Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Schnäppchen lauern überall |
| Kontra: |
Aber auch Mogeleien soweit das Auge reicht |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Hallo Freunde,
heute möchte ich gerne mal ein Thema aufgreifen, das ja tagtäglich Tausenden von Konsumenten zum Verhängnis wird: Der OnlineShop. Ein immer größer werdender Teil des Handels.
Vorausschickend möchte ich anmerken, dass ich sowohl Fachhändler bin, als auch einen OnlineShop betreibe. 15 Jahre Erfahrung kann ich auch noch vorweisen, also sollte ein gewisses Maß an Fachkenntnis vorhanden sein. Die Branche spielt keine Rolle, da sich die meisten Punkte auf jede Branche umlegen lassen und in fast allen Gebieten auch vorkommen.
Jeder hat schon einmal bei großen und bekannten Internetshops etwas bestellt. Vom Buch über Schuhe und Kleidung, aber auch die beliebtesten Bereiche wie Elektronik, Software und so weiter und so fort. Im Regelfall geht man zu den bekannten Adressen und bestellt hier auch meistens sicher und zuverlässig. Die Preise sind günstiger als im Fachhandel und über die bequeme Art des Einkaufens müssen wir auch nicht diskutieren. Da sind wir uns alle einig, vom Sofa aus kauft es sich doch noch am Schönsten ein. Ich nehme mich selbst dabei nicht aus, obwohl ich ja eigentlich schon aus purem Überlebenstrieb hundertprozentig pro Fachhandel und Ladengeschäft sein müsste. Schließlich lebe ich davon.
Aber so einfach ist es nicht. In der heutigen Zeit ist das Internet für den Großteil der Kunden Anlaufstelle Nummer 1. Sei es, um sich nur zu informieren, aber immer häufiger auch um gleich den ganzen Kaufvorgang schnell und unkompliziert abzuwickeln.
Wie schon angesprochen, ich bin Fachhändler und lebe davon, dass Kunden zu mir in den Laden kommen. Wer nun denkt, ich beklage mich in den nächsten Absätzen darüber, dass die meisten nur noch zu mir kommen und sich stundenlang beraten lassen um dann zu Hause den Artikel im Internet billiger zu ordern, den kann ich beruhigen. Ich werde es nicht tun :o) Das Angesprochene ist zwar leider oft der Fall und wir Fachhändler haben das Nachsehen, aber zum Glück habe ich noch genügend Kunden, die lieber etwas mehr bezahlen, aber dafür kompetente Beratung und Service vor Ort auch zu schätzen wissen. Oder sie sind selbst in einer Branche, denen das Internet das Wasser abgräbt und deswegen Kollegen im Einzelhandel unterstützen möchten. Allen anderen, denen es nur um den Preis geht (was jeder für sich entscheiden muss und von mir auch nicht verurteilt wird) möchte ich aufzeigen, wie die Internetpreise zustande kommen und welche Fallstricke dabei lauern.
Also gehen wir mal davon aus der Interessent hat sich entschieden welches Produkt er möchte, so kommt für ihn nun der nächste Schritt, die Suche nach dem günstigsten Preis. Das ist logisch und gerade heute auch nachvollziehbar. Schließlich hat niemand Geld zu verschenken. Was also tun ?
Entweder gehört man zu den Kunden, die ihre Favoriten haben und z.B. alles bei amazon etc bestellen, da man den Shop kennt und die Zuverlässigkeit schätzt, oder man hat einen kleineren Shop durch Zufall mal im Netz entdeckt (oder der Shop wurde einem von anderen empfohlen). Kennt man keinen Onlineshop, wird gegoogelt oder eine Preissuchmaschine zu Rate gezogen. Hier hat man schnell dutzende von Ergebnissen.
Hier teilt sich dann auch wieder die potentielle Kundschaft auf. Die einen wählen nun grundsätzlich den an vorderster Stelle und bestellen einfach blauäugig drauf los. War ja schließlich der günstigste Anbieter. Was soll also auch passieren. Hat man Glück, geht alles gut und die Ware kommt zum angegebenen Preis. Meistens ist aber der erste Haken schon bei den Versandkosten. Die tauchen dann irgendwo in den Lieferbedingungen auf oder wenn man Pech hat in den, sind wir doch ehrlich, den AGB, die jeder nur abklickt und nicht liest. Schnell ist der vermeintlich günstige Preis nicht mehr ganz so attraktiv.
