... So erschien auch sein Roman "Oliver Twist, Der Weg eines Fürsorgezöglings" zwischen 1837 und 1839 zunächst in monatlichen Folgen in einer Zeitschrift. Die Rechte an diesem Werk hatte Dickens bereits vor der Niederschrift für 500 Pfund an einen Verleger verkauft, der die einzelnen Folgen in ... Bericht lesen
Oliver Twist
Genre: Hörbuch Autor: C. Dickens Spieldauer: 820 min.Oliver Twist kommt ... mehr
in einem Armenhaus auf die Welt. Die Mutter stirbt kurz nach der Geburt und hinterlässt nur ein kleines geheimnisvolles Medaillon, das eine alte Armenhäuslerin an sich nimmt.
Oliver Twist
London, um 1830: Der Waisenjunge Oliver Twist lebt in London unter Gaunern und Bettlern. ... mehr
Der alte Fagin versucht ständig, ihn zum Stehlen zu zwingen. Doch dann nimmt der gütige Mr. Brownlow Oliver auf. Und dort erfährt er zum ersten Mal Liebe und Geborgenheit. Aber über Olivers Geburt schwebt ein Geheimnis - und das bringt ihn immer wieder in Gefahr...
Oliver Twist
Der Jugendbuchklassiker von 1837/38 in einer nostalgisch gestalteten Prachtausgabe! Mit - ... mehr
Vorwort - den s/w- Illustrationen der Originalausgabe und - einer Zeittafel zum Leben des Autors. LeserInnen finden darin nicht nur eine spannende Geschichte. Sie erfahren auch viel über die Lebenswelt im 19. Jahrhundert. Oliver Twist wächst im Armenhaus auf. Er flieht vor den erbärmlichen Zuständen nach London. Doch dort gerät er in die Fänge von Mister Fagin. Der Bösewicht schickt eine Bande von Kindern auf Diebestouren. Gibt es für den kleinen Oliver noch einen Ausweg...?
Oliver Twist
Der Waisenjunge Oliver Twist lebt in London unter Gaunern und Bettlern. Immer wieder ... mehr
versucht der alte Fagin Oliver zum Stehlen zu zwingen. Erst als der guetige Mr. Brownlow den Jungen aufnimmt erfaehrt Oliver zum ersten Mal Liebe und Geborgenheit. Doch ueber Olivers Geburt schwebt ein Geheimnis das ihn immer wieder in Gefahr bringt ...
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Erfahrungsbericht von uweBeelitz39 über Oliver Twist (ab 10) / Dickens, Charles 16. Oktober 2003
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert:
hoch
Humor:
wenig humorvoll
Spannung:
ziemlich spannend
Niveau:
durchschnittlich
Aufmachung:
ok
Pro:
Kritik an Armengesetzgebung
Kontra:
Es gibt nur "Gut" oder "Böse"
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Mehr zufällig bin ich auf ein Buch gestoßen, das ich in meiner Jugend gern gelesen und auch in einer Verfilmung gesehen habe. Es weckte also Erinnerungen und veranlaßte mich zu diesem Bericht.
DER DICHTER UND SEIN WERK
Charles Dickens wurde 1812 in der Nähe von Portsmouth geboren und zog schon als Kind nach London. Sehr jung (mit 11 - 12 Jahren) arbeitete er dort in einer Fabrik und in verschiedenen Anwaltsbüros, wird 1828 freiberuflicher Gerichtsreporter, später Parlamentsreporter im britischen Unterhaus. Ab 1833 veröffentlicht er selbstgeschriebene Geschichten und Romane, zum Teil als Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen. So erschien auch sein Roman "Oliver Twist, Der Weg eines Fürsorgezöglings" zwischen 1837 und 1839 zunächst in monatlichen Folgen in einer Zeitschrift. Die Rechte an diesem Werk hatte Dickens bereits vor der Niederschrift für 500 Pfund an einen Verleger verkauft, der die einzelnen Folgen in "Bentley´s Miscellany" veröffentlichte. Das Geld, das er dafür erhielt, brauchte Dickens dringend für seine große Familie: Er hatte immerhin zehn Kinder. Weitere Werke folgten rasch nacheinander; die bekanntesten dürften sein: David Copperfield; Hard Times; A Christmas Carol; Barnaby Rudge; A Tale of Two Cities - die Aufzählung ist einfach unvollständig, da Dickens äußerst schreibfreudig war.
