Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

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Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

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Meine Operation Walküre!

3  13.02.2009

Pro:
Aueinandersetzung mit der Geschichte !

Kontra:
keine korrekte Wiedergabe der Fakten, amerikanischer Spielfilm !

Empfehlenswert: Ja 

Buecherjule

Über sich: Das ist mein Blog: http://mama-muetze.blogspot.co m/ - Unbedingt reinschauen! ...

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Der Film Operation Walküre

Vor gut einer Woche waren wir im Kino, ganz in Familie. Den Film suchte meine Tochter aus, sie behandeln gerade den Widerstand im Dritten Reich im Geschichtsunterricht und sie meldete sich freiwillig für einen Vortrag zum Thema. Mein Mann und ich sind sowieso immer an solchen Themen interessiert und wenn jetzt noch unsere interne Zeitplanung funktioniert hätte, wäre es ein toller Samstagabend gewesen. So allerdings saß Familie Buecherjule um 23.00 Uhr im Leipziger Cinestar für 8 Euro pro Person, kehrte des Nachts gegen 1.30 Uhr wieder heim und das Wochenende war hin. Warum? Uns, und besonders mich hat der Film so sehr beschäftigt, dass ich erst gegen 4.30 Uhr in mein Bettchen fand.
Nach zahlreichen Diskussionen und einer sehr intensiven Auseinandersetzung mit dem Gesehenen breche ich nun mein eigenes Tabu. Bisher habe ich noch nie über einen Film geschrieben.

Vorab möchte ich mich lieber selber gleich einschränken. Ich werde hier keine Geschichtsstunde zum Thema Attentat des 20. Juli abhalten und ich werde mich auch lieber nicht an der Diskussion beteiligen, ob ausgerechnet Tom Cruise als Weltrepräsentant von Scientology geeignet scheint, um Stauffenberg zu mimen!

1. Fakten zum Film selber

Filmdaten:

Deutscher Titel: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Originaltitel: Valkyrie
Produktionsland: USA, Deutschland
Erscheinungsjahr: 2008
Länge: 120 Minuten
Originalsprache: Englisch, Deutsch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Christopher McQuarrie, Nathan Alexander
Produktion: Bryan Singer, Christopher McQuarrie, Gilbert Adler
Musik: John Ottman
Kamera: Newton Thomas Sigel
Schnitt: John Ottman

Besetzung u.a.:

Tom Cruise: Claus Schenk Graf von Stauffenberg
Kenneth Branagh: Henning von Tresckow
Bill Nighy: Friedrich Olbricht
Tom Wilkinson: Friedrich Fromm
Carice van Houten: Nina von Stauffenberg
Thomas Kretschmann: Otto Ernst Remer
Terence Stamp: Ludwig Beck
Eddie Izzard: Erich Fellgiebel
Kevin McNally: Carl Friedrich Goerdeler
Christian Berkel: Albrecht Mertz von Quirnheim
Jamie Parker: Werner von Haeften
David Bamber: Adolf Hitler

Und weitere...

Handlung:

Die Planung und Ausführung des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 gehört zu den packendsten Episoden des deutschen Widerstands. Nachdem Oberst Claus Schenk von Stauffenberg erkennt, dass die politischen Entscheidungen der nationalsozialistischen Regierung Deutschland unvermeidlich ins Verderben stürzen, schließt er sich der Widerstandsbewegung an. Unter seiner Beteiligung entsteht ein brillianter Plan: Operation Walküre ? die Aufstellung einer Schattenregierung, die Hitler nach dessen Tod legitim ersetzen soll. Doch das Schicksal und die Umstände bringen Stauffenberg in eine riskante Lage. Er muss nicht nur den Putsch leiten, um die Kontrolle über die Regierung zu erlangen ? Er selbst muss Hitler töten.

Der Film zeigt den Werdegang des Wehrmachtsoffiziers Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und anderer Mitverschwörer gegen Adolf Hitler, vom Frontsoldaten in Afrika bis zu seiner Exekution nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944. Idee, Planung, Ausführung des Anschlags sowie die Mitverschwörer werden vorgestellt. Dabei zum Teil die Beweggründe eines großen Teils aus dem Offizierskorps stammenden Verschwörer aufgezeigt, wie auch die Schwierigkeiten der praktischen Umsetzung des geplanten Attentats und der nachfolgenden Operation Walküre.

