DMR EH56EG - Achtung Aufnahme!!
27.03.2007
Pro:
Ausstattung, Preis/Leistung ist TOP, EPG, Aufnahmequalität
Kontra:
manchmal die Fernbedienung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Klang
Bedienung
Ausstattung
Zuverlässigkeit
mehr
 CiaoCorsec
Über sich:
Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
Mitglied seit:20.03.2003
Erfahrungsberichte:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nachdem ich schon jahrelang nichts mehr über den noch vorhandenen Videorecorder aufgenommen hatte, war nach Weihnachten die Gelegenheit endlich einen Festplatten-/DVD-Recorder erwerben. Ich hatte mich schon in den Monaten zuvor mit allen möglichen Tests und Infos auseinander gesetzt, da sind dann die Geräte von Panasonic übrig geblieben, der DMR EH 56EG oder der DMR EH 65 EG. Beide Geräte waren bei Stiftung Warentest aber auch in Fachzeitschriften und Internetforen immer bei den Besseren und die aufgezeigten "Mängel" für mich nicht so wichtig. Ich habe dann genau meine aktuelle und mittelfristige Situation hinsichtlich meiner Bedürfnisse und technischen Ausstattung im Haus-Unterhaltungsbereich analysiert und mich für den EH 56 entschieden. Aus folgendem Grund: HDMI brauch ich nicht, da mein Röhrenfernseher erst 18 Monate alt ist und naturgemäß keine HDMI-Schnittstelle aufweist. die größere Festplatte des EH 65, 90 GB mehr, schön wäre, aber den "Aufpreis" von ca. 100 EUR für mich nicht rechtfertigt. letztlich beim Neukauf eines Fernsehers in x Jahren sowieso schon wieder neue Techniken wie Blueray, HD-DVD oder sonst was zu berücksichtigen wären. Bei der sonstigen technischen Ausstattung keine Unterschiede zum EH65 dessen Kauf rechtfertigen würden. Inbetriebnahme Teil 1: Gerät auspacken, Inhalt auf Vollständigkeit überprüfen (kann auf Seite 11 der Bedienungsanleitung abgehakt werden!) und los geht es. Positiv überrascht, dass zwei Koaxialkabel beiliegen, um die Verbindung zur Antennendose und zum Fernseher herzustellen. Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass die Länge der Kabel für den Weg zur Antennendose in den meisten Fällen unzureichend sein dürfte. Der Anschluss der Kabel und die Verbindung zum Stromnetz und Fernseher erfordern keine anderen Kenntnisse als schon durch Videorecorder oder Sat-Receiver bekannt. Auf der Vorderseite sind rechts fünf Bedienelemente für Aufnahme, Wiedergabe, Laufwerkswahl und Öffen/Schliessen angeordnet, links ist der Ein-/Ausschalter. Hinter einer Klappe sind die Anschlüsse für Analoge oder digitale Camcorder o. ä. und die Kanalwahlschalter der Fernsehkanäle untergebracht. Über dieser Klappe befindet sich der SD-Kartensteckplatz. Batterien für die Fernbedienung sind ebenfalls dabei, es kann also losgehen.
Bedienungsanleitung: Liegt im DIN A4Format auf Deutsch bei. Normalerweise gehöre ich zu Denjenigen, die das Lesen der Bedienungsanleitung zunächst zurück stellen und intuitiv an die Bedienungsfunktionen rangehen, bzw. durch probieren zum Ziel kommen wollen. Geht auch…, aber: man kommt mit der Methode nicht so weit wie gewohnt! Also Bedienungsanleitung aufgeblättert und weiter geht's. Allerdings mit gebremstem Schaum. Dies liegt daran, dass ich den inhaltlichen Aufbau als umständlich empfinde (wie schließe ich das Gerät an wird erst auf Seite 15 erklärt, nachdem auf den Seiten 4 bis 7 die verwendbaren Medien und Einschränkungen bei der Verwendung erläutert werden), der logische Zusammenhang erschließt sich nicht immer sofort und besonders das Layout und die Formatierung der Seiten sind doch eher anstrengend, weil zweispaltig und für mich schon fast unprofessionell. Mit einem schnellen Blick ist nämlich oft kein weiterkommen zu erzielen, die überall eingebauten Rahmen oder Tabellen haben unterschiedliche