Dickens zog mehrfach in seinem Leben um, machte lange Reisen nach Nordamerika, Frankreich und Italien, führte eine Ehe von 1836 bis 1858, wo sich seine Frau von ihm trennte. Er gründete Zeitschriften, hielt Vorlesungen und schrieb und schrieb ... Er starb im Juni 1870 in Gad´s Hill.
DER ROMAN "OLIVER TWIST"
Kurz habe ich es schon erwähnt: Der Untertitel lautet "The Parish Boy´s Progress", zu Deutsch "Der Weg eines Fürsorgezöglings", entstanden zwischen 1837 und 1839 als Fortsetzungsgeschichte. "Oliver Twist" dürfte wohl der populärste Roman von Dickens sein, wie auch die Anzahl von 15 Verfilmungen beweist. In diesem Roman steht zum ersten Mal ein Kind im Mittelpunkt eines seiner Werke.
Olivers Mutter schleppt sich mit letzten Kräften in ein Armenhaus, wo sie unmittelbar nach der Geburt des Kindes stirbt, ohne ihren Namen oder ihre Herkunft verraten zu haben. Der Sohn wächst in diesem Armenhaus unter einem angenommenen Namen auf. Er ist ohne eigene Schuld ins Armenhaus gekommen, da er ja dort geboren wurde. Aber in der Ideologie des Frühkapitalismus gibt es keine Unschuld oder Rücksicht, weil jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich ist. Das bedeutet, daß es jeder schaffen könnte, durch harte Arbeit zu hohem Einkommen und zu einer geachteten Position in der Gesellschaft zu kommen. Genauso kann man durch Faulheit aber auch auf die unterste Stufe menschlicher Existenz sinken. In diesem Denkprinzip der damaligen Zeit liegen Antrieb und Rechtfertigung der harten Arbeit. Armut ist somit die Strafe für Trägheit; logischerweise gilt das Armenhaus als Strafe für gesellschaftliches Schmarotzertum. Und diese Strafe wird als gerecht empfunden: Sie ist die Folge der Armut, und Armut gilt als soziales Laster.
Oliver aber ist als Kind - sogar als ungeborenes Kind - in das Armenhaus gekommen; er ist deshalb unschuldig an seinem Zustand - was jedoch nicht berücksichtigt wird. Daran, daß er keine Schuld trägt, zeigt Dickens die ganze Grausamkeit und den Zynismus dieser Denkweise, dieses Systems: Es bestraft Unschuldige.
Mit seiner Kritik an der Armengesetzgebung, die er schon 1834 verfaßte, steht Dickens nicht allein, und jetzt hatte er mit seiner Romanfigur Oliver Twist ein gutes Mittel gefunden, seine Kritik auf eine humanistische Basis zu stellen und der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Armen- oder auch Arbeitshäuser unterstützten diejenigen, die arbeitslos oder unterbezahlt waren, und das waren erschreckend viele. Die Lebensbedingungen im Arbeitshaus wurden so unfreundlich wie möglich gestaltet, damit Faule und Böswillige abgeschreckt wurden: Familien wurden auseinandergerissen, Frauen und Männer in getrennten geschlossenen Abteilungen untergebracht, das Essen war äußerst schlecht und kärglich, Betten und Heizung unzureichend, die Arbeit erniedrigend. Gegen all diese Zustände wandte sich Dickens mit seinem Roman.