Produktion:

Der Film geht auf eine Idee von Brian Singer zurück. Das Drehbuch kam von Christopher McQuarrie, der es zusammen mit Nathan Alexander verfasst hat. Für die Ausführung der Produktion war die Filmgesellschaft United Artists verantwortlich. Eigentlich war nur mit einem kleineren finanziellem Aufwand geplant worden. Aber durch den Einstieg von Tom Cruise als Hauptdarsteller, gleichzeitig Miteigentümer von United Artists, ergaben sich größere finanzielle Möglichkeiten. Damit waren auch umfangreichere Dreharbeiten möglich, z. B. mehrwöchige Außendrehs und Aufnahmen im Ausland. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als 60 Millionen Euro. Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) beteiligte sich mit 4,8 Millionen Euro an den Gesamtkosten. In den USA wird der Film durch MGM vertrieben, in allen anderen Ländern von 20th Century Fox.

2. Operation Walküre


Warum heißt der Film eigentlich Operation Walküre, wird sich mancher Leser und Zuschauer fragen. Hier muss ich nun doch einen Ausflug in die historischen Fakten wagen.

In der Operation Walküre war die Vorgehensweise der Wehrmacht zur Unterdrückung eines möglichen Putschversuches oder Aufstandes im Zweiten Weltkrieg geregelt, um eventuelle Aufstände seitens der Zivilbevölkerung, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen zu unterbinden.

Das Ersatzheer sollte dabei kriegswichtige Punkte in Berlin und anderen größeren Städten besetzen und gegen die Aufständischen vorgehen. Die Auslösung durch das Codewort Walküre war Adolf Hitler persönlich und dem Kommandanten des Ersatzheeres vorbehalten. Hitlers Vorliebe für die Musik Richard Wagners musste hier für die Namensgebung herhalten.


Der erste Punkt lautete: Der Führer Adolf Hitler ist tot.
Danach wurde die vollziehende Gewalt per Dokument auf den Befehlshaber des Ersatzheeres übertragen, der mit seinen Soldaten die Ordnung wiederherstellen soll.

Henning von Tresckow und Claus Schenk Graf von Stauffenberg nutzten gekonnt die Schwachstellen des Plans. Sie setzen auf die Wehrmacht und änderten Operation Walküre 1943 für die Bedürfnisse eines Einsatzes nach erfolgreichem Attentat auf Hitler unauffällig ab, so dass auch zentrale Personen der SS, des Sicherheitsdienstes, der Gestapo und der NSDAP verhaftet worden wären. Man wollte Hitler praktisch mit seinen eigenen Waffen schlagen und so eine neue Regierung ins Amt befördern.


All das wird ausführlich und verständlich im Film erklärt. Nur die beeindruckende Szene, als Stauffenberg die abgeänderte Fassung von Hitler unterschreiben lässt, hat so nie statt gefunden!


3. Meine ausführliche Filmkritik


Wie schon angedeutet, bot mir der Film sehr viel Diskussionsstoff innerhalb der Familie aber auch im Kollegenkreis. Laut einem Radiointerview gibt es nicht weniger als 58 Filme zum Attentat des 20. Juli 1944 (ich habe die Zahl nicht überprüft, bezweifle sie aber inzwischen). Nun also ein weiterer im Hollywoodformat mit dazugehörigem, allerdings etwas umstrittenem Star!

Das Thema ist es mit Sicherheit wert immer wieder verfilmt zu werden. Das fördert die fortwährende Auseinandersetzung mit unserer Geschichte und öffnet auch den nachfolgenden Generationen einen Weg, sich intensiver als nur im Geschichtsunterricht mit dem wohl dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu beschäftigen. Nicht zuletzt geht es hier um gelebte Zivilcourage, um Mut zum Widerspruch - ein Dauerbrenner: zeitlos und aktuell.
So bin ich der Meinung, auch dieser Film ob nun Nummer 11 oder 58 hat durchaus seine Berechtigung!