Größen und tragen zur Unübersichtlichkeit bei. Manche Dinge sind an verschiedenen Stellen identisch erklärt, na ja. Allerdings ist auch festzustellen: die Bedienungsanleitung ist vernünftig formuliert und erläutert letztlich alles in verständlichem Deutsch. Alle Dinge sind nachzulesen und mit dem Gerät auch nachzuvollziehen. Lobenswert ist das Glossar am Ende, welches den technischen Laien verschiedene Begriffe erklärt und darüber hinaus eine ausführliche, auf 5 Seiten thematisch untergliederte Hilfe bei der Fehlersuche. Inbetriebnahme Teil 2: Die Fernsehsender können automatisch gesucht, manuell eingegeben werden oder vom Fernseher übernommen werden. Ich habe wegen der dann identischen Sendeplatzbelegung letzteres gemacht. Wenn der Fernseher dann noch QLink (Panasonic), DATA LOGIC (Metz), EasyLink (Philips), Megalogic (Grundig) oder SMARTLINK (Sony) beherrscht, erfolgt bei einer Änderung der Sendeplätze auf dem TV-Gerät automatisch die Anpassung auf dem EH56. Noch schnell den Videorecorder auf dem zweiten Scart-Anschluss des EH 56 als externe Quelle verbunden fertig waren die Anschlussarbeiten. Der Vorteil der eingebauten Festplatte kommt sogleich zum Tragen. Man kann sofort die Aufnahmefunktionen testen, auch wenn noch keine geeigneten DVD-Rohlinge zur Hand sind. Zur richtigen Medienauswahl komme ich weiter unten. Bei mir funktionierte alles, so langsam machte sich das Gefühl breit, das richtige Gerät erworben zu haben. Klar war es dann endgültig, nachdem ich eines meiner selbst geschnittenen und vertonten VHS-Urlaubsvideos ohne sichtbaren Qualitätsverlust auf die Festplatte und später auf eine DVD brennen konnte. Zwar wegen der analogen Quelle im zeitlichen Verhältnis von 1:1 (eine Stunde Video entspricht dabei einer Stunde Aufnahme auf Festplatte oder DVD), aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Fernbedienung: Mit der Fernbedienung steuert man alle Funktionen des EH56, am Gerät selber sind die Einstellmöglichkeiten auf das allernötigste beschränkt. Eine gewöhnungsbedürftige Ausnahme hiervon gibt es allerdings: die DVD-Schublade kann nur am Gerät geöffnet und geschlossen werden, die Fernbedienung sieht dazu keine Taste vor. Die Aufteilung der Fernbedienung ist aus meiner Sicht einigermaßen gelungen. Der obere Teil beherbergt die Zifferntasten und die Bedienung des Fernsehers, die obere Mitte wird von den Tasten für die Wiedergabe belegt, die untere Mitte enthält zentral eine Art Steuerkreuz mit diversen Zusatztasten und zu guter letzt der untere Teil, mit den Tasten der speziellen Funktionen. Dieser Bereich ist etwas unübersichtlich und durch die Vielzahl der kleinen Tasten auch nicht blind zu bedienen. Andere Hersteller bieten da aber noch schlechtere Lösungen. Wie eingangs bei den Nachteilen erwähnt, hat die Nutzung der Fernbedienung für mich ein gewisses Ärgernis. Ihre Befehle werden nicht immer durch das Gerät umgesetzt, bzw. mit einer erheblichen Verzögerung. Ich vermute mal, dass dies teilweise an der Steuerungssoftware im Gerät liegt. Der Tausch der Batterien hatte beispielsweise keine Auswirkungen auf dieses Phänomen. Auch hat sich mittlerweile herausgestellt, dass es überwiegend bei der Verwendung des Steuerkreuzes auftritt, was wiederum für die Fernbedienung als Ursache sprechen würde. Ärgerlich ist es, weil dadurch das eigentlich flotte Verwalten von Aufnahme und Wiedergabe zur nervigen Sache werden kann. Es scheint allerdings ein generelles Problem der Serie zu sein, was trotz mittlerweile einer mehr als einjährigen Marktverfügbarkeit von Panasonic nicht in den Griff bekommen wurde, wie verschiedene Forenberichte belegen. Ganz gut finde ich noch, dass die Fernbedienung durch Eingabe eines Herstellercodes für das Fernsehgerät auch die