Meine Erfahrungen mit einer unseriösen Firma
14.06.2006 (10.02.2007)
Pro:
als unseriöser Berater kann man bestimmt viel Geld machen
Kontra:
nicht objektiv, unseriöse Methoden, Provision steht über allem
Empfehlenswert:
Nein
 Nimue_7
Über sich:
Mitglied seit:04.08.2004
Erfahrungsberichte:19
Vertrauende:8
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 168 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
OVB - Was ist das denn überhaupt? ************************************* So, bevor ich hier meine Erfahrungen und meine Meinung zu diesem Verein zum Besten gebe, erstmal ein paar "objektive" Daten. Die OVB Vermögensberatung wurde 1970 gegründet, ist ein Vertrieb von Finanzdienstleistungen und in über 13 Ländern vertreten. In Deutschland gibt es ca. 550 Büros, der Hauptsitz ist in Köln. Die Abkürzung OVB steht (ironischerweise) für Ojektive VermögensBeratung. Das Unternehmen stellt sich selbst als unabhängigen Finanzoptimierer hin, der für Kunden die günstigsten Versicherungen und Anlagestrategien für ihre "Wünsche und Träume" (diese beiden Wörter fallen in Beratungsgesprächen und auf der Homepage ungefähr in jedem zweiten Satz) heraussucht. Dabei macht die OVB vor keinem Lebensbereich Halt: ob Altersvorsorge, Hausbau, Sparen oder Versicherungen. Alles wird angeboten, alles soll angeblich "aus einer Hand" (wieder so eine OVB-Formulierung) und "objektiv" verglichen und bereitgestellt werden. Der Kunde muss dazu seine gesamten Geldein- und ausgänge offen legen, seinen "Wunsch" äußern (z.B. Hausbau) und sein kompetenter Berater entwirft ihm ein passendes Konzept. Soweit die Theorie. Zur Praxis unten mehr. Nicht vergessen werden darf, dass die OVB ein Strukturvertrieb ist. Das heißt, dass die Hierarchie des Unternehmens wie eine Art Pyramide aufgebaut ist und die jeweils höher gestellten Mitarbeiten an den unteren mitverdienen. Schließt zum Bespiel ein Mitarbeiter auf der untersten Stufe einen Kundenvertrag ab, verdient der, der ihn eingestellt hat, einen gewissen Anteil der Provision, von der er seinem Vorgesetzten wieder etwas abgeben muss u.s.w.. Durch diese Struktur werden Mitarbeiter dazu motiviert, neue Kollegen aus ihrem Bekanntenkreis zu werben, die sie dann praktisch "für sich" arbeiten lassen können. An sich ist an Strukturvertrieben nichts Verwerfliches zu sehen, solange jeder Mitarbeiter weiß, auf was er sich eingelassen hat und kein Druck von oben ausgeübt wird. Leider gibt es das in der Praxis allerdings kaum. Bei einem Strukturvertrieb sind die Mitarbeiter zumeist selbstständige Handelsvertreter (also keine Angestellten mit festem Gehalt) und beziehen ihr Geld ausschließlich über Provisionen. (Das sollten Kunden solcher Firmen schon mal zu denken geben). Bei diesen Firmen wird zumeist nicht nach Qualifikationen, Abschlüssen oder fachlicher Kompetenz gefragt und schon gar nicht vergütet. Es geht dabei nur um Verkaufen und Provisionen. Wieso hatte ich mit der OVB zu tun? ******************************************* Kurz gesagt sollte ich, die überhaupt gar nix, null, niente (!!!) von Finanzen versteht, bei als Beraterin der OVB anfangen. Aber alles von Anfang an:Die Bewerbung: ********************** Ich musste mich vor ein paar Monaten nach einem neuen Nebenjob umsehen, da ich wegen meines Studiums in eine andere Stadt gezogen war. Fleißig wälzte ich die Jobanzeigen des örtlichen Anzeigenblattes und bewarb mich auf alle