Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Vielseitig - viel Software - WLAN - Tastatur |
| Kontra: |
klobig - schwer |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Nicht das mein alter Palm M515 defekt gewesen wäre. Aber endlich wollte ich auch ein hochauflösendes Display und eine "Ständig-Dabei-Tastatur" haben.
Andererseits mochte ich mich nicht zu einem Windows PDA (Personal-Digital-Assistant) durchringen, weil ich so viele schöne Palmprogramme besitze.
So waren die Weichen für einen Palm Tungsten C gestellt. Der bietet alles, was ich von einem kleinem Computer verlange - und noch ein wenig mehr.
Palm Technik
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Palm Tungsten C mit WLAN, Standard 802.11b
Display 320x320, 16bit Farb TFT, transflektiv, Hintergrundbeleuchtung
400 Mhz Intel Xscale PXA 255 Prozessor
64 MB RAM (51 MB verfügbar)
SD Slot, Gerätestecker Kopfhörerbuchse, Mikro
1500 mAh Lithium Ionen Accu
PalmOS 5.2
Gewicht: 178g Maße: 12,2x7,8x1,7cm
Palm ausgepackt
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Vor allem anderen hat Palm natürlich erst mal eine vierstündige Aufladearie gestellt.
Die Dockingstationen bzw. kabel sind zwischen der M-Serie und den Tungstens im Prinzip kompatibel.
Nach der ersten Ladung habe ich das gute Stück mal ohne weitere Anleitung ausprobiert. Als "alter" Palmuser sollte auch dieser Palm keine allzu große Herausforderung darstellen.
Wenn man vorher ein flaches Palmpad, eben einen M515 hatte, ist der Tungsten C erschreckend groß. Dick und klobig liegt er vor mir.
Besonders auffällig ist die kleine Tastaturabteilung unter dem Display. Ansonsten ein paar Neuigkeiten, aber auch viel Vertrautes.
Inzwischen gibt es vier Funktionstasten und eine Art Joypad in der Mitte, mit dem man innerhalb der Programme navigieren kann.
Darüber ein paar Tasten um die Tastatur zu bedienen und dann kommen die eigentlichen "QWERTZ" Tasten. Mein erster Eindruck: "Och wie niedlich - vielleicht werde ich doch lieber weiter Graffiti verwenden, mit dem man direkt auf das Display schreiben kann."
Übrigens ist es dringend angezeigt sich ein paar Displayschutzfolien zu kaufen, da man sonst irgendwann schon den ein oder anderen Kratzer auf dem Display hat.
Palm an
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Nach dem Einschalten sind die ersten Eindrücke aber zunächst vergessen, weil das hochauflösende Display hell leuchtet und einfach geil aussieht. Ein ganz neues Palm Gefühl.
Das funktioniert auch bei hellem Tageslicht. Die transflektive Oberfläche zeigt immer ein sehr deutliches Display an.
Wie immer muß man seinen Palm zunächst auf sich "prägen" ehe man sich der Einstellung der Zeit und des Wireless LAN widmen kann.
Das WLAN war für mich das finale Kriterium, genau diesen Palm zu kaufen. Natürlich komme man auch ich auch in unser WEP verschlüsseltes kabelloses Netzwerk, so dass zumindest dieses Mindestmaß an Sicherheit gewährleistet wird.
Auch sonst zeigt sich der Tungsten C sehr kontaktfreudig. Ausser WLAN bietet er noch eine Infrarotschnittstelle und einen Anschluß für die Docking Station bzw. ein Palm Kabel, über die man den PDA aufladen und den Datenabgleich mit dem PC vornehmen kann.
Außerdem findet sich noch ein Steckplatz für SD/MMC Karten, auf die man größere Programme aufspielen kann.
Palm hat für die Synchronisation eine Extra Software spendiert, die sich Palm Desktop nennt und über die man alle Adressen, Termine oder Notizen verwalten kann.