Grundfunktionen eines beliebigen Fernsehers übernehmen kann (Sender vor und zurück; Lautstärke ändern; sowie TV-Gerät an-/ausschalten). "GUIDE Plus+" GUIDE Plus+ ist der Elektronische Programm Guide (EPG) des EH56. Die Einrichtung ist gut beschrieben, man sollte diesbezüglich nach den Hinweisen der Bedienungsanleitung vorgehen. Diese elektronische Programmzeitung wird in Deutschland über den Fernsehkanal von EUROSPORT übertragen. Dabei werden für alle Sender, die dies anbieten und die man auf dem EH56 dafür einrichtet über ein entsprechendes Menü die Sendungen mit Uhrzeit und Infos aufgeführt. Per Tastendruck kann so die Aufnahme jeder Sendung komfortabel festgelegt werden, die manuelle Eingabe oder das Eintippen von ShowView-Zahlen entfällt. Allerdings werden geänderte Sendezeiten hiermit nicht berücksichtigt, wenn die tägliche Aktualisierung noch nicht erfolgt ist, oder die Sender kurzfristig Änderungen im Sendeablauf vornehmen. Die Aktualisierung der Daten erfolgt je nach Einstellung nachts (wenn man da aufnehmen will, muss man diese Funktion abschalten) oder tagsüber. Sie dauert, wie auch bei der erstmaligen Einrichtung bis zu 2,5 Stunden, wegen der geringen Bandbreite des Übertragungsweges. Bezüglich der Verfügbarkeit per Satellitensignal kann ich nur sagen, dass ich in einem sogenannten privaten Kabelnetz (Hausverteilung in einem Mehrfamilienhaus) durch zentrale Einspeisung über eine Satellitenschüssel versorgt werde und es keine Probleme mit GUIDE Plus+ gibt. In der Regel stehen die Senderinfos bis 1 Woche im Voraus zur Verfügung.
Medien (Aufnahmemodi und Kompatibilität). Zunächst ist nach nunmehr gut 2 Monaten Benutzung festzustellen, dass alle meine vorhandenen DVDs abgespielt werden. Bei selbst erstellten muss ggf. eine Finalisierung im Gerät mit dem sie erstellt wurde, erfolgen. Neben den Disk-Formaten DVD-Video und DVD-Audio, CD, SVCD und Video-CD werden auch noch JPEG/TIFF, MP3 und DIVX (nur auf Diskformat DVD-R, CD-R, CD-RW) wiedergegeben. Je nach verwendetem Datenträger und Aufnahmegerät möglicherweise mit Einschränkungen. Es werden 12 cm und 8 cm Disks unterstützt. Festplatte: Die Festplatte ermöglicht alle Aufnahmen oder dient als Zwischenspeicher. Es gibt fünf Aufnahmemodi: XP (Hohe Bildqualität), SP (Standard), LP (Verlängerung der Aufnahmezeit auf Datenträger ca. um Faktor 2 gegenüber SP), EP (extra lange Aufnahmezeit, ca. um Faktor 4 gegenüber SP) und FR (flexibler Modus, bei Timeraufnahme und Überspielen anwendbar, ermöglicht beste Bildqualität bezogen auf die Restaufnahmedauer des Mediums). Zwischen SP und XP sind mir Qualitätsunterschiede nicht wirklich ins Auge gesprungen, sie werden aber messbar sein. Der LP-Modus ist nicht wirklich sichtbar schlechter, zumindest bei Fernsehaufnahmen die man nach dem Anschauen eh wieder löscht. Beim Überspielen würde ich immer XP, SP oder FR verwenden. EP hab ich noch nicht benutzt, ein kleiner Test zeigte aber bereits sichtbare Schwächen bei Bildschärfe und Kontrast bei einer Fernsehaufnahme.
DVD-RAM: Erlaubt als einziger Disktyp (neben der Festplatte) die Aufnahme des 16:9 Bildformates und von Zweikanalton auf dem EH56. Alle anderen Typen nehmen nur im 4:3 Bildformat auf und bei Zweikanalton muss man einstellen welchen Kanal/Sprache man aufnehmen will. Weitere Besonderheiten sind, dass nur mit diesem Typ (und auf Festplatte) die Aufnahmen von digitalen Programmen, die nur einmal aufgezeichnet werden können möglich ist (CPRM-Kompatibilität) und Playlisten erstellt und bearbeitet werden können. DVD-R/-RW: Für Panasonic-Geräte der Standard. Das Aufnahmeformat entspricht nach der Finalisierung der Aufnahmen dem DVD-Video-Standard. Aufnahme -R mit bis 16x , -RW mit bis 6x Geschwindigkeit wenn von Festplatte.
