Kommt ganz drauf an

1  21.02.2012

Pro:
Vernetzung, Zeitverkürzung, Vielseitigkeit, lässt Menschen zusammenrücken

Kontra:
Kostet Energie und Zeit, macht Menschen zu Stubenhockern

Empfehlenswert: Ja 

Whitesnake83

Über sich: ||

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1. Meine Motivation für dieses Thema


Zugegeben, wer mich kennt weiß, dass dieses Thema in meinem Leben natürlich eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Ohne Internet wäre mein Job ein bisschen schwer auszuführen, arbeite ich doch mit dem Internet.

Im täglichen Leben setze ich mich wenig mit dem Sein/Nichtdasein des Internets auseinander, ich denke in diesem Erfahrungsbericht kann ich das tun und euch an meinen Gedanken teilhaben lassen.

2. Das Internet - Begriffsklärung


Generell muss man zwischen Internet und www unterscheiden. www ist ein Dienst des Internets. Ein weiterer Dienst wäre zB ftp oder E-Mail... Und genau hier möchte ich die Unterscheidungen anführen, da sich der Begriff "Internet" meiner Meinung nach nicht als ganzes behandeln lässt.

Zum geschichtlichen Aspekt des Internets - also wie sich alles entwickelt hat - möchte ich nicht wirklich etwas sagen, ich lege den Fokus meines Erfahrungsberichtes auf meine Erfahrungen.

3. Was ist Internet für mich - und wofür nütze ich es?


Zum ersten Mal ins Internet eingewählt habe ich mich 1997. Damals waren noch Modems an der Tagesordnung. Ich hatte leider ein besonders langsames mit 28,8k. Um einen Vergleich mit meiner derzeitigen Internetanbindung (30 MBit) zu ziehen: das war 1000 mal so langsam. Das Internet hab ich damals mit dem Dienst www genützt um mir für Need for Speed Zusatzautos runterzuladen. Jedes Auto hatte ca. 2,5 MB und dauerte 30 Minuten zum laden. Abrechnet wurde nicht nach Datenmenge sonder nach Zeit. Ein 28,8k-Modem war damals schon langsam, schließlich gab es schon 56k bzw. ISDN mit 128k. ADSL steckte in den Kinderschuhen und wurde langsam ausgerollt.

Nachdem ADSL auch den Endkunden erreicht hat, haben wir natürlich sofort zugeschlagen. Immerhin 512k bedeuteten für die damaligen Begriffe TURBO-Internet.

3.1. www - world wide web

Im World Wide Web, das salopp gerne mit Internet bezeichnet wird (genau genommen ist es eben nur ein Dienst des Internets) bewege ich mich täglich bestimmt über 12 Stunden. Haupteinstiegspunkt ist natürlich ein normaler Rechner, zu Hause surfe ich am iPad am häufigsten und unterwegs natürlich über das Handy.

Ich nütze es so ziemlich für alles:
  • Surfen
  • Recherchieren
  • Informieren (+ RSS-Feeds)
  • Arbeit
  • Bilder
    Offline - ist ein Leben ohne Internet noch vorstellbar? Internet - was sagt Google dazu?
    Auch Google gäbe es ohne Internet nicht.
    E-Banking
  • Downloads
  • Social Media (Youtube, Facebook)
  • Online-Shopping
  • Kommunikation (nicht E-Mail, das kommt in Punkt 3.3.)
  • Finanzamt (Arbeitnehmerveranlagung/Einkommenssteuererklärung)
3.2. E-Mail

Im Vergleich zum www nütze ich E-Mails eher selten. Ich versuche möglichst wenig über E-Mails abzudecken. Das hat mehrere Gründe: E-Mail lasse ich mir auf das Handy pushen. Somit werden E-Mails wie SMS behandelt und sind sofort sichtbar, wenn ich eines empfange. E-Mail-Benachrichtungen von zB Facebook & Co deaktiviere ich vollständig, da ich E-Mail als elektronisches Kommunikationsmedium verstehe wenn zB. kein anderer Übermittlungsweg möglich ist. Hört sich abstrakt an, für mich ist das aber ein essenzieller Punkt. Je weniger informationslose E-Mail ich erhalte (und damit mein ich explizit nicht SPAM, diese landen bei mir sowieso nicht im Posteingang), desto besser. Ich investiere (außer in der Arbeit) sehr wenig Zeit in die Kommunikation via E-Mails.
3.3. FTP - file transfer protocol

