Omas Käsekuchen

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Omas Käsekuchen

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Erfahrungsbericht über "Omas Käsekuchen"

veröffentlicht 28.02.2003 | Wurzelzwerg22
Mitglied seit : 23.02.2002
Erfahrungsberichte : 72
Vertrauende : 28
Über sich :
Sehr gut
Pro kann man mehr als ein Stück davon essen
Kontra Backen ist mit Arbeit verbunden - ohne geht es nicht
sehr hilfreich
Arbeits- und Zeitaufwand:
Kostenaufwand:
Gut für welchen Anlass:

"Faule-Weiber-Kuchen"

Bringt doch vor kurzem unser einziger männlicher Kollege mit einem frechen Grinsen im Gesicht wieder mal ein Backrezept mit, wohlwissend, dass sich wieder alles darauf stürzen wird und jede der lieben Kolleginnen die erste sein will, die es ausprobiert. Natürlich wird das Ergebnis von allen in der Firma begutachtet und getestet - Sinn und Zweck der o. g. Übung ist also erfüllt. Das Grinsen im Gesicht unseres Kollegen wird immer breiter...

Nun aber zu seinem letzten Rezept: Es rief einen Aufschrei unter allen Frauen hervor: Faule-Weiber-Kuchen. Wer um alles in der Welt kann sich so einen Namen ausdenken? Einhellige Meinung: Das MUSS ein Mann gewesen sein! Noch dazu einer, der von Küchenarbeit keine Ahnung hat, denn der Name ist absolut sinnentstellend. Der Kuchen ist nichts für "faule Weiber", er macht viel zu viel Arbeit. Da gibt es Rezepte, da ist man viel schneller fertig, dort würde er ja vielleicht zutreffen. Aber niemals für diesen, dasd merkt man schon beim Lesen!

So, genug der Vorworte. Wie ihr euch vielleicht denken könnt, habe ich mich auch an diesem Kuchen versucht. Schließlich will ich mitreden können und nicht als "faules Weib" da stehen.

Eigentlich geht es hier um einen Quark-(oder auch Käse-)kuchen, denn man benötigt folgende Zutaten:

Für den Knetteig:
- 200 g Weizenmehl
- 2 gestr. TL Backpulver
- 75 g Zucker
- 125 g Butter oder Margarine

Für die Füllung:
- 750 g Magerquark
- 2 Eier (mittelgroß)
- 150 g Zucker
- 1 P. Vanillepudding-Pulver
- 200 g Schmand
- 75 ml geschmacksneutrales Speiseöl (z. B. Rapsöl)
- 150 ml Milch oder Schlagsahne

Zum Bestäuben:
- Puderzucker

Los geht's:
Zuerst habe ich in einer großen Rührschüssel für den Boden das Mehl mit dem Backpulver gemischt und anschließend Zucker und Margarine (ich nehme eigentlich nie Butter) hinzugefügt. Mit den Knethaken des Handrührgerätes habe ich die Zutaten dann erst kurz auf niedrigster Stufe gerührt, später habe ich sie auf höchster Stufe gut durchgearbeitet.
Das ist aber noch nicht alles. Daran anschließend musste dieser Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch per Hand (!) zu einem glatten Teig verknetet werden (Zwischenfrage: Welches faule Weib macht denn das?). Manchmal würde der Teig etwas kleben. In diesem Fall alles in Folie wickeln und eine Zeitlang im Kühlschrank kalt stellen.

Hat man das geschafft, fettet man den Boden einer Springform (Æ 26 cm) und belegt ihn mit Backpapier. Darauf rollt man ca. zwei Drittel des Teiges aus (der Rest wird später verarbeitet). Ich habe noch so ein schönes altes Nudelholz von der Großmutter. Immer schön bemehlen, dann kann man 1 a damit Teig rollen. Hat man den runden Springformboden endlich in jeder Ecke bedeckt (bissel mit dem Daumen nachhelfen), wird der Springformrand darumgestellt und in den Boden eingehakt. Den Teigboden noch schnell mit einer Gabel mehrmals einstechen – und ab in den Ofen damit.
Backzeit: etwa 15 Minuten
Ober-/Unterhitze: etwa 180 ° C (vorgeheizt)
Heißluft: etwa 160 ° (vorgeheizt)
Gas: Stufe 2 – 3 (vorgeheizt)

So, der Boden ist halbfertig. Weiter geht’s: Den Boden etwas abkühlen lassen. Anschließend aus dem restlichen Teig eine Rolle formen und so an die Form drücken, dass ein etwa 3 cm hoher Rand entsteht.

Zwischenzeitlich hatte ich bereits die Füllung vorbereitet. D. h. ich habe alle Zutaten miteinander verrührt, angefangen mit dem Quark, den Eiern und dem Zucker, habe dann das Pudding-Pulver miteingerührt und zum Schluss Schmand, Öl und Milch untergerührt (Schlagsahne ist für die Schlanken gedacht, dazu gehöre ich leider nicht *lach*).

Diese Masse wird in die Springform gegeben und wieder ab in den Ofen damit. Der Kuchen wird nun noch etwa 85 Minuten weiter gebacken. Vorsichtshalber gegen Ende der Backzeit ab und zu mal nachschauen, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.

Wenn die Backzeit endlich herum ist, den Kuchen noch 10 Minuten in der Form stehen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Entweder man bestäubt dann den Kuchen vor dem Servieren noch mit Puderzucker (hab ich gemacht), oder man belegt den erkalteten Kuchen mit gut abgetropftem Obst aus der Dose und überzieht das Obst noch mit einem Tortenguss – endlich fertig.

So, und nun frage ich euch: Das soll ein „Faule-Weiber-Kuchen“ sein? Ich will ja nicht behaupten, dass man sich tot macht dabei, wer gerne kocht und bäckt, wird nie auf die Uhr schauen, weil’s ihm Spaß macht und er Freude an der Arbeit hat.

Eigentlich müsste er „Fleißige-Weiber-Kuchen“ heißen, damit würde man wenigstens mal die Arbeit der Hausfrau/des Hausmannes würdigen.

Dem Kollegen haben wir alle die Faust gezeigt. Zur Strafe hat er nur ganz kleine Stücke abbekommen.

Ich vergebe mal nur vier Sterne. Mich stört beim Quarkkuchen immer, dass er mehr oder weniger stark nach dem Backen wieder zusammenfällt und dadurch manchmal derb wird.

Fast hätte ich die Kalorien vergessen. Also, insgesamt hat der Kuchen 4961 kcal (wer zählt die eigentlich nach?). Je nachdem, wie groß ihr die Stücke macht, bleiben also bei 12 Stück Quarkkuchen 413 kcal pro Stück; bei 16 Stück (würde ich empfehlen) sind es nur noch 310 kcal (klingt freundlicher).

Das wär’s. Ich fahre jetzt zum Bäcker und hole mir ein Stück Kuchen.
Euer Wurzelzwerg

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • modschegibbchen veröffentlicht 04.09.2007
    ja, wir sind hier faule weiber und essen gerne kuchen... wird sicherlich in kürze probiert. lg heike
  • Muellwars veröffentlicht 26.07.2005
    OK ist mir @ moment zu viel Arbeit. Da geh ich doch lieber zum Bäcker ^^
  • Birgit1957 veröffentlicht 07.02.2005
    Da krieg ich gleich Lust zum Backen.LG
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Produktdaten : Omas Käsekuchen

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Ciao

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