Erfahrungsbericht über

Panasonic DVM 60 FE

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Panasonic DVM 60 FE

 

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Immer noch im Einsatz...

5  14.02.2012

Pro:
+  gute Verarbeitung  +  Handling  +  Funktion

Kontra:
-  soweit keine

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Zuverlässigkeit

Robustheit:

Haltbarkeit


Hollgo

Über sich: I'm only flesh and bone / Still they want blood from stone / And they cry more more more (Wax, &qu...

Mitglied seit:21.10.2009

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... und doch vom "Aussterben" bedroht, das ist die derzeitige Lage für DV-Aufnahmekassetten. Was genau dahinter steckt - dazu jetzt mehr...

So kam ich zur Panasonic DVM 60

Ein recht günstiges Angebot bei einem lokalen Elektronikhändler brachte mich zu einem "7´er" Pack mit den Panasonic DVM 60-Kassetten. "7 Kassetten für den Preis von 5", so das Angebot, für insgesamt 15 € fand ich das nicht zu teuer. Anno 2009 lag der Preis für eine miniDV-Kassette dieses Typs allein bei knapp 3 €.
Die Panasonic DVM 60...

... kam in einer blau-grauen Kunststofffolie verpackt bei mit an. Die eigentliche DV-Cassette lag dabei nochmals in dem Case aus durchsichtigem Kunststoff vor - in diesem Case lag neben der noch unetikettierten Cassette ein kleiner Bogen mit selbstklebenden Aufklebern sowie eine mehrsprachige Konformitätserklärung des Herstellers Panasonic in Form eines kleinen Zettels bei. Die miniDV-Kassette an sich entspricht dabei natürlich den Abmaßen, die der miniDV-Standard fordert.

Der Bogen mit den Aufklebern umfasst dabei je 2 Ausgaben zum Etikettieren der Kassettenoberseite sowie jener für die Kassettenrückseite. Zudem ist das Einlegeblatt für den Case in ebenfalls unbeschrifteter Form mit enthalten gewesen - hier kann ich bei Bedarf allerdings nur einseitig beschriften, um so schon auf einen kurzen Blick auf das Case, zu gut deutsch: der Kunststoffschutzhülle der Cassette, zu erkennen, was ich denn darauf gespeichert habe. Die Innenseite des Einlegeblattes "ziert" nämlich eine kurze, englischsprachige Gebrauchsanweisung...

mini DV - etwas Technikgemurmel...

Die DV-Historie

Der miniDV-Standard, eingeführt Mitte der 1990´er Jahre von den Firmen Sony, Panasonic und weiteren Herstellern von sogenannter "Consumer-Elektronik" war der erste Standard für den Videoamateur, mit dem man seine Videoaufnahmen in digitaler Form auf eine Videokassette speichern konnte. Zugrunde liegt diesem Standard allerdings der DV-Standard, der im Vergleich zu einer mini-DV Kassette eine noch etwas größere Kassette zum Speichern digitaler Videoaufnahmen vorsieht.
Um kleinere Kameras bauen zu können, wurde diesem Standard recht schnell die "mini"-Variante ebenfalls als Kassette nachgeschoben, die sich in ihrer Spielzeit kaum vom "großen" DV-Format unterscheidet.
Die Verbreitung dieses kleinen und speziell für den Amateur - oder Semiprofi-Bereich konzipierten Standards konnte sich dank der im Vergleich zum bis daher dominierenden SVHS- oder Hi8-Bereich überragenden Bildqualität binnen kurzer Zeit als DER Standard im Heimvideobereich durchsetzen - zumindest im

Bilder von Panasonic DVM 60 FE
  • Panasonic DVM 60 FE DVC 60 (1) - Panasonic DVM 60
  • Panasonic DVM 60 FE DVC 60 (2) - Panasonic DVM 60
  • Panasonic DVM 60 FE DVC 60 (3) - Panasonic DVM 60 FE
Panasonic DVM 60 FE DVC 60 (1) - Panasonic DVM 60
Panasonic DVM 60
Bereich der Heimvideokameras.

