Testbericht vom Palm Tungsten T3
04.12.2003 (25.01.2004)
Pro:
Display, Speicher, handlich
Kontra:
evtl . Akku und mein Display piept (jetzt nicht mehr ! )
Empfehlenswert:
Ja
 Reseller
Über sich:
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Vertrauende:1
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Testbericht vom Palm Tungsten T3 Nachtrag:
Habe gerade in einem Forum gelesen, wie man dieses piepen wegbekommt und es geht wirklich weg. Man braucht dazu das Programm PXA Clocker (lite Version ist kostenlos) und dann stellt man einfach unter System Default die Werte auf z.B. SysCLK 32x, MemoCLK 1x und CPUCLK auf 3x und aktiviert das Programm. Wenn man dann das Programm verlässt ist der Palm auf einmal total leise. Super! Vorwort:
Den Palm Tungsten T3 besitze ich nun seit 2 Wochen und nun ist es Zeit für einen ausführlichen Testbericht. Da der T3 eine Weiterentwicklung des Palm Tungsten T ist, wird dieser Bericht sich sehr an dem des Tungsten T anlehnen. Wie auch schon in meinen anderen Tests werde ich auch diesmal wieder einige Vergleiche mit dem Sony Clie TG50 ziehen, da beide Palm OS 5 und Bluetooth besitzen, wird sich vielleicht der ein oder andere zwischen den beiden entscheiden wollen. Merkmale:
- 320x480 Pixel Farbdisplay mit 65,356Farben - Bluetooth - Metallgehäuse mit Schiebemechanismus - Mp3s abspielbar - Lautsprecher - Kopfhörerausgang - Sprach-Recorder - Infrarotschnittstelle - 400 MHZ Prozessor - 64Mb Speicher - Palm OS 5.2.1 - SD/MMC Kartenschacht - Viel mitgelieferte Software(SW) - MAC kompatibel Verpackung:
Der Palm hat eine quadratische graue Verpackung und es sind folgende Komponenten im Lieferumfang enthalten: Palm Tungsten T3, Stylus, Lederschutzhülle, Dockingstation mit USB Stecker, 2 internationale Adapter, SW (Software) CD, Benutzerhandbuch. Es ist das Standardzubehör aber auch nicht mehr. Design, Gehäuse, Verarbeitung:
Der Palm ist sehr gut verarbeitet und sieht auch sehr edel aus. Das Metallgehäuse fühlt sich sehr gut an uns ist kein Vergleich zum Palm Zire 71 mit seiner Plastikhülle. Der Palm wiegt ca. 153gr und er liegt sehr gut in der Hand. Die genauen Daten sind 10,8 x 7,6 x 1,6 cm. Der Palm ist etwas länger als der Tungsten T, aber immer noch schön klein und kompakt. Auf der linken Seite befindet sich der Recorderschalter zusammen mit dem Kopfhörerausgang. Oben ist die Infrarotschnittstelle, sowie der Karteneinschub (SD/MMC Karten), der Powerschalter und der Stylus. Auf der Rückseite befindet sich Resetknopf, der mit der Stylusspitze zu bedienen ist. Der Lautsprecher ist auf der Vorderseite und gut zu hören. Auf der linken vorderen Seite gibt es noch eine Diode, die beim Laden grün leuchtet. Es gibt leider immer noch keine Diode für Bluetooth und auch keine für den Aufnahmerecorder, was in meinen Augen ein großes Minus ist, da man nie weiß, ob Bluetooth aktiviert ist oder nicht. Allerdings gibt es eine sehr praktische Zusatzsoftware welche dieses Lämpchen auch fast überflüssig macht, aber dazu später mehr. Das ist bei dem Clie TG50 besser geregelt. So etwas sollte schon da sein! Die Schutzhülle ist nicht wie beim Tungsten T aus Plastik, sondern aus Leder und verdeckt die komplette Front im geschlossenen Zustand, speziell natürlich das Display, wobei der 5 Wegeknopf diesmal auch verdeckt ist. Die Hülle ist sehr stabil auf der Rückseite befestigt und kann auch problemlos abgenommen werden, was z.B beim Clie TG50 nicht der Fall ist. Der 5-Wegeknopf ist diesmal oval, aber immer noch sehr gut zu bedienen. Er ist sehr durchdacht und vergleichbar mit dem Jogdial von Sony. Man kann fast alles Applikationen mit ihm bedienen. Der Stylus ist sehr hochwertig und aus Metall gefertigt und nicht so dünn und aus Plastik wie beim Clie TG50. Er fasst sich sehr gut an und der Clou ist, dass der eigentlich längere Stylus zusammen geschoben wird, damit er nicht aus dem Tungsten T herausragt, ähnlich wie ein Kugelschreiber besitzt er eine Feder. Einmal raufklicken und der Stylus wird 1cm länger. Da sollte Sony mal hingucken, da Palm den eindeutig besseren Stylus baut.
