Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

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Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

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Tom der Sprengmeister

4  09.02.2009

Pro:
spannender atmosphärisch dichter Thriller

Kontra:
Ein paar geschichtliche Fehler

Empfehlenswert: Ja 

yesup

Über sich: Weltfrieden

Mitglied seit:31.08.2000

Erfahrungsberichte:955

Vertrauende:167

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 190 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Entschuldigt bitte den despiktierlichen Titel. Die Geschichte dürfte bekannt sein, aber der Zufall der bei diversen Hitler Attentaten dem selbsternannten Führer zu Hilfe kam, ist historisch perfide ironisch, so das ich mir den Titel erlaubte. Noch einmal: Entschuldigung.

Den Film gesehen haben meine Gattin und ich am 08.02.09 um 16.45 für 7 Euro/Person im Filmpalast auf dem Hohenzollernring in Köln. Auffällig war, das bei den rund 50 Zuschauern so rund 8-10 Zuschauern in dem Alter war, die das Geschehen noch selbst erlebt hatten.


Zum Film
========

Der Film beginnt in Afrika wo Stauffenberg in seinem Tagebuch die Unsinnigkeit und die Niederlage in diesem Krieg festhält und klar Stellung gegen Hitler einnimmt, der in seinen Augen das Ansehen Deutschlands schadet. Kurz danach erhält er von seinem Vorgesetzten den Befehl den Feind wieder anzugreifen. Diesen will er aber nicht ausführen, da er diesen Kampf nicht gewinnen kann und will lieber seine Männer retten und sich zurückziehen. Gerade als er den Vorgesetzten soweit überzeugt hat wird die Kompanie angegriffen. Während des Angriffs wird der Vorgesetzte getötet und Stauffenberg schwer verwundet. (Er verliert die rechte Hand und ein Auge). Am Ende liegt er bewußtlos blutend im Sand. Eine Szene die sich wiederholen wird.

Fast zeitnah will der Verschwörer Major-General Henning von Tresckow Hittler mit einem Sprengsatz umbringen. Nach einem Treffen in freier Steppe fliegt Hitler wieder nach Berlin und der Major-General hat einen Sprengsatz in einer als Schnapsflasche getarnten Bombe versteckt. Dummerweise zündet dieser die Bombe aber nicht und so landet Hitler wieder unbeschadet in Berlin.

Zwischenzeitlich hat Stauffenberg im Hospital viel Zeit über die Unsinnigkeit des Krieges nachzudenken. Seine Familie freut sich dennoch Stauffenberg zwar verwundet aber wieder zu Hause zu sehen.

Währenddessen haben sich in Berlin um die Politiker Dr. Carl Goerdeler und Ludwig Beck die Verschwörer General Friedrich Olbricht und Colonel Mertz von Quirnheim versammelt. Als ein Verschwörer der in Hittlers Nähe war verhaftet wird schlägt Major-General Henning von Tresckow Stauffenberg vor. Dieser tritt sehr forsch und selbstbewußt auf und stellt die Bedingung das Hitler sterben muß. Er hat auch schon einen Plan:

Da der Tod Hitlers das Regime nicht alleine stürzen würde, will Stauffenberg die Operation Walküre ausrufen. Diese besagt, das nach dem Tod Hitlers das Ersatzheer aktiviert wird. Wenn die Operation richtig umgeschrieben wird, kann das Ersatzheer somit die SS außer Gefecht setzen und Gördling kann als Kanzler installiert werden.

Das ganze kann aber nur gelingen wenn General Friedrich Fromm mitspielt. Olbricht kann zwar das Ersatzheer in Bereitschaft versetzen, aber nur Fromm kann das Heer aktivieren. Als Olbricht und Stauffenberg verklärt Fromm den Plan erklären erkennt Fromm den Hochverrat will sich aber auf keine Seite stellen. Er läßt durchklingen, das wenn der Plan Hitler zu töten gelingt er mitspielen wird -um den Preis einer Chefrolle im neuen Regime, sollte jedoch das Attentat gelingen hat er von nichts gewußt und läßt alle Hochverräter töten.