DV = Digitale Aufzeichnung auf Band

Im DV-Format werden die Bilder - im Gegensatz zu den zuvor üblichen (S)VHS oder Hi8-Standards, digital aufgezeichnet und dabei auf ca. 10 Prozent des ursprünglichen analogen Speicherplatzbedarfs reduziert. Die Einzelbilder werden beim DV-Standard unabhängig voneinander mittels eines JPEG-ähnlichen Verfahrens einzeln codiert. Daher ähnelt dieser Standard dem MJPEG "Motion JPEG"-Verfahren, welches die bekannten JPEG-Fotodateien im Prinzip als Vollbilder hintereinander speichert. .
Für ein effizientes und speicherschonendes Abspeichern der digital aufgezeichneten Videodaten auf die miniDV-Kassette wird dabei die Farbinformation "downgesamplet", sprich: die Farbwerte werden um die Hälfte reduziert , im Pal spricht man von einem Verhältnis von 4:2:0 - eine Datenreduktion um die Hälfte wird somit im Vergleich zu einem nicht komprimierten Format erreicht.. Das Verfahren ähnelt somit MJPEG und bietet im Gegensatz zu MPEG den Vorteil, Videos an jeder beliebigen Stelle ohne Qualitätsverlust schneiden zu können.

Die Kompression der Daten im DV-Standard ist jedoch gerade im Vergleich zu MPEG 2, DEM Videoformat des DVD-Standards z.B., eher gering, so verwundert es kaum, dass die Datenrate eines DV-Stroms immer noch bei 3,125 MByte/s (25 Megabit pro Sekunde) liegt.

Im Mini-DV Standard kann ich dazu zwei Spielzeiten einstellen: im StandardPlay kann ich dann 60 Minuten Video abspeichern - im LongPlay (LP)-Modus sind es 80 Minuten. Dabei wird im LP-Modus allerdings die Tonspur nur mit 12 Bit aufgenommen, statt 16 Bit,. wie es imSP-Modus der Fall ist. Das Problem hierbei ist, dass viele Nachbearbeitungsprogramme nicht mit 12Bit gesampleten Tonspuren umgehen können - ich habe daher stets nur mit dem SP-Modus aufgenommen...

Bild und Ton

DV verwendet als Bild-Auflösung im PAL-Format 720 × 576 Bildpunkte (PAL) - hier werden 50 Halbbilder pro Sekunde (50i) aufgezeichnet. Einige DV-Kameras ermöglichen auch Vollbildaufzeichnung mit den Bildgeschwindigkeiten 24p und 25p (auch bekannt als Progressive Scan).
Als Audioformat wird bei DV eine Abtastrate von 48 kHz und eine Auflösung von 16 Bit (wie beim DVD-Video-Standard) verwendet. Zur Nachvertonung ist im Standard ein weiteres Tonformat mit 32 kHz und 12 Bit festgelegt, wobei dann sogar 4 Tonspuren aufgezeichnet werden können. Die meisten im Amateurbereich gängigen Schnittprogramme können dieses selten anzutreffende Tonformat jedoch nicht bearbeiten- Beim DV-Format sind Bild und Ton synchron; bei MiniDV-Format ist ein Ton-Bild-Versatz von ±1/3 Frame (13,33 ms) erlaubt.

High Definition Digital Video (HDV)

Mitte der 2000´er Jahre kam so langsam die Zeit der Videokameras, die Videoaufnahmen hochauflösend abspeichern können.
Zunächst etablierte sich dabei, aufbauend auf dem miniDV-Standard, das HDV-Format als "Zwischenlösung", bevor sich danach sukzessive Kameras, die direkt auf eine Speicherkarte oder Festplatte aufnehmen können , durchsetzten. Das AVCHD-Format grub anschließend dem HDV-Format zusätzlich das Wasser ab.

