Opel Calibra V6

Erfahrungsbericht über

Opel Calibra V6

Gesamtbewertung (9): Gesamtbewertung Opel Calibra V6

 

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Der Calibra V6 ist ein echtes Traumauto

5  25.07.2000

Pro:
Super Motor, viel Platz, kostengünstiger Unterhalt

Kontra:
alte Modelle haben Probleme mit Rostschutz

Empfehlenswert: Ja 

K-Fischer

Über sich:

Mitglied seit:21.07.2000

Erfahrungsberichte:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 8 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Der Calibra V6 ist ein nahezu perfektes Auto, dessen Vor- und Nachteile ich hier für alle Interessierte niederschreiben möchte. Die zeitlos schöne Form des Calibras hat mich 1998 dazu bewogen mich nach einem gebrauchten Calibra umzusehen. Einen guten Kauf zu machen erfordert Sachkenntnisse, denn manchmal haben die Calibras einen Unfallschaden, den manchmal die Vorbesitzer verschweigen ! Darum stets nur mit einem Experten das Auto begutachten. Ich hatte das seltene Glück, einen 78 Jahre alten Opel-Fan als Vorbesitzer zu haben, der den Wagen nur als Sammler-Stück in der Garage stehen hatte.

Der Calibra (es wurden 238,647 Stück gebaut) hat einen lange unerreicht günstigen cw-Wert von 0.26, der einen günstigen Verbrauch und eine hohe Endgeschwindigkeit ermöglicht. Trotz sportlicher Form ist der Calibra voll alltagstauglich. Auf den Rücksitzen finden 2 Erwachsene bis ca. 1,75m bequem Platz. Der Kofferraum hat viel Platz für Gepäck und wenn’s mehr sein soll, kann man die Rücksitze geteilt umklappen. Ohne Umklappen bringt man 5 Limonade-Kästen unter. Bei umgeklappten Rücksitz brachte ich sogar einen 72cm Fernseher samt Schachtel in das Auto. Wer schon einmal verzweifelt versucht hat, einen 40 cm Fernseher in einem 3er BMW (Stufenheck) unterzubringen, weiß sowas zu schätzen ! Etwas störend ist die hohe Ladekante.
Ich möchte sogar behaupten, daß man den Calibra auch als familientauglich ansehen kann, unter der Voraussetzung, daß die Kinder alt genug sind um selber in den Kindersitz zu krabbeln.

Der Calibra fährt auf der Vectra A Plattform. Dadurch sind die Ersatzteile sehr billig und die Technik ist bewährt und zuverlässig. Natürlich hat er auch einige Schwachpunkte des Vectras übernommen. Dazu zählt die Rostanfälligkeit älterer Modelle an den hinteren Radläufen und den Seitenschweller. Auf Anfrage wurde mir von Opel folgendes mitgeteilt: Sie bitten uns um Informationen, ob Verbesserungen beim Opel Calibra hinsichtlich des Korrosionsschutzes eingeführt wurden. Hierzu möchten wir festhalten, daß unsere Fahrzeuge kontinuierlich Verbesserungen auch im Sinne des Korrosionschutzes unterworfen werden. So wurde u.a. die Stärke der Zink-Nickel Auflage in den Flanschen und der Überlappungen auf Karosserieblechen verdoppelt, vorbeschichtete Bleche kamen zusätzlich für kritische Teile zum Einsatz, und die Schutzwachsoperationen in den Hohlräumen wurden wie die Motorblocklackierung verbessert.
Sollte diese Verbesserung das Problem gelöst haben, kann man die Karosserie als „perfekt" bezeichnen.
Ein Klappern der Innenausstattung konnte ich bisher noch nicht feststellen, normalerweise ist das aber eine typische Schwachstelle des Calibras/Vectras. Ein „Muß" ist die Klimaanlage. Die Scheiben sind nämlich sehr stark geneigt und so würde es ohne Klima ziemlich unangenehm werden. Mit Klima sind aber sogar 35°C Außentemperatur kein Problem. Als nettes Feature wird sogar das Handschuhfach für die Erfrischungsgetränke mitgekühlt.

Da Scheibenbremsen an der Hinterachse „in" sind, hat sie natürlich auch der Calibra. Wenn man die Handbremse so selten benötigt wie ich, können sie schon mal festrosten. Daher öfters als nötig die Handbremse bewegen !

