Können Beschreibungen von Sexpraktiken in Büchern deutlicher und aggresiver sein als ein Pornofilm? Wer Opus Pistorum von Henry Miller gelesen hat, wird diese Frage ziemlich albern finden. Opus Pistorum ist so ziemlich die direkteste und mithin pornographischte Beschreibung von Sex die man ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von 23_lisa über Opus Pistorum / Miller, Henry 29. November 2001
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
anspruchsvoll
Unterhaltungswert:
hoch
Spannung:
wenig spannend
Humor:
durchschnittlich humorvoll
Aufmachung:
ok
Pro:
trotz allem amüsant
Kontra:
KRANK
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Können Beschreibungen von Sexpraktiken in Büchern deutlicher und aggresiver sein als ein Pornofilm? Wer Opus Pistorum von Henry Miller gelesen hat, wird diese Frage ziemlich albern finden. Opus Pistorum ist so ziemlich die direkteste und mithin pornographischte Beschreibung von Sex die man sich denken kann. Jeder Pornofilm und auch der grösste Teil der erotischen Literatur wirkt wie Ringelpiez mit Anfassen gegen die Ergüsse Millers.
Worum geht es in Opus Pistorum, was ist die Geschichte? Nun, eigentlich ist das nicht wirklich erwähnenswert. Denn vom ersten Satz dieses Buches bis zum letzten geht es hier nur um Körperöffnungen und wie man sie stopft. Die vage darum angesiedelte Erzählung kann man getrost unerwähnt lassen, denn sämtliche Figuren, wie intelligent sie auch ausgearbeitet sein mögen, reihen sich doch nur nahtlos ein in die Schlange der Wartenden, die im Laufe des Buches dann noch nach allen Regeln der Kunst penetriert werden.
Henry Miller hat Opus Pistorum ("das Werk Müllers") in seiner Pariser Zeit geschrieben. Getrieben von finanzieller Misere schrieb er für seinen Verleger regelmässig Pornogeschichtchen, welche dieser unter dem Ladentisch an wissende Kunden verkaufte. Teilweise schrieb Miller sogar "on demand", um den sexuellen Vorlieben eines wohlhabenden Lesers genüge zu tun. Aus diesen Schmierengeschichten ist OP hervorgegangen.
Sanfte Erotik ist in OP nicht zu finden. Stets geht es hart zur Sache, und wer das Buch zur Erotisierung liest, sollte auf Derbes stehen (aber das tut ja praktisch jeder von Zeit zu Zeit). Allerdings strapaziert Miller bisweilen die Grenze zwischen Lust und Wahnsinn doch sehr stark und nicht selten sagt man: das ist krank. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals bei der Beschreibung von Sex so etwas sagen würde. Ich habe die Verfilmung von "Crash" von David Cronenberg über mich ergehen lassen und auch wenn viele das Sexuelle an diesem Film als "krank" bezeichnet haben, kam mir dieses Wort nicht über die Lippen. Doch hier lässt es sich nicht mehr vermeiden. Ein paar Beispiele: gleich zum Auftakt füllt der Protagonist ein dreizehnjähriges Mädchen mit Alkohol ab, um sie danach zusammen mit einem Freund zu entjungfern. Inzest und Vergewaltigung gibt es dann später ebenso wie Sex mit Kleinwüchsigen.
So anturnend Millers Sprache ist: der Zweck dieser Episoden, kranken Adligen die Wichsvorlage zu liefern trieft aus allen Poren dieses Romans und das ist manchmal nur schwer erträglich. Auch wenn man die Bereitschaft mitbringt, sich auf dieses Buch einzulassen und sich sexuell von ihm stimulieren zu lassen: die Widerwärtigkeit mancher Aktionen lässt das Buch vielfach die Wirkung verfehlen, die es ursprünglich erzeugen wollte.
