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UNSERIÖS - ABSOLUT!!!

1  08.01.2004 (12.01.2004)

Pro:
es gab einen Kaffee umsonst

Kontra:
alles andere

Empfehlenswert: Nein 

Hagar66

Über sich: CIS aus, bin raus.

Mitglied seit:05.11.2002

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 39 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Auch ich möchte das im Wesentlichen negative Urteil unterstützen, dass hier über die OVB vorherrscht.

Für all die, die nicht wissen, was die OVB eigentlich ist: Der Finanzdienstleister stellt sich auf www.ovb.de vor.

Meine Frau (34) hat bisher nichts an Vorsorge für ihr Alter getroffen bzw. Vermögensaufbau betrieben. Wir haben erst vor kurzem geheiratet, aber sie kommt mehr und mehr dahinter, dass es jetzt langsam Zeit wird.

Da passte es ihr ganz gut, dass eine Freundin ihr eines schönen Tages im letzten Dezember erzählte, sie arbeite jetzt bei der OVB und fragte, ob sie nicht Interesse hätte, sich da mal beraten zu lassen. Das Interesse war da und schon wenig später lag ein Zettel auf dem Tisch auf dem drei Zahlen standen:

- Anlagebetrag (€25,- monatlich; mehr ist halt nicht drin im Moment)
- Kapitalsumme bei Abschluss im Dezember (ca. €45.000,-)
- Kapitalsumme bei Abschluss im Januar (ca. €40.000,-)

Gott sei Dank hat sie mir das dann gezeigt, und ich zog natürlich erst mal die Stirn kraus. Es wurde rein gar nichts über die Anlageform, Anlagedauer oder den Anbieter gesagt. Auch nicht darüber, warum einmalige €25,- im Dezember sich über Zeit zu €5.000,- auswachsen sollten. Kurz, keinerlei seriöse Information, nur Anfütterung. Schon überschlagsweise kam ich bei einer (geschätzten) Anlagedauer von 25 Jahren auf eine horrende Rendite, die da erzielt werden musste. Aber gut, kann ja sein, dass die Freundin da ein bisschen neben sich steht, weil sie neu ist... Schaun 'mer mal...

Meine Frau hat dann einen Beratungstermin in der Geschäftsstelle gemacht, zu dem sie mich mitgenommen hat. (Ich denke, damit umgehen die die Rechtsprechung zu Haustürgeschäften, wie jemand anderes auch schon mal geschrieben hat)

Bei diesem Beratungstermin war die Freundin meiner Frau anwesend, hat aber die ganze Zeit kein Sterbenswörtchen gesagt. Völlig überfordert! Deswegen lasse ich sie im Weiteren erstmal weg.

Geführt wurde das Gespräch von der Geschäftsstellenleiterin. Nach den üblichen Wohlfühlübungen (wolln se'n Kaffee?) hatten wir erwartet, dass knallharte Fakten auf den Tisch kommen. Nichts da! Erstmal Standard- Aufweichübungen, nette Grafiken, Fragen an meine Frau wie "Zahlen Sie gerne Steuern", "Was denken Sie, wie man Vermögen erzielen kann?" etc. Verkaufsschulmaessig im negativen Sinn!

Irgendwann wurde es meiner Frau dann zu bunt und sie sagte, sie möchte jetzt endlich wissen, worum es geht. Daraufhin, ebenfalls schulmäßig, wurde seitens der Geschäftsstellenleiterin Druck aufgebaut: "Das mache ich ja gerade. Wenn Sie mir nicht zuhören wollen, habe ich keine Lust mehr"... Ein bisschen Hin- und Her, und dann ging es weiter.

Lange Zeit später kam die Katze aus dem Sack, es ging um eine dachfondgebundene Rentenversicherung des Deutschen Rings.

An dieser Stelle habe ich eingegriffen, weil meine Frau mich hilfesuchend ansah.

So stellte ich dann alle möglichen Fragen:
- Was sind die Abschlusskosten? - keine,
meine Rückfrage: Sie machen das hier also aus
Spaß? - Nein, denn durch Mundpropaganda kommen
wir zu weiteren Abschlüssen
- Wie hoch sind die Risiken? - gering,
meine Rückfrage: Wie viel Kapitalauszahlung ist
garantiert? - rumdrucksen, na ok, es gibt keine
Garantie
- Warum haben Sie meine Frau dann noch nicht nach
ihrer Risikobereitschaft gefragt? - Fehlenanzeige,
ausweichendes Gerede
- Wie kommen Sie auf die Idee, dass wir (als
Ehegemeinschaft) damit Steuern sparen können,
sie kennen doch gar nicht unsere
Einkommensverhältnisse? - die sind nicht
entscheidend! Mein Einwurf: Die sind sehr wohl
entscheidend, denn es handelt sich um Einkünfte
aus Kapitalanlagen und wir haben unseren
Freibetrag nicht ausgeschöpft, daher sparen wir
steuerlich NIX!
- ist die Fondbindung zu jedem beliebigen Zeitpunkt
in eine Festverzinsung wandelbar, wenn ja zu
welchen Kosten? - weiß ich jetzt nicht, da muss
ich telefonieren...

Ich könnte das noch etwas weiter fortsetzen, aber ich denke, der Tenor reicht, oder? Ich hatte richtig Spaß daran, die auseinander zu nehmen.

So war das Gespräch dann fast vorbei, aber obwohl ja im Prinzip schon klar war, dass die Vorstellung in die Hose gegangen war, wurde dann noch mal versucht, Druck aufzubauen. Ein Abschluss müsse unbedingt noch bis zu einem bestimmten Termin erfolgen, wegen Jahreswechsel und der oben schon beschriebenen €5.000,- Differenz.