Fallbeispiel aus eigener Erfahrung, kann übersprungen werden, wem der Bericht damit zu lange wird :
---. Ich bestellte letztes Jahr zwei Speicherriegel für mein altes Notebook. Der Preis war 24,95 € pro Riegel bei einem kleineren OnlineShop. Versandkosten 4,95€ Bei Amazon kosteten die gleichen Riegel 29,95 € , Versandkostenfrei. Also bestellte ich bei dem kleineren Shop, da ich hier ja trotz Versand knapp 5 Euro günstiger war. Tja, weit gefehlt. Es kam dann sehr schnell eine Bestätigung per Mail, auf der dann ein Preis von ca 76 Euro (?!?) angegeben war. Meine Verwunderung könnt ihr Euch vorstellen, da ich ja mit etwa 55 Euro kalkuliert hatte.
Ich studierte also die Bestätigung ganz genau und schnell war klar, wie die Preisdifferenz zustande kam. Erstens wurde jeder Riegel einzeln verschickt. Die Begründung war ein fadenscheiniger Hinweis auf verpackungstechnische Besonderheiten des Arktikels und Lieferbedingungen des Großhändlers. Außerdem käme bei diesem Artikel nicht die Standardpauschale vom 4,95€ wie angegeben zum Tragen, sondern eine erweiterte von 11,95 €. Warum eine mehr als doppelt so teure Versandpauschale wurde dann allerdings nicht mehr detailliert erklärt.
Mehrere Rückfragen meinerseits per Mail blieben unbeantwortet, somit stornierte ich laut Widerrufsrecht und blieb von Kosten und lästigen Geld-Zurückforder-Aktionen verschont, da ich ja noch nicht überwiesen hatte.---
Die anderen vergleichen vielleicht noch ein bisschen detaillierter nach versteckten Kosten und vermeiden so die ein oder andere Falle.
Die wichtigsten Fragen aber sind :
* Wie kommen so große Preisunterschiede zustande ? Warum kostet der Fernseher bei Onlineshop Huber 500 Euro weniger als bei Amazon oder bei Fernseher Meier hier in der Straße ?
* Warum dauert die Lieferung so lange ?
* Warum muss ich Bestellungen meistens im Voraus bezahlen ?
* Warum erreiche ich so schwer jemanden am Telefon ?
* Wieso kann ich das Gerät im Schadensfall nicht einfach zurückschicken oder tauschen lassen ? Warum tauscht Fernseher Meier das Gerät einfach aus und Onlineshop Huber nicht ?
* Warum geht eine Reklamation immer so zäh vor sich?
"Fangen wir einfach mal mit der einfachsten Frage an : Der Preis"
Der erste Preis der genannt wird ist immer der vom Hersteller, die sogenannte Unverbindliche Preisempfehlung, die UVP. Bleiben wir bei dem Beispiel des Fernsehers. Modell Mutz X1000 für 1999 Euro UVP. Das ist der Preis, den der Hersteller Mutz für den Fachhandel als Vorgabe ausgegeben hat. Daran müssen sich die Händler zunächst halten. Besonders die Mutz-Exklusiv-Händler. Manche Hersteller haben ziemlich drastische Strafen, wenn man gegen die Vorgaben verstößt. Man darf sich nicht mehr Mutz-Exklusivhändler nennen usw. Klingt harmlos, hat aber schon manchem Händler das finanzielle Genick gebrochen.
Nach einer bestimmten Zeit ist die Preisbindung vorbei und der Preis sinkt. Das ist die Stunde der Preisdrücker. Das kennt man ja aus dem täglichen Leben. Je älter ein Produkt, desto niedriger der Preis.
Im Konkurrenzkampf der Fachhändler wird dann der Fernseher mal um 50 mal um 100 Euro gesenkt. Immer unter Berücksichtigung des Einkaufspreises und der Kosten, die man decken muss. Miete, Strom, Steuern, Gehälter der Mitarbeiter und so weiter. Und zuletzt natürlich der Gewinn.