Der Abgleich ist aber auch mit Outlook möglich, was ich bisher nicht probiert habe, weil ich die Palm Oberfläche schlüssiger und schöner finde.
Nach dem Anschalten finden sich einige Programme, die bereits "fest verdrahtet" sind. Immer vorhanden sind:
- Adressbuch
- Terminkalender
- Notizenablage
- Textmemo für Texte bis etwa tausend Wörter
- WLAN, IR, Tastatur, Graffiti 2 für Datenaustausch und Eingabe
- Web, ein einfacher Webbrowser
- E-Mail Client
- Alarmuhr
Zusätzlich findet sich noch ein "Office To Go" auf der mitgelieferten CD, damit man auch Word und Excel Dokumente austauschen und transportieren kann.
Die Benutzung ist einfach erlernbar, auch wenn man vorher keinen Palm hatte. Durch die Tastatur braucht man nicht mehr die Extraschrift Graffiti erlernen. Zumal sich die zweite Version in manchen Zeichen erheblich von der bisherigen unterscheidet. Schon weil manche Buchstaben nun zwei Striche haben (vorher war alles mit einem Strich zu machen)
Nach ein paar Tagen ist aber auch diese Neuentwicklung beherrschbar.
Die Bedienung mit dem mitgelieferten Palmstift ist inderleicht und erschließt sich sehr schnell. Meine Befürchtung, dass die Tasten viel zu klein sind hat sich nicht bestätigt. Für meine Hände sind sie völlig ausreichend groß um damit Einträge oder mal eine SMS zu schreiben - für längere Texte habe ich eine Extratastatur.
Palm unterwegs
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Für die Hosentasche ist der Palm definitiv zu groß. Bei mir ist er ständiger Begleiter in einem Extrafach im Rucksack. So fällt auch das relativ hohe Gewicht nicht ins Gewicht.
Dafür ist er aber sofort einsatzbereit, wenn man auf den Einschaltknopf an der rechten Seite des Gehäuses drückt.
Man landet automatisch an der Stelle, an der man zuletzt ausgeschaltet hat.
Wenn ich richtig angeben will oder längere Textpassagen erwarte, nehme ich noch eine Infrarottastatur mit, auf der ich den Palm tatsächlich wie einen kleinen PC verwende. Da die getippten Texte via Office to go auch mit Word oder Excel kompatibel sind, kann ich den geschriebenen Text auf eine SD Karte transferieren und ihn dann über jeden PC mit Kartenleser ausdrucken.
Der Akku hält bei normalem Betrieb ca. 3-4 Tage, nur wenn ich exzessiv surfe ist der Stromverbrauch erheblich höher, weil das WLAN offenbar viel Strom frisst. Aufladen kann man den Palm, das richtige Kabel vorausgesetzt, an jeder USB-Schnittstelle
Übrigens ist dort auch ein kleines Manko zu suchen. Das Wireless LAN von Palm bietet leider nicht die Möglichkeit mehrer Profile. So kann ich leider nicht sowohl zu Hause als auch in unserer Firma in Netz.
Jedenfalls nicht ohne jeweils den WEP-Schlüssel neu einzugeben. Sehr lästig und umständlich.
Dafür kann ich aber mit meinem Infrarot-Handy in Windeseile neue SMS schreiben und mittels Palm und Handy versenden. Die Schnittstellen passen genau und SMS auf einer richtigen Tastatur, statt auf der Handytastatur zu schreiben ist eine Wohltat.
Auf diesem Weg können auch Daten von Palm zu Palm ausgetauscht werden. Man hält die beiden Palms aneinander und sendet sie sich per Infrarot zu.
Falls mich nach Musik gelüstet, ist der Tungsten C auch dafür gerüstet. Den Real-Player gibt es inzwischen auch für PalmOS. Der Palm selbst hat eine Kopfhörerbuchse (2,5mm) und kann MP3s mit dem Real Player in Mono wiedergeben. Natürlich geht das auch mit dem eingebauten Lautsprecher, aber fragt lieber nicht nach der Qualität.