Pro: einzigartig Kontra: den Sex mit Kindern hätte man ausblenden müssen
...vor 7 Jahren das Buch Opus Pistorum von Henry Miller in den Fingern gehabt. Zwischenzeitlich war es mal 2-3 Jahre auf dem Index für jugendgefährdende Schriften. Letztendlich wurde es aber von entsprechenden Gerichten wieder als Weltliteratur eingestuft und damit als allgemein zugänglicher Lesestoff neu aufgelegt.
Henry Miller war ebenso wie Anais Nin in seiner Hauptschafensphase zumeist sehr arm. Um sein künstlerisches Schaffen zu finanzieren schrieb ... ...pistorum zusammengefasst sind.
In dem Buch finden sich Stories, die ich verabscheuenswürdig finde: Beschreibungen von Sex mit Kindern finde ich absolut daneben, damals gab es wohl auch einen "Kunden" H.M. der das in Auftrag gegeben hat.
Insgesamt finde ich das Buch aber interessant und vor allem absolut einzigartig. Selbst Charles Bukowski ist hier ein Märchenerzähler dagegen. Bezeichnend ist die absolut vulgäre und dabei aber sehr kreative Gossensprache ...
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Pro: erotisch Kontra: für jugendliche nicht geeignet
...Ganz Besoners ist das bei Opus pistorium der fall, hier kommt er besonders schnell zur Sache. In diesem Buch schildert er in aller Ausführlichkeit sein Sexleben in Paris. Wobei er wirglich fast kein Deteil ausläßt was dieses Buch zum Porno macht und erhlichgesagt in manchen Szenen geht er auch zu weit. Man kann in diesem Buch fast jede Seite aufschlagen überall nur Pronographie. Ich finde dieses Buch trozdem genial weil die Sprache und die Art der ... ...Übersetzer ins Deutsche beigetragen.
Was mich wundert das dieses Buch in jeder größeren Buchhandlung im einfach so im Regal steht obwohl es für Kinder und Jugendliche nicht geeignet ist.
Wer es ein bischen weniger weniger Pornographisch mit mehr Handlung haben will der sollte die die Drillogie Sexus, Nexus und Plexus von Henry Miller lessen.
Also viel spass beim lessen ...
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Pro: sehr detaillierte Beschreibungen :) Kontra: kein roter Faden
...ICH hatte erst opus "PISStorum" verstanden und schmunzelte bereits beim Gedanken an diesen vulgären Titel. Tatsächlich aber wurde ich nicht enttäuscht:
Durchgehend in der Ich-Perspektive eines Mannes geschrieben, der sein Geschlechtsteil liebevoll "John Thursday" nennt, verspricht "Opus Pistorum" lockeres Lesevergnügen für einen gemütlichen Abend am Kaminfeuer! Es geht los mit dem Vernaschen einer "reiferen" Dreizehnjährigen. Im weiteren Verlauf ... ...Beschreibung des Geschlechtsaktes zwischen Mann und Frau; auch die Kombination Mensch // Tier bleibt nicht ungenannt! Jede Stellung wird erwähnt und auch der erfahrenste Mann wird hier noch Techniken zum "Beglücken" einer Frau vorfinden können. Dann trifft man noch auf "Golden Shower"-Spiele, schwarze Messen und Vergewaltigung! Dies ist kein Buch für Minderjährige. Ich halte es vor meinen Geschwistern gut versteckt - VORSICHT! Hier wird wirklich ...
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Der als Autor der Wendekreis-Bücher bekanntgewordene, lange mit Anais Nin verbandelte Henry Miller hat mit OP, das posthum veröffentlicht wurde, wie mit einem Paukenschlag die literarische Welt erschüttert.Das Buch sei reine Pornographie sagen die einen, ein liebevoll-ironischer Blick in die lebhaften Pariser Jahre Millers, sagen die anderen. Und wirklich, daß Miller kein Kind von Traurigkeit war, weiß man. Daß er es so toll treiben konnte, wie in ... ...vor seinem Tode ausgedacht hatte, schon hinweist, wer hätte ihm das zugetraut? Hier verfließen im Rückblick Realität und Fiktion, wird Gewünschtes wahr; sollte man meinen. Aber Henry Miller war in Geldnot, als er die saftigen Geschichten schrieb und er bekam von seinem Verleger einen Dollar pro gedruckter Seite. Dennoch ergibt sich eine kaleidoskopische Gesamtschau der Ungeheuerlichkeiten, die nur von einer marginalisierten Inzestgeschichte einer ...