Solange der Einkaufspreis sinkt, kann der Fachhändler auch die Preise senken, er verdient ja immer noch daran, oder er drückt seine Gewinnspanne. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Grad. Bei der sogenannten Mischkalkulation werden ältere und aktuellere Einkaufspreise des selben Artikels zusammengerechnet und ein Mittelwert errechnet. Das ist der Preis für neu bestellte Artikel und bereits auf Lager liegende Geräte. Unter diesen Wert kann der Händler nicht gehen, sonst macht er Minus.
Vergleichen wir dazu nun einmal den durchschnittlichen OnlineShop. Hier kann wesentlich kostengünstiger gearbeitet werden, was niedrigere Verkaufspreise zur Folge hat. Es muss kein Ladengeschäft unterhalten werden mit allen Nebenkosten, im Regelfall keine bis wenige Mitarbeiter und die Lagerhaltung entfällt auch oder ist wesentlich geringer vom Umfang, da der Kunde im Laden die Ware sofort mitnehmen will, der OnlineShop per Definition schon mit Versand arbeitet.
Das bringt uns schon zur zweiten Frage. Hat der OnlineShop-Betreiber Platz für Lagerware erfolgt der Versand in der Regel schnell und zuverlässig. Er braucht ja nur nachsehen ob der Artikel da ist und kann verschicken. Sehr viele der kleineren Shops (gerade auch in Branchen, deren Preise täglich wechseln, z.b. Elektronik) legen sich keinen einzigen Artikel auf Lager, sondern bestellen erst nach Bestelleingang durch den Endkunden. Das hat zur Folge, dass oftmals Artikel im Shop als „lieferbar“ gekennzeichnet sind, obwohl der Artikel beim Großhändler längst ausverkauft ist. Hier steckt für den kleinen Shopbetreiber sehr viel Arbeit darin, die Produktlisten aktuell zu halten. Oft wird hier nur (mangels Zeit) alle paar Tage mal aktualisiert. Oder der Shop hat sich mit viel zu vielen Artikeln verzettelt und kommt deswegen nicht mehr mit dem Nachprüfen hinterher.
Ein weiteres Problem ist die häufig längere Lieferzeit. Der Hauptgrund ist wie gerade schon erwähnt auch die Tatsache, dass der Händler erstmal beim Großhändler bestellen muss. Bis die Ware dann eintrifft, sind schon wieder 3-4 Tage vergangen. Evtl. muss der Händler ja auch aus Versandkostengründen warten, bis er seine Mindestbestellmenge erfüllt hat, weil zusätzliche Versandkosten den knapp kalkulierten Preis sprengen würden.
Vielleicht ist aber die längere Lieferzeit nur deswegen, weil der groß aufgemachte Shop aus nur einer einzigen Person besteht, die alles selbst machen muss. Da er einen normalen Hauptberuf hat und der Shop nur nebenbei läuft, kann nur Samstag Vormittag verschickt werden, oder Opa Herbert (der Großvater des Betreibers :o) ) radelt die Ware zwischen Fusspflege und Frühschoppen mal eben auf die Post.
Dann kommt noch hinzu, dass kleinere Onlinehändler das finanzielle Problem haben, bei Warenbestellung beim Großhändler in Vorleistung gehen zu müssen. Kleinere Firmen können oft nur per Vorkasse oder Nachnahme bestellen. Also müssen sie erst die Vorkassenzahlung des Kunden abwarten, bevor sie überhaupt beim Großhändler bestellen können. Das sind dann wieder 3-4 Tage Verzögerung. Und schon ist auch die Frage beantwortet, warum man meist mit Vorkasse bezahlen muss.
Sollte nun ein Kunde von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen und sein Geld zurückfordern, kann es gut sein, dass der Onlinehändler das Geld bereits an den Großhändler bezahlt hat und erst seinerseits zurückholen muss. So setzt sich eine Kette aus Wartezeiten in Gang, die der Endkunde als letztes Glied ausbaden darf. Schon sind diverse Mails zum Onlinehändler unterwegs und schlechte Bewertungen werden ins Netz gestellt.
Nehmen wir nun noch den SuperGAU an, die Ware wurde zwar geliefert, hat aber (gleich oder später) einen Schaden. Entdeckt man den Fehler sofort, wird zurückgeschickt und Problem vorerst gelöst. Neue Ware geht auf die Reise und diesmal funktioniert sie hoffentlich.