Die Musikdateien kann man sowohl auf einer externe SD-Karte als auch auf dem internen Flashspeicher lagern.
Allerdings ist der mit rund 50MB verfügbarem Speicherplatz nicht gerade üppig bestückt. Die sollte man lieber für zusätzliche Software verwenden, denn die mitgelieferten Programme sind in jeder Hinsicht verbesserungsfähig. Die einzige Ausnahme ist die Adressverwaltung, die in Bedienung und Funktion problemlos und übersichtlich ist.
Palm Extra Weichware
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Palms Originalprogramme sind alle nutzbar - doch leider auch beim neuen Betriebssystem sehr einfach gestrickt.
Da PalmOS ähnlich wie Linux viele Entwickler nicht ruhen lässt (und Palm auch eine Open Source Politik betreibt), gibt es Unmengen von PalmOS Software.
Am einen Ende kommen dabei unglaublich wichtige Programme wie ein Sonnenkompass, eine Fernbedienung für alle IR gesteuerten Hausgeräte (TV, DVD, VHS etc.) oder Bombel, eine Luftpolsterkugelzerdrücksimulation, heraus.
Am anderen Ende sind aber tatsächlich essentielle Erweiterungen dabei. Beispielhaft sei hier DateBK 5 genannt, dass den Terminplaner genial erweitert und ergänzt. Damit kann man seine Termine nun nach Belieben farbig unterteilen, fünfminutengenau einteilen oder Termine mit dem Adressbuch koppeln usw..
DateBK5 ist ein großartiges Sharewareprogramm (rund 30 Euro), dass die Arbeit mit dem Palm enorm erleichtert.
Oder verschiedene E-Mail Clients, SMS Verwaltung, Betriebssystemoberflächen, Browser, Officepakete, Spiele usw.
Für diese Abteilung könnte man glatt einen Extrabericht machen.
Zwei Programme die mir besonders ans Herz gewachsen sind will ich aber nicht verheimlichen. Zum einen ist das Wikipedia für PDA (www.wikipedia.de), das Lexikon zum downloaden und kostenlos verwenden auf dem Palm. Da benötigt man allerdings ca. 350 MB Speicherplatz auf einer SD Karte.
Und er Mobipocket-Reader, mit dem ich E-Books lesen kann. So habe ich eine kleine Literaturauswahl immer mit dabei.
Natürlich kann man aus dem Tungsten C auch ein Navigationssystem machen. Die Software gibt es schon fertig als SD Karte zu kaufen. Dazu käme noch ein GPS-Empfänger, den man an den Palm anschließen kann.
Palm zum Ende
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Der Bericht gibt natürlich nur einen kleinen Ausschnitt aller Möglichkeiten meines Begleiters wieder. Jeder User wird ihn vermutlich ganz unterschiedlich einsetzen.
Der Tungsten C ist für solch individuellen Einsatz perfekt geeignet, weil er unendlich viele Möglichkeiten anbietet.
Für mich ist er ein perfektes Extrahirn. Seitdem ich ihn haben, vergesse ich nicht nur keine Termine mehr, sondern bin auch für die meisten Gelegenheiten des Alltags gewappnet. Falls wirklich mal irgendwann ein wenig Zeit übrig bleibt, kann ich mir die Zeit mit E-Books, Spielen oder Musik vertreiben.
Am liebsten wühle ich ja immer ein wenig im Wikipedia herum.
Jedenfalls möchte ich mein kleines Metallkästchen nicht mehr missen. Soviel Vergnügen habe ich selten mit so einem kleinen Gerät gehabt.
Allerdings ist der Tungsten C kein ganz billiges Vergnügen. So um die 350 Euro sollte man kalkulieren. Gebraucht bei E-Bay geht's wie immer etwas billiger. Dafür erhält man einen vollwertigen kleinen Computer, der einfach und schnell zu bedienen ist.
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