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Sind wir alle ein Volk der Gutgläubigen?

5  02.04.2004

Pro:
auf den richtigen Berater kommt es an !

Kontra:
Ausbildungen etwas zu lasch !

Empfehlenswert: Ja 

muckelmaus

Über sich:

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Erfahrungsberichte:169

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Bevor ich mit diesem Bericht angefangen habe, habe ich mir natürlich andere Erfahrungsberichte angeschaut. Teilweise habe ich meinen Augen nicht geglaubt. Sind wir alle ein Volk der Gutgläubigen? Ich lese von "über den Tisch gezogen.." bis hin zu "schlechte Ausbildung der Berater...". Da drängt sich natürlich für mich die Frage auf, warum lassen sich die Leute dann von solchen Mitarbeitern beraten? Oder schließen gar einen Vertrag ab? Diese Frage muß sich wohl jeder selbst beantworten.

Ich möchte hier an dieser Stelle vorab schon einmal betonen, daß ich aus meinen eigenen Erfahrungen berichte und auch kein Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin der OVB bin. Ich bin lediglich eine Verbraucherin, die sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat und ihren OVB-Berater auf Herz und Nieren durchgetestet hat.

Und so fing alles an: Ich habe meine Tochter im Juni 2003 auf die Welt gebracht. Meine Hebamme war ein - nett gemeint - russisches "Flintenweib", welche mir während den 24 Stunden Wehen, dem Kaiserschnitt und bei der Nachversorgung meiner Tochter zur Seite stand. Also hatte ich uneingeschränktes Vertrauen zu ihr. Warum ich das hier erzähle? Dazu komme ich jetzt!

Irgendwann war die Nachsorgezeit vorbei und - wie heißt es so schön - aus den Augen aus dem Sinn, die Hebamme war vergessen, bis das Telefon klingelt. Dran war ihr Sohn, Bezirksdirektor der OVB. Mein erster Gedanke: Woher hat er meine Anschrift bzw. meine Telefonnummer. Sicherlich von seiner Mutter - also meiner Hebamme! Stichwort: Datenschutz!

Ich habe mir dann am Telefon angehört, was für ein Produkt er mir anbieten will und habe mit ihm einen entsprechenden Termin vereinbart.

Pünktlich kam er dann auch. Natürlich im Anzug, Krawatte und einem schönen Aktenköfferchen. Ich hatte mir natürlich schon die entsprechenden Fragen parat gelegt, um ihn darauf aufmerksam zu machen, daß es datenschutztechnisch nicht in Ordnung ist, daß seine Mum einfach meine Anschrift weitergibt. Aber dazu kam ich nicht!

Als allererstes entschuldigte er sich bei mir, daß er die Daten von seiner Mum bekommen hat. Dies sei nicht korrekt gewesen von ihm aber jeder muß halt sein Geld verdienen und so auch er. Dafür hatte ich irgendwie Verständnis.

Er erklärte uns dann die OVB, alle Geschäftsbereiche, wie sie ihr Geld verdienen, welche Programme sie haben und so weiter und so weitere. Das ganze dauerte über eine Stunde. Es war überhaupt nicht die Rede von irgendwelchen Verträgen.

Am Ende des "Vortrages" fragte er ganz höflich, ob er uns denn ein Angebot für unsere Tochter machen dürfte - also einen Vermögensplan. Wir willigten ein, da wir soetwas für wichtig halten.

So weit der erste Termin

Nach 1 Woche bekamen wir dann einen Anruf, daß er diesen Plan fertig hätte und wir machten einen weiteren Termin aus.

Bei diesem Termin stellte er uns einen detaillierten Vermögensplan vor mit einer Sparrate von 50,00 Euro. Er erklärte die steuerlichen Vorteile, warum der Vertrag mindestens 12 Jahre laufen sollte, was dann mit dem Geld nachher geschieht, wie es angelegt wird und so weiter.

Da ich mich vorher mit diesen Themen nicht beschäftigt hatte, stelle ich ständig Fragen. Ich glaube, er mußte alles 3 Mal erklären für mich. Aber auch dies hat er gerne und freundlich getan.

Er ließ uns dann die Unterlagen da und wir könnten uns das ganze ja mal überlegen.

Auch beim zweiten Termin drängte er uns nicht dazu, irgendetwas zu unterschreiben. Dieses Gespräch dauerte ca 2 1/2 Stunden.

Nach wiederum einer Woche rief er dann an und fragte nach, ob wir uns die Unterlagen einmal durchgeschaut hätten. Ich verneinte, da ich die Zeit einfach nicht hatte. Er sagte, kein Problem und würde sich noch einmal melden.

Dies tat er auch nach wieder einer Woche. Diesmal waren wir für ein Gespräch bereit. Er kam sodann wieder vorbei und ich stellte noch einmal alle Fragen, die mir unklar erschienen. Weitere 1 1/2 Stunden vergingen, bis wir uns dann wirklich einig waren und den Vertrag unterschrieben haben.

Wie schon oben erwähnt, dies sind meine persönlichen Erfahrungen. Mit Sicherheit gibt es schlecht ausgebildete Mitarbeiter und auch schwarze Schäfchen unter den OVB-Mitarbeitern. Aber diese gibt es wohl überall und ich muß dann auch nicht eben bei diesem unterschreiben.