Ermutigt läßt Stauffenberg die Operation Walküre Papiere umschreiben. Nun braucht er noch einen getreuen Verbündeten, der ihn in den schwierigen Vorbereitungen unterstützt. Diesen findet er in Lieutenant Werner von Haeften. Zusammen fahren sie auf den Ruhesitz von Adolf Hitler, der sich im Kreis seiner engsten Verbündeten gerade berät. Frech und mutig legt Stauffenberg die neuen Walküre Papiere vor, die dieser unterschreibt, im Vertrauen, das ein hochdekorierter Soldat wie Stauffenberg schon das richtige tut.

Die Verschwörer sehen ihre Chance Hitler in der Wolfsschanze zu töten.

*********************************************************************** ***
---Ab hier wird das Ende des Films verraten!!! Da die Geschichte jedoch bekannt ist, schreibe ich diese hier weiter, wer sich überraschen lassen will, bitte bei der eigenen Meinung weiterlesen---

Bei einem Treffen in der Wolfsschanze will Stauffenberg das Attentat vollziehen. Doch das Treffen wird zu früh beendet, so das die Bombe nicht mehr scharf gemacht werden konnte. Zwischenzeitlich hat Olbricht bereits das Ersatzheer sehr zum Unmut von Major Otto Ernst Remer in Alarmbereitschaft versetzt. Olbricht erfährt zu spät, das das Attentat nicht gestartet wurde. Durch die Aktivierung ziehen Stauffenberg und Olbricht den Zorns Fromms zu, der durch die Aktivierung ins Fadenkreuz von Hitler gerraten ist und den beiden droht, bei einer nochmaligen Aktivierung die beiden sofort liquidieren zu lassen.

Wenig später soll das Attentat wieder in der Wolfsschanze gestartet werden. Im Bunker der Wolfsschanze würden die Stahlwände die Detonation so erhöhen, das alle im Raum befindlichen Personen sofort getötet würden. Kurz vor Beginn der Versammlung erfährt Stauffenberg -der die Bombe scharf gemacht hat und nur rund 10 Minuten bis zur Detonation hat- das die Versammlung wegen der Hitze nicht im Bunker mit den wichtigen Stahlwänden sondern im freien stattfindet. Er hat keine Wahl und muß die Aktion durchziehen. Die Bombe befindet sich in seinem Aktenkoffer und kurz vor der Detonation läßt er sich von dem Verschwörer General Erich Fellgiebel ans Telefon rufen.

Die Bombe detoniert, Stauffenberg verschwindet einigermaßen unerkannt in dem Glauben Hitler wäre getötet worden. Olbricht aktiviert mit der gefälschten Unterschrift von Fromm die Operation Walküre.

Zuerst läuft alles nach Plan, die Verschwörer nisten sich in Berlin ein. Die SS wird vom Ersatzheer unter Verschluss genommen, die Lage wendet sich zum negativen als Hitler sich aus der Wolfsschanze wieder selbst meldet. Die Verschwörer werden gefasst und gegen Hitlers Befehl von Fromm von einem Standgericht erschossen. So liegt am Ende Stauffenberg wie zu Beginn wieder blutend mit dem Kopf im Schlamm.
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Meine Meinung
============

Nach all den Diskussionen um Tom Cruise als Stauffenberg muß man sagen, das der ganze Film angenehm zurückhaltend inszeniert wurde. Die Schauspieler allesamt, die ganze Starriege, fügen sich den Film und stellen ihre Rolle sehr überzeugend dar. Ein ganz großes Kompliment an das internationale Schauspielerensemble die ausdrucksstark und dennoch zurückhaltend die Charaktere darstellen.

->Ergänzung da wie überall auf der Welt die Leserschaft wissen will, wie Tom Cruise sich schlägt, obwohl ich das mehrfach erwähne. Schon merkwürdig, wenn man bedankt das der Scientologe John Travolta filmtechnisch diskussionsfrei entfalten kann
also
--------> Tom Cruise als Graf Stauffenberg: Im Film wird KEINE Wandlung vom Hitler treuen Grafen zum Verräter gezeigt. Bereits in der ersten Sequenz wird -wie beschrieben- Stauffenberg als überzeugten Hitler Gegner gezeichnet. Warum er vom überzeugten Hitler Gegner zum Hitler Mörder wird, wird NICHT detailliert im Film erläutert. Crusie überzeugt in der Rolle des Verschwörers wie das ganze Ensemble. Die nervösen Mitverschwörer, seiner getreuer Gefährte, aber auch der gebrechliche Hitlerdarsteller liefern allesamt eine überzeugte Leistung ab. Diese Rolle ist sicherlich eine der besten Tom Cruise Rolle. Er spielt zurückhaltend, aber auch überzeugend. Die Leinwandpräsenz ist jederzeit gegeben, manchmal wirkt er ein wenig zu ausgebufft, was im Detail darin liegen mag, das der Regisseur an ein paar Stellen dramaturgisch nachgeholfen hat. Fazit: Ein wirklich überzeugender Tom Cruise dem man die Rolle des Mannes abnimmt, das er aus lauter Liebe zu seinem Deutschland den Tyrannen beseitigen will<<<<<<----

