Online Germany Füller

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Was hast du denn da Schönes?

4  10.03.2004

Pro:
Das Design !  Fliegt nahezu über’s Papier !   .  .  .

Kontra:
Hat schon kleine Macken beim Schreiben !

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Qualität/Verarbeitung:

Design:

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togri

Über sich: http://vomlebengeschrieben.blo gspot.com/ (Das Leerzeichen bitte rauslöschen. Blöd, dass ciao imme...

Mitglied seit:13.05.2003

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 73 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nachdem ich die letzten drei Jahre (oder ist’s doch schon länger?) konsequenter Weise nur mit Kuli geschrieben habe, hat’s mich Ende Januar gepackt: Ich wollte wieder einen Füller haben! Ich besitze zwar noch einen LAMY-Füller, aber den besitze ich nur noch, weil ich mich nicht von ihm trennen kann. Wenn man das bei einem Füller so nennen kann, dann sieht er absolut heruntergekommen aus! Ich schaute also den Leuten aus meiner Stufe mal auf die Hände und entdeckte bei Einigen Füller, die richtig nett aussahen. Ein Blick aus der Nähe sagte mir, dass es Füller von „Online“ waren. Nach der Schule stiefelte ich dann also in unseren Mini-Schreibwarenladen hier im Ort und tatsächlich konnte ich dort einen Online-Füller erstehen. Ich hatte allerdings noch die Wahl zwischen einem Roller für 5,50€ und einem „echten“ Füller (mit Feder halt) für 6,95€. Nicht nur der Preises wegen entschied ich mich für einen Roller, den ich nach nur anderthalb Monaten dank vieler Klausuren schon ausgiebigst getestet habe.


~°~ Das Design ~°~
Füller und Roller unterscheiden sich rein äußerlich gar nicht. Sie sind etwa 13,5cm lang und haben einen Durchmesser von 1cm. Daher passen sie optimal auch in kleinere Schreibmäppchen oder Dosen.

Der Stift ist komplett aus Plastik, das bunt überzogen wurde:
Das Besondere ist, dass die beiden Enden eine silberne Spitze haben. Dadurch sehen sie schon ein wenig futuristisch aus und setzen sich schon mal von den anderen Füllern ab. Hinzu kommt, dass diese Füller in vielen verschiedenen Designs erhältlich sind. Meiner z.B. ist blau mit Sternchen drauf, es gibt ihn aber auch in schwarz mit Comic-Schnecken oder Tribal-Tattoos, mit orientalischen Häusern (stilisiert) und Glitzersteinchen, für Michael Schumacher-Fans in ferrari-rot und ich glaube sogar mir F1-Wagen oder mit Delfinen oder mit Pferden oder oder oder. Es ist wirklich für jeden etwas dabei, auch wenn man vielleicht etwas länger suchen muss um „sein“ Design zu finden.

Zieht man die Kappe ab, sieht man natürlich entweder die Feder oder die Roller-Spitze. Beides wurde mit schwarzem Plastik an durchsichtigem buntem Plastik befestigt, das geriffelt ist, so dass man den Füller gut festhalten kann.
Das durchsichtige Plastik ist immer dem äußeren Design entsprechend gefärbt, in meinem Fall also blau, bei den schwarzen Varianten schwarz (was eher gräulich aussieht) und bei den Delfinen, die vor einem rosa-roten Sonnenuntergang aus dem Meer springen, rosa.
Durch das Plastik sieht man die „Zuleitung“ für die Tinte.

~°~ Wer viel schreibt ist wohl Schüler ;) ~°~
Da ich zu dem Roller natürlich sofort die passenden Patronen gekauft habe (für 6 Stück von Pelikan habe ich 80 Cent bezahlt), konnte ich ihn zu Hause sofort bei meinen Hausaufgaben ausprobieren.