Graffiti: So, nun kommen wir zur wohl größten optischen Neuerung des T3. Es ist der erste Palm mit einem virtuellen Graffitibereich! Sprich, das Graffitifeld kann nach belieben ein und ausgeschaltet werden. Man hat dann wie bei den PocketPC PDAs den kompletten Displaybereich für Anwendungen zu Verfügung. Ist superpraktisch vor allem bei großen Anwendungen, wie z.B. DocumentsToGo, RepliGo, Fotos, Kinoma, Kalender… Und viele Anwendungen unterstützen mittlerweile auch die große Auflösung. Bei den älteren Programmen kann man noch nicht die Graffitifläche ausschalten, aber immer mehr und mehr Programme können dieses. Auf dem Graffitifeld lässt sich auch weiterhin sehr gut schreiben, allerdings empfehle ich jedem eine Displayschutzfolie, da man nun auf dem kompletten Display schreiben kann; ich benutze die von Brando und die ist wirklich super. Es ist übrigens Graffiti 2 drauf, mit ich noch einige Problem habe, aber das ist wohl nur am Anfang so. Graffiti siehe ganz klar der Tastatur des Clies vor.
Hardware: Der Palm besitzt einen 400MHZ schnellen Prozessor von Intel. Dieser Palm ist extrem schnell und für alle täglichen Anwendungen fast schon zu schnell. Viele Programme brauchen diese enorme Power gar nicht. In dem Programm Speedy (Benchmarktest) erreicht der Palm ca. 5500 Punkte und der Clie knapp 3000 Punkte. Dieser Test ist natürlich nur eine Richtungsangabe, aber immerhin. Ich habe jetzt sogar den Chip auf 200MHZ untertaktet, damit die Batterie geschont wird. Es sind 64 MB Speicher vorhanden, von denen aber „nur“52 MB genutzt werden können. Dieser Speicher war neben dem Display das Hauptargument für den Kauf und es ist ein Traum! Endlich habe ich alle Programme auf dem Palm und nicht auf der Speicherkarte. Beim Tungsten T und Clie war der Speicher immer sofort voll und einige Programme gingen auch gar nicht von der Karte aus zu bedienen. Dann gibt es noch den Sprachrekorder, den ich persönlich nicht brauche, aber doch für einige bestimmt recht nützlich ist. Einfach die Taste drücken und man kann Stunden (kommt auf die Größe der Speicherkarte an) aufnehmen. Dann gibt es da natürlich noch Bluetooth. Wenn es aktiviert ist, leuchtet nichts, wie ich oben schon erwähnte. Er versteht sich sehr schön mit meinem Sonyericsson T68i. Man kann also problemlos seine Mails abrufen oder auch SMS verwalten. Man kann aber auch mit dem Palm über das Netzwerk ins Internet und so vom Sofa aus seine Mails lesen oder auch surfen. Klappt sehr gut mit meinem DSL Anschluss!