DVD+R/+RW: Das Aufnahmeformat entspricht nach der Finalisierung der Aufnahmen dem +VR-Standard. Aufnahme +R mit bis 16x , +RW mit bis 6x Geschwindigkeit. Ich würde die +Typen daher nicht standardmäßig verwenden. DVD-R DL/+R DL: Mit beiden Formaten ist keine direkte Aufnahme möglich, es muss der Umweg über die Festplatte genommen werden. Wiedergabe auf anderen Geräten nur nach erfolgter Finalisierung.
Speicherkarten: SD, miniSD (nur mit Adapter) und MMC können über den vorhandenen Kartensteckplatz in der Gehäusefront direkt eingesetzt werden. Diese ist durch eine Abdeckung vor Staubeintritt geschützt. Bedingungen sind eine Formatierung der Karten mit FAT 12 oder FAT 16, ggf. auf dem EH56. Es werden Karten bis zu 2GB Speicher erkannt. Probleme kann es mit am PC formatierten Karten geben. Meine Karten (SanDisk und Transcend, jeweils 1 GB) haben keine verursacht. Es können nur Standbilder, also Fotos direkt angezeigt werden, Filme im MPEG2-Format (andere Formate werden nicht genannt) müssen vorher auf die Festplatte kopiert werden. Aufnehmen Die Aufnahme erfolgt entweder direkt aufgrund des eingeschalteten Senders auf dem EH56, oder per Timeraufnahme über ShowView, GUIDE Plus+, oder manueller Eingabe der Sendedaten. Die zur Aufnahme anstehenden Sendungen werden in einer Listenansicht angezeigt. Es können Wiederholungen eingestellt werden (täglich, wöchentlich), dabei werden die "alten" Aufnahmen überschrieben. Sogenannte VPS/PDC-Aufnahmen sind einstellbar, funktionieren aber nicht automatisch bei Programmänderungen, wie vom Videorecorder gewohnt. Schaltet man diese Funktion auf "ein", muss die damit verbundene und angegebene Zeit im Timer mit der Zeit des VPS übereinstimmen (muss man in der Fernsehzeitung oder Videotext also überprüfen), sonst klappt die Aufnahme nicht. Kurzfristige Änderungen werden bei eingeschaltetem VPS ebenfalls nicht berücksichtigt. Ich benutze daher diese Funktion nicht. Stattdessen programmiere ich immer mit etwas Luft nach vorne und hinten, wenn man es auf Datenträger brennt kann man dies ja wieder weglassen.
Aufnahmen von externen Geräten sind ebenfalls möglich. Ich habe oben schon das Überspielen vom Videorecorder erwähnt. Dazu kommen noch Digital- / Satellitenreciever, sowie Aufnahmen von Camcordern und DV-Camcordern, deren Anschlüsse sich an der Vorderseite des EH56 befinden. Sonstiges Der EH56 bietet eine Menge weiterer Funktionen, deren Beschreibung den Rahmen hier endgültig sprengen würde. Es seien, nicht abschließend, genannt: Playlistenerstellung, Menüerstellung bei eigenen DVD-Filmen, Kapitelerstellung, Editieren, Albumerstellung, usw. Wer keinen Computer hat oder keine Bearbeitungsprogramme oder einfach keine Lust auf zeitaufwendige Bearbeitungsorgien, kann somit zumindest in gewissem Maße seine Bildersammlungen, Musiklisten oder Filme selbst bearbeiten. Darüber hinaus kann eine Kindersicherung aktiviert werden, diese sperrt die Bedienung am Gerät selbst und per Fernbedienung. Kopien von Datenträgern können nur gemacht werden, wenn diese keinen Kopierschutz haben.
Fazit: Mich hat der EH56 voll überzeugt. Ich empfehle ihn uneingeschränkt weiter. Die kleinen und großen Macken habe ich im Bericht beschrieben, es muss also jeder für sich selbst feststellen, ob sie sich kaufentscheidend auswirken oder ob es sich damit leben lässt. Für alle HD-Freaks sei noch gesagt, dass ihr euch anderweitig umschauen müsst, weil der EH56 keine HDMI-Schnittstelle hat. Da wären dann wieder der EH65 oder weitere Nachfolger eine Alternative. Ich hoffe, dass mein Bericht allen hilft, die bezogen auf die gängigsten Funktionen des EH56 mal eine Beschreibung haben wollten, welche über die Angaben in Onlineshops oder beim Händler hinaus geht.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
31.07.2007 20:36
Sehr kompetenter und ausführlicher Bericht, der eine Kaufwahl positiv beeinflußt
27.03.2007 20:52
Ein schöner Bericht! LG Doreen
27.03.2007 20:52
Ein schöner Bericht! LG Doreen