Ich fahre den PGO T-Rex nun seit einem Jahr. Zuvor hatte ich einen Yamaha Neo's, der nach einem Unfall Totalschaden hatte. Ich wusste, dass ich den neuen Roller keine zwei Jahre mehr fahren werd, und hab daher in erster Linie auf den Preis geschaut - und dabei einen guten Kauf gemacht!
Design, Platz, Allgemeines
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Auf den ersten Blick wirkt der T-Rex, verglichen mit den heutigen 50er-Rollern, recht klobig. Er ist sehr breit. Das hat den Vorteil, dass man ziemlich gut geschützt ist bei schlechtem Wetter. Er wirkt auch etwas "grösser" als die anderen Roller und wird deshalb oft für einen 125er gehalten (der 125er T-Rex sieht übrigens gleich aus). Man hat viel Platz für die Füsse und man kann da auch bequem eine Tasche, ein Rucksack oder ähnliches zwischen die Füsse stellen. Es hat dafür auch einen Hacken. Das entschuldigt schon fast das kleine Helmfach. Einer der Gründe, wieso dieses so klein ist, folgt später. Weiter hat es vorne auch noch ein Handschuhfach (von meinem faszinierten Fahrlehrer damals als "Znünifächli" bezeichnet :) - Naja, sehr nützlich ist es nicht, ausser z.B. um die Sonnenbrille zu deponieren, falls man sie während der Fahrt plötzlich braucht. Das Fach stöhrt aber auch nicht und nimmt keinen Platz weg.
Die grosszügigen Griffe auf jeder Seite ermöglichen ein gutes Halten des Rollers, man kann ihn so problemlos stossen oder auf den Ständer nehmen. Während der Fahrt kann sich der Mitfahrer daran festhalten.
Sitzhöhe
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ACHTUNG: Leute, die kleiner als 1 m 60 sind, sollten sich einen kleineren Roller suchen! Man sitzt recht hoch - hat dadurch zwar eine wunderbare Übersicht im Verkehr und auch der Schwerpunkt des Rollers ist sehr schön - Aber kleine Leute haben es schwer, mit den Füssen an den Boden zu kommen. Das Problem ist nicht nur die Höhe (80 cm), sondern die Breite des Sattels. Das verschafft zwar mehr Sitz-Komfort, aber es macht es noch schwerer, an den Boden zu kommen. Ich bin ca. 1 m 63 gross. Es geht. Aber wie gesagt, Leuten unter 1 m 60 würde ich davon abraten.
Klang
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Während die meisten Roller einen sehr hochen, nervigen Klang haben, macht der T-Rex da mehr Eindruck. Vor allem bei niedrigen Drehzahlen hat er einen verhältnismässig tiefen Klang.
Geschwindigkeit
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Hier liegt der T-Rex im Mittelfeld. Er hat nicht allzuviel Kraft und wenn's steil bergauf geht, gehts halt etwas langsamer. Mit seinen 3 1/2 KW kann er aber mit den durchschnittlichen Rollern schon mithalten. Und der positive Gedanke beim Bergauf-Fahren: Wenn's runter geht, läuft er dafür um so schneller... Gerade aus kommt er nicht auf 80 km/h, aber wie gesagt, durchschnittliche Geschwindigkeit für die 50er-Roller.
Anzeigen, Armatur
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Dies ist eindeutig ein Schwachpunkt des T-Rex. Die Tankanzeige ist sehr ungenau und ein Warn-Lämpchen, das anzeigt, wenn der Tank bald leer ist, gibt es nicht. Der Tank-Inhalt ist durchschnittlich für 50er-Roller und mit der Zeit bekommt man die Tankanzeige in den Griff und merkt selber, wann man Nachtanken muss. Für die Ungeschickteren in solchen Sachen wär es vielleicht von vorteil, eine kleine 0,3 dl-Flasche mit Benzin gefüllt dabei zu haben für alle Fälle.
Auch die Geschwindikeitsanzeige ist ungenau. Ein Tipp an jende, die gerne etwas bluffen mit ihrem Gefährt: Erzählt nicht, ihr seid 100 km/h gefahren, nur weil de Tacho es so angezeigt hat ;-). Innerorts kann man sich ziemlich darauf verlassen, aber ausserorts bei höheren Geschwindigkeiten zeigt er gerne mal etwas mehr an.
Zusätzlich hat der T-Rex noch eine Drehzahl-Anzeige - Ungenau und föllig sinnlos, da er ja automatisch geschaltet ist. Aber was solls, sieht noch gut aus.
Eine kleine digitale Uhr ist auch noch vorhanden. kann sogar auf Datumsanzeige umgestellt werden. Bei Temparaturen unter 0° C läuft die Uhr nicht mehr - schade. Aber der nächste Frühling kommt bestimmt und dann läuft auch die Uhr wieder. Es ist bloss eine Art "Winterschlaf" :)
Schwachstelle: Öl-Nachfüllen
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Ein klarer Nachteil: Der Öl-Tank befindet sich im Helmfach. Um Öl nachzufüllen, muss man also erst das Helmfach aufmachen, dann nimmt man das Werkzeug, das unter dem Helm befestigt ist (wird mitgeliefert), schrauft den Deckel auf, achtet darauf, dass man die Schraube nicht verliert und öffnet den Deckel. Darunter findet man den Öl-Tank. Ich habe aber eine gute Lösung gefunden. Es gibt 1-Liter-Flaschen, bei denen beim Öffnen ein langer, dünner Hals heraus kommt - ideal! Und eine weitere beruhigung: 1 Liter reicht für ca. 1'000 km, man muss also nicht allzu oft nachfüllen.
Benzin-Nachfüllen
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Hier ist es einfacher. Der Benzin-Tank ist separat hinter dem Sattel und kann somit auch unabhängig vom Helmfach geöffnet werden. Schnell & einfach.
Zuverlässigkeit
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Gut! Der T-Rex hat mich noch nie im Stich gelassen. Bei Minus-Temparaturen will der elektronische Anlasser nicht immer, der rausklappbare Kick-Starter hilft aber da weiter. Bei unter -10° ist es manchmal auch dem Standgas etwas zu kalt, tipp: zwischendurch wieder etwas Gas geben wenn man vor einer roten Ampel steht, dann klappt auch das.
Preis
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Der T-Rex kostet neu ca. 2'900 Franken (rund 1'950 €). Er gehört somit zu den günstigsten 50er-Rollern, hat aber kaum oder nur geringe Schwachstellen. Fazit: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
Zubehör, Top Case
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Was man noch zusätzlich kaufen könnte: Windschutzscheibe ca. Fr. 100.--, Gepäckträger ca. Fr. 100.--, Top Case mit Befestigungsplatte ca. Fr. 140.--
Zum Top Case (Box für hinten auf den Rolelr) noch eine Bemerkung: Diese Box wird mit einer Befestigungsplatte direkt hinter dem Sitz, d.h. über der Tank-Öffnung angebracht. Um zu Tanken kann man die Box nach vorne (auf den Sitz) klappen.