Sollte nun aber schon einige Zeit ins Land gezogen sein und der Artikel muss repariert werden, dann verweisen die kleinen Shops gerne mal auf die Seite des Herstellers und halten sich aus allem raus. Die Gewinnspanne würde ja auch keinesfalls besseren Support hergeben. Ist der Artikel so defekt, dass er doch getauscht werden müsste, dann ist erste Ansprechstation doch wieder der liefernde (Online-)Einzelhändler, auch wenn die Shops das gerne mal bestreiten. Der, der auf der Rechnung steht ist mein Ansprechpartner und nicht der Hersteller der Ware. Hier explodieren die Kosten dann ganz schnell, denn der Fernseher muss verschickt werden, begutachtet, repariert oder ausgetauscht und dann zum Kunden zurückgebracht werden.
Hier punktet dann im Regelfall der Fachhändler vor Ort wieder. Da gibt es dann eventuell Vor-Ort-Reparatur, Abholservice und vielleicht sogar ein kostenfreies Leihgerät. Dies schlägt sich aber wieder in einem höheren Kaufpreis nieder.
Eine Frage haben wir eingangs nur teilweise bearbeitet. Wie kommt so eine extrem hohe Preisdifferenz zum Fachhandel zustande. Geringere Kosten wie gesagt sind ein Aspekt. Es gibt aber leider auch noch ziemlich fiese, wenn nicht gar verbotene Methoden um immer auf Platz 1 bei billiger.de und Konsorten zu stehen. Diese möchte ich nun am Schluss noch kurz ansprechen.
""1. Ausstellungsgeräte""
Gerne wird ein einziges Gerät bereitgehalten, das dem Preis der Suchmaschinenplatzierung entspricht. Dies ist dann ein (eventuell gebrauchtes) Ausstellungs-, oder Vorführgerät, was aber erst bei Lieferung oder Bestellbestätigung im Kleingedruckten herauskommt. Somit ist die gesetzliche Vorgabe erfüllt, denn es gibt ja keinerlei Regelung, wieviele Geräte zu dem Preis ausgegeben werden müssen.
""2. Grauimporte""
Auch wieder tief im Kleingedruckten versteckt, wird das gesuchte Modell schnell mal zu einem Re-Import aus EU Staaten oder noch schlimmer. Im besten Fall liegt dem Fernseher dann nur eine Bedienungsanleitung in Schwedisch dabei. Im schlimmsten Fall aber war das Gerät für andere Märkte bestimmt (Asien etc) und funktioniert hier gar nicht oder hat falsche Anschlüsse. Lästige und teure Rücksendungen sind die Folge.
""3. Ähnliche Modelle 1""
Eine Methode der ähnlichen Modelle ist, das bestellte Modell als „leider ausverkauft“ zu beschreiben und den Kunden auf ein teureres Modell umzuberaten. Von dem Billigpreismodell hat es entweder nie eines gegeben oder wie oben erwähnt, nur eines oder zwei.
""4. Ähnliche Modelle 2""
Bei Computern, Notebooks und allem, was aus verschiedenen Komponenten zusammengebaut wurde, fehlen gerne mal Teile oder wurden gemindert. Der teure Arbeitsspeicher wurde durch einen günstigeren ersetzt. Die HighEnd Grafikkarte hat nur halbsoviel Power wie angegeben und so weiter. Das alles entdeckt nur der technisch versierte Kunde, der Laie denkt er hat ein Schnäppchen gemacht.
""5. Preisdumping""
Viele Onlinehändler drücken die Preise unter den Einkaufspreis. Wie auch bei den anderen Punkte dann folgerichtig, gibt es davon nur ein oder zwei Modelle, dann wird mit vielen Ausreden auf andere Modelle umberaten. Hauptsache der potentielle Kunde ist auf den Shop aufmerksam geworden und kauft irgendetwas.
""6. Schlichter Betrug""
Der Punkt, der ganz einfach und für jeden klar ungesetztlich ist, ist der Betrug. Unhaltbare Preise werden ins Netz und die Suchmaschinen gesetzt, nur um den Kunden um sein Geld zu bringen. Oder auch nur um die maximale Zeit ausznutzen, bis man das Geld zurückzahlen muss. So kann der gewiefte Gauner mit Zinsen durch das Geld der Kunden einen netten Reibach machen.