Der Roller lag von Anfang an gut in der Hand, obwohl das Plastik, an dem man ihn festhält nicht so geformt ist, dass die Finger besonders gut aufliegen (wie z.B. bei LAMY-Füllern). Aber da es geriffelt ist, rutscht der Stift auch nicht aus der Hand bzw. von den Fingern. Zudem kommt, dass der Stift sehr leicht ist, da er ja nur aus Plastik besteht. Natürlich ist er etwas schwerer, wenn man zwei Patronen hineinsteckt (eine, mit der man schreibt und eine zum Ersatz, das passt), aber noch lange nicht so schwer, wie andere Füller. Ich war also überrascht, wie gut er in der Hand liegt und auch nach 5 Stunden Klausur war meine Hand noch lange nicht so verkrampft, wie z.B. bei (z.T. auch kürzeren) Klausuren, die ich mit Billig-Kulis geschrieben habe.

Vage konnte ich mich dran erinnern, dass es bei meinem LAMY-Füller, wie bei einem neuen Paar Schuhe, einige Tage gedauert hatte, bis er sich an mein Schriftbild angepasst hatte. Ich hatte schon fast Wahnvorstellungen, dass meine Hände in den nächsten Tagen total verkrampfen würden, aber nein! Schon der erste Satz gelang wunderbar. Der Roller war also von Anfang an, an mein Schriftbild angepasst oder brauchte sich halt gar nicht anzupassen.

Der Roller fliegt nahezu über das Papier und hinterlässt einen fast akkuraten Strich, der relativ dünn ist. Bei Federn gibt es da ja die Unterschiede schmal, mittel und breit (wenn ich mich recht erinnere) und die Breite des Rollers würde ich als eine Mischung von schmal und mittel ansehen. In jedem Fall schreibt der Roller ein wenig breiter, als ein Kuli.
Ich kann sehr gut mit diesem Roller schreiben, was zudem auch daran liegt, dass man mit ihm in verschiedenen Winkeln schreiben kann, nicht, wie bei den meisten Füllern, die fast nur einen Winkel zulassen.

Manchmal fliegt der Roller aber nicht über das Papier. Er kratzt des Öfteren, was gerade in Klausuren natürlich total störend ist. Das liegt aber anscheinend nicht am Winkel, denn plötzlich hört das Kratzen auch wieder auf, ohne dass ich den Winkel verändert habe. Eine andere Vermutung war, dass es an der Schreibschnelligkeit liegt, aber das Kratzen tritt sowohl auf wenn ich schnell schreibe, wie auch wenn ich langsam schreibe.
Außerdem hört man manchmal, wie sich das Bällchen in der Spitze dreht. Das ist zwar bei weitem nicht so unangenehm, wie das Kratzen, aber es stört auch. Auch hier konnte ich weder eine Lösung, noch eine Begründung finden, denn so plötzlich wie es anfängt, so plötzlich hört es wieder auf.
Aber trotz des Kratzens wird der Tintenfluss nicht beeinflusst, was natürlich erst mal vorrangig ist.

So ein Roller ist natürlich für Linkshänder super geeignet, weil viel weniger Tinte herauskommt und die Zeit zum Trocknen sehr viel kürzer ist, als bei Füllern. Ich besitze aber die Eigenschaft, auch als Rechtshänder grundsätzlich das Geschriebene zu verwischen. Daher sahen meine Hände nach einer Klausur immer goldig bzw. schwarz-verschmiert aus. Hier habe ich das Problem aber nicht mehr, denn die Tinte ist sofort getrocknet.

Geht die Patrone leer, wird der Strich dünner und blasser und erst ganz zum Schluss kommt nur noch sporadisch Tinte heraus. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass meistens noch ein wenig Tinte in der Patrone ist, wenn der Strich schmaler wird. Ich drücke dann die Patrone zusammen, so dass die Tinte nach vorne gedrückt wird (was man ja auch sieht) und kann dann mindestens noch eine halbe Seite weiter schreiben.