Es heißt, dieser Film wurde produziert, um dem amerikanischen Publikum das Thema näher zu bringen, um ihnen effektvoll zu präsentieren: es gab auch im Nazideutschland einen Widerstand! Gut, hier bei uns weiß das eigentlich jeder, abgesehen von ein paar rechten Ignoranten. Ich versprach mir von diesem Film gefühltes Wissen. Wissen und Details zu den Fakten, aber auch eine Annäherung an den Menschen Stauffenbergs, an seine Beweggründe, seine Entwicklung, seinen familiären Hintergrund bis hin zu seinen Zweifeln und seiner Angst.


Ersteres habe ich hier durchaus erfahren. Im Prinzip weiß natürlich auch ich, was da am 20. Juli 1944 geschehen ist, aber mit den Einzelheiten hapert es dann doch. Hier konnte ich nur lernen. Niemals zuvor hatte ich zum Beispiel von der Operation Walküre gehört oder dem so genannten Ersatzheer. Ebenso waren mir etliche Namen der Verschwörer unbekannt. Diese Fakten bekam ich hier auf dem Silbertablett serviert und dafür bin ich auch dankbar.


Allerdings irritiert mich dabei sehr, dass die Historiker sagen, man hätte sich hier nicht zwingend an die historischen Fakten gehalten. Das empfinde ich ja fast schon als Katastrophe, eine Einschätzung traue ich mir hier allerdings nur bedingt zu, da muss ich auf die Aussagen der Fachleute Vertrauen.
Künstlerische Freiheit in einem Spielfilm gern, aber nicht wider den historischen Fakten!


Kurz vor der Premiere des Streifens lief auf dem ZDF eine zweiteilige Dokumentation zu Stauffenberg. Dahinter stand natürlich der ZDF-Historiker Guido Knopp. In einem Interview bei Stefan Raab meinte er, man sollte vor dem Spielfilm diese Doku gesehen haben und das passende Buch gelesen haben und sich trotzdem auf Mission Impossible 4 einstellen ? dann wäre der Film empfehlenswert! Mein Mann hat zumindest das ZDF- Angebot wahrgenommen, ich nur teilweise. Da gab es allerdings für mich schon einige Ungereimtheiten. Ein Beispiel: in der Doku hieß es, Stauffenberg meldet sich freiwillig zum Afrikafeldzug, weil er die Nazis und ihre Ansichten in Deutschland nicht mehr ertragen kann. Im Film wird es anders dargestellt: hier entsteht der Eindruck, Stauffenberg musste auf Grund seiner aufrührerischen und gefährlichen Reden an die Front!

Weitere unglaubliche Fehler: Stauffenberg war nicht der Ersatzmann für General Oster, holte sich nicht die per Unterschrift besiegelte Zustimmung Adolf Hitlers zu den Walküre-Plänen. Hier handelt es sich aber um tragende Elemente des Filmes. Dieser Fauxpas lässt sich auch nicht mehr mit dem Recht auf eigene Ausgestaltung einer Geschichte im Spielfilmformat begründen!


Tom Cruise, ob nun geeignet oder nicht, spielt die Rolle gut. Er verkörpert Stauffenberg mit einer unglaublichen Ernsthaftigkeit, ohne billige Effekte oder Übertreibungen. Allerdings kann er mir nicht den Menschen Stauffenberg nahe bringen. Ich erfahre nichts von seiner zweifellos sehr bedeutsamen Entwicklung vom überzeugten Nationalsozialisten, der sogar noch den Ausbruch des Krieges begrüßt hat, hin zum Verschwörer und Attentäter oder gar seinen Zweifeln und Ängsten, ja selbst die Familie kommt hier zu kurz. Da bin ich sehr enttäuscht, hier jedenfalls kein gefühltes Wissen, nur trockene Fakten.


Der Film Operation Walküre startet in Afrika. Dort schreibt Stauffenberg seine Gedanken nieder, dessen Tenor ist: Hitler muss weg. Zu einem General sagt er, man kann nicht beiden dienen: Deutschland und Hitler, man müsse sich entscheiden. Und er hat sich entschieden und ist bereit nach dieser Maxime auch zu handeln! Was ihn dazu veranlasst hat, so zu denken, ja es sogar gegenüber Vorgesetzten auszusprechen, bleibt weiterhin im Dunkeln. Die angekündigte Entwicklung fehlt, hier befindet sich Stauffenberg bereits im Widerstand und handelt auch in Afrika schon so.