möglichen Stellen, u.a. auf eine Anzeige, die 400 - 600 Euro im Monat bei 10 - 12 Stunden Arbeit versprach. Einen Stundenlohn zwischen 8 - 15 Euro fand ich ganz passabel. Als Art der Arbeit wurde "leichte kaufmännische" Tätigkeit angegeben und "ganz viel Spaß an der Arbeit, denn der muss dabei sein" wurde versprochen. Na, das hörte sich ja auch ganz gut an. Aber [STIRNRUNZEL NR.1]: keine Firmen- oder Adressangabe. Nur eine Telefonnummer. Vielleicht eine unseriöse Firma? Ich hab mir zu dem Zeitpunkt keine Gedanken darüber gemacht, schließlich war der Stundenlohn nicht übertrieben hoch. Ich wollte mir diese Stelle erst mal anschauen. Gesagt - getan: nach einem freundlichen Telefonat wurde ich zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Das Bewerbungsgespräch: ************************************ Ich radelte also eine Woche später zu einem Bürogebäude am Stadtrand und betrat die OVB-Filiale. Nach einer ausgesprochen freundlichen Begrüßung wurde mir freundlicherweise auch noch Kaffee angeboten. Ach, wie nett! Ich wurde daraufhin in den Wartebereich gebeten und sollte noch einen kurzen Personalfragebogen ausfüllen. Kein Problem. Neben Adress- und Telefonangabe musste ich auch meine sämtlichen vorherigen Nebenjobs angeben, warum auch immer. Ganz unten gab es dann die Frage, wie gut man sich mit bestimmten Geldanlagemöglichkeiten auskennt, z.B. Sparbuch, Aktien, Fonds, Bausparvertrag e.t.c.. Daneben sollte man auf einer 4-stufigen Skala von "sehr gut" bis "nicht bekannt" ankreuzen, wie es um das eigene Finanzwissen steht. "Schöne Sch…, dachte ich. Da biste doch glatt bei einer Finanzberatung gelandet (das man mir nämlich beim Telefonat nicht erzählt) und hast nicht den leisesten Schimmer von Geldanlagen. Na, den Job kannste haken," dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn. Ich bin nämlich wirklich eine Nulpe auf dem Finanzgebiet. Als Student hat man ja gerade soviel Geld, dass man seinen Alltag und dann und wann mal einen Urlaub finanzieren kann. Da bleibt nix übrig zum Anlegen. Zudem hab ich mich nie für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert, von Aktien und Börse nicht den Hauch einer Ahnung und auch kein Interesse daran. Innerlich musste ich schon lachen, dass genau ICH jetzt hier sitze und davon doch wirklich keinen Schnall habe. "Na, das kann ja ein dolles Vorstellungsgespräch werden. Eine kleine Blamage meinerseits." Ich kreuzte dann in dem Fragebogen an, dass ich das Sparbuch und den Bausparverträge zumindest "kenne". Danach wurde ich von einem Berater ins Büro zum Vorstellungsgespräch gebeten. Er schaute sich den Fragebogen an, lächelte nett und schien nichts an meinem Nichtwissen auszusetzen zu haben [STIRNRUNZELN 2]. Wir plauderten nett über mein Studium, das Wetter u.s.w. Das Ganze erspar ich Euch mal und berichte hier mal Quintessenz der ganzen Vorstellung:Was sagte der Berater zum Konzept der OVB: ****************************************************** Die OVB wolle ihren Kunde "Wünsche und Träume" möglichen machen. Dies könne z.B. durch Anlage oder Steuernsparen geschehen. Er behauptete dabei allen Ernstes, dass man aus 0 Euro in ein paar Jahren ganz einfach 20.000 Euro machen könne [STIRNRUNZELN 3], wenn man wüsste, was man an Abgaben vom Bruttoverdienst einsparen könne. Da frag ich mich doch mal, warum dann heutzutage noch nicht jeder Millionär ist, wenn das doch so einfach geht… Außerdem