Oliver ist das erste in einer Reihe von Kindern, die im Mittelpunkt eines seiner Romane stehen. In einer Zeit, in der es keine Unschuld geben darf, läßt sich das Verlangen der Menschen nach Naivität und Reinheit nur durch ein Kind erfüllen. Wurden in der damaligen Wirklichkeit Kinder äußerst unterdrückt, gequält und schon mit 5 - 6 Jahren als billigste Arbeiter in niedrigsten, gefährlichen Verrichtungen eingesetzt - z.B. mußten sie in Schornsteine hineinklettern, um diese zu reinigen, wobei viele von ihnen erstickten -, so ist der Leser nun dankbar, daß dennoch das Gute sich durchsetzen kann. Oliver findet schließlich seine wahre Identität und wird von Freunden seiner eigentlichen Familie aufgenommen.
WEITERE GEDANKEN
In diesem Roman wird die Aufmerksamkeit des Lesers von der bunten und spannungsreichen Handlung nur selten auf das Innenleben der Romanfiguren gelenkt. Es gibt eigentlich so gut wie keine Mischtypen oder Zwischentöne, sondern nur Gut oder Böse. Von dieser Polarität lebt der Roman, von dem Kampf zwischen diesen Extremen. Es gibt keine inneren Konflikte, sondern die Personen als solche tragen die moralischen Werte.
So wirkt besonders die Figur des Romanhelden selbst, Oliver Twist, auffällig flach, da er - eigentlich nicht nachvollziehbar - von Geburt an "gut" ist und auch keinerlei Makel erhält trotz aller widrigen Umstände seines Lebens: dem Regime des Armenhauses oder seiner "Lehrzeit" bei einer Bande von Taschendieben: Oliver bleibt "gut".
Charles Dickens übertreibt nicht bei seiner Schilderung des Lebens in solchen Armenhäusern. Die Verpflegungsvorschriften aus dem Jahre 1836 z.B. sahen in der Hauptsache Porridge oder Grütze vor. Brot, Fleisch oder Käse dagegen gab es nur in kleinsten, streng rationierten Portionen. Die Vorschrift, die auf die meiste Ablehnung, auf Haß stieß, war die Trennung der verheirateten Paare. Es waren Gesetze, die eigentlich unmenschlich waren; es gab Menschen, die lieber irgendwo auf der Straße sterben wollten als in ein Armenhaus eingeliefert zu werden.
Da wir heute zum Glück anders denken und andere Gesetze haben, brauchen wir diese Form der Kritik nicht mehr. Umso mehr "leiden" besonders junge LeserInnen mit dem Knaben Oliver und freuen sich letztendlich mit ihm, als es zu einem guten Ende kommt.
Ich wünsche Freude beim Lesen - auch dieses Berichtes und danke fürs Bewerten und evtl. Kommentieren.
Pro: Siehe bitte unten Kontra: ich kenne nichts, außer einer schlechten Übersetzung
...„Es kostete beträchtliche Mühe, Oliver zu veranlassen, die Arbeit des Atmens auf sich zu nehmen – ein beschwerliches Geschäft, das jedoch die Gewohnheit für unser Wohlbefinden unentbehrlich gemacht hat –, und er lag geraume Zeit auf einer kleinen Wollmatratze, schwankend zwischen dem Diesseits und dem Jenseits; aber die Waagschale neigte sich entschieden dem zweiten zu. Wäre Oliver in dieser kurzen Zeitspanne von sorgfältigen Großmüttern, ... ...solche Geschäfte kontraktmäßig abtat, fochten Oliver und die Natur die Sache unter sich allein aus...
...
Oliver schrie lustig. Hätte er wissen können, daß er eine Waise war, der zärtlichen Sorgfalt von Kirchenvorstehern und Aufsehern überlassen, vielleicht hätte er noch lauter geschrien.“
1.
