selbst gechartert. Auch von dort gab es keinerlei Rückfragen. Die Abrechnung ist schnell und ohne Feilschen erfolgt.
Fazit
Diese Senioren Unfallversicherung mit den Zusätzen hat sich im Fall meiner Schwiemu in jeder Hinsicht als hervorragend erwiesen.. Es klingt wirklich fast wie eine Werbebotschaft oder wie ein Märchen, weil es in das Bild bockiger Versicherungen so gar nicht passt. Aber ich kann jedem garantieren, dass hier nichts ersponnen oder erdacht ist. Das lief alles so ab, wie beschrieben. Obwohl wir die einzelnen Abrechnungen nicht gesehen haben – der Gesamtbetrag was die Versicherung bei diesem relativ kleinem Unfall zahlte, war mit absoluter Sicherheit vierstellig und vorn steht sicher keine 1.Wir brauchten uns praktisch um nichts kümmern und es hat uns wirklich ganz gewaltige Sorgen abgenommen, denn bei allem guten Willen – das was hier durch die Malteser organisiert und von der NÜRNBERGER bezahlt wurde, hätten wir selbst so nicht geschafft. Und das Bezahlen von privat bestellten Pflegeleistungen wäre wohl ohne Frage sehr schmerzhaft geworden!
Die private Verlängerung der Rehaleistungen war sicherlich nicht lebensnotwendig, aber es der Schwiemu geholfen, letztendlich schneller und besser wieder auf die Beine zu kommen.
Das Unfall-Krankenhaustagegeld war eine in zwei Raten (Krankenhaus und Reha getrennt) gezahlte Hilfe. Die Zuzahlung war damit komplett abgedeckt, obwohl die Kasse ja einen Teil sowieso erstattet hatte.
Und da war ja noch der kleine Hund meiner Mutter, mit dem wir zwar über ein Woche lang klar kamen, aber spätestens da, als wir in den Urlaub fuhren musste das arme Tier ins Heim. Und auf Wunsch der Schwiemu blieb er dort auch, bis sie wieder zu Hause war. OK, ihm muss es gefallen haben, aber es waren 22 Tage und mit 7 EUR pro Tag waren da auch mehr als 150 EUR fällig. Das gezahlte Tagegeld kam also sehr recht, denn damit waren auch die übrigen Mehrkosten für Telefon, Käffchen und sonstige Kleinigkeiten, die man sich leistet komplett abgedeckt und für unsere Besuche in der Reha spendierte die Schwiemu auch das Benzingeld.
Vor wenigen Tagen bekam die Schwiemu ein Schreiben mit dem sie zu einem Gutachter bestellt ist, der abschließend prüfen soll, ob der Unfall einen Unfalldauerschaden hinterlassen hat. Es deutet einiges darauf hin, das dem so ist. Das bisher noch nicht abschließend über die Dauerfolgen aus dem Unfall entschieden wurde leuchtet uns ein, weil die Behandlung noch immer andauert und eine gewisse Besserung eingetreten ist, was Schmerzen und Beweglichkeit angeht. Mal gucken, wie diese Diagnose ausfallen wird.
Wir sind trotz damaliger Skepsis wirklich absolut davon überzeugt, dass ihre Entscheidung diesen Vertrag abzuschließen wirklich vollkommen richtig war, Wir haben erlebt, wie schnell so ein Missgeschick passiert und was da auf einmal für Problem auftauchen, die allesamt Geld kosten, obwohl sie gesetzlich versichert ist. Die Lücken die da sind haben wir vorher nicht wirklich zur Kenntnis genommen.
Ein Tipp gab uns der Mitarbeiter der Versicherung noch, als wir uns vor gar nicht so langer Zeit nachträglich u.a. für die problemlose Abwicklung bedankt hatten. Es gibt auch andere Versicherungen, die ähnliche Leistungen anbieten. Nach seiner Information und nach dem Blättern in einem vorgelegten Sonderdruck der Stiftung Warentest bieten die anderen das kaum preiswerter an. Zum Teil ist der Leistungsumfang erheblich geringer, oft muss der Arzt die Pflegenotwendigkeit ausdrücklich bestätigen und andere Hürden stehen im Weg. So war es jedenfalls aus diesem Sonderdruck zu entnehmen. Mit einiger Überzeugung erklärte er uns, dass gerade die Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst die Besonderheit darstellt. Das sind nun mal die absoluten Pflegeprofis in Deutschland.