Was ich von Anfang etwas vermisst habe, ist die Motivation Stauffenberg's zum Hitler Gegner. Von Hittler selbst wird er als absolut integer eingestuft, während im Film mal maximal 3 Monate vergangen sind und Stauffenberg von Anfang an Hitlers Taten für eine Schande für Deutschland hielt. Das weitere teilweise tolldreiste Vorgehen paßt jedoch zum resoluten Charakter eines Mannes der genau weiß, das er nur eine Chance hat. Wohl wissend, das er damit das Schicksal seiner Freunde und seiner Familie ebenfalls mit entscheidet.

Ebenfalls kam es mir phasenweise sehr merkwürdig vor, das faktisch alle Nebendarsteller und Komparsen tendentiell unentschieden waren und somit indirekt gegen die Starke Hand Hittlers waren. Das kam phasenweise so rüber, als die Hälfte aller Deutsche heimliche Verschwörer waren. Und dann war das Mißlingen mir anders in der geschichtlichen Erinnerung.

Doch kommen wir zu all den positiven Aspekten des Films. Endlich mal ein Film der nicht alle Hittler Deutsche als gehirnlose Verbrecher darstellt. Der Film spielt in der Endphase des Krieges, breite Resignation gepaart mit dem Wunsch nach dem Ende des Krieges macht sich breit. Viele wußten oder spürten schon, das der Krieg nicht mehr zu gewinnen war, diese Stimmung wurde sehr gut eingefangen. Dementsprechend geschwächt wurde auch Hitler als gebrochener Führer dargestellt.

Eine eher sparsame Instrumentalisierung ließ viel Zeit zum Einfangen der Atmosphäre. Die Ausstattung und Beiläufigkeit des Krieges wurde mehr Augenmerk gewidmet als unnötigen Schlachtszenen. Die ganze Inszenierung erinnerte eher an einer Kammerspiel als einen Attentatsfilm den ich im Hollywoodfilmstyle mit viel mehr Explosionen und Feuergefechten erwartet hätte.

Etwas enttäuschend im Nachhinein sind die historischen Fehler. Zum Beispiel stimmt , das die Operation in der Tat von Stauffenberg und Olbricht als Lücke erkannt wurde. Ebenso wird bestätigt das Fromm das auslösende Element war. Allerdings anders als im Film war in Wahrheit wohl Fromm vom Fehlschlag informiert und hat somit bewußt die Fernschreiber nicht komplett blockieren lassen. Was aber dennoch Hitler erfuhr und das Kommandes des Ersatzheers in die Hände der SS und somit Himmlers legte und Fromm wegen Feigheit erschiessen ließ. Ebenso hat in Wahrheit wohl Olbricht gar nicht Fromms Unterschrift geprägt, was im Endeffekt zu Verzögerungen bei der Ausführung führte, was im Endeffekt das Projetk schneller zum scheitern brachte. Die Anzahl der Schreibdamen wurde wohl auch nur aus optischen und dramaturgischen Gründen auf 20 gehalten in Wahrheit leiteten nur 4 Damen die Aufträge weiter.

Weitere Fehler: Der General hat nicht selbst die nicht hochgegange Bombe wieder abgeholt, Die Flucht aus der Wolfsschanze war nicht der Coole Telefonbluff sondern ein in der Tat vorher geplantes Telefonat, die mir auch merkwürdigen Treffen der Verschwörer die sicherlich in Hitlerdeutschland aufgeflogen wären, ebenso wie die im Film gezeigten gelben Ausweise (die ich mal als Reminiszens an die Judensterne deute), Olbricht und Fellgiebel werden im Film nur als Mitläufer gezeichnet, ebenso der überflüssige Trick mit seinem falschen Auge Fellgiebel zur Mitarbeit aufzufordern, Remer wurde ebenso zu weich dargestellt (wie vermutet) ebenso hat Fromm den Einsatz zur Ergreifung der Verräter geleitet und nicht Remer.

