Erfahrungsbericht über

Opel Meriva 1.8 Cosmo

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Opel Meriva 1.8 Cosmo

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Meriva, die zweite

4  08.04.2008 (23.12.2008)

Pro:
Tolle Ausstattung, Preis, Fahrverhalten

Kontra:
ein wenig stärker könnte er sein

Empfehlenswert: Ja 

Sesamkorn

Über sich: Langsam wird es Herbst....

Mitglied seit:03.09.2003

Erfahrungsberichte:1428

Vertrauende:247

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 109 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Erstes Update nach ca. 15.500 Kilometer... gaaaaaanz weit unten im Bericht:

Zweites Update nach ca. 38.000 Kilometern, noch weiter unten...


Tja, was soll ich sagen. Futsch, weg und vom Nirwana des windigen wide web verschluckt. Ich bin sauer, habe ich doch schon fast 1.600 Worte geistiger Ergüsse von mir gegeben. Aber was solls, wir von Ciao sind ja einiges gewöhnt. Also nochmal von vorne.

Mit diesem Bericht schließt sich ein Kreis. Mein erster Bericht hier, treuen Lesern wird er noch in Erinnerung sein, handelte von einem Auto. In diesem Bericht schrieb ich, das das Auto 5 Räder und ein Lenkrad hat und es mit Diesel fährt. Dafür stehen heute noch einige "nh" in meinem Profil. Aber das bringt einen harry nicht um. Ich bin ja ein Stehaufmännchen und so fasse ich mir ein Herz und bringe hier und heute meinen zweiten Autobericht zu Papier. Richtig gelesen, ich habe ihn in Wörd geschrieben, sollte der zweite Entwurf nicht auch verloren gehen.

Wobei das Schreiben mit dem neuen Word 2007 auch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist *heul*

Aber nun los mit dem 2. Versuch.

Nun habe ich ihn abgegeben, nach etwas mehr als 4 Jahren und fast 163.000 Kilometer auf dem Buckel. Gut, er hat sich nie beklagt, war sparsam und auch im Unterhalt fraß er mir nicht die Haare vom Kopf. Aber so bekam ich noch gutes Geld für ihn und so bestellte ich mir wieder einen

Opel Meriva

Aber diesmal mit Benzinmotor, da ich ja umweltfreundlich auftreten wollte. Nun kommen die Fragezeichen bei Euch auf, das sehe ich durch den Monitor. Umweltfreundlich deshalb, weil ich meinen Meriva 1,8 Ecotec auf Autogas umrüsten lies.

Doch alles hübsch der Reihe nach. Im Januar besuchte ich meinen Autohändler in Erlangen, das Autohaus Tom Hoefler.

Der hat seinen Firmensitz in

91058 Erlangen
Felix-Klein-Straße 57
www.opel-hoefler.de

Da ich dieses Autohaus wärmstens empfehlen kann, schreibe ich hier einiges darüber im Bericht.

Ich wollte an diesem Donnerstag im Januar wissen, was ich noch für meinen Diesel bekäme, wenn ich mir ein neues kaufen würde Das Auto wurde durchgecheckt und dann saßen wir - Herr Hoefler, Herr Rappl (der Verkäufer) und ich bei einer Tasse Kaffee (sehr lecker) zusammen. Da machte mir Herr Hoefler ein unmoralisches Angebot, das ich unmöglich ablehnen konnte. Schon im Vorfeld habe ich mich unverbindlich informiert, was denn ein Meriva mit Autogas kosten würde und mir wurde ein Preis von 24.095 Euro genannt. Viel Geld für einen Meriva, wobei die Gasanlage und die Extras in diesem Preis schon drin war.

Dafür sollte ich einen Opel Meriva 1,8 Liter 16 V Ecotec Innovation mit 92 KW (125 PS) bekommen.