Wir bekamen am selben Tag auch zu Hause noch einen Anruf, in dem die Information zur Wandelbarkeit in festverzinsliche Papiere nachgereicht wurde. Immerhin..

Erst dann scheint ihnen aufgegangen zu sein, dass es vergebene Liebesmüh' war, denn wir haben nichts mehr gehört, auch von der Freundin nicht.

Ich muss sagen, sie tut mir echt leid! Sie hat nicht ansatzweise Ahnung, wird ausgenutzt, ihren halben Bekanntenkreis dahin zu schleppen, wahrscheinlich mit Versprechungen über künftige Einkünfte und Aufstiegsmöglichkeiten hingehalten und, wenn der Bekanntenkreis verbrannt ist, fallen gelassen.

Also, lasst Euch kein X für ein U vormachen! Der Verein ist eine Drückerkolonne!


Nachtrag vom 12.01. für alle, die es wirklich interessiert. Ein gewisser Nachtfischer hat diesen Bericht kommentiert. Ich empfehle jedem diesen Kommentar, sowie Nachtfischers eigenen Bericht zum Thema mit dem Titel "UND es gibt sie doch-die objektive Beratung" und meinetwegen auch noch den Kommentar, den ich dazu hinterlassen habe.

Eigentlich reichen aber die Äußerungen des Nachtfischers, die sind entlarvend genug. Schön, dass es solche Leute gibt!!!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Sando6762

Sando6762

09.04.2007 21:35

Hi, du bekommst von mir ein BH! Danke für diesen zutreffenden Bericht. Dieser hat mir einfach nur wieder bestätigt, dass meine Entscheidung goldrichtig war, nicht bei der OVB anzufangen. Ich frage mich langsam, ob meine Versicherungen, die ich fast alle beim Deutschen Ring habe, dort noch in vertrauensvollen Händen sind, obwohl ich diese nicht über die OVB abgeschlossen habe. Der Ruf des Deutschen Ringes wird doch durch die Negativ-Schlagzeilen der OVB automatisch mit geschädigt. Ich werde demnächst mal mit meinem langjährigen Berater, der immer noch beim Deutschen Ring beschäftigt ist, über die Vorgehensweise der OVB mit Kunden und Mitarbeitern sprechen. Es kann doch wirklich nicht im Interesse des DR sein, wie die OVB mit deren Kunden umgeht? Oder denke ich da jetzt irgendwie ein bisschen naiv? Ich bin einfach nur erschüttert!!! LG Sando6762

XsliderX

XsliderX

09.01.2007 13:47

Hallo zum Thema damit werden Haustügeschäfte umgangen ? Der § 312 Artikel 3 Absatz 3 schließt Versicherungsverträge generell aus. Hier greift das VVG mit dem Widerrufs/Widerspruchs bzw. Rücktrittsrecht Steuerspareffekt ist völliger Schwachsinn, auch wenn Ihr Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist. Beiträge zu privaten Lebens/Rentenvers. ob Fondgebunden oder nicht , sind seit des Eintritts des Alterseinkünftegesetzes nicht mehr abzugsfähig. So gut Ihr bericht vor solchen dubiosen Finanzdienstleistern warnt, beinhaltet er auch einige Fehler bezüglich der Rechtssprechung. Um Sie bzw. Ihre Familie zu schützen empfehle ich grundsätzlich nach der bisherigen Berufserfahrung und dem Abschluss/Berufsausbildung zu fragen. Beraten lassen würde ich mich persönlich nur mind. von einem Versicherungs/kaufmann/fachberater/fachwirt oder Betriebswirt. Letzteres werden sie allerdings im Privat Geschäft kaum vorfinden.

truthmaster

truthmaster

19.08.2005 21:28

Hallo! Habe gerade mit vergnügen Ihren gut geschriebenen Erfahrungsbericht gelesen und kann Ihnen, was die allgemeine Beratungsweise der OVB AG anbelangt nur zustimmen. Es werden generell zu viele, nicht detaillierte Bilder und Verkaufsfloskeln genutzt und zu wenig Informiert. Leider, da es alleine über 3800 OVB Berater gibt, wirft dies ein schlechtes Bild auf unsere Branche - mit dem ich tagtäglich zu kämpfen habe. Ja, ich bin selber Finanzberater und sehe in dieser Dienstleistung - sofern seriös und richtig ausgeführt - einen hohen Bedarf. Was bei Ihnen passiert ist (leider sind sie kein Einzelschicksal) konnte hoffentlich ein kompetenter Finanzdienstleister wieder ausgleichen. Generell zur erklärung, wieso aus 45000€ im Dez. im Jan. 40000€ werden: 1. Hier wurde mit enorm (in meinen Augen irrealistischen) Gewinnen von > 10% p.a. gerechnet. 2. Man muss wissen dass Versicherungen generell Ihr Alter und damit die Laufzeit Ihres Vertrages nicht etwa nach Ihrem Geburtstag sondern nach Ihrem Geburtsjahr bestimmen. Somit werden Sie zum 1.1. eines jeden Jahres ein Jahr älter, die Laufzeit reduziert sich folglich um ein Jahr. Rechnet man nun mit z.B. 12% Wertentwicklung im Jahr so erhält man nach x Jahren 40.000€ und nach x+1 Jahren 40.000€ + 12% von 40.000€ + einen Jahresbeitrag, in Ihrem fall: 40.000€+4800€+300€ somit knapp über 45.000€. Generell sicherlich eine richtige, aber erklärungsbedürftige Rechnung die eine-zumindest und vor allem beim Deutschen Ring irrealistische Wertentwicklung voraussetzt. Naja, viel erfolg noch und alles gute bei der Suche nach einem Kompetenten Kollegeg:-)

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