Mit diesen Worten beginnt Olivers Lebensgeschichte (wenn auch nicht dieser wundervolle Roman), und mit diesen Worten endet ihr erstes Kapitel.
Wie ...
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Pro: sehr spannend, rührend, sozialkritisch, immer noch aktuell Kontra: nichts bekannt
...rote Zora und - Oliver Twist. Ein Junge der soviel aushalten musste als Kind, was aber nichts ungewöhnliches zu schien in der Zeit, in welcher die Geschichte spielt, ich schätze mal 19. Jahrhundert, den geschrieben hat Charles Dickens das Buch im Jahre 1838.
Die Geschichte beginnt mit der Geburt Olivers, welche unter widrigen Umständen vonstatten ging, nicht zuletzt deswegen dass diese Geburt ihn auch gleich zum Waisen machte, seine Mutter starb ... ...Armenhaus zur Welt brachte wurde Oliver Twist ins Waisenhaus gebracht. Von dort ging seine Reise bald weiter zu einer Frau welche sich darauf spezialisiert hatte 20-30 Kinder bei sich aufzunehmen, das Kostgeld einzustreichen und die Kinder immer kurz vor dem Hungertod zu bewahren, obwohl das Geld ausgereicht hätte um die Kinder ausreichend zu ernähren. Oliver überlebte diese hinngebungsvole Aufzucht nur weil er ein kräftiges Bürschchen war. Als er ...
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Unterhaltungswert:
Humor:
Spannung:
Niveau:
Aufmachung:
sehr hilfreich
02.12.2001
Oliver Twist Bewertung fürOliver Twist (ab 10) / Dickens, Charlesvon
apex23
Pro: tolle Geschichte Kontra: ziemlich lang
...seine Spätwerke erkenne. Der Roman Oliver Twist erschien 1837/38, er gehört zu den meistgelesenen Werken des Dichters. Oliver Twist ist eine Figur die der Leser von seiner Geburt, die schon ein Schicksalsschlag ist, bis zu dem Zeitpunkt wo er ein junger Mann ist begleitet. Oliver lernt in den jungen Jahren alle Art des Schmerzes, der Demütigung und die schlechtesten Menschen der Gesellschaft kennen. Er wird immer wieder auf die Probe gestellt und ... ...Menschen sind üben sie auf Oliver soviel Druck aus das es benahe ein Wunder ist das er sich diesen Menschen entreißen kann. Oliver bleibt trotz all seiner Quallen, ein im Herzen starker und guter Mensch und dieses hilft ihm zum Glück immer wieder neu Fuß zu fassen und sich seinem Schicksalsschlägen zu entziehen. Er kann von der dunklen Seite der Gesellschaft, in die er aus einem bestimmten Grund reingedrückt worden ist, nach so langer Qual, diese ...
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...steht. Held der Geschichte ist Oliver Twist, ein Waisenkind, dessen Mutter bei seiner Geburt starb. Er wuchs im Armenhaus auf. Trotz (oder wegen) des Mangels an Nahrung und Liebe entwickelt er sich zu einem Menschen, dessen reines und unschuldiges Herz ihn immer auf den richtigen Weg führt. Seine Erlebnisse schildert Dickens auf eine sehr einfühlsame Weise. Besonders bemerkenswert ist seine Art, einem die Charaktere so nah zu bringen, daß man sich ...
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Pro: Satire pur, sehr realistisch Kontra: am Ende vielleicht ein bißchen dick aufgetragen
...war, habe ich mich für Oliver Twist entschieden. Und siehe da: Ich wurde überrascht. Erstens über die satirische Tonlage des Erzählers, zweitens bei den vielen Wendungen in der Story und drittens, daß man Sozialikritik auch positiv anpacken kann. Das Buch ist für jeden, der sich über die Verhältnisse im 19. Jahrhundert informieren und trotzdem unterhalten werden will, ein Gewinn. ...
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Spannung:
Niveau:
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20.07.2000
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