Wenn man sich überlegt das immer noch Amerikaner die ungeheuren Greueltaten der Nazis nicht detailliert kennen, ja sogar ein Kind Adolf Hitler nennen, muß man sagen, das es endlich Zeit wurde diesen Film auf die Leinwand zu bringen. Und zwar mit einem Mega Star über den die Welt spricht. Nur so kann man ein wichtiges Thema vielen Menschen zuträglich machen. Wenn es dann noch so spannend inszeniert ist, wie hier: um so bessern.

Gelungen ist die fast akribisch zu nennende Arbeit des Films die damalige Zeit in ihren Befehlsketten, Angst und Verschwörung detailgetreu nachzubilden. In der kurzen Sequenz als Stauffenberg zu seiner Familie stößt befürchtete ich schon fast wieder ein duseliges Familienrührstück. Aber der Film fand schnell wieder in die militärische Struktur zurück.

Technische Details:
================

Original: Valkyrie

USA/Deutschland: 2008

Drama/Thriller

Lfz 120 Minuten,FSK 12

Budget ca. 60 Mio Euro (davon rund 5 Mio Filmförderung aus Deutschland)

Regisseur: Bryan Singer (auch Teilproduzent) *17.09.65 feiert seinen ersten Erfolg 1996 mit die üblichen Verdächtigen und inszenierte die ersten beiden X-Men Filme

Drehbuch: Christopher McQuarrie USA 1968 erhielt 1995 den Drehbuch Oscar für die üblichen Verdächtigen & Nathan Alexander

Premiere D: 22.01.09, USA 25.12.08, Kuweit 15.01.09, Panama 16. Januar 2009 ,Ägypten 21. Januar 2009 ,Australien 22. Januar 2009,Österreich 22. Januar 2009

Drehorte: USA, Deutschland, Tschechien

Besetzung:

Tom Cruise: Colonel Claus von Stauffenberg (auch Teil ausführender Produzent) *03.07.62 wurde dem breiten Publikum durch Top Gun 1986 bekannt. Ist aber seit 1981 im Filmgeschäft, Highlights: 1986 Die Farbe des Geldes, 1988 Rain Man, 1989 Geboren am 4.Juli, 1996 Mission Impossible, 1999 Eyes wide shut, 2003 Last Samurai. Ist seit 1996 auch als Produzent tätig. Er wurde 3x für den Oscar nominiert: Geboren am 4.Juli/Jerry Maguire/Magnolia. Desweiteren einige Nomierungen und einige Golden Globes, aber auch Nominierungen zu der Goldenen Himbeere

Kenneth Branagh: Major-General Henning von Tresckow *10.12.60 Irland. Ist seit 1984 im Filmgeschäft, wurde aber durch seine Shakespeare Adaptionen bekannt. Highlights 1989 Henry V, 1993 Viel Lärm um nichts, 1996 Hamlett, 2002 Harry Potter. Vierfach Oscar nominiert

Bill Nighy: General Friedrich Olbricht *12.12.49 England. Ist seit 1980 (Der kleine Lord) im Filmgeschäft. WEitere Filme: 1981 Die Nadel, 1983 Der Fluch des rosaroten Panthers, 1998 Still crazy, 2003 Underworld, 2004 Shaun of the dead, 2006 Fluch der Karibik 2. Golden Globe Gewinner

Tom Wilkinson: General Friedrich Fromm *12.12.48 Leeds. Ist seit 1976 im Filmgeschäft. Weitere: 1997 Fräulein Smillas Gespür für den Schnee, 1997 Ganz oder gar nicht, 1998 Shakespeare in love, 2005 Batmann Beginns. 2x für den Oscar nominiert und Golde Globe Gewinner

Carice van Houten: Nina von Stauffenberg *05.09.76 Niederlande. Seit 1997 im Filmgeschäft. Filme ua: 2008 Der Mann der niemals lebte. Mehrfache Preisträgerin und mit dem deutschen Schauspieler Sebastian Koch liiert