Die Ausstattung des Innovation lies fast keine Wünsche mehr in mir entstehen, umfasste sie doch unter vielen anderen Ausstattungsmerkmalen folgendes:

- 4 Reifen
- 4 Türen
- Viel Glas
Nun, Spaß beiseite, nun geht es los:

- Comfortpaket (div. Ablagemöglichkeiten, Armlehne, Schubfach unter dem Beifahrersitz etc.)
- Raucherpaket (was ich nicht brauche)
- Spiegel und Fenster vorne elektrisch
- Lederlenkrad
- Chrompaket
- Klimaanlage
- Sitzheizung vorne
- Sportsitze
- Bordcomputer
- CD 30 mit MP 3
- Lenkradfernbedienung
- Div. Steckdosen
- ABS, ESP
- Tempomat
- Halogen Kurven- und Abblendlicht
- Nebelscheinwerfer
- Umgebungsausleuchtung
- Zentralfunkfe rnbedienung
- Lenkrad höhenverstellbar
Und und und…..

Soweit mal die Ausstattung, die im Grundpreis enthalten war. Da ich doch noch ein paar Wünsche hatte, kam noch dazu

- Lederausstattung
- Metalliclack

Nix mehr.

Wobei bei Leder hier eine Anmerkung kommen muss… welcher Depp macht eigentlich bei Opel die Ausstattungsmerkmale? Ich wollte schwarzes Ganzleder haben. Da erhielt ich die Aussage, es gäbe in Ganzleder nur die Möglichkeit, rotes Leder zu ordern. Bin ich die Nitribit, das ich ROTES Leder will??? Wolle ich es in schwarz, gäbe es nur Teilleder in Verbindung mit Stoff. Also biss ich in den saueren Apfel und bestellte Teilleder für 1.075 Euro netto. Die Metalliclackierung schlug nochmals mit 420 Euro zu Buche.

++Zurück zum Gespräch++

Mein Fahrzeug wäre lt. Schwacke Liste normalerweise noch 6000 Euro wert, erklärte mir Herr Hoefler. Normalerweise… wenn ich das schon höre. Ich fragte nach, was es denn mit dem normalerweise auf sich hat. Nun, sagte er, er nähme Autos in Zahlung mit etwa 80 % des Schwackewertes, Fiat oder Lancia nur mit ca. 60 %... Normalerweise hätte ein 4 Jahre altes Auto etwa 80.000 Kilometer auf dem Buckel, ich hatte doppelt so viel. Im Geiste purzelte der Preis für meinen gutmütigen Meriva ins Bodenlose, als er mir sagte:

Herr sesamkorn, ich mache ihnen, da sie ein guter Kunde bei mir sind, ein Angebot:

Ich bekäme 6.800 Euro für mein Fahrzeug und müsste noch 15.000 Euro auf das neue Fahrzeug aufzahlen, dann würde es mir gehören. In diesem Preis war alles includiert, auch die Überführung, die ja normalerweise ca. 600 Euro kosten würde.

Da brauchte ich nicht lange überlegen und schon war der Kaufvertrag unterschrieben.

Was nun folgte, war eine 9-wöchige Wartezeit. Dumdidum… die können sehr lang werden.

Ach ja, die Farbe habe ich vergessen. Mein alter war schwarz, das wollte ich unter keinen Umständen mehr haben. Jeden Wassertropfen und Fingerabdruck sah man und man konnte polieren wie man wollte, es sah nie richtig sauber aus. Meine Wahl fiel - weil es auch meinem Engel so gefiel - auf die Farbe Eisenherz. Das ist ein Blauton, der je nachdem die Sonne darauf fällt, immer anders aussieht. Mir gefällt es, zumal nicht so viele mit der Farbe rumfahren.

Nach 9 Wochen rief mich mein Autohändler an und überbrachte mir die freudige Nachricht, das mein Auto endlich da war. Allerdings dämpfte er meine Freude gleich mit dem nächsten Satz:

Wir müssen noch den Segen vom TÜV Saarland einholen, um die Autogasanlage einzubauen dürfen. Auf meine Frage, warum das erst jetzt gemacht würde, sagte er:

Es müsse erst der Brief und das Fahrzeug bei uns auf dem Hof stehen, dann wäre das möglich. Wobei wir wieder bei Deutschland und seine Bürokratie wären….