werden Steuereinsparungen niemals von der OVB empfohlen, da es dafür keine Provision gibt. Aber weiter im Text: Er malte alle möglichen Geldanlagestrategien auf (Versicherungen, Börse, Immobilien, Banken, Fonds und Steuereinsparungen) und ließ mich dann schätzen, wie viele verschiedene Anbieter es pro Strategie wohl gäbe. Dann schrieb er die Zahlen (die genauen Werte weiß ich nicht mehr) daneben und so kamen wir zu dem Ergebnis, dass es tausende verschiedene Möglichkeiten gibt, sein Geld anzulegen. Und da kein Mensch diesen Markt überblicken kann, macht das die OVB für den unwissenden Kunden. Ja, das ist ja wirklich zu nett. Zudem malte er mir zig Grafiken, Kuchendiagramme u.s.w. dazu auf, wie die Entwicklung auf dem Markt sein, und was man mit wie viel Geld anlegen und gewinnen kann. Heute ist mir klar, dass diese Diagramme nur dazu dienen, Objektivität und Faktenwissen zu vermitteln, das allerdings (meistens) nicht vorhanden ist. Es soll nur durch ein paar auswendig gelernte Bildchen und lustige Sprüche dazu vorgegaukelt wird. Über die Methoden der Kundenrekrutierung sagte der Berater nichts. Ich habe aber in seine Andeutungen (fälschlicherweise) interpretiert, dass die Kunden für die Beratung Geld bezahlen und dafür eine kompetente Anlagestrategie erhalten. Dies ist allerdings nicht so, aber dazu unten mehr. Mein Aufgabenbereich: ******************************* Da ich ja keine Ahnung von Finanzen hätte, sollte ich vorerst nur Daten der Kunden aufnehmen. Mir wurde daraufhin eine schöne Hochglanzbroschüre die Hand gedrückt. Darin wird alles abgefragt, was beim Kunden geldtechnisch so abläuft, z.B. wofür er etwas anlegen will, wie viel er verdient, was er wofür ausgibt, wie viel er im Monat noch sparen kann u.s.w.. Diese genauen Auskünfte sind bei einer Finanzberatung natürlich notwendig und daran hab ich auch nichts auszusetzen. Ich sollte dann mit dem Kunden das komplette Heft durchgehen, alles eintragen und die Daten danach zur Auswertung einem anderen Mitarbeiter übergeben. Nach ein paar Schulungen könne ich dann aber auch selbst auswerten und einen Finanzplan entwickeln [STIRNRUNZELN 4 ICH???]. Zudem sollte ich mich mit dem "Auswertungsmitarbeiter" für ca. 1 - 2 Stunden zusammensetzen und ihm meine Eindrücke über den Kunden schildern: was für ein Typ ist das (risikofreudig oder nicht etc.), was will er überhaupt u.s.w. [STIRNRUNZELN 5]. Warum macht der Auswerter dann nicht direkt das Kundengespräch? Dann ginge das doch alles viel schneller… Zu den Arbeitszeiten: Ich könne mir meine Zeit frei einteilen und sei auch sonst sehr flexibel. Je mehr ich jedoch arbeiten würde, desto mehr würde ich auch verdienen.Mein Verdienst: ********************** Der Berater sagte, pro Kundengespräch, das ca. 1-2 Stunden dauern würde, bekäme ich pauschal 10 Euro. Falls der Kunde einen Vertrag abschließt, bekäme ich so und so viele Punkte, das hänge von dem Geschäft ab. Für einen Hausbau würde ich mehr bekommen als für eine Urlaubsfinanzierung. Im Durchschnitt würde ich aber immer auf 600 Euro im Monat kommen. Weniger als 400 Euro könne man aber nie verdienen, das sei wirklich die aller unterste Grenze. [STIRNRUNZELN 6]. Wie kann er das so sicher sagen? Kennt er die Kunden der nächsten Monate und weiß, was sie abschließen wollen? Er rechnete mir dann mit seinem Punktesystem so viele verschiedene Verdienstmöglichkeiten vor, dass ich den Überblick