Erweiterungsschacht: Es ist natürlich ein SD/MMC Slot vorhanden. Anwendungen lassen sich recht flink von der Karte aus öffnen, was auch auf manche Karte zurückzuführen ist. Leider gibt es keine Software wie bei Sony (MSImport) dazu. Diese erkennt die Speicherkarte als Laufwerk an und man kann sehr schnell und einfach seine Karte verwalten, da es mit dem Palm doch extrem lange dauert, ehe man seine MP3s auf dem Palm hat. Da sollte man doch nach Fremdsoftware, wie zum Beispiel CardExport Ausschauhalten. Es gibt auch hier leider keine Leuchtdiode die einen anzeigt, ob die Karte in Betrieb ist oder nicht. Ich habe übrigens eine 512 MB karte von Sandisk und die läuft wunderbar, sei es mit Mp3s, Filmen, Fotos oder Backups, alles läuft wie geschmiert.
Display: Es ist ein sehr schönes Display mit einer Auflösung von 320x480 Pixel, es ist sehr kontrastreich und extrem hell. Ich habe die Helligkeit auf ~40% gestellt und das reicht völlig aus. Man kann es beliebig im Portraitmodus oder im Landscapemodus bedienen, egal ob man den Palm aufgeschoben hat oder nicht. Auch für Linkshänder gut geeignet, da man unter Einstellungen das Display für Linkshänder einstellen kann. Es handelt sich um ein transflektives Display und ist gut drinnen und draußen zu betrachten. Es gibt keine Möglichkeit das Displaylicht auszuschalten! Auf dem Display lassen sich sehr schön z.B. Fotos angucken. Einfach super! Kleiner Wehrmutstropfen: Das Display ist leider nicht so leise wie ich es von den Clies gewohnt war. Es piept und zurrt. In leiser Umgebung hört man es doch schon. Soll aber nicht bei allen Modellen so sein.
Software: Wichtig: Man sollte dringend ein Softwareupdate machen, da sonst die Speicherkarte kaputt gehen könnte. Näheres auf der Palm Homepage unter Support!!! Also, nun zähle ich mal einige der mitgelieferten SW bzw. schon vorinstallierte SW (im Rom) auf. Es sind natürlich die Standardanwendungen wie der Kalender, Telefonbuch, Merkzettel, Aufgaben dabei, welche nun einen neuen Namen bekommen haben, damit sie noch besser mit Outlook zusammenarbeiten. Dann gibt es noch Bluetooth Chat (Programm mit dem man per BT chatten kann) und Bluetoothboard (Programm mit dem man per BT malen kann), DocumentsToGo 6 (Im ROM) (Programm mit dem man Office Dokumente lesen und editieren kann, ohne sie vorher konvertieren zu müssen), Taschenrechner, Acrobat Reader für den Palm (Programm mit dem man nach vorherigem konvertieren PDF Dateien auf dem Palm sehen kann), Palmreader (ein Ebook Reader), einen Wap und Webbrowser, sowie ein sehr gutes Emailprogramm mit dem man zum Beispiel von Unterwegs oder auch zuhause über Outlook seine E-Mails abrufen kann. Es werden sogar einige Dateianhänge unterstützt. Weiter dabei ist Kinoma (im ROM) und der MP3 Player (im ROM) von Real. Ach ja, auch das Spiel Solitaire und eine Weltzeituhr(im ROM) sind dabei. Natürlich ist auch der Palmdesktop vorhanden, man kann aber auch ganz einfach sein Outlook mit dem Palm abgleichen. Es ist nicht mehr die Zusatzsoftware Intellisync dabei, sonder ein Programm von Palm. Das geht fantastisch! Palm hat sich in der zusätzlichen Software von Mal zu Mal gesteigert und jetzt fehlen eigentlich nur noch ein Backup-Programm, sowie ein Programm für die Karte.