Doch ich konnte das Auto schon mal mit roten Nummernschildern zu meinem Cousin bringen, schmiss ich doch das CD 30 gleich raus und bekam ein Kenwood Navi eingebaut. Dazu aber in einem gesonderten Bericht mehr.

Nachdem ich das Auto angemeldet hatte, die Nummernschilder bekam und auch die Kosten dafür selbst bezahlt hatte, durfte ich mein Auto schon mal in Empfang nehmen und mit Super Benzin in der Weltgeschichte umher fahren. So kommt hier nun der Fahrbericht mit Benzin:

++Ich geb Gas, ich will Spaß++

So sang ein jugendlicher Sänger namens Marcus in den 80gern. Da war der Sprit noch billig, war da doch die Liederzeile. " Und kost Benzin auch 3 Mark 10… Scheißegal, es wird schon gehen"… Tja, soll ich noch mehr schreiben?

Die Tankanzeige blinkte bedenklich und im Display des Bordcomputers blinkte noch bedenklicher der Satz "bitte Tanken" was ich auch schnell tat.

In den Tank passten nach Rütteln und Schütteln des Autos genau 43 Liter Super. Spinnte ich oder log Opel, die vollmundig einen Tankinhalt von 53 Litern in den Unterlagen abdruckten? Nein, es sei alles in Ordnung, sagte mir Herr Rappl, das sei die Sicherheitsreserve, die eben großzügig kalkuliert sei. OK, ist ja in Ordnung.

Die ersten 1.000 Kilometer fuhr ich piano, wollte ich den Motor ja nicht zu sehr beanspruchen. Also war 120 angesagt, was mit dem Tempomat auch gut einzuhalten war. Aber der erste Eindruck von der "Spritzigkeit" des Motors lies schon zu wünschen übrig. Für die 125 PS ging er nicht gerade kraftvoll zur Sache und das war schon enttäuschend. Dies solle sich noch geben, wurde mir gesagt. Ich werde diesen Bericht, so wie den letzten, immer wieder Updaten, versprochen.

++Fahrverhalten, Verbrauch und andere Sachen++

Ein Meriva ist kein Formel 1 Auto. Er liegt gutmütig auf der Straße und man kann sehr gemütlich mit ihm fahren. Mir gefällt die hohe Sitzposition, man hat stets den Überblick über das Verkehrsaufkommen, kann leichter ein- und aussteigen. Das gefällt mir. Das Handling ist einwandfrei, auch bei meinem Neuen, das bin ich ja schon vom Diesel so gewöhnt. Die Lenkung ist leichter als beim Diesel und die Servolenkung greift schnell und sehr direkt. Um den vollen Lenkeinschlag zu bekommen, braucht man das Lenkrad gerade mal 1,5 mal drehen. Das ist sehr gut, viele andere Autos brauchen dazu volle 2 Umdrehungen. Nach ich schätze mal, 12 - 14 Sekunden ist der Wagen auf 100, bei 120 bremse ich ja ab. Aber nur bis 1.000 Kilometer, die ich nach einer Woche drauf habe. Bodenunebenheiten bügelt er angenehm aus und ich fühle mich immer sicher. Das gefällt mir halt am Meriva, zumal die Sicherheitsausstattung mehrere Airbags umfasst. Ich hoffe aber, das ich die nie brauchen werde.

Nun aber ab in die Werkstatt und einen Ölwechsel in Auftrag gegeben. Das kostet mit Ölfilter etwa 65 Euro, wobei mir der Herr Hoefler nur das Material in Rechnung stellte, die Arbeitszeit war für mich kostenlos. Auch ein großer Pluspunkt für das Autohaus.