verlor. Ich war sowieso schon so überlastet mit Grafiken, Sprüchen und Pseudoinfos, dass ich nicht mehr viel aufnehmen konnte (ist halt die OVB-Masche: Quatschen, bis man den Kunden oder potentiellen Mitarbeiter soweit hat, dass er keine Fragen mehr stellt). Bis heute habe ich aber dieses Punktevergütungssystem nicht verstanden. Allgemeines zum Auftreten des Beraters: ************************************************ Der OVB-Berater war rhetorisch wirklich sehr gut geschult. Er hatte lustige Floskeln drauf, mit denen er die "normalen" Banken verunglimpfte, wo er nur konnte (na ja, ganz Unrecht mag er damit auch nicht haben, aber er verschwieg, dass die OVB noch unseriöser ist). Zudem ließ es immer wieder raushängen, wie gut es ihm als OVB-Mitarbeiter ginge, wie toll sein großes Auto ist und in welche tollen Länder er im Urlaub fliegt. [STIRNRUNZELN 7] Sowas hatte ich noch nie bei einem Vorstellungsgespräch erlebt! Dieses Gerede zielte einzig und allein darauf ab, dass ich, gelockt durch so tolle Aussichten, auch auf den OVB-Zug aufspringe und er an mir mit verdient. Insgesamt war der Berater sehr, sehr freundlich, betont witzig, setzte gekonnt Spitzen und "Verlockungen" ein und hatte im Bereich "sicheres Auftreten" bestimmt mehr Ahnung als im Bereich "sicheres Geldanlegen". Das soll jetzt nicht heißen, dass ich freundliche und witzige Berater blöd finde, aber wenn sie dadurch Inkompetenz überspielen wollen, ist das nicht Sinn der Sache.Und nach dem Gespräch? ********************************** Obwohl sich der Berater so viel Zeit für mich genommen hatte, rechnete ich nicht damit, angestellt zu werden. Schließlich hatte ich nicht einmal die minimale Qualifikation für den Job und gerade in einer Studentenstadt sollte es doch z.B. BWL-Studenten oder WiWis geben, die sich in der Materie besser auskennen. Aber, oh Wunder, nach ein paar Tagen kam ein Brief ins Haus geflattert, in dem stand, dass ich gerne als Mitarbeiterin anfangen könne und dass ich zu einem Einarbeitungsgespräch erscheinen solle. [STIRNRUNZELN 8] Ich dachte, ich spinne. Aber gut, ich fuhr hin. Immerhin wusste ich zu dem Zeitpunkt nur das über die OVB, was mir der Berater gesagt hatte. Der zweite Termin: ************************ Beim zweiten Termin ging der Berater mit mir die Kundenbroschüre durch, die ich ja bald mit einem Kunden ausfüllen sollte. Viele Abkürzungen und Begriffe kannte ich gar nicht. Sie wurden mit kurz erklärt und mit dem Kommentar versehen "das kommt schon mit der Zeit." [STIRNRUNZELN 9]Verdienst: Als ich dann noch mal eine Frage nach dem genauen Verdienst stellte, weil ich zu Hause die vom Berater aufgestellte Rechnung nicht mehr nachvollziehen konnte, wurde mein sonst so freundlicher Berater ganz kratzbürstig und rechnete mir genervt noch einmal etwas vor. Als ich dann einen Rechenfehler entdeckte, nahm er den Zettel weg und fauchte mich an, wenn ich es jetzt nicht verstehen würde, würde das wohl schon mit der Zeit kommen [STIRNRUNZELN 10]. Wie bitte? Was kann man denn bei einer Vergütung nicht verstehen? Entweder ich krieg so und so viel Euro die Stunde oder so und so viel für einen Vertragsabschluss u.s.w.. So blöd bin ich ja auch wieder nicht. Nur durch sein undurchsichtiges Punktesystem hab ich nicht durchgeblickt (kann es deswegen hier auch nicht wiedergeben), weil es einfach in sich nicht logisch war. Kunden: So, und jetzt sollte sich auch meine