Unter den Punkt Betrug fallen auch die miesen Sachen wie z.B. leere Kartons verschicken, Kopien aus Asien verschicken usw usw. Die kriminelle Energie und Bandbreite der Betrügereien sind fast unbegrenzt.
Kurz gesagt, es gibt zahllose Methoden, wie die Shops ihre Preise gestalten können. Viele sind ganz normal aufgrund von Kostenersparnis oder günstigem Einkauf, sehr viele aber sind unfair, nicht haltbar oder existieren schlicht und einfach gar nicht.
Vollmundig werden Versprechungen gemacht, die mangels Fachkenntnis oder Personal nie eingehalten werden können. Jeder kann heutzutage einen Shop eröffnen. Shopsoftware und AGB werden aus dem Internet gesaugt und schon geht es los. Da wird aus dem Taxifahrer plötzlich der elektronikprofi24.com, die Garage noch eben ausräumen für ein bischen Lagerplatz, den Laptop auf das Nachtkästchen platziert und schon steht im Shop was von „unser hochqualifiziertes Fachpersonal“,“Hochregallager“ und „24 Stunden Support-Center“. Bei Verdienstspannen pro verkauftem Mutz X1000 Fernseher von 15 Euro, um bei meinem Beispiel zu bleiben, bleibt dann noch wahnsinnig viel Kapital übrig, um eventuelle Reklamationen, Rücksendungen usw usw zu bearbeiten.
Natürlich gibt es auch gute und seriöse kleine Shops, aber dann handelt es sich meist um hochspezialisierte Anbieter für Nischenprodukte und Dienstleistungen. Denn man muss sich einfach nur mal fragen, wieso der klitzekleine Fersehverticker aus dem Internet an bessere Preise kommen sollte als der Großhändler, der hundertmal shöhere Stückzahlen kauft als der kleine. Ich kenne nach 15 Jahren in meiner Branche (keine Fernseher :o) ) sehr viele Großhändler und die sind auch immer wieder erstaunt, wie unbekannte Kleinstshops Preise machen können, die sogar noch unter denen des Großhandels liegen. Und diese kommen schließlich direkt vom Hersteller.
Als Tipp kann ich Euch nur raten, wenn ihr schon bei so einem neuen kleinen Shop bestellt, berücksichtigt ein paar Regeln :
""Ist der Preis ungewöhnlich niedrig gegenüber anderen Anbietern ?
Welche Kosten fallen zusätzlich an ?
Wie sind die Rückgabemodalitäten ?
Ist der Firmensitz in Deutschland ? (Reklamationen nach deutschem Recht)
Kann ich telefonisch jemand erreichen in annehmbarer Zeit?
Wie kompetent sind die Auskünfte, kann ich auch mal Fragen zum Artikel stellen, die über den Preis und Lieferzeit hinausgehen?
Gibt es Alternativen zur Vorkasse ? Gibt es Sicherungssysteme wie PayPal etc?
Gibt es zuverlässige Aussagen über den Shop ? Keine Fakebeurteilungen oder Eigenwerbung?""
Zu guter Letzt möchte ich noch etwas zum Nachdenken mit auf den Weg geben. Natürlich muss jeder auf seinen eigenen Geldbeutel kucken, aber bedenkt bei der allgemeinen „Geiz ist Geil“ Mentalität auch mal, dass Euer eigener Arbeitsplatz dadurch verloren gehen könnte. Man muss nicht zwingend im Einzelhandel arbeiten um das zu spüren. Die gesamte Wirtschaft hängt am Ende doch zusammen. Wenn keiner mehr Produkte und Dienstleistungen zu annehmbaren (damit meine ich nicht günstigsten) Preisen konsumiert, dann zieht es vielleicht auch bald Kreise zu Eurem Arbeitsplatz. Fragt Euch einfach, wo das Geld herkommt mit dem Euer Chef Euer Gehalt bezahlt. Er hat Kunden, die wiederum irgendwo Kunde sind und so weiter. Fängt nun einer zu sparen an, sparen alle anderen gezwungenermaßen auch und schon ist am Ende Dein Job eingespart. Auch wenn man nur Sachbearbeiter in einer Firma ist, die nichts produziert. Auch diese Firma hat Kunden, die sparen müssen.
Ich hoffe ich habe niemand gelangweilt und konnte einen kleinen Einblick gewähren in die Welt des (Online-)Handels.
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