Nun aber auf die Autobahn und mal ein wenig mehr Gas gegeben. Die A 73 ist ab Forchheim ohne Tempolimit, so kam ich auf fast 200 km/h laut Tacho, der aber ziemlich genau geht, da ich die Kontrolle im Navi auch habe. Das reicht mir vollkommen aus, zumal dann der Durst des Motors auf ca. 17 Litern anwächst….. Im Drittelmix verbrauchte ich derzeit etwa 8,4 Liter, was ich als normal erachte.

In der Anzeige des Bordcomputers sehe ich immer den derzeitigen Verbrauch, den Durchschnittsverbrauch, meine Reichweite, Datum und Uhrzeit - und wie kalt es draußen ist.

Durch Druck auf diverse Tasten der Lenkradfernbedienung kann ich noch andere Sachen abrufen, die ich aber nie brauchen werde. Deshalb schreibe ich hier nichts davon hier. Es ist Stoppuhr, Streckenzähler mit und ohne Pause…. Braucht kein Mensch…

Besonders schön ist das Kurvenlicht, das mit in die Kurve geht, sobald ich die Lenkung einschlage. Das ist topp, beleuchtet es doch Gebiete, die ich als normaler Autofahrer bisher nicht gesehen hatte. *gg*

Soweit das Fahrverhalten, das wirklich untadelig ist. Mit der Bereifung 185 R 60 ist er ausreichend bereift, Serienmäßig auf Stahlfelge, die ich nachträglich gegen Alu 15 Zoll Felgen austauschen ließ. Ich bekam einen Sonderpreis *lach*

++Innere Werte++

Das ein Meriva flexibel ist, brauche ich nicht sonderlich betonen. Der Fahrersitz ist höhenverstellbar, die hinteren Sitze lassen sich nach vorne, hinten und zur Seite verschieben. Braucht man mehr Platz, können die Sitze einzeln fast komplett im Wagen versenkt werden. So entfällt das lästig Ausbauen wie bei manch anderen Fahrzeugen. So bekommt man viel Platz, und der Boden ist fast eben. Über die Ablagefächer habe ich schon ein paar Worte verloren. Unter dem Beifahrersitz ist eine Schublade für viel Krimskrams. Jede Tür hat eine Ablage, ein großes Handschuhfach ist ebenfalls da wie eine Halterung für die Brille. Unter dem Radio ist ein Fach für CDs oder ähnliches. Im Kofferraum ist links und rechts je ein großes Ablagefach und unter dem Kofferraum ist ebenfalls noch Platz für Verbandskasten, Einkaufsbox und Co.

Pfiffig ist auch der "Aschenbecher", der mitgeliefert wurde. Es ist eine Box mit Deckel, die ich sofort zweckentfremdet habe. Nun ist Platz für meine Parkgroschen oder besser gesagt für die Parkeuros. Groschen sind ja mittlerweile viel zu wenig für das Parken.

++Technische Daten++

Keiner soll nicht mehr nie von mir behaupten, ich würde die Technik vergessen. Hier einige Details für Technikversessene, die den Bericht in die Länge treiben ;-)

Leergewicht 1.330 bis 1.455 kg
Tankinhalt 53 Liter
Radstand 2.630 mm
Breite 1.948 mm
Länge4.052 mm
Höhe bei Leergewicht 1.624 mm
Gepäckraum 415 - 1.420 Liter
4 Zylinder
1.796 cm³
16 V
165 NM Drehmomentbei 4.600 U/Min
125 PS
Vorderradantrieb
Kraftstoffart Super und bei mir noch Autogas
Euro 4 Motor
187 - 190 Gramm CO2 Emmision
Verbrauch 7,8 Liter im Mix (nur Benzin)

Beschleunigung 0 auf 100 km/h 11,3 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h
Elastizität von 80 auf 120 km/h 19 Sekunden

Minivan

Das sollte reichen. Wer mehr wissen will, kann gerne sein Autohaus oder den Hersteller kontaktieren, auch der Farbenmischer kann Auskunft geben.

++Fahren mit Gas++

Früher hat man mit Gas höchstens geheizt oder gekocht (ich habe leider keinen Gasherd), nun fährt man auch noch Auto damit. Man unterscheidet Auto- und Erdgasantrieb.