Der HDV-Standard ermöglicht es dabei mit speziellen HDV-fähigen Videokameras, hochauflösende, digitale Videoaufnahmen im MPEG2-Format mit einer Auflösung bis zu 1440x1080 Bildpunkten und einer Bildwiederholfrequenz von 50 Halbbildern (50i) auf einer konventionellen mini-DV Kassette abzuspeichern (HDV 2). Die Spielzeiten einer mit HDV-Aufnahmen bespielten Kassette sind nahezu deckungsgleich mit denen "normal" im DV-Format bespielten miniDV-Kassetten. Zudem sind alle HDv-Kameras abwärtskompatibel zum DV-Format und können im DV-Format beschriebene Kassetten ebenfalls abspielen.

In der Praxis...

=

Der Aufdruck verrät, dass ich es bei dieser Kassette um eine sogenannte "metallbedampfte" Kassette handelt - dies ist bei DV.Kassetten eigentlich nahezu der "Quasi"-Standard, denn schließlich werden ausschließlich digitale Daten auf der Kassette abgespeichert, Das Einlegen der Kassette in meine digitale Kamera funktioniert eigentlich so, wie es funktionieren sollte: in den Schacht einsetzen, herunterdrücken, kurz warten und das Fach der Kamera wieder schließen. Die Mechanik der Kassette funktioniert also wirklich sehr zuverlässig und störungsfrei.
Aufnahme, bitte !

Der Verwendungszweck der DVM 60 für mich ist das Aufnehmen von HDV-Aufnahmen auf der Kassette. Dazu spiele ich - aus gewohnter Tradition - die ersten 10 Sekunden des Bandes immer mit einem Schwarzbild - dies hat sich für mich als sicherer erwiesen, hatte ich doch speziell in frühen DV-Zeiten schon einmal das Problem gehabt, dass die ersten 1-2 Sekunden einer Aufnahme am Bandanfang nicht auf der Kassette aufgenommen worden waren. Mit der "Schwarzphase" am Anfang der Kassette ist dies nun kein Thema mehr - dies vielleicht ein kleiner Tipp am Rande.
Die Aufnahmedauer jedenfalls wird von der Kassette auch im HDV-Betrieb doch recht exakt eingehalten: knapp über 60 Minuten Aufnahmezeit erreiche ich auch in diesem Modus spielend, es sind sogar fast 61 Minuten, die auf die Kassette passen.

Spulen und Abspielen

Das Zurückspulen der Kassette dauert "ganz normal" seine Zeit. Vom Bandende bis ganz nach vorne sind es knapp 2 Minuten, die es dauert, bis die Kassette komplett zurückgespult ist.
Das Abspielen der Aufnahmen ist auch kein großes Problem - recht schnell ist die Aufnahme auf dem kleinen Vorschauschirm meiner HDV.-Cam zu sehen - die Zugriffszeiten sind wirklich überschaubar kurz.

Überspielen und Bearbeiten am PC

Die Qualität der Aufnahmen auf einer miniDV ist im Vergleich zu älteren analogen SVHS-Kameras um ein Vielfaches besser - ein klarer Vorteil ist dabei auch die digitale Bildverarbeitung, die mit dem miniDV.-System erstmals auch im Amateurbereich Einzug hielt. Analoge Videoaufnahmen nachzubearbeiten war immer nur mit deutlich im Bild sichtbaren Qualitätsverlusen der Bildqualität verbunden - ein Manko, welches im digitalen miniDV-Bereich gar nicht erst auftreten kann. Man kann wirklich X Kopien einer miniDV durch den Rechner ziehen, ohne je Bildverluste optischer Natur hinnehmen zu müssen.
Um DV weiter zu bearbeiten, müssen die digital gespeicherten Daten über ein an den DV-Anschluß der Kamera angeschlossenes Datenkabel auf den PC überspielt werden. Dies ist allerdings auch ein nicht zu verschweigender Nachteil dieser Technik, denn ein "Schnellüberspielen" ist nicht möglich, da die Daten jeweils nur in "Echtzeit" auf den Rechner gelangen, was in der Praxis bedeutet: das Überspielen auf den PC dauert mindestens solange, wie die Videoaufnahmen auf der DV-Kassette dauern - eben so wie "früher", als man beim Kopieren einer VHS-Kassette auf eine andere auch nicht mal eben vorspulen konnte, um die Zeit abzukürzen. Dies ist also bei miniDV exakt genau so - zumindest in diesem Punkt. Das eigentliche Überspielen vom Band auf den PC läuft dabei "halbautomatisch" ab - sobald ich mein Videoschnittprogramm auf "Import" geschaltet habe, kann ich über diese Software alle Kamerafunktionen steuern und bekomme so Zugriff auf die auf der DVM 60 gespeicherten Videoszenen. Den Überspielvorgang steuere ich so vom PC aus - dieser läuft also in "halbautomatischer" Form ab. Das Ende der Überspielung muss ich allerdings auch selbsttätig steuern - ein ständiges Überwachen des Überspielvorgangs ist also schon notwendig. Dies ist aber eben der Nachteil der Aufzeichnung auf Band und eben systembedingt so...
Mehrfaches Überspielen - Verluste ?

