Erfahrungsbericht über

Olympus CAMEDIA C-2100 Ultra Zoom

Gesamtbewertung (36): Gesamtbewertung Olympus CAMEDIA C-2100 Ultra Zoom

 

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treuer Begleiter für Fotos in allen lagen

4  25.11.2002

Pro:
super Zoom

Kontra:
Blitz

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


Apple-G4

Über sich:

Mitglied seit:19.09.2002

Erfahrungsberichte:84

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 62 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

+++ Einleitung +++
*******************

Digitalkameras gibt es ja recht viele, aber welche ist die richtige für mich? Das war die Frage, die ich mir vor dem Kauf meiner Kamera gestellt habe. Auf was soll man denn da achten? Ich hatte damals keinerlei Ahnung und das Hauptmerkmal aller Kameras war eigentlich nur der Unterschied in der Anzahl der Pixel.

Aber ich wollte mehr. Da ich, bevor ich auf die Digitalfotografie umgestiegen bin, immer eine Spiegelreflexkamera benutzte und die großen Zoommöglichkeiten meiner Objektive zu schätzen gelernt hatte, wollte ich unbedingt eine Digitalkamera mit einem großen Zoombereich. Und so kam ich dann auf die Camedia C-2100 UZ. Was diese Kamera im einzelnen kann, soll der nachfolgende Bericht klären.


+++ Design +++
****************

Sieht man die Kamera zum ersten mal, so hat man den Eindruck, als würde das Gehäuse aus Metall bestehen. Das ist aber nicht so, sondern das Gehäuse ist aus Plastik und nur mit einem Silberlack überzogen. An den Stellen, an denen man die Kamera in der Hand hält, ist der Kunststoff schwarz, wohl damit der silberne Lack nicht so schnell abblättert. Dieser schwarze Teil der Kamera ist auch gleichzeitig eine Abdeckung, den unter ihr befindet sich der Slot, in dem man die Smat-Media-Card einschiebt. Mitgeleifert wird eine 8 MB Smat-media-Card, aber damit kommt man nicht weit.

Die C-2100 ist sehr gut ergonomisch geformt. So kann man alle Einstellräder und Knöpfe sehr gut mit einer Hand erreichen und bedienen. Als erstes wäre da wohl der Auslöser zu nennen. Der ist rechts oben am Gehäuse angebracht. Direkt an diesem Schalter ist auch ein gefederter Hebel angebracht, mit dem der Zoom bedient wird. Das ist wohl der am meisten benutze Schalter. Dahinter befindet sich ein Drehrad mit dem man die verschiedenen Programme der Kamera anwählen kann. Diesen Schalter wird man zwar vor dem Foto benutzen, aber nicht während man ein Bild macht. Aus diesem Grund ist er auch nicht ganz so gut zu erreichen. Unter diesem Einstellrad befindet sich noch der Einschalter für die Kamera, der auch gleichzeitig eine Reset-Funktion hat.

Etwas Links von dem Einstellrad befindet sich ein kleiner Monitor, der nur schwarze Schrift darstellen kann. Hier werden alle Informationen zur Kamera, wie Batteriestatus, gewählte Einstellungen und die Restanzeige der noch möglichen Bilder angezeigt. Auf diesen Monitor hätte man eigentlich verzichten können, den außer der Bildanzeige können alle Informationen auch im Sucher oder im LCD-Monitor angezeigt werden.

Noch ein kleines Stück links befinden sich drei Knöpfe, mit denen man direkt fest definierte Programme aufrufen kann. Diese sind Aufnahmenserien, normale Außenaufnahmen und Makroaufnahmen. Damit sind eigentlich alle Bedienteile auf der Oberseite der Kamera beschrieben, also kommen wir jetzt zur Rückseite der C-2100.

Die Rückseite der Kamera wird von zwei Dingen dominiert. Zum einen ist ganz links oben der Sucher. Neben dem Sucher ist ein kleines Rad, welches man eigentlich nur einmal benutzt. Denn damit wird der Suche auf das Auge des Benutzers justiert. Aber der Sucher bei der C-2100 ist auch etwas Ungewöhnliches. Bei vielen Kameras ist der Sucher einfach nur eine Art Fensterscheibe durch die man hindurch schaut. Nicht so bei der C-2100 , da ist der Sucher ein eigner kleiner digitaler Monitor. Dieser ist direkt mit dem Chip verbunden und man sieht auf ihm genau das fertige Bild. Aber ich muss eine Einschränkung machen, den dieser kleine Monitor ist nicht sonderlich Leistungsstark. So sind die Bilder doch recht pixelig und er hat einen extremen Rotstich. Daran muss man sich erst gewöhnen, aber die fertigen Bilder sind nachher vollkommen in Ordnung. Wie gesagt, es bedarf einer kurzen Gewöhnungszeit, aber da alle wichtigen Informationen auch in den Sucher eingeblendet werden, wird er schnell zum unverzichtbaren Hilfsmittel.