Beides hat Vor- und Nachteile. Mit Erdgas habe ich mich nicht so sehr befasst, nur soviel, es braucht einen Tank, der einen deutlich höheren Druck aushält, der Tank ist schwer und die Fahrleistungen sollen sich um ca. 25 % abschwächen. Der Preis beläuft sich auf ca. 90 Cent je Liter oder kg.

Autogas ist flüssig und der Tank braucht nicht so viel Druck standhalten. Zudem ist es sehr kostengünstig, bei der Tankstelle, von denen es gut 2.300 Stück in Deutschland gibt, kostet der Liter etwa 72 Cent. Dabei ist es steuerbegünstigt bis zum Jahr 2018, je Liter Autogas fallen nur 9 Cent Steuern an. Daran kann auch nicht gedreht werden. 10 Jahre lang nicht *freu*

Die Motorleistung nimmt nicht ab, lediglich ein Mehrverbrauch von ca. 10 - 15 % sollte eingerechnet werden. Das ist aber immer noch deutlich billiger als Super Benzin, das sich bei ca. 1,45 Euro je Liter derzeit einpendelt. Beachten sollte man, das man bei Autogasbetrieb etwa alle 10.000 Kilometer ein bestimmtes Mittel mit in den Motor geben sollte, das macht die Werkstatt für mich. Sonst ist nix zu beachten. Eine Anzeige im Innern zeigt den Inhalt des Tankes noch an, sollte das Gas ausgehen, springt die Versorgung auf Benzin automatisch um.

Der Tank für das Autogas kommt in die Mulde des Reserverades, an Stelle dessen kommt ein Reparaturkit mit Dichtmasse und Kompressor vom Werk mit. Der Tank umfasst ca. 45 Liter, was für eine Reichweite von etwa 400 Kilometer gut sein soll.

Der Tag der Abholung... "Ja Herr sesamkorn, ihr Auto ist fertig" bekam ich zu hören, als ich in der Werkstatt anrief. Sofort machte ich mich auf die Socken, das Mietauto, einen neuen Opel Astra Combi abzugeben. Dann stand ich im Verkaufsraum und bekam meinen Schlüssel in die Hand gedrückt. Wie denn das ginge, fragte ich.... und keiner konnte mir so recht Auskunft geben. Also ging der Meister und ein Monteur mit raus und wir standen alle um den Tankdeckel rum und schauten uns an.

Von aussen sieht man nicht, das es sich um ein Erdgasauto handelt. Der Tankstutzen ist mit im Tankdeckel untergebracht und schaut aus wie ein 1/2 Zoll Gewinde. "Hier kommt der Tankstutzen drauf und los gehts" sagte der Monteur und ich schaute vollkommen aufgeklärt. Es ist also so wie mit den Blumen und den Bienen, alle wollen mitreden und keiner weis Bescheid. Dann machte ich den Kofferraum auf, um den Tank mal anzuschauen. Der ist ja in der Reserveradmulde. Da stieß ich auf ein größeres Gewindeteil, das ich fragend hochhob. "Hach, was ist denn das?" war die Reaktion. Schnell hatten wir herausgefunden, das dieses große Gewinde auf das Kleine gehört und schon war der Tankstutzen bereit. Leider konnte ich das nicht ausprobieren, war der Tank doch voll. Naja, jedenfalls wusste ich nun, wie das Tanken gehen soll.