Ist ein eher selten genützter Dienst. Bei FTP überträgt man Daten auf entfernte Rechner/Server. Diese Möglichkeit nütze ich, wenn ich größere Datenmengen übermittle, die sich via E-Mail nicht mehr versenden lassen. Speziell beim bespielen (uploaden) auf einen FTP-Server spielt die Upload-Geschwindigkeit eine große Rolle. Speziell in Österreich gibt es nur sehr wenige Provider, die bei ihren Internetprodukten eine gleich schnelle Download- und Upload-Geschwindigkeit bereitstellen. Im privaten Bereich fallen mir nur diverse Glasfaseranbieter (Teletronic, ...) ein, die eine symmetrische Internetanbindung (bedeutet, dass Upload und Download gleich schnell sind) anbieten.

4. Wie hat Internet mein Leben verändert?


Eigentlich gar nicht, denn ich passe mich an die Rahmenbedingungen an. Allgemein gesagt: habe ich ein Werkzeug zur Hand, verwende ich es. Ein Vergleich wie es früher war ist meiner Meinung nach schwer möglich. Was ich aber dennoch in einem weiteren Punkt schreiben werde ist, wie man Dinge heute machen würde, wenn es kein Internet gäbe.Generell aber glaube ich, dass das eigene Leben durch das Internet schneller geworden ist. Die Kommunikationswege sind sehr viel kürzer und somit auch schneller. Ich denke hier ganz speziell an die Kommunikation via Social Media oder gar Online-Shopping. Diese beiden Bereiche nütze ich sehr stark und könnte mir natürlich nur sehr schwer vorstelle ohne diese auszukommen.

5. Offline - ist ein Leben ohne Internet noch vorstellbar?


Auch wenn ich erst in diesem Punkt auf die eigentliche Frage zu sprechen komme, so lautet meine Antwort: ja. Nicht nur, dass es vor dem Internet auch möglich war zu leben, verzichten viele Länder und Völker vollständig auf das Internet. Das Internet ist wie ich schon in Punkt 4 geschrieben habe meiner Meinung nur ein Werkzeug, dass die Arbeit bzw. die Lebensgewohnheit vereinfacht bzw. verändert. Würde das Internet abgedreht werden, so würden wir uns zwar seltsam fühlen (weil wir das Internet gewöhnt sind), allerdings nach einer bestimmten Überbrückungsphase würden wir auch ohne Internet leben können. Gewisse Bereiche würden natürlich in dieser Form nicht mehr möglich sein. Ich denke da konkret an Social Media.

6. Was wäre wenn das Internet zusammenbrechen würde


Ich beziehe diese Fragen nur auf mein Umfeld, da es natürlich jeden anders betreffen würde. Damit hier eine bessere Unterscheidung möglich ist, trenne ich die Dienste bzw. innerhalb der Dienste gliedere ich weiter:
6.1. www

Der von mir am stärksten genützte Dienst des Internets würde mich natürlich am meisten betreffen. Viele Bereiche meines Lebens hängen mit dem www zusammen:
  • Surfen: Hier müsste man sich einen anderen Zeitvertreib überlegen, sei es Bücher lesen (klassische Bücher, keinen Kindle) bzw. generell andere Hobbys entdecken.
  • Recherchieren: Hier führt kein Weg an Zeitschriften bzw. einer Bibliothek vorbei. Generell könnte man noch Face to Face-Kontakt mit Behörden bzw. Ämtern bevorzugen. Hängt natürlich auch stark vom Thema ab, für das man recherchiert.
  • Informieren (+ RSS-Feeds): Siehe recherchieren. Zusätzlich gäbe es natürlich die Möglichkeit klassisch TV + Teletext/Radio/Zeitung
  • Arbeit: hier müsste ich eindeutig umsatteln, da mein Job nicht ohne Internet ausführbar ist.
  • E-Banking: ein schmerzlicher Weg zur Bank untertags, da die Öffnungszeiten sich ohne Internet vermutlich nur marginal ändern würden. Jede Überweisung, jede Abbuchung müsste manuell getätigt werden.
  • Downloads: Wären nicht mehr möglich, die Information müsste (kommt natürlich darauf an) manuell organisiert werden. Der Download in seiner klassischen Form wäre aber nicht mehr möglich.
  • Social Media (Youtube, Facebook): Ohne Internet kein Social Media.
  • Online-Shopping: Zurück in die Steinzeit, hier müsste man wieder zu Media Markt & Co um Artikel zu kaufen. Ein Preisvergleich wäre sowieso nur mehr schwer möglich, da die Recherche viel Zeit schlucken würde.
  • Kommunikation: Würde sich verstärkt aufs Telefon verlagern.
  • Finanzamt (Arbeitnehmerveranlagung/Einkommenssteuererklärung): Hier würde sich für mich am wenigsten tun, da man die Erklärungen per Post senden könnte. Die Formulare müsste man aber telefonisch anfordern oder persönlich zum Finanzamt fahren, da man ohne einem echten Telefonbuch auch die Nummer des Finanzamtes nicht herausfindet.
6.2. E-Mail