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Pro: erheiternd und äußerst wirkungsvoll Kontra: Nichts für zartbesaitete Gemüter!
Wer Henry Miller kennt und Werke wie "Der Wendekreis des Krebses" oder "Der Wendekreis des Steinbocks" gelesen hat, weiß, daß die Romane Millers bisweilen nicht gerade zur leichteren Lesekost zu zählen sind. Gesellschaftskritisch bricht Miller in seinen Romanen alle Tabus, rechnet mit Heuchelei und Engstirnigkeit ab und liefert oft auch philosophische Exkursionen.
"Opus Pistorum" ist nicht mit den übrigen Werken Henry Millers zu vergleichen. Allenfalls ... ...zarte Gemüter ist dieses Buch des amerikanischen Autors nichts. Miller beschreibt hier in Ich-Form und zeitweise vulgärem Chargon sexuelle Ausschweifungen unter den Dächern von Paris. Doch gerade sein derbes Vokabular schafft eine Natürlichkeit, die den Leser nicht daran zweifeln läßt, daß Miller tatsächlich all die kuriosen Begegnungen und Szenarien, die er mit erschreckender Ausführlichkeit und mit allen nur vorstellbaren Details schildert, selbst ...
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Pro: sehr sinnlich, unterhaltsam und abwechslungsreich Kontra: Humor und Ironie sind gut versteckt
...zwei Tage lang in ihr Zimmer einschloss, um nicht anderes zu tun, als sie zu vögeln. Und sie, die Ich-Erzählerin, weint den schönen, lauen Sommerabenden in St. Tropez nach, als sich die Yachtbesitzer zu den Malern und Theaterleuten setzten, als wäre sie eines gemeinsamen Standes.
16) Das Vorwort (das ein Nachwort bildet)
Das dem Buch vorangestellte "Postskriptum" (das "Vorwort" beschließt das Buch) klärt den Leser bzw. Hörer darüber auf, dass es sich lediglich um Auftragsarbeiten handle, die von einem Sammler bestellt wurden. Da HenryMiller den Auftrag, für 1 Dollar eine Seite Erotika zu liefern (so enstand "OpusPistorum") nicht ganz erfüllen konnte, sprang Nin ein, um ihnen beiden den Lebensunterhalt zu verdienen. Das Geld hatten sie auch bitter nötig, denn in Greenwich Village lebten sie arm wie die Kirchenmäuse. Der Sammler...
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Pro: sehr sinnlich, unterhaltsam und abwechslungsreich, einfühlsam & sympathisch vorgetragen, ausführliches Booklet Kontra: Humor und Ironie sind gut versteckt, hoher Preis, Klimt-Bilder im Booklet ohne Titel
...ein Nachwort bildet)
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Das dem Buch vorangestellte "Postskriptum" (das "Vorwort" beschließt das Buch), klärt den Leser bzw. Hörer darüber auf, dass es sich lediglich um Auftragsarbeiten handle, die von einem Sammler bestellt wurden. Da HenryMiller den Auftrag, für 1 Dollar eine Seite Erotika zu liefern (so enstand "OpusPistorum") nicht ganz erfüllen konnte, sprang Nin ein, um ihnen beiden den Lebensunterhalt zu verdienen. Das Geld hatten sie auch bitter nötig, denn in Greenwich Village lebten sie arm wie die Kirchenmäuse. Der Sammler bestand darauf, dass sie alle Poesie wegließ.
Doch was und wie konnte sie schreiben? Das Vorbild für Erotika bildeten in den 1940er Jahren nur die Schriften der Männer. ("Josefine Mutzenbacher" war in den USA offenbar unbekannt.) Doch Nin sah die weibliche...
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sehr hilfreich 17.09.2006
(19.07.2008)
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