Fehlwahrnehmung bei der Kundenrekrutierung berichtigen. Ich war ja bislang stillschweigend davon ausgegangen, dass die Kunden für ihre Beratung etwas bezahlen. Eigentlich logisch, sie bekommen ja auch eine Dienstleistung dafür. Und anders kann sich ein Unternehmen ja eigentlich auch nicht finanzieren. Dachte ich. Aber Pustekuchen! Kunden müssen VOR der Beratung 10 (in Worten: zehn!) Adressen von Bekannten angeben, die sich auch von der OVB beraten lassen wollen (oder müssen). [STIRNRUNZELN 11] Als ich dann fragte, was wäre, wenn ein Kunde das nicht wolle oder könne, weil er nicht so viele Bekannte habe, bekam ich als Antwort: "Wer sich von uns beraten lassen will, muss das schon machen. Dafür bekommt er ja auch einiges geboten, nämlich… blablabla." Somit war meine Frage wieder einmal abgeschmettert. Wodurch sich die OVB allerdings finanziert, ließ der Berater offen. Mittlerweile ist mir natürlich klar, dass die Vergütung nur über Provision läuft. Von einer objektiven Beratung kann man da natürlich als Kunde nicht mehr ausgehen.Zum Abschluss wurde ich noch zu einem kostenlosen Seminar für den nächsten Tag eingeladen. Meine Einsicht: ******************** Es hat lange gedauert, aber die Einsicht kam doch noch: nach mittlerweile 11 Stirnrunzlern, die dafür sprachen, dass ich es hier mit einem unseriösen Verein zu tun hatte, besuchte ich Ciao, um mich endlich mal über die OVB schlau zu machen. Die zahlreichen negativen Berichten bestätigten mich in meinem unguten Gefühl und ich sagte in letzter Minute die Seminarteilnahme und den Job ab. Nach diesem ganzen Theater habe ich noch mal mit einem befreundeten, ausgebildeten Banker gesprochen. Dem standen die Haare zu Berge, als ich ihm von der OVB erzählte. Er sagte, er kenne viele Kunden, die bei so einer Gesellschaft einen Vertrag abgeschlossen hatten und nachher reumütig zur Bank zurückkehrten und ihr verbliebenes Geld seriös anlegen wollten. Er ärgerte ich total über solche Firmen und bestätigte, dass nicht Qualifikation und Fachkompetenz wichtig seien, um dort als Berater tätig zu sein, sondern nur ein einigermaßen ansprechendes Aussehen und ein positives, sicheres Auftreten und besonders: Leute bequatschen können. Soviel zu meinen Erfahrungen mit der OVB. Ich muss dazu ausdrücklich sagen, dass es sich dabei nur um meine subjektiven Eindrücke handelt und ich die OVB natürlich nicht in ihrer Gesamtheit beschreiben konnte, da ich z.B. noch nie Kunde war. Ich denke aber, dass ein ERFAHRUNGSbericht dafür auch nicht da ist, sondern genau dazu, die eigenen Erfahrungen wiederzugeben. Weitere Infos: ******************* Ich habe mich dann auch noch weiter über die OVB informiert, weil ich wirklich geschockt bin, dass solche Firmen weiter in Deutschland tätig sein können. Die Ergebnisse: 1.) Objektiv ist die OVB nicht, denn sie schließt hauptsächlich Verträge für den Deutschen Ring, die Volksfürsorge und Hanse-Merkur ab. Dafür gibt's dann schöne Provisionen. 2.) Berater haben Kunden überredet, ihre (Bau-)Sparverträge zu kündigen, um neue Verträge abzuschließen. Dies geschah zum erheblichen finanziellen Nachteil der Kunden und zum erheblich finanziellen Vorteil der Berater, die sich so eine fette Provision sichern konnten. 