Ist der Sucher dann aber doch zu schlecht zum auswählen der Motive, so kommt das zweite Teil zum Tragen, welches die Rückseite dominiert, der große LCD-Bildschirm. Dieser ist 1,8 Zoll groß und kann genau das gleiche darstellen, wie eben beim Sucher beschrieben. Da er aber eben größer ist, kann er auch alles besser darstellen. Auch sind die Farben hier nicht richtig toll, aber schon viel besser als beim Sucher. Ich persönlich kann aber keine Bilder machen, indem ich den großen Monitor benutzte. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich benutzte diesen Monitor nur zur Kontrolle der gemachten Bilder.

Über dem Monitor befinden sich noch zwei kleine Knöpfe, mit denen man direkt Menüeinstellungen aufrufen kann. Daneben sind dann vier Pfeiltasten, mit denen man durch das Menü navigieren kann. Unter diesen Navigationstasten befindet sich der OK-Knopf, mit dem man alle Einstellungen bestätigt. Unter diesem befinden sich noch zwei Knöpfe. Mit dem einen schaltet man zwischen dem Sucher und dem Monitor um und der andere ruft das Menü auf.

Auf der linken Seite der Kamera befindet sich unter einer Abdeckung mehrere Anschlüsse. Der wichtigste für mich ist der USB-Anschluss für das mitgelieferte Kabel um die Kamera mit dem Computer zu verbinden. Weiter gibt es noch einen externen Stromanschuss, einen AV-Out und einen Mikrophon-Anschluss. Ebenfalls auf der linken Seite ist noch ein Anschluss für einen externen Blitz.

Vorne an der Kamera gibt es nur den ausklappbaren Blitz und den roten Vorblitz, sonst gibt es dazu nicht viel zu sagen.


+++ technische Details +++
*************************

Kommen wir erst einmal zum Objektiv. In der Kamera arbeitet ein 1:2,8 – 3,5 / 7,0 mm – 70 mm Objektiv mit einem Durchmesser von 49 mm.

Die ganze Kamera heißt ja Camedia C-2100 ZU und das ZU steht für Ultra Zoom. Und da hat diese Kamera wirklich einen tollen Zoom. Zuerst kommt der 10 fache optische Zoom der noch durch einen 2,7 fachen digitalen Zoom ergänzt wird. Damit hat die Kamera ein Zoomspektrum von 28 mm bis etwa 380 mm. Wie gesagt, der optische Zoom wird mittels des Schalters gesteuert und der digitale Zoom muss zuerst im Menü zugeschaltet werden. Danach steht diese Funktion auch mittels Steuerung über diesen Schalter zur Verfügung. Durch das vorherige Auswählen aus dem Menü, was nicht so schnell geht, kann man den ihn eigentlich bei Snap-Shots nicht benutzen. Gut wäre es, wenn er über eine Taste direkt anzuwählen wäre.

Wenn man den digitalen Zoom mit benutzt, kommt einen das geringe Gewicht der Kamera durch das Plastikgehäuse zu gute, den so ist es einfacher, die Kamera still zu halten. Zwar ist auch ein Bildstabilisator eingebaut, aber je ruhiger die Kamera in der Hand liegt, desto besser.

Die Kamera kann aber nur maximal 2,1 Millionen Pixel darstellen. Das ist heute zwar nicht mehr Stand der Technik, aber für mich reicht es vollkommen.

Als Stromversorgung, so will es uns Olympus einreden, müssen spezielle Batterien benutzt werden. Dem ist aber nicht so, es können auch vier normale AA-Batterien oder Akkus benutzt werden.

Ein eingebautes digitales ESP-Messsystem mit Bildsensor sorgt für die richtige Belichtung. Dieses System unterstützt drei verschiedene Messprogramme, die Mittelausschnittsmessung, die Sportmessung und die Multispotmessung, bei der drei Spots gemessen und der Mittelwert genommen wird. Mittels der letzten Option sind die Bilder eigentlich fast immer perfekt ausgemessen.