Ich denke, man sollte bei Erfahrungsberichten auch immer die Objektivität bewahren und nicht den Frust pauschal an allen Mitarbeiten eines Finanzdienstes - egal welcher auch immer - ablassen.

In diesem Sinne - immer schön Aufpassen und nicht unterschreiben, wenn der Mensch dahinter Euch unseriös oder unsymphatisch ist!

Liebe Grüße

Kiki
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
benita123

benita123

14.09.2007 00:00

Stimmt schon... vom ansatz hast du recht: es gibt natürlich auch MA, die wirklich ahnung haben, die es nicht nur auf den geldbeutel der kunden abgesehen haben; ich bin ja einigemale selber mitgegangen und hab das erlebt: der MA mit dem ich mitging, war immer sehr fair, hat niemandem was aufgeschwatzt oder wurde ausfallend wenn der potentielle kunde nein sagte.. ist selten in der brance.. Nachdem ich aber da weg war, war der dann auch weg, wie ich hörte.. aber wie ich schon mal erwähnte: ich hab dann auch mal was gemacht aber geld hab ich nicht bekommen sondern wer anders. Aber nach mehr als 8 wochen hab ich da nicht mitgespielt, das war mir irgendwie alles suspekt und ich merkte auch, das mir das finanzwesen nicht liegt. Naja man weiss nie vorher wenn man es nicht versucht. Wie man an kunden/MA rankommt, hat mir auch nicht sonderlich gefallen, zumal die annonce auf die ich antwortete, ja was anderes anbot als ich letztendlich machen sollte... leichte büroarbeit, aber nicht hinter kunden herjachtern und mir selber welche einfangen. Die seminare waren auch nicht sehr lehrreich für mich und all das drum und dran, obgleich die atmosphäre in der filiale sehr freundlich und fast familär war. trotzdem hab ich mich bei dem job nit wohlgefühlt. zumal ich ja von finanzen und dienstleistungen KP hatte und man mich dennoch nahm. Da ich niemanden abgezockt hatte, bin ich dennoch froh das ich nach mehr als 8 wochen da wegwar :)

chico21

chico21

10.12.2004 03:08

Warum wird eigentlich jedes gute und höfliche Verhalten von Finanzdienstleistern direkt im negativen Sinne als "Taktik" und "Masche" abgetan? Soll der Dienstleister den Kunden erst zur Sau machen, den Teppich beschmutzen, sofort Verträge auf den Tisch knallen? Also bitte! Ich habe manchmal das Gefühl, dass egal ob man seine Arbeit gut oder schlecht macht immer irgendjemand meckert. <br> <br> In ihrem (die Autorin) Bericht schrieb sie, dass der Berater mehrmals gekommen ist und sich auch viel Zeit genommen hat. Er hat am Anfang nicht über Verträge gesprochen. So soll es doch sein, oder? Ja und wenn es dann so ist, dann heißt es direkt wieder "Taktik". Also manche Leute sollten sich wirklich mal entscheiden! <br> <br> Dass die Hebamme die Nummer an den Bezirksdirektor weiter gegeben hat ist im Übrigen nicht Verschulden des BDs, sondern der Hebamme, völlig unabhängig davon ob sie nun so etwas abgesprochen haben sollten oder nicht. <br> <br> Und jetzt mal ehrlich: muckelmaus war mit der Beratung und dem Produkt zufrieden, sie wurde sicherlich über niedrigere Beiträge informiert. War es denn dann soooooo schlecht, dass der Bezirksdirektor die Nummer von der Hebamme bekommen hat?! Na?! <br> <br> Und nur mal ganz allgemein: Kein Berater der OVB hat längerfristig was davon, wenn er Verträge für Beiträge vermittelt, die dem Kunden viel zu teuer sind! Der Kunde wird sich das nicht lange leisten können und wird als Konsequenz den Vertrag kündigen und schlecht über die OVB reden. Konsequenz für den Berater: Er MUSS die VOLLE Provisionsleistung zurückzahlen! Jetzt mal als Frage an Leute mit gesundem Menschenverstand: WER verdient so sein Geld??? NIEMAND! Denn damit kann keiner was anfangen!!!

wonurbistdu

wonurbistdu

05.11.2004 10:26

Es ist alles schön geschrieben! So verlauft es immer, bis ein Problem kommt. Gab es schon Probleme? Wie zum Beispiel, dass ihr kündigen wolltet? Wie Du auch schriebst, wie er zu Deiner Adresse kam. Er nutzte das Vertrauen welches Du in Deine Geburtenhelferin hast, aus. Für den Beitrag selbst sind mir persönlich zu wenige Informationen drinnen, ob ihr auch über Kündigungsmöglichkeiten gesprochen habt, ob über Risiken gesprochen wurde. 50 Euro im Monat klingt mir auch sehr viel. Wenn ich daran denke, dass ich mit 25 auf private Pensionsvorsorge mit 20 Euro im Monat ging und da, dann eigentlich mehr wie genug rauskommt. Hat er euch auch niedrigere Angebote gemacht? Sorry wegen dem wh.

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