Ölwechsel - Tipps & Tricks

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Ölwechsel selber gemacht, da spart man Geld

5  27.06.2004

Pro:
man spart Geld

Kontra:
dreckige Hände

Empfehlenswert: Ja 

Fussballstar22

Über sich: Bei Lesungen gibt es bei mir ne Gegenlesung. Viel Spaß beim Lesen und Bewerten

Mitglied seit:16.04.2004

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Ölwechsel selber gemacht, da spart man Geld


Warum muß ich mein Öl überhaupt wechseln, was ist die Aufgabe des Öls ?

Die Antwort ist ganz einfach, das Öl im Motor ist außerordentlichen thermischen, chemischen und mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt.

Durch die ergebenden Alterungen und durch Verschmutzungen wird die Schmierfähigkeit des Öls vermindert, es muß gewechselt werden.

Die Aufgabe des Öls ist einen Schmierfilm zwischen Kolben und Zylinderwand sicher zustellen. Ebenso muß das Öl alle Stellen im Motor versorgen, wo Verschleiß herrscht und an allen anderen Lagern vom Motor ein Schmierfilm bilden.
Das Motoröl hat außerdem noch eine kühlende Wirkung auf den Motor.

So nun genug zur Aufgabe des Motoröls.

Wie führe ich meinen Ölwechsel selber durch, was brauche ich dafür ?

Bevor ich anfange meinen Ölwechsel selber durchzuführen, benötige ich noch einige Dinge, diese sind:

Motoröl, am besten im Handbuch nachschauen welches und wieviel Öl man benötigt.
Öl bekommt man am besten im Baumarkt, es muß nicht unbedingt das teuerste sein.

Ölfilter, bekommt man bei der Vertragswerkstatt, ATU oder auch im Baumarkt. Der Baumarktfilter tut es auch, er ist auch wesentlich günstiger als bei der Vertragswerkstatt.

Ölfilterkette, bekommt man im Baumarkt oder bei Wirth, Fürth oder anderen Zuliefern. Ist erst einmal etwas teurer, hier sollte man auch nicht unbedingt so auf den Euro achte, eine gute Ölfilterkette ist wichtig, manchmal sind die Ölfilter nur sehr schwer zu lösen. Nach zwei durchgeführten Ölwechseln hat man die Ölfilterkette und das andere Werkzeug wieder rausgeholt.

Ein Werkzeug zum lösen der Ölablaßschraube.
Hier gibt es von Hersteller zu Hersteller verschiedene Ölablaßschrauben, oft sind es Außensechskant - oder Innensechskantschrauben.
Dieses Werkzeug bekommt man ebenfalls im Baumarkt.

Pappe, ganz wichtig um ein Schutz unter dem Auto zu haben.
Ein Tropfen Motoröl reicht schon um 600 Liter Grundwasser zu verschmutzen, hier sollte man also wirklich vorsichtig sein.

Flachen Eimer, um das Öl aufzufangen. Ein flacher Eimer deshalb, da man meist das Auto nicht sehr hoch aufbocken kann, wenn man seinen Ölwechsel auf den Hof z.B. durchführt.


Putzlappen, dazu brauche ich glaub ich nicht sagen, erklärt sich von alleine.

Trichter, manchmal braucht man ihn, wenn der Öleinfüllstutzen am Motor schwer zu erreichen ist.


So das sind eigentlich alle Werkzeuge und Hilfsmittel die man zum Ölwechsel braucht, meist muß man auch nicht alle Werkzeuge neu kaufen, sondern man hat sie einfach schon irgendwo rumliegen.

Wie fange ich jetzt an mit dem Ölwechsel ?

Wichtig ist, dass man den Ölwechsel bei betriebswarmen Motor durchführt, so fließt das alte Öl besser ab und es bleiben kaum Schwebeteilchen in der Ölwanne liegen.

Nun wird das Auto aufgebockt, entweder auf eine Hebebühne, wenn man eine hat, ansonsten bockt man halt mit einen Wagenheber die Vorderachse auf.
Wer meint er hat genug Platz unter seinem Auto braucht dieses vielleicht auch gar nicht anheben, je nach dem.