Wie das Tanken in der Praxis geht, erfuhr ich ca. 1,5 Stunden später, an einer Autobahntankstelle ca. 50 km vor Kassel. Meine Tankanzeige signalisierte mir nach 250 km, das es auf die Reserve ging... Toll, dachte ich. Das war dann das mit den 400 km Reichweite. Also raus auf den Autohof und die Zapfsäule gesucht. Ich fand sie auch sehr schnell und holte stolz wie harry mein Gewindeteil aus dem Kofferraum und wedelte es wild um mich. Bewunderte Blicke auf mich gezogen, schraubte ich weltmännisch den Stutzen auf das Tankgewinde. Nun stand ich da und schaute mir die Tankpistole genauer an. Schaut ja ähnlich aus wie eine normale Pistole, nur mit einem großen Gewinde vorne dran. Der Hebel mit Arretierung ist der gleiche. Also den arretiert und dann auf "Start" an der Zapfsäule gedrückt. Und...... nix passierte. Nochmal gedrückt..... nix passierte. Ich also das Gewinde nochmal abgeschraubt und wieder neu fixiert. Wieder mit dem gleichen Ergebnis. Und nochmal das gleiche Spiel.... Nach ca. 10 Minuten verloren die Umstehenden das Interesse an der "versteckten Kamera" und verzogen sich. Das nahm ich zum Anlass, nach innen zu gehen und um Hilfe zu bitten. Die nette Dame an der Kasse blickte mich fragend an und wandte sich an einen Fernfahrer, der seinen Kaffee gemütlich schlürfte.

Sich an seinem Kaffee festhaltend ging er mit mir an die Zapfsäule, überprüfte das ganze und sagte, ist doch alles in Ordnung... wo liegt das Problem... Das ich das auch nicht weis, antwortete ich und dann versuchte er etwas, was ich eigentlich hätte probieren können. Er drückte den Startknopf und hielt ihn gedrückt.

Plötzlich schoss das flüssige Gas in den Tank. Aha.... so geht das also. Nachdem 11 Liter im Tank waren und die Preisanzeige 8 Euro 79 anzeigte lies er den Knopf los...

Das sollte sich als Fehler herausstellen. Man konnte die Zapfpistole nicht mehr bewegen, weiter zu arbeiten. Also rein in die Tankstelle, bezahlen und wieder freischalten lassen. Diesmal habe ich es alleine geschafft. Ohne versteckte Kamera *lach*

++Praxis++

Ich habe nun schon fast 1.300 Kilometer mit dem Gasantrieb hinter mir.
Was soll ich sagen... Die Leistung ist nicht besser oder schlechter als mit Benzin. Mir ist der Motor einfach ein wenig zu lahm, bin ich doch von meinem Diesel doch ein wenig verwöhnt. Aber die Endgeschwindigkeit passt und der Verbrauch des Gases ist in Ordnung. Mit dem vollen Tank der Raststätte habe ich wirklich fast 400 km hinbekommen, obwohl ich teilweise über 170 gefahren bin. Das stimmt mich sehr zufrieden. Besonders schön ist es, das sich die Benzinuhr überhaupt nicht bewegt *lach*.... Der Durchschnittsverbrauch liegt bei ca. 10 Litern, was in Geld etwa 7 Euro pro 100 km entspricht. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, finde ich.

Am Samstag habe ich in Loxstedt bei meinem Engel getankt und was soll ich sagen, hier kostet der Liter Autogas nur 68 Cent... *freu* und habe voll gemacht. Es passen ziemlich genau 40 Liter in den Tank und dafür bin ich knapp 400 km gefahren. Das ist klasse.

Die Kosten für Autogas schwanken extremer als bei Benzin. Ich habe mittlerweile für 65 Cent getankt, für 68 Cent, für 70 Cent und für 73 Cent. Ich glaube, jeder macht seinen eigenen Preis für das flüssige Gas. Aber es ist immer noch günstiger als Benzin....

Nun noch zu den Nebenkosten wie Steuer und Versicherung.

Das Finanzamt will für das Auto 121 Euro im Jahr. Das sind fast 200 Euro weniger als für meinen Diesel. Und das, obwohl der Diesel 100 ccm weniger Hubraum hatte.

Die Versicherung kann ich nur für mich sagen, ich fahre mit 35 % und zahle knapp 300 Euro im Jahr mit Vollkasko. Gut, mein Arbeitgeber hat einen Bonus für umweltfreundliche Autos, den ich hier nutzen kann. Ob das jeder Versicherer hat, weis ich nicht.