Der klassische Brief würde wieder in Mode kommen. Dass der Brief heutzutage auch nicht durch ein E-Mail totzukriegen ist, zeigt der Umstand, dass viele Firmen/Ämter etc. Datenänderungen nur per Post akzeptieren (hatte erst heute selbst so einen Fall).
6.3. FTP

Die gute alte CD/DVD würde als Datenmedium (dass via Post verschickt wird) wieder an Bedeutung gewinnen. Ein einfacher Bildaustausch wäre natürlich so ziemlich mühsam, aber es ging früher ja auch.

7. Einen Monat das Internet abschalten


Ich glaube wenn die Regierung eine einmonatige Internetsperre verhängen würde, würde ich Urlaub machen. Mir reicht schon, wenn eine Öffi-Linie auf dem Weg zur Arbeit gesperrt ist und man so Umwege in Kauf nehmen muss.
Die Frage empfinde ich auch nicht als realitätsnah, da mir unnötigerweise das Werkzeug Internet genommen werden würde, dass mir aber das tägliche Leben vereinfacht. ES müsste schon einen triftigen Grund haben, warum das Internet für einen Monat gesperrt wird. Dieser ist im 21. Jahrhundert kaum vorstellbar.

8. Wie geht es mir im Urlaub ohne Internet?


Ich gebe zu, der Urlaub ist für mich Internet-Junkie eine Umgewöhnung da man entschleunigt lebt. Allerdings kann ich auch im Urlaub nicht ohne Internet. Wenn ich einen Entspannungsurlaub mache, dann darf ein gutes Buch (in Form eines Kindles) nicht fehlen. Mache ich einen Action-Urlaub, so werde ich mir diverse Unterlagen zuvor aus dem Internet organisieren oder vor Ort am Handy nachschlagen.

9. Fazit


Ich denke, die Frage "Offline - ist ein Leben ohne Internet noch vorstellbar?" ist zwar spannend zu diskutieren, in der heutigen Zeit aber außer einer theoretischen Abhandlung verschiedener Aspekte nicht zu realisieren. Zu viele Lebensbereiche hängen direkt oder indirekt mit dem Internet zusammen und bräuchten eine gewisse Zeit um wieder ohne Internet zu funktionieren.Das Internet ist für die Menschkeit mehr als ein Werkzeug, es ist ein multidimensionales Netzwerk, dass uns miteinander verbindet und dafür sorgt, dass die Welt ein Stückchen näher zusammenrückt.


Ich freue mich auf eure Kommentare :) Die Bewertung mit nur einem Stern bezieht sich auf die Frage: für mich persönlich ist ein Leben ohne Internet nur "sehr schlecht" vorstellbar.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
WortstarkMH

WortstarkMH

12.04.2013 21:38

bh

Tanzmarie

Tanzmarie

13.02.2013 09:29

Endlich hats mal einer auf den Punkt gebracht. Allerdings ist meine Einstellung schon sehr ähnlich. Es ist schon schwierig. Man sucht estwas komm Google mal eben kein ewiges nachschlagen in irgenwelchen Gelbenseiten oder ähnlichen Büchern. Lg

Marslight

Marslight

05.02.2013 21:49

Prima Gedanken. Ich dachte mal, dass ich es noch ohne schaffen werde, hat nicht funktioniert und ich glaube, dass sich die wenigsten Leute da ganz ausklinken können. Wenn ohne, dann für alle Menschen, was ich mir gut vorstellen könnte. Wie du schon schreibst, es ging vorher ja auch. LG und bh

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"besonders hilfreich" von (27%):
  1. WortstarkMH
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