Thomas Kretschmann: Major Otto Ernst Remer *08.09.62 Dessau, seit 1985 im Filmgeschäft. Filme ua.:1993 Stalingrad, 2005 King Kong, 2008 Wanted. Zur Zeit deutschlands heißester Export

Terence Stamp: Ludwig Beck *22.07.39 London. Seit 1962 im Filmgeschäft. Filme ua: 1978 Superman, 1986 Staatsanwälte küßt man nicht, 1987 Wall Street, 1999 Star Wars I, 2008 Wanted. Mehrfach Oscar und Golden Globe nominiert

Eddie Izzard: General Erich Fellgiebel 07.02.62 Jemen ist seit 1996 im Filmgeschäft. Filme ua:2004 Oceans Twelve, 2008 Die Chroniken von Narnia

Kevin McNally: Dr. Carl Goerdeler *27.04.56 Bristol. Im Filmgeschäft seit 1977 Der Spion der mich liebte, weitere 1999 Verlockende Falle, 2003 Fluch der Karibik

Christian Berkel: Colonel Mertz von Quirnheim *28.10.57 Berlin. Seit 1977 im Filmgeschäft. Filme ua: 2004 Der Untergang, 2005 Flightplan, 2008 Mogadischu

Jamie Parker: Lieutenant Werner von Haeften *1979 England. Stauffi ist sein zweiter Film im internationalen Bizz

David Bamber: Adolf Hitler *19.09.54 England. Seit 1995 Stolz und Vorurteil im Filmgeschäft, weitere 2002 Die Bourne Identität

Tom Hollander: Colonel Heinz Brandt *30.11.67 Oxford. Seit 1996 im Filmgeschäft, weitere 2005 Stolz und Vorurteil, 2006 Fluch der Karibik 2

David Schofield: Erwin von Witzleben *1951 England seit 1981 im Filmgeschäft. Filme ua 1981 American Werwolf, 2000 Gladiator, 2006 Fluch der Karibik 2

Matthias Schweighöfer: Leutnant Herber *11.03.81 Anklam ist seit 2000 im Filmgeschäft. Highlights: 2007 Kein Ohrhasen


Fazit
====

Ein Film den man sehen kann, aber nicht muß. Aber einer der besseren dieser Sorte. Lassen wir mal die historischen Fehler beiseite, muß man sagen, das ein spannender Film, der gut inszeniert ist und mit einem tollen Ensemble dargestellt wurde.

Nach dem Film verbleibt der positive Grundton das man Deutschland nicht als nur böses deutsches Naziland zeigen muß. Kritiker mögen urteilen das Hitler auch nicht als das Üble unter der Sonne dargestellt wird, muß man aber auch nicht, das dürften genügend Filme historisch gemacht haben.

Dieses Attentat war kein Verbrechen, sondern hätte einiges noch schlimmeres verhindern können, von daher wird zu keinem Zeitpunkt des Films dieser Gewaltakt in Frage gestellt. Und das ist auch gut so.

Diese Verschwörung sollten alle sehen, die historisch noch Nachholbedarf haben. Ebenso wird dieser Film sicherlich in naher Zukunft zu der Grundausstattung vieler Schulen gehören.

Gerne vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen und empfehle den Film zum ansehen.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ltblueberry

ltblueberry

02.11.2011 18:39

lief gestern im ZDF und kann deinen Bericht voll zustimmen.

negendank

negendank

11.03.2009 00:12

Da ich ohnehin wenig Zeit für das Kino habe, orientiere ich mich lieber an deinen Einwänden. Die Fakten kenne ich und Verirrungen muss ich mir nicht ansehen. (N.B. - Da habe ich eine sehr authentische Quelle. Mein Vater war theoretisch an der Operation Wallküre beteiligt. Nachdem der Plan scheiterte, wurde mein Vater so verwarnt, dass er entkommen konnte). Da glaube ich doch lieber den Erzählungen meines Vaters. VLG - Olaf

sindimindi

sindimindi

22.02.2009 00:53

Sprachliche Fehler und Verständnisfehler: Anscheinend hast Du den "Gördling" korrigiert - aber der Eindruck der Lieblosigkeit bleibt leider erhalten. Für den Zeithistoriker Sindimindi irritierend! Trotzdem noch hilfreich!;-) LG, Roland

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