Ich habe einige Kassetten auch schon mehrfach überspielt - dies gelingt ganz einfach, indem ich den Löschschutz, der in Form eines kleinen, grünen Schiebers unten an der Rückenseite der Kassette angebracht ist, von "Lock" auf "Free" stelle.
Durch das erneute Bespielen eventuell denkbar eigentretene Verluste wie etwa Bildstörungen, Pixelisierungsfehler oder die gefürchteten "DV Flashes" (helle Bildblitze, die aufgrund schlechten Aufzeichnungsmaterials auftreten können), konnte ich dabei bislang noch nie feststellen. Die Kassetten sind dabei auch recht gut bei kälteren Außentemperaturen einsetzbar, obwohl natürlich schon wegen der Elektronik in der Kamera darauf geachtet werden sollte, dass hier keine allzu lange Zeit die Kälte einwirken kann.

Handling und Verarbeitung

Qualitativ sind die DVM 60 wirklich gut verarbeitet. Der Schutzmechanismus für die vorderer Bandführung sitzt sehr schön fest vor der Kassette, wenn diese nicht gerade in der Kamera eingelegt ist und schützt somit das Band vor dem Eindringen von Staub und anderem Schmutz. Dazu ist das Gehäuse aus sehr festem Kunststoff gefertigt worden, sodass die Kassette auch mal herunterfallen kann, ohne dabei gleich kaputt zu gehen. Insgesamt stimmt hier alles in Sachen Stabilität und Verarbeitung.
Auf einen Blick

  • Modell: DVM 60
  • Hersteller: Panasonic
  • Video-Format: Mini DV
  • Abmaße Kassette: (lxbxh): 6,5 cm x 4,5 cm x 1 cm
  • Aufnahmezeit in Minuten: 60 (SP) / 90 (LP)
  • Qualität: Digital Video (DV), PAL mit 720x576 Bildpunkten,50i oder HDV (High Definition Digital Video), HDV2 mit 1440x1080 Bildpunkten, 50 i
FAZIT
Ich kann die DVM 60 von Panasonic allen Hobbyfilmern, die (immer) noch auf DV oder HDV aufnehmen, wirklich empfehlen. Sie ist sehr zuverlässig in ihrer Leistung und Funktion und auch in Puncto Verarbeitung passt alles gut zusammen. Sowohl DV als auch HDV lassen sich mit der DVM 60 gut und verlässlich speichern und abspielen, und auch Aufnahmen, die auf zuvor schon einmal bespielten Kassetten aufgenommen werden, sind hier in guter Qualität aufgehoben. Ich gebe daher eine volle Empfehlung für diese miniDV Kassette ab und alle Sternchen. Mehr als das Gebotene kann ich jedenfalls nicht verlangen...
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MuMpeLchen

MuMpeLchen

20.02.2012 22:53

bh

joanbaez

joanbaez

16.02.2012 15:37

Prima

Gering

Gering

16.02.2012 10:17

bh

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