Was mir allerdings in letzter Zeit öfter aufgefallen ist, ist, dass der Roller zwischendurch mal seine Probleme hat und der Strich auch schmaler wird, wenn die Patrone noch fast voll ist. Meistens passiert das, wenn der Roller kalt ist. Anscheinend wird die Tinte also nicht immer optimal nach vorne gezogen und auch hier hilft es, wenn man selber die Tinte nach vorne drückt.

Ich habe nicht mitgezählt, wie viele Blätter ich mit dem Roller schon beschrieben habe, aber es waren bestimmt 50, ich denke sogar eher gegen 100, wenn man meine ganzen Zeichnungen mal mitzählt. ;) Ich habe bisher 5 Patronen verbraucht, gleich werde ich wohl die sechste anfangen müssen. Da ich kein Gefühl mehr für den Tintenverbrauch habe, traue ich mich kaum hierüber zu urteilen, aber ich denke, dass der Verbrauch im grünen Bereich liegt. Früher habe ich dauernd neue LAMY-Patronen gekauft und bei weitem weniger geschrieben, jetzt komme ich etwa 1 ½ Monate mit 6 Patronen aus und schreibe wirklich super viel. Für mich ist der Verbrauch also in Ordnung.

Ok, ich schmeiße den Roller meistens in mein Schlampermäppchen (ja, dieser Ausdruck ist wirklich passend) und das Mäppchen fliegt auch gut in meiner Tasche herum. Eigentlich ist es kein Wunder, dass der Roller da leidet, aber mich stört schon ein wenig, dass an den Spitzen der silberne Überzug schon ein wenig abgegangen ist. Noch sieht man es aber kaum, so dass ich hoffe, dass der Stift noch länger so toll aussieht!

Meinen Roller konnte ich ja nun schon ausgiebig testen, aber ich habe zur Probe auch mal zwei Sätze mit der Füller-Variante geschrieben und fand, dass der Stift genauso gut schreibt. Um das aber genau sagen zu können, müsste ich ihn schon länger testen.

~°~ Fazit ~°~
Ich finde den Preis in Ordnung, obwohl ja jetzt schon Gebrauchsspuren erkennbar sind und der Füller „nur“ aus Plastik ist.
Für das Design gibt es einen dicken Pluspunkt, denn es spricht die Zielgruppe, Jugendliche, optimal an und sieht wirklich super aus. Sogar meiner Mom gefällt es. Zudem gibt es so viele verschiedene Motive, dass jeder etwas finden wird.
Im Grunde schreibt der Füller super, aber die Macken, die er hat sind auf Dauer schon störend und ich kann nur hoffen, dass es nicht schlimmer wird!
Der Tintenverbrauch liegt für mich im grünen Bereich!
Die Macken sind also der einzige negative Punkt, den ich finden konnte, daher gibt es nur einen Stern Abzug.
Schaut euch in Kaufhäusern und Schreibwarenläden mal um. Vielleicht kennt ihr ja wen, dem ihr mit einem solchen Füller oder Roller einen Gefallen tun könnt!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
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12.03.2004 23:00

Also egal ob das nun ein Roller oder Füllfederhalter ist, ich finde es wirklich genial wie viel Du darüber berichten konntest und wenn man wirklich vorhat, sich denn zuzulegen, weiß man über alles Bescheid!

a_filgerdamm

a_filgerdamm

10.03.2004 15:10

guter Bericht, allerdings nicht in der richtigen Kategorie - ein "Roller" ist nämlich kein "Füllfederhalter" - ich würde http://www.ciao.de/Schreibwaren_Burobedarf_420803_5 vorschlagen mfg T;-)te

BeastyGirl

BeastyGirl

10.03.2004 14:57

Guter Bericht! Ich bin zwar nicht mehr in der Schule, schreibe aber immer noch sehr gerne mit Füller!! Gruß, Uschi

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