In anderen Szenen wird mir bewusst, ich befinde mich tatsächlich in einem Hollywoodstreifen. Hier schmückt man dann doch zuviel aus. Da stellt sich bei der standrechtlichen Erschießung Stauffenbergs Adjutant vor ihn ? Kintop! Oder aber man fälscht Befehle oder löst die unter einem anderen Namen aus, nichts einfacher als das!
Überhaupt kommt hier Action wirklich nicht zu kurz (Mission Impossible 4), dem Thema dann doch eher abträglich!


Kritisieren möchte ich hier außerdem, die absolute Fokussierung auf den Verschwörer Stauffenberg. Sicher, er spielte nun mal auch in der Realität die Hauptrolle, und doch gab es sehr viele mutige Männer an seiner Seite. Hier lässt man einzig unwidersprochen Stauffenberg zu. Beispielsweise stellt man Olbricht gar als Feigling dar (er zögerten den wichtigsten Befehl der ganzen Planung unnötig heraus) und Goerdeler als polemisierenden, machthungrigen, quertreibenden Politiker (er möchte Stauffenberg aus der Operation entfernen). Das ist nicht nur verzerrend, das ist herabwürdigend und verletzend.
Es scheint, als sehen die Filmemacher hier auch den Grund für das Scheitern des Attentats.

Auch hier noch ein kleines Beispiel: alle Delinquenten stehen aufrecht und sehen dem Aufmarsch ihres eigenen Erschießungskommandos entgegen. Olbricht steht als einziger gebeugt und blickt zu Boden ? was man mit so winzigen Details alles aussagen kann.


Einen letzten und für mich aber entscheidenden Kritikpunkt möchte ich hier noch erläutern. Im Film erscheint es völlig normal, sich im Widerstand zu befinden und mal eben über den Hochverrat zu plaudern. Belegen möchte ich auch dies mit einem konkreten Beispiel: da teilt man Stauffenberg einen neuen Adjutanten zu und bevor dieser überhaupt etwas über ihn erfährt und sei es nur sein Name, verkündet Stauffenberg statt einen freundlichen Guten Tag: ich will Ihnen nur sagen, was ich hier betreibe, ist Hochverrat! Hier haben wir es nicht nur mit dem schon zitierten Kintop zu tun. Ich finde es fast schon gefährlich, weil hier der Eindruck vermittelt wird, nichts leichter als das, verüben wir mal eben Hochverrat! Keine Spur von Geheimhaltung oder besonderer Vorsicht, von Gefahr für Leib und Leben oder für die Angehörigen. Nicht mal andeutungsweise tritt hier die gefürchtete Gestapo auf den Plan. Und eigentlich war jeder eingeweiht, wenn auch nicht jeder dafür. Dazu passt übrigens auch, dass der geneigte Zuschauer zwar die Daten aller folgenden Hinrichtungen erfährt, aber nicht, was Stauffenberg Frau Nina und ihre 4 Kindern, sowie das 5. zu dem Zeitpunkt noch ungeborene Kind, nach dem Attentat erleiden mussten. (KZ und Kinderheim)


Sorry, wenn das die Botschaft an die Amis ist, dann werden die sich mit Sicherheit fragen, warum nur so wenige wirklich Widerstand geleistet haben. Alles überzeugte Nationalsozialisten oder aber Feiglinge? Das kann doch nicht wahr sein!


Natürlich ist dieser Hollywoodfilm handwerklich sehr gut gemacht. Die Locations stimmen, die Besetzung ist sehr gut, die Geschichte spannend und flüssig erzählt. Sehr viel Wert legte man auf Details wie Uniformen und Umfeld. Die Atmosphäre passt, die Musik wird effektvoll eingesetzt, ergänzt oder unterstreicht bis hin zu Ausschnitten aus Wagners Walküre perfekt. Die Dialoge treffen, zerstören nicht, erklären vorsichtig. Beeindruckend: Szenen ohne Dialog einfach nur Kamera auf Cruises Gesicht oder aber sein Bemühen sich nach seiner Verletzung selber anzuziehen. Stille Verleihung von Orden im Lazarett an Schwerstverletzte, spielende Kinder, Hitler streichelt völlig selbstvergessen seinen Hund. Hier verstehen die Filmleute ihr Handwerk, hier maße ich mir bestimmt keine Kritik an!
Hervorheben möchte ich eine gewisse Detailverliebtheit mit deutlicher Aussagekraft. Stauffenberg trägt meist eine Augenklappe, bei seiner schweren Verletzung in Afrika hat er unter anderem ein Auge eingebüßt. Allerdings setzt er bei bestimmten, gewichtigen Gelegenheiten sein Glasauge ein. Einmal nutzt er es auch als Erkennungszeichen, er wirft es in ein Schnapsglas und der Betreffende weiß sofort Bescheid. Beim Attentat, der 2. Versuch, selber verzichtet er auf das Einsetzen des Glasauges!

