Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
ein nettes freundliches Familienfest |
| Kontra: |
schlechtes Wetter ? |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ich hab mir bisher wenig Gedanken darüber gemacht, aber ab und zu denk ich doch schon manchmal, warum feiern wir eigentlich Ostern?
Ich hab mir bisher wenig Gedanken darüber gemacht, aber ab und zu denk ich doch schon manchmal, warum feiern wir das eigentlich?
Ich habe mich wenig um die Bedeutung geschert, denn auch meine Eltern waren nicht gläubig und somit blieb Ostern ein Fest der bunten Eier, Küken und Osterhasen. Aber dazu gleich mehr. Aber eigentlich ist es ein religiöses Fest.
Der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi bildet den Kern dieser Religion. Damit ist es gleichzeitig das älteste und Hauptfest der Christen. Nicht Weihnachten, wie wohl weit verbreitet angenommen wird. Nein, erst war der Glaube an die Möglichkeit der Auferstehung überhaupt, dann die Geburt von Jesu Christi.
"Nach dem Konzil von Nicäa" (Zitat Lexikon - was das bedeutet weiß ich nicht) wurde das Fest auf den Sonntag festgeschrieben, der dem ersten Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche folgt.
Ostern ist auch das Fest der Auferstehung in übertragener Bedeutung, wenn ich bedenke, dass da meist der Frühling beginnt, die Natur erwacht, nach dem Winter wird nun alles wieder mit Leben erfüllt, die Frühlingsgefühle erwachen, die Tiere kommen aus ihrem Bau, die Vögel aus den wärmeren Gefilden zurück, usw.
Der Papst gibt seinen Ostersegen, bekannt auch unter dem Namen Urbi et Orbi - dann tritt er in Rom auf und spendet seinen Segen der Stadt und der ganzen Welt. Wie gesagt, ich kümmere mich da wenig drum, aber der Vollständigkeit halber möchte ich das mit erwähnen.
In manchen Ländern ist Ostern auch so eine Art Erwachen des Dürfens auf das vorherige Fasten im Winter. Nun darf wieder der Völlerei gefrönt werden.
Das Wetter verändert sich und auch bereitet sich der Körper nun besser auf mögliche Heilverfahren vor, Ostern hat also auch prophetischen Charakter, Liebesorakel werden ausgesprochen und vieles andere mehr.
So die Überlieferung.
Was kenne ich sonst noch von Osterbräuchen
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Osterbrot und Ostergebäck:
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Ebenfalls durch die Kirche entstanden, die Bedeutung dieses Gebäckes. Dazu trugen die Frauen selbstgebackene Kekse oder anderes Gebäck in die Kirche, der Priester weihte es dann und nun trugen sie es nach Hause zurück und maßen ihm dadurch eine Bedeutung bei.
Es gibt Gründonnerstagsbrot, Gründonnerstagskuchen, Karfreitagsbrot, Osterbrot - und all dem wird eine besondere Kraft zugesprochen. Es soll Hexen vertreiben, gegen böse Geister wirken und das Vieh in den Ställen schonen. Manches Ostergebäck wird damals wie heute in verschiedenen Figuren gebacken, wie zum Beispiel Vogelkopf, Hirsch, Hase, Hahn oder Lamm. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Osterei:
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Das Ei ist ein uraltes Symbol der Lebenskraft und der Fruchtbarkeit. Seit dem 12. Jahrhundert wurde festgelegt, zu den Osterfeiertagen Eier zu essen. Jeder Christ soll da wenigstens ein Ei essen, damit die symbolische Kraft zur Wirkung kommt. Auch werden Ostereier zu dieser Zeit verschenkt.
Anders als zu Weihnachten kommen diesen Eiern bzw. Geschenken heilbringende Kräfte zu. Damit diese Heilkräfte auch wirken können, müssen deshalb diese Eier erst gesucht werden, damit jeder, der ein Ei findet, diese auch in Empfang nehmen kann.
Der Osterhase selbst wird 1789 in einem Schweizer Kinderlied erwähnt, andere Forscher wollen ihn schon im Jahr 1682 entdeckt haben.
Osterfeuer:
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Am Karsamstag oder auch zu den Osterfeiertagen ist es üblich, so genannte Osterfeuer zu entzünden. Da wo kein Osterfeuer brannte, so die Überlieferung, würde Gott im nächsten Jahr ein Feuer an anderer Stelle entzünden.
Allerdings sind hier bei diesem Brauch die Geistlichen dagegen und sehen es als Teufelswerk.
Bei diesem Feuer sollten möglichst die frischgebackenen Ehemänner vom Vorjahr diese entfachen, dann hat das Feuer eine größere Kraft. Wogegen und wofür es allerdings dienen sollte, das konnte ich leider nicht herausfinden bei meiner Recherche.
Osterkerze:
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Alle Lichter in der alten christlichen Kirche wurden am Gründonnerstag gelöscht, nur die Kerzen, die mit den heiligen Kreuzesnägeln geschmückt waren, durften brennen bleiben. Aber die löschte man spätestens am Karsamstag dann.