Die Kamera hat auch den schon erwähnten eingebauten Blitz. Dieser ist aber wirklich nicht sonderlich gut. Zum einen hat er eine recht lange Reaktionszeit, die schon mal bis zu 5 Sekunden andauern kann und zum anderen liegt der Vorblitz fast auf der selben Aufnahmeebene , so dass oft rote Augen bei den Aufnahmen entstehen.


+++ Programme +++
*******************

An Programmen bietet die C-2100 das normale an, neben einer kompletten Programmautomatik, wo die Kamera alles übernimmt, gibt es die Möglichkeit der Blenden- und der Belichtungswahl. Hier werden mittels der Navigationstasten die jeweiligen Einstellungen vorgenommen. Weiter kann man auch alles selbst einstellen.

Zusätzlich gibt es dann noch die Serienaufnahme, die so lange anhält, bis man den Auslöser wieder frei gibt und eine Videoaufnahme. Die Länge des Videos hängt aber von der Speicherkarte oder besser von deren freien Platz ab. Über den Mirkophoneingang kann man dann die Videos auch an der Kamera nachvertonen. Aber das benötigt eine Menge an Speicher, so dass ich empfehlen würde, dass lieber am Computer machen würde.


+++ Menü +++
***************

Das Menü der C-2100 ist recht einfach. Ich möchte hier jetzt nicht alle Punkte ansprechen, sondern nur die wichtigsten. Wie gesagt, kann man den digitalen Zoom per Menü zuschalten. Weiter kann man noch das gewählte Bildformat anwählen, mögliche Formate sind JPGs und TIFFs.

Natürlich kann man auch noch die Bildqualität bestimmen. Minimum sind 640 x 480 Pixel und das Maximum sind 1600 x 1400 Pixel.

Das Navigieren durch das Menü ist recht einfach. Die jeweiligen Punkte werden durch hoch und runter angewählt und durch Rechtsklick wird der Punkt angewählt. Zurück geht es mittels Linksklick. Bestätigt wird die Einstellung durch die OK-Taste.

Leider werden alle getätigten Menüeinstellungen nach dem Ausschalten der Kamera wieder gelöscht. Das müsste nicht sein, ich würde es besser finden, wenn diese Einstellungen in einem EPROMM gespeichert werden.


+++ Anleitung und Software +++
******************************

Als Software wird ein Bildbearbeitungsprogramm vom Olympus mitgeliefert, welches nur auf einem PC läuft. Dieses Programm konnte ich, da ich einen MAC verwende, nicht testen. Genauso ist es mit den Treibern, die konnte ich auch nicht testen. Unter MAC OS X wird die Kamera, sobald sie per USB an den Rechner angeschlossen ist, erkannt, ohne irgend welche Treiber zu installieren.

Zusätzlich ist ein recht gutes Handbuch als PDF-Datei mit dabei, wobei ich eigentlich lieber Papierhandbücher habe.


+++ Fazit +++
**************

Die Kamera hat leichte schwächen, zu nennen ist da der Blitz und die nicht speicherbaren Menüeinstellungen. Trotzdem ist die Kamera durchaus alltagstauglich. Ich habe bis heute mit ihr so um die 3.000 Bilder gemacht und bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Klar, einige Bilder mussten noch etwas mit Photoshop nachbearbeitet werden, aber trotzdem waren sie gut.

Ich habe die Kamera jetzt etwa 1 Jahr und habe sie damals für 989,00 DM gekauft, war wohl ein echtes Schnäppchen, den so wie ich es sehe, kostet sie immer noch so zwischen 700 und 800 Euro.

Wer Wert auf eine Digitalkamera mit einem guten Zoom sucht, kommt wahrscheinlich zu diesem Preis nur schwer an der Olympus Camedia C-2100 Ultra Zoom vorbei. Auf Grund der eben beschriebenen Probleme muss die Kamera zwar einen Punkt Abzug erhalten, aber ich kann sie uneingeschränkt empfehlen.


© Apple-G4


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Bokel

Bokel

20.01.2003 13:09

Guter Bericht, aber statt der langen Beschreibung hätte ich lieber einiges zur Optik (bei solchen Brennweiten gibts halt gerne Verzerrungen und die Lichtstärke leidet) und zur Bildqualität gehabt.

rumby

rumby

13.01.2003 21:14

Die Kamera hat einen Menüspeicher. Siehe mal unter "Setup" und dann unter "Custom" nach.

Queensryche

Queensryche

27.12.2002 14:51

Hallo! Starker Beitrag, Respekt!! MAn liest sich. Ciao Q.

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