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man hier auf umständliche Erklärungen gewisser militärischer Strukturen verzichtet hat. Allerdings tun sich da für den Laien einige Verständnisprobleme auf. Überhaupt werden auch die handelnden Personen nur sehr spärlich eingeführt, hier verlangt man dem Zuschauer einiges ab.

4. Mein Fazit


Dieser Film dürfte mal wieder polarisieren. Ein gut gemachter, effektvoller Hollywoodstreifen, der sicherlich seine Zuschauer zahlreich findet. Ebenso wird er Anhänger finden, aber eben auch Kritiker!
Beim Verlassen des Kinos meinte mein Mann, wenn wir den nicht gesehen hätten, hätten wir auch nichts verpasst! Dem stimme ich nur bedingt zu. Ich will mich mit diesem Thema beschäftigen und ich möchte, dass auch meine Tochter das tut. Diesem Anspruch genügt der Film alle mal. Nur sollte man es eben kritisch, mit dem nötigen gesunden Menschenverstand tun.

Wenn man über diesen Film spricht, das Thema diskutiert, nachliest und sich mit den historischen Fakten auseinandersetzt, dann hat ?Operation Walküre? für mich schon seine Mission erfüllt. Wenn man den Stoff dann noch als Beispiel für ganz besonders selbstlose Zivilcourage im historischen Zusammenhang sieht und vielleicht erkennt, wie brandaktuell dieses Thema auch in der heutigen Zeit ist ? dann wurde schon viel erreicht.
Allerdings ist es nach meiner Überzeugung ein unglaublicher Frevel, wenn man historische Fakten mit Hilfe der künstlerischen Freiheit einfach falsch wiedergibt und das Ansehen verdienter Persönlichkeiten schädigt.

Empfehlen kann ich die Internetseite zum Film, die ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Sie ist erstklassig gemacht, bietet sehr viele Informationen und macht Lust auf diesen Film, aber auch auf die Auseinandersetzung mit dem Thema selber!

So vergebe ich hier aus genannten Gründen nur 3 Sterne für den Film ?Operation Walküre?!

Hiermit lege ich meine erste Filmkritik vor. Für eine konstruktive Kritik bin ich in jedem Fall dankbar. Übrigens ist es ein reiner Zufall, ausgerechnet zum Produkt der Woche einen Beitrag geleistet zu haben.

Folgende Quellen habe ich benutzt:
http://www.walkuere-derfilm.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Walk%C3%BCre_%E2%80%93_Das_Stauffenberg_Attentat
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Walk%C3%BCre

Der vollständigkeitshalber möchte ich hinzufügen, dass ich auf das vorbereitende Studium von profunden Filmkritiken bewusst verzichtet habe.

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arielle76

arielle76

08.04.2009 23:13

Einfach nur klasse LG Arielle

ThomasPohlert

ThomasPohlert

07.04.2009 23:52

Ich bin eigentlich auch kein Fan von Tom Cruise, aber ich möchte mir den Film trotzdem gern noch ansehen, schon um zu sehen, wie er den Stauffenberg spielt. Immerhin hat Cruise bis zu dem Tag, als er das Drehbuch gelesen hatte, wie so viele Amerikaer auch, nicht einmal gewußt, dass es in Nazi-Deutschland auch einen Widerstand gab... LG

Mandee

Mandee

20.03.2009 15:35

den film hab ich boykottiert ;) mag tom cruise überhaupt nicht. aber dein bericht ist wirklich super gelungen!

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