3.) Die OVB rief im Frühjahr 2002 einfache Verbraucher an und behauptete, im "Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit" über die neue Riesterrente zu informieren. Das ist eine ganz dreiste Lüge, um Verbraucher über den Tisch zu ziehen, denn kein Strukturvertrieb arbeitet für irgendein Ministerium. Ich finde, das ist wirklich der Gipfel der Unverfrorenheit. 4.) Banker und Versicherungsexperten werden von der OVB nicht gerne eingestellt aus dem folgenden Grund: "Die sind nicht flexibel genug". 5.) Beim Test für Finanzdienstleistungen durch Ökotest scheiterte die Kölner OVB als einziges Unternehmen bei den Testberatungen. Gibt's auch was Positives? ********************************* Ich schließe natürlich nicht aus, dass es auch einige fähige Berater bei der OVB gibt. So wie es gute und schlechte Bankangestellte gibt, gibt es bestimmt auch OVBler, die sich bei der Beratung über den Kunden und sein Geld Gedanken machen und nicht einzig an ihre Provision denken. Zudem kann man gegen Geldanlage an sich nichts sagen. Wenn einem ein Berater dabei hilft und den Kunden ehrlich über Risiken, Alternativen und Kosten aufklärt, ist das bestimmt eine gute Sache. Ich hoffe, dass zumindest einige Berater dies bei der OVB auch tun. OVB bei Ciao ****************** Um die dreiste Vorgehensweise einiger OVB-Berater noch einmal zu unterstreichen, möchte ich Euch bitten, die positiven Berichte über OVB bei Ciao mal anzusehen. Zumeist (nicht immer) sind sie von Mitgliedern geschrieben, die sich nur für diesen einen Bericht bei Ciao angemeldet haben, die Firma über den grünen Klee loben (was auch bei seriösen Firmen blöd ist, denn wer findet schon alles fluffig und gaaanz einsame Spitze bei seiner Firma???) und andere Berichte, die OVB schlecht bewertet haben, abwerten. Ich erwarte auch diesmal nichts anderes. Ich hoffe nur, dass die "echten" Ciao-User das berücksichtigen. Update: Ich bitte Euch, mal einen Blick nach rechts auf die "Nicht Hilfreich"-Bewertung zu werfen. Der Name, der Kommentar und der einzige Bericht dieses Users haben meine Vorahnungen bestätigt. Vielen Dank für diese "Live-Demonstration" von Verhalten einiger OVB-Mitarbeiter.Fazit: ********** Ich hoffe, ich konnte ein paar Leuten helfen, die sich überlegen, bei der OVB als Berater anzufangen oder dort Kunde zu werden. Ich kann nur davon abraten, da ich glaube, dass diese Firma mit unseriösen Methoden arbeitet und nicht die nötige Kompetenz mitbringt, als dass man denen sein Geld anvertrauen kann. Die Gründe noch mal im Überblick: - keine Objektivität: es werden fast nur Abschlüsse mit drei Versicherungen gemacht (oder hat jemand schon mal ein Produkt der Sparkasse (Volksbank…) als Geldanlage empfohlen gekriegt?) - Provisionsgeilheit: den einzigen Verdienst, den die Berater bekommen, sind die Provisionen. Kann man da als Kunde mit gesundem Menschenverstand noch an Objektivität glauben? - Lügen: eben wegen dieser Provisionen werden Lügen erzählt, damit neue Verträge (woran ausschließlich der Berater und die Versicherung verdienen) abgeschlossen werden könne. Es wird nicht davor zurückgeschreckt, bestehende Anlagen aufzulösen. - Inkompetente Berater: dazu sag ich nur: die hätten auch MICH alte Finanznulpe genommen!!! Das sollte alle abschrecken ;-) So, das war's. Ich danke schon mal allen aufmerksamen Lesern, die sich durch diesen langen Bericht gekämpft haben und hoffe, ich konnte etwas helfen.
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OH, OH, ich hoff die falschen Bewertungen hast du alle gemeldet. Du hast ein klares BH verdient und nix anderes!