Danach aber tauchte man alle in neu geweihtes Taufwasser und entzündete sie von Neuem. Das hat wieder mit der Auferstehung Jesu Christi zu tun, der so mit neuem Leben erwachen sollte. Das Licht der Welt war wieder da. Das von diesen Kerzen herunter laufende Wachs wurde von den Gläubigen wegen seiner angeblichen besonderen Kraft gesammelt.
Osterlamm:
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Das ist ein Brauch, an dem zu Ostern ein Lamm geopfert wurde. Es gilt als Sinnbild des Heilands.
Für mich persönlich finde ich es immer schön, wenn zu Ostern nicht Lämmer geschlachtet werden, sondern zur Welt gekommen sind. Diese kleinen Osterlämmer sind für mich das Sinnbild der erwachenden Natur, der Tierwelt, die so durch kleine Lämmchen, die in den Frühling hineingewachsen sind, wieder zum Leben erwacht.
Osterochse:
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Auch hier ein Sinnbild des Frühlings. Es wurde ein Ochse (oder mehrere) durch die Straßen geführt und dann geschlachtet. Jede Familie nahm dann ein Stück von ihm mit nach Hause und feierte so den Einzug des Frühlings.
Osterreiten:
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Hier ritten die Kinder und Bauern um die junge Saat mit ihren Pferden, um das Gedeihen zu fördern.
Auch ein Ritt durch brennendes Stroh wurde in vielen Ländern zur Tradition.
Ostersonne:
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Ihr wird nachgesagt, dass sie am Ostersonntag bei ihrem Aufgang einen Freudentanz aufführt und deshalb besonders schön scheint.
Bei Christen ist es noch so, dass sie daran glauben, es durch ein durchgestochenes Papier oder durch ein Seidentuch sehen zu können. Wer das nicht sieht, ist behext
Auch sagte man zu zitternden Reflexionen in der Sonne, dass ein Lamm darin tanzen würde. Oder auch, dass eine Jungfrau in der Sonne sitzt und Blumen auf die Erde schicken würde.
Tatsächlich ist es so, dass Ostern meist so im Kalender angelegt ist, dass an diesem Osterwochenende tatsächlich die Sonne schön scheint und so endgültig den Frühling einläutet. Zusammen mit den bunten Eiern, der grünen Wiese und dem Sonnenschein hat man wirklich das Gefühl, dass sich nun die Natur einen Ruck gegeben hat und der Frühling sich festigen würde.
Was halte ich von alldem ?
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Wie ich schon eingangs sagte, haben meine Eltern sich nie um diese Überlieferungen gekümmert, wir sind keine Christen und somit auch nicht gläubig.
Für uns ist Ostern damals wie heute ein Familienfest. Wir bereiten Ostern so vor, dass wir Karfreitag, spätestens Samstag die Ostereier färben und verzieren. Dafür gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, die Eier schön zu gestalten. Egal wie wir uns entscheiden, uns macht die Oster-Verzierung immer wieder Spaß.
Als die Kinder noch kleiner waren, haben wir auch regelmäßig Bastelbögen verwendet, um verschiedene österliche Dinge für die Eier oder auch für Dekoration zu basteln.
In unsere Wohnung und auch auf dem Balkon haben Stiefmütterchen, Osterglocken und Frühlingssträuße Einzug gehalten, um die Stimmung auf Ostern zu lenken. Auch gibt es Tischdecken, Schalen und andere Deko-Sachen, die ich dafür verwenden kann.
Schokoladeneier, Küken, Hasen und andere für das Osternest geeignete Artikel werden eingekauft und am Oster-Sonntag-Vormittag werden die so vorbereiteten Osternester versteckt und von den ganzen Familienmitgliedern gesucht - und gefunden.
Wenn das Wetter schön ist, geht das auch im Garten und nicht nur in der Wohnung, das macht uns immer viel Spaß. Dabei kann es auch durchaus sein, dass manche Verstecke des "Osterhasen" schon außergewöhnlich sind, zum Beispiel hatten meine Eltern ein Osternest einmal in einer Astgabel versteckt. Da muss man erst einmal draufkommen. Oder auch hinter dem Gardinenschal angesteckt, so dass man im ersten Moment diesen Hasen natürlich nicht sieht.
Bei schönem Wetter gibt's dann meistens noch einen Osterspaziergang bei Sonnenschein, durch die erblühten Frühlingswiesen und ihren ersten farbenfrohen Blumen auf dem erwachten grünen Rasen.
Die Eier essen wir dann auch zu Ostern, jedenfalls die ersten, so dass wir sogar in diesem Fall das überlieferte Ess-Ritual mit machen, auch wenn er für uns eine ganz andere Bedeutung hat, als wie die Überlieferung uns sagt.
So, das sind also meine Ausführungen zu den Oster-Tagen.
Ich wünsche euch schöne Ostern, freundliches Wetter und farbenfrohe leuchtende Wiesen. Und ein paar nette (Schoko)-Osterhasen mit langen Ohren.
Eure DagSonja
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