Statusleiste: Eine weitere Neuerung ist die geniale Statusleiste unten oder am Rand des Bildschirms, kommt auf die Displayeinstellung an. Sie ist auch bei fast jedem Programm vorhanden. In der Leiste befindet sich der Homebutton, mit dem man zurück zu den Programmen kommt oder aber auch die zuletzt benutzen Programme aufrufen kann. Daneben ist die Suche, die Menütaste für die Aktivierung der Optionen der jeweiligen Programmoptionen, die Zeit (bei anklicken bekommt man Informationen über die Displayhelligkeit, freier Speicher, etc.), daneben ist der Alarmknopf, daneben die Bluetoothaktivierung, sprich, man muss nicht mehr zu den Einstellungen um Bluetooth zu aktivieren…- sehr praktisch. Allerdings ist das Programm BtToggle noch viel besser, da es Bluetooth aktiviert, wenn es gebraucht wird und sonst wieder ausschaltet, um die Batterie zu schonen. Es geht also völlig automatisch! Die letzten 3 Symbole sind für Graffiti, damit kann man nun auch im geschlossenen Zustand auf dem Display schreiben, ohne das Graffitifeld zu benutzen. Daneben befindet sich noch eine Taste für den Wechsel zwischen Portrait und Landscape Mode und zu guter Letzt noch die Taste zum ein- und ausschalten des Graffitifeldes bei geöffnetem Zustand.
Akku: Der Akku lädt und lädt, so dass man nie weiß, wann der Palm volle Power hat, da die grüne Lampe immer in der Dockingstation leuchtet. Nicht sehr gut gelöst, da man nie weiß, wann der Ladevorgang beendet ist. Der Akku hält so seine 3-5 Stunden und es sollten auch 5 Stunden MP3 hören drin sein, wenn man das Display ausstellt. Allerdings hält er nicht so lange wie der Zire71 oder der TG50. Der Akku ist fest eingebaut und nicht wechselbar. Für mich reicht es allerdings da er jeden Abend zur Synchronisation in der Dockingstation hängt.
Dockingstation: Die Dockingstation ist aus Plastik und es gibt dort ebenfalls keine Leuchtdiode um anzuzeigen, ob der Palm lädt oder nicht. Die Dockingstation ist per USB Kabel mit dem PC verbunden. Der Netzstecker passt nur in die Dockingstation und nicht direkt in den Palm und da es keinen Adapter gibt, muss man die komplette Station immer zum Aufladen mitnehmen, selbst wenn man gar keinen Hotsync machen möchte. Nicht sehr ideal für Kurztrips.
Pro:
- Kompakt, klein, handlich - Bluetooth - Großer Speicher - Lautsprecher auf der Vorderseite - Schneller Prozessor - Super Display Contra:
- Fehlende Leuchtdioden - Akku könnte etwas länger halten Fazit:
Der beste PDA mit Palm OS. Der Palm ist ein Traum und sehr handlich. Der Speicher und das Display sind fantastisch und der Preis ist auch in Ordnung. Ich kann den Palm jedem nur empfehlen, da ist Palm ein großer Wurf gelungen. Da ich meine Tests auch weiterhin verbessern möchte, bin ich natürlich für jede konstruktive Kritik zu haben.
Viel Spaß mit dem Gerät.
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02.03.2004 21:41
Klasse Bericht, aber ich warte mit einer Neuanschaffung erstmal den Release des Zodiac 2 von tapwave ab. Ein echt scharfes Teil. greetz Smoke
12.12.2003 11:33
Danke für den sehr informativen Bericht. Ich habe insbesondere durch das Upgrade-Angebot von Palmone (25% Rabatt auf den Listenpreis bei Einsendung eines alten Palm) die feste Absicht das Gerät zu kaufen. Ein piepsendes Display wäre jedoch in ruhiger Umgebung sehr ärgerlich (ich habe bereits einen zirpenden Canon i550 Drucker) und die ausschließliche Lademöglichkeit über das Cradle ist im Urlaub ein bedeutender Nachteil !
05.12.2003 23:39
Guter Bericht. Das Gegenteil von einem PDA ist ein PAA *g* mfg Benjamin