Diese exzellente Digital-Fotokamera arbeitet mit einem LEICA DC-Vario-Elmarit-Objektiv mit F2,8 und bietet einen stufenlosen optischen 12-fach-Zoom. Darüber hinaus zeichnet sie... mehr
Erfahrungsbericht von kms1 über Panasonic Lumix DMC-FZ1E-K 28.06.2003
Produktbewertung des Autors:
Verarbeitung
sehr gut
Ausstattung
sehr gut
Bildqualität
sehr gut
Akkulaufzeit
sehr lang
Bedienung
gut
Pro:
erstklassiges Objektiv, sehr guter Bildstabilisator
Kontra:
Schwächen bei Belichtungsautomatik und Autofokus
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Nach ca. 6500 Fotos mit meiner Olympus C2040 stand mir der Sinn nach längeren Brennweiten. Wie bereits bei der vorigen Kamera, war das eingebaute Objektiv kaufentscheidend. Die ersten Fotoserien waren zunächst ein wenig enttäuschend, weil die Lumix im Vergleich zur Olympus bei Vollautomatik höhere Ausschussraten produziert. Da viele Bilder jedoch sehr gut waren, beschloß ich die Kamera zu behalten und der Sache auf den Grund zu gehen. Der nachfolgende etwas ausführliche Bericht richtet sich auch an Besitzer einer Lumix FZ1, die möglicherweise vor ähnlichen Problemen stehen (daher die technischen Details).
Motivauswahl, Bidausschnitt und die technisch gute Realisierung machen das gute Bild aus. Bei der Motivauswahl kann die Kamera nicht helfen. Die Eingrenzung des intressanten Bildausschnitts verlangt entweder Beinarbeit oder ein gutes Zoom-Objektiv. Hier punktet die Lumix gnadenlos mit ihrem fabulösen 12 fach Zoom von Leica.
Die technisch gute Realisierung ihrerseits besteht aus folgenden Komponenten: Belichtung, Farbwiedergabe, geometrische Abbildung und Bildschärfe.
Die Lumix FZ1 neigt dazu, den Kontrast zu überzeichnen. Offenbar orientiert sich Panasonic an der analogen Fotografie, wo dies auch geschieht. Hier hilft zum Ausgleich eine Unterbelichung (1/3 Blende) mit anschließender Gammakorrektur (1,15) nach der Speicherung der Bilder auf dem PC. Das oft kritisierte Farbrauschen ist nach meiner Einschätzung nicht schlimmer als bei anderen Kameras (mein Vergleich, Olympus C2040). Es fällt nur stärker auf, weil Panasonic die Bilder leicht überzeichnet (mit Schärfefilter) abspeichert.
Die Farbwiedergabe erfolgt nur im "natural" Modus korrekt (allerdings zu flau), ist bei "standard" akzeptabel und bei "vivid" (knallbunt) teilweise voll daneben. Optimal ist "natural" mit nachfolgender wohldosierter Sättung der Farben in der Bildverarbeitung.
Die geometrische Abbildung ist dank des erstklassigen Objektivs tadellos. Nur bei langen Brennweiten und voll geöffneter Blende sind leichte Farbränder sichtbar. Ab Blende 4 oder Brennweiten unter 200mm (KB) ist das alles kein Thema.
Die Bildschärfe ist bei richtiger Kameraeinstellung wirklich gut. Schade nur, daß Panasonic das Potential der Hardware durch die seltsam programmierte Automatik nicht voll ausnutzt.
Hierzu einige grundsätzliche Überlegungen: Unschärfe kann folgende Ursachen haben: grobe Auflösung, Kamerabewegungen, Objektbewegungen, falsche Entfernungseinstellung, mangelnde Schärfentiefe.
Die 2.1 Megapixel werden erst dann zum limitierenden Faktor, wenn alle anderen Ursachen für Unschärfe eine geringere Rolle spielen. Nach meiner Erfahrung ist dies bei Aufnahmen von beweglichen Objekten ohne Stativ unter normalen Lichtverhältnissen nur sehr selten der Fall. In der analogen Fotografie geht man zum Beispiel bei der Ermittlung der Schärfentiefe von einem maximalen Zerstreuungskreisdurchmesser von 0,03mm aus. Bezogen auf das KB Filmformat entspricht dies so etwas wie einer Auflösung von 1200 x 800 Pixel. Der Film bringt unter idealen Bedingungen natürlich mehr, aber eben nur unter idealen