Irving und die Blechtrommel
30.01.2001
Pro:
Man möchte diesen Wicht sofort als Freund haben
Kontra:
es gibt keinen Irving - Roman, der ebensoviel Spaß macht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 superdjango
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Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 9 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Sicherlich ist "Owen Meany" John Irvings stärkstes Buch, obwohl eigentlich "Garp" auch ausgezeichnet ist und "Gottes Werk..." ebenso und ... So ist es bei John Irving eben, irgendwie mag man alle seine Bücher, und doch trägt Owen Meany ganz offen und von Irving auch zugegeben die Ähnlichkeit mit Günter Grass' Blechtrommel. Obwohl die Handlung eine verschiedene ist, gleichen sich doch die Hauptcharaktere in beiden Romanen ziemlich. Wie bei dem deutschen Werk haben wir auch hier einen Wicht als Helden, einen Zwerg mit einer besonderen Stimme, die bei Grass zwar Gläser zersingen kann und bei Irving nur krächzt, doch dafür hat man Owen Meany viel schneller und auch viel lieber gern als Oskar Matzerath (man bemerke hier die selben Initialen!), der beim Lesen eher akzeptiert als geliebt wird ( so war es bei mir zumindest). Auch den Vergleich mit dem Jesuskind ziehen beide Protagonisten; Owen besteht darauf, beim alljährlichen Krippenspiel in der Krippe zu liegen und Oskar läßt sich von seiner Bande in der Kirche in den Schoß der hölzernen Madonna betten. Der Schluß hingegen untwerscheidet völlig: Während Oskar sich entschlossen hat, wieder zu wachsen und eher sang- und klanglos von dannen zieht, bereitet sich Owen auf seinen bevorstehenden Tod vor, den er vorraussieht. So schafft er es am Ende des Romans dem Leser ein Glücksgefühl zu entlocken, wie es selten nach einem Buch der Fall ist. Obwohl Owen stirbt, ist man vom Lesen ganz benebelt und möchte am liebsten in die Welt hinausbrüllen: "Ein Hoch auf Owen Meany!"
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Owen Meany - Irving, John
Taschenbuch, , 864 S., Roman, Erschienen: 1992
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Taschenbuch, Verlag: Diogenes, Reihe: detebe Diogenes Taschenbüche
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Owen Meany, John Irving
1992, Maße: 11,5 x 18 cm, Taschenbuch, DeutschJohn Irvings Auseinandersetzung ...
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01.10.2006 13:23
Bevor man Vergleiche anstellt, sollte man erst einmal grob den Inhalt darlegen...
30.01.2001 00:26
Vorneweg: ist verdammt lang her, daß ich dieses Buch gelesen habe. Mir hat es damals eine Zeitlang sehr gut gefallen, bis ich eines feststellte. Owen Meany hat gegen Ende des Romans eine Selbstgerechtigkeit und Ausschließlichkeit seiner Meinung (die ich damit auch dem Autoren unterstellen würde), die ich zum Kotzen fand. Seitdem lese ich John Irving nicht mehr. Trotzdem...ein sehr gutes Buch. gruß vfrey