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Die Oscarverleihung in diesem Jahr stand ganz im Zeichen der Afroamerikaner, des Rennens von „A Beautiful Mind“ und „Herr der Ringe“ um die begehrtesten Trophäen und auch hier der Trauer um die Opfer von New York. 1:15: Im Studio und am Roten Teppich leiten Susann Attwell, Aiman Abdallah (Studio) Steven Gätjen (Red Carpet) die Nacht ein, bevor es zu den Kollegen vom amerikanischen Fernsehen geht. Gezeichnet ist diese erste ¾ Stunde von diversen Pannen und Versprechern. Beispiele: Gätjen zu Baz Luhrman (Regisseur von Moulin Rouge): „Ja ich habe jetzt hier Baz Luhrman und meine Frau und ich will ihn mal fragen,...“ Abdallah zu Atwell: „Und es ist schon toll, dass hier bei der 24. Verleihung...“ (es war die 74.) Atwell: „Also, Jennifer Connelly gewinnt also den Oscar in der Kategorie ‘Bester Nebendarsteller’…”
Die Show selber war wie immer ein Riesenspektakel. Als es dann um 2:30 los ging, konnte man es eigentlich auch kaum noch erwarten. Whoopi Goldberg führte durch die Show, war aber im Gegensatz zum letztjährigen Moderator Steve Martin nicht so präsent wie dieser. Neben den vielen Darstellern, die die Oscars verliehen, gab es ein buntes Programm, das die Show für Publikum und Zuschauer kurzweilig machte (mit Ausnahme der sehr häufigen Werbeunterbrechungen).
Die Höhepunkte des Programms: Whoopi Goldbergs Einschweben zu Beginn der Show in perfekter Moulin Rouge – Manier. Der Auftritt des „Circe de Soleis“ Der Auftritt von Woody Allen, der eine schöne Einleitungsrede für seine Stadt „New York“ hielt und der dazugehörige Kurzfilm Der Gewinn des Oscars in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ und die bewegende (und von Weinkrämpfen begleitete) Rede von Halle Berry, die die Chance nutzte, auf die immer noch herrschenden Rassenunterschiede in den USA aufmerksam zu machen
Die Show war dahin gehend sehr kurzweilig, weil es ein spannendes Rennen zwischen „A Beautiful Mind“ und „Herr der Ringe“ war, wobei der erste Film am Ende vorne lag. Zwar haben beide Filme vier Oscars gewonnen, doch „A Beautiful Mind“ in den deutlich wichtigeren Kategorien. So war dann auch das Programm sehr abwechselungsreich. Die nominierten besten Filme wurden vorgestellt und die besten Songs wurden diesmal in einem Rutsch hintereinander gesungen.
Gastgeberin Whoopi Goldberg machte aus der Verleihung eine schöne Show, in der nichts zu kurz kam. Ernsthaftigkeit in der Situation der Trauer um die New Yorker Opfer, Humor in der Weise, dass die Stars dran glauben mussten und eine Portion unterschwelligen Vorwurf, als sie verdeutlichte, dass es das erste Mal sei, dass so viele schwarze Darsteller nominiert seien. Doch alles wurde eher von der humoristischen Seite genommen und kam beim Publikum auch gut an.
So verflogen die 4 ½ Stunden recht schnell und es wurde nie richtig langweilig. Und da ich mit ein paar Freunden eine Oscarnacht gemacht habe, kam man auch gar nicht in Versuchung, einzuschlafen. Wenn man dann noch den internen Oscartipp gewinnt...
Die wichtigsten Gewinner: Bester Film: A Beautiful Mind Bester Regisseur: Ron Howard (A Beautiful Mind) Bester Hauptdarsteller: Denzel Washington (Training Day) Beste Hauptdarstellerin: Halle Berry (Monster’s Ball) Bester Nebendarsteller: Jim Broadbent (Iris) Beste Nebendarstellerin: Jennifer Connelly (A Beautiful Mind) Bester ausländischer Film: No Man’s Land aus Bosnien-Herzogovina Bester Animationsfilm: Shrek Bester Song: „If I didn’t have you“ von Randy Newman (Monster AG)
Herr der Ringe bekam seine vier Oscars in den Kategorien: Beste Kamera, Bestes Make Up, Beste Filmmusik, Beste Spezialeffekte
Weitere Infos und viele Bilder unter www.oscar.com
Es hat Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Jahr
allerdings muss ich sagen, dass die verleihung im vergleich zu den letzten jahren irgendwie an zauber verloren hat. lag wohl daran, dass es an (von herr der ringe mal abgesehen) bemerkenswerten filmen eher gemangelt hat. außerdem waren steve martin und billy crystal um klassen besser als goldberg. feiner bericht, gruß ingo
Naja, Denzel Washington als bester Hauptdarsteller fand ich doch sehr überraschend und obwohl ich noch keinen Blick auf Will Smith in "Ali" werfen konnte, glaube ich, dass dieser den Oscar eher verdient hätte. Aber mit ehemaligen Komikern hat die Oscar-Jury schon immer Probleme gehabt (man denke nur an Jim Carrey und seine zwei überragenden Vorstellungen in "die Trueman Show" und "der Mondmann")! Für mich war auf jeden Fall Jack Nicholson in "das Versprechen" der beste Hauptdarsteller des vergangenen Jahres... carpe diem - JENS
02.04.2002 15:40
allerdings muss ich sagen, dass die verleihung im vergleich zu den letzten jahren irgendwie an zauber verloren hat. lag wohl daran, dass es an (von herr der ringe mal abgesehen) bemerkenswerten filmen eher gemangelt hat. außerdem waren steve martin und billy crystal um klassen besser als goldberg. feiner bericht, gruß ingo
01.04.2002 19:35
Naja, Denzel Washington als bester Hauptdarsteller fand ich doch sehr überraschend und obwohl ich noch keinen Blick auf Will Smith in "Ali" werfen konnte, glaube ich, dass dieser den Oscar eher verdient hätte. Aber mit ehemaligen Komikern hat die Oscar-Jury schon immer Probleme gehabt (man denke nur an Jim Carrey und seine zwei überragenden Vorstellungen in "die Trueman Show" und "der Mondmann")! Für mich war auf jeden Fall Jack Nicholson in "das Versprechen" der beste Hauptdarsteller des vergangenen Jahres... carpe diem - JENS
01.04.2002 15:28
aber ich denk mal der job von steven gätjen war ja wohl nicht so einfach - da darf man sich mal versprechen. gruß vom alias