Wir haben jedenfalls keine Grund, da in irgend einer Weise zu widersprechen! Und so kann ich diese Vertragskonstruktion in jedem Fall empfehlen. Ja und weil auch ich bald die 50 überschreite, werde ich über so eine Absicherung selbst ernsthaft nachdenken. Der Vertreter erklärte sicherlich „ganz zufällig“, dass der adäquate Vertrag für Aktive ab 50 etwas günstiger zu haben ist. Das war dann auch er Grund, mir die Papiere und die Erinnerung genauer vorzunehmen. Und weil ich das nun mal am Wickel hatte, dann konnte ich es auch gleich aufschreiben. So denkt man noch besser drüber nach!
Nachtrag Juni 2011
Leider hat der Arzt im KKH, dem die Begutachtung übertragen wurde sich viel Zeit gelassen. Sowohl meine Mutter, aber auch die Versicherung hat mehrfach gemahnt. Die Abstimmung mit dem Kundenservice bei der Nürnberger war sehr gut. Trotzdem lies sich der "Halbgott in weis" tatsächlich fast 1/2 Jahr Zeit, ehe er sich dann bequemte, das Gutachten zu erstellen. Aber innerhalb der üblichen 18 Monatefrist wurde der dauerhafte Körperschaden festgestellt. Die zur Auszahlung gekommende Summe hat uns alle überrascht. Sie war nicht ganz 5-stellig. Rechnet man das Tagegeld und die Hilfeleistungen dazu, denn steht vor dem Komma ein 5 stellige Ziffer. Da war ein Rollator der Extraklasse die erste Anschaffung und meine Schwimu leistet sich von dem Geld jetzt regelmäßig eine private Physiotherapie, die ihr die Schmerzen lindert. Ohne die ausgezahlte Summe wäre das nicht möglich, denn 2 x in der Woche eine gute physiotherapeutische Behandlung ist alles andere, nur nicht billig!.***
Seit zehn Jahren bin ich bei der Nürnberger bzw. Garanta versichert. Habe dort Auto-Haftpflicht-, Unfall- und Hausratversicherung.
Bei Vertragsabschluß 1990 (ich war 17 Jahre alt und hatte keine Ahnung) wurde die Vertragslaufzeit der Unfallversicherun ...
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Die Nürnberger Unfallversicherung ist sicherlich nicht die günstigste Unfallversicherung die man bekommen kann, dennoch bietet sie dafür eine Menge Leistungen, die einen Blick wert sind.
Da die gesetzlichen Leistungen bei weitem finanziell nicht ausrei ...
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Pro: es gibt hier kein Pro, fällt mir nichts ein Kontra: falsche Abbuchungen, Kundenunfreundlich
Auf Grund eines neuen Lebensabschnitts habe ich mich dazu entschieden meine ganzen Versicherungsunterlagen zu prüfen und gegebenenfalls ändern zu lassen. So kam ich dazu bei der Nürnberger Versicherungsgruppe eine Unfallversicherung abzuschließen. Diese h ...
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10.10.2011
Kurzbewertung zu Nürnberger, UV Bewertung für Nürnberger, UVvon
janlove
Brucker Versicherungen
hi,
ich wurde von Brucker Versicherungen kontaktiert ob ich nicht eine Unfallversicherung über die Nürnberger für mein Kind abschliessen möchte. Soweit, so gut. Das Produkt der Nürnberger möchte ich nicht kritisieren.
Bruck
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Pro: Vertrag ist sehr schnell geschlossen Kontra: Man ist jahrelang an den Vertrag gebunden
Da hatte ich also eine zusätzliche Unfallversicherung für meine Enkeltochter abgeschlossen. Zu einer bereits bestehenden Versicherung. Sie sollte sehr günstig sein, laut telefonischer Auskunft. Sie sollte nur ca. 6 Euro im Monat kosten. Angeblich jederzei ...
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