Jetzt wird die Ölablaßschraube vorsichtig herausgedreht, hier ist ein wenig Vorsicht geboten, gerade für „Neuschrauber". Schnell geht einmal ein Schwung Öl daneben.

Nachdem das ganze Altöl aus der Ölwanne in ein Eimer herausgelaufen ist, löst man den Ölfilter mit Hilfe der Ölfilterkette.

Ist das ganze Altöl aus der Ölwanne raus, dreht man die Ölablaßschraube wieder herein, vorher bitte darauf achten, ob die Ablaßschraube einen Dichtring hatte, wenn ja, bitte erneuern. Bei der Ölablaßschraube auf das Drehmoment achten, nicht zu fest ziehen.

Jetzt kann der Ölfilter montiert werden, vorher darauf achten, dass die alte Dichtung vom Ölfilter entfernt ist.
Die Dichtung vom neuen Ölfilter mit Altöl einschmieren und den Ölfilter handfest anziehen.


Nachdem die Ablaßschraube und der Ölfilter wieder befestigt ist, kann das Auto wieder abgebockt werden. Nun wird der Ölmeßstab herausgezogen, der Öldeckel entfernt und man gießt langsam die vorgeschriebene Ölmenge auf.
Nachdem das Öl aufgefüllt ist, montiert man den Öldeckel wieder und steckt den Ölmeßstab wieder rein. Jetzt wird der Motor gestartet und für etwas 30 Sekunden laufen gelassen. Bitte auf die Öldruckleuchte im Kombiinstrument achten, es ist die rote Leuchte mit der Ölkanne, diese sollte nach kurzer Zeit erlöschen.

Denn Motor ausschalten und gut 10 Minuten warten bis sich das ganze Öl in der Ölwanne gesetzt hat. Nun anhand des Ölmeßstabs und der darauf zu sehenden Markierung den Ölstand messen.
Paßt der Ölstand ist alles in Ordnung, ansonsten kann noch etwas Öl nachgegossen werden. Wichtig ist das man nie zu viel Öl aufkippt, das Ablassen geht meist schief.
Ist zuviel Öl in der Ölwanne, kann das Öl Schaum schlagen und im schlimmsten Fall droht ein Motorschaden.


So nun ist der Ölwechsel fertig, das Altöl, der Ölfilter, die dreckige Pappe und die Putzlappen müssen entsorgt werden.
Diese Sachen kann man dort abgeben, wo man das Frischöl gekauft hat.

Wenn man einigermaßen geübt ist, braucht man für so einen Ölwechsel nicht mehr als eine Stunde Zeit.
In der Werkstatt wird für einen Ölwechsel meist eine halbe Stunde berechnet, neben den teuren Ölpreisen zahlt man auch für den Ölfilter mehr, als wenn man alles selber macht.
Werkstätten die denn Ölwechsel zum Preis von Beispielsweise unter 25 Euro anbieten, verkaufen zum Ölwechsel meist nur billiges Öl mit nicht allzu guter Qualität.

Der einzige Nachteil ist eigentlich nur, dass man sich die Hände dreckig macht.
Der Ölwechsel in der Werkstatt ist sicherlich die bequemere Lösung, aber nicht die Günstigste.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
luckylucky

luckylucky

04.07.2004 12:26

Wenn ich denke das ich selbst unters Auto muss, Nein Danke lasse es lieber vom Fachbetrieb machen und unterstütze damit das unternehmen bevor es pleite macht.

koeter1097

koeter1097

29.06.2004 12:08

Siehe "Reiner1". Zusätzlich hat mich irritiert, dass Du einerseits zu günstigem "Baumarktöl" rätst, andererseits von den Lockvogelangeboten der Werkstätten aber abrätst. Ich persönlich halte die Angebote für OK, sofern man keine exquisiten Ansprüche ans Öl stellt.. Man erhofft sich in den Werkstätten in erster Linie weitere Reparaturen. So lange man da den Finger draufhält, dürfte das Preis-/Leistungsverhältnis stimmen. Viele Grüße, Thomas

bbbbbbbbbbbb

bbbbbbbbbbbb

28.06.2004 14:49

Mir fehlt eigentlich nur eine Beschreibung der Ölsorten (z.B. 10W40) und die Auswirkungen auf den Motor. J

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