Welche Vorteile hat der V6 ?
Ich habe den 2.0Liter 4-Zylinder probegefahren und der ist mir viel zu laut. Auf kurzen Strecken mag das ja noch angenehm sein, doch auf langen Autobahnstrecken ist der Motor nur nervig.
Der 2.0 Turbo ist eher was für diejenigen, die möglichst viel Leistung und diese evtl. durch Tunig auch noch steigern wollen. Im Gegensatz zum V6 hat der Turbo schon bei niedriger Motordrehzahl sein enormes Drehmoment. Das ist auch der einzige Nachteil vom V6. Ähnlich wie beim BMW 6-Zylinder spürt man die 170PS erst ab 4000U/min. Eine Probefahrt mit dem V6 kann so schon etwas entäuschend verlaufen, wenn man nicht die typische Charakteristik dieses Motors kennt. Nach einer kurzen Kennenlernphase sind die meisten nur noch begeistert von dem besten Motor, den Opel je gebaut hat.
Ein Nachteil vom Turbo: Der Turbo ist anfällig und der Allradantrieb macht den Besitzer oft zum guten Stammkunden der Opel-Werkstatt.
Der V6 Motor ist also für alle diejenigen der optimale Motor, die auch den faszinierenden 6-Zylinder Sound dem 4-Zylinder Gedröhne vorziehen und die möglichst angenehm auf der Autobahn schnell unterwegs sein wollen. Die 235km/h (ich habe Automatik) Höchstgeschwindigkeit sind dazu mehr als genug.
Auch über den Verbrauch kann man sich nicht beschweren. Trotz 5 Stufen Automatik-Getriebe, hat mein Calibra V6 einen Verbrauch von nur 9 Liter/100km. Ich fahre ca. 55% Autobahn (130 - 160km/h), 20% Bundesstraße (100km/h) und 25% Stadt. Der Maximalverbrauch lag im Winter bei 9.5l/100km, der Minimalverbrauch während einer Urlaubsfahrt bei 7.5 Liter/100km. Ich kenne viele kleine Autos mit nur 100PS, die mehr verbrauchen !
Im Gegensatz zu den 4-Zylinder Motoren, sind mir beim V6 keine Schwachstellen bekannt. Wenn er seinen Zahnriemen gewechselt bekommt, soll er angeblich ewig halten.

Die „Last Edition" Serie wurde von Irmscher serienmäßig um ca. 30mm tiefer gelegt. Das sportliche Fahrwerk läßt ihn zwar wie auf Schienen durch die Kurven flitzen, aber Querfugen bei Autobahnbrücken schlagen ziemlich hart durch.
Die Tractionskontrolle finde ich gut für Bergauffahrten im Winter. Sollten die Vorderräder durchdrehen, reduziert es die Motorleistung und sorgt dafür, daß das Fahrzeug stabil in seiner Spur bleibt. Auf normalen Asphalt ist es nicht nötig, da der Calibra eine sehr gute Traktion aufweist und so die Leistung gut auf den Asphalt bringt. Die Sitzheizung schätzt vor allem meine Frau.
Nützlich ist auch der Board-Computer. Er checkt die Lampen und Füllstände. Laufendes Überprüfen des Motorölstandes und der Glühlampen sind so endlich Vergangenheit. So ein Diagnose-System sollte für alle Autos Pflicht sein !
Des einen Leid, des anderen Freud ! Der Calibra hat mit einem enormen Wertverlust zu kämpfen. Wo bekommt man sonst noch ein Auto mit V6 Motor, 170PS und Vollausstattung (Ledersitze, 2 Airbags, Klimaanlage, ABS, Tractionskontrolle, Automatikgetriebe, beleuchteter Schminkspiegel, Sitzheizung,
el. Fensterheber, Wärmeschutzverglasung, el. einstellbare Spiegel, Pollenfilter, Wegfahrsperre, Radio mit 6 Lautsprecher) im Alter von 3 Jahren für nur ca. 25.000 DM ?
Neupreis war bei meinem V6 59.500DM.
Wer da nicht zugreift ist selber schuld !

Für weitere Tips gibt’s zahlreiche Calibra-Fanseiten !




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Wolfi76

Wolfi76

18.07.2004 20:38

hatte auch mal einen Cali V6 !! Bereue mittlerweile das ich ihn je verkauft hab! :-( Guter Bericht!

Schmeling

Schmeling

02.02.2004 21:02

Er hat eine gute, sichere Straßenlage, aber optisch fällt er hinten durch. Gr. Schmeling

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"sehr hilfreich" von (88%):
  1. kh7372
  2. Wolfi76
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  1. Suelze

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