++Fazit++

Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden. Über das Platzangebot, die Übersicht, das Auto im allgemeinen. Es ist schnell genug und sparsam, die Ausstattung ist hervorragend, ebenso die Verarbeitung. Die verarbeiteten Materialien wirken hochwertig. Besonders muss ich die Flexibilität des Meriva hervorheben. Schnell ist viel Platz geschaffen, um die Wochenendeinkäufe oder Freizeitgeräte einzupacken.

Nur die Spritzigkeit habe ich mir besser vorgestellt. Da sollte noch dran gearbeitet werden. Ich werde mal fragen, ob es Chiptuning gibt, das die Leistung noch ein wenig hebt. Gut, Herr Hoefler sagte mir, die Leistung wird nach einigen Tausend Kilometern schon noch besser.... warten wir mal ab. Wie gesagt, es gibt Updates...

Zu Ciao.... nein, es ist kein Geländewagen, er ist weder geländetauglich noch sieht er danach aus....

So, das war wieder mal ein wenig längerer Bericht, ich hoffe, Euch nicht gelangweilt zu haben. Aber nach dem ersten Bericht über mein Auto dachte ich, ein wenig mehr sollte man schon lesen.

Es grüßt Euch Euer brummm harry

Update 1: 19.07.2008

So, nun habe ich schon 15.500 Kilometer mit dem Autogas runter. Der Verbrauch hat sich bei ca. 10 Litern eingependelt, je nachdem, wieviel Gas ich gebe. Der Fahrkomfort ist immer noch sehr angenehm, nix klappert oder scheppert. Da hat Opel schon gut gearbeitet. Einziges Manko ist nach wie vor der Abzug, egal ob mit Benzin oder mit Gas befeuert wird. Im unteren Drehzahlbereich bis ca. 3.000 Umdrehungen mag er nicht so wie ich es gerne hätte. Der Motor hat hier mit dem Gewicht des Autos schon zu kämpfen und es ist fleißiges Runterschalten angesagt. Dies ist besonders lästig beim Überholen auf der Landstraße - hier wünschte ich mir mehr Drehmoment. Na ja, ich war halt den Diesel gewöhnt.

Die Höchstgeschwindigkeit habe ich mittlerweile auch getestet. Gut, einen Ferrarifan wird es nicht vom Hocker reißen, aber er fährt laut Navi genau 195 Stundenkilometer schnell oder langsam. Je nachdem welche Sichtweise man hat.

Aber der Rest ist immer noch voll des Lobes für das Auto. Ich hoffe, das es so bleibt.

Mal gugge, wann wir das nächste Update bekommen.

Update Nr. 2 am 23.12.2008

Nun sind es fast 40.000 Kilometer, in nicht einmal einem Dreivierteljahr... aber ich bin immer noch sehr zufrieden. Alles ist so, wie es sein soll. Der erste Kundendienst ist vollbracht und hat mich mit den neuen Winterreifen auf Felgen happige 820 Euro gekostet... Das ist der einzige Wehmutstropfen. Es wird auch nach jeden 10.000 Kilometern ein Zusatz in den Gastank gepumpt, wer weis auch für was das gut ist. Kostet jedenfalls knapp 25 Euro, aber ich bilde mir ein, das ist es, warum der Meriva nun auf knapp 9,5 Litern einpendelt. Bei normaler Fahrweise. Wenn ich mal schneller fahre, schnellt der Verbrauch schon auf 11 Litern hoch. Aber bei einem Literpreis von derzeit ca. 65 Cent kann man das schon mal machen.

Nach wie vor, es klappert nix, er ist zuverlässig und ich bin immer noch zufrieden mit dem Wagen.

Ganz liebe Grüße

Euer harry

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
fredbaer

fredbaer

02.01.2009 00:57

Ein sehr informativer und anschaulich geschriebener Bericht.

fredbaer

fredbaer

26.12.2008 03:15

Ein ausgezeichneter Autobericht. Wegen der Bewertung melde ich mich noch einmal.

Finetta12

Finetta12

23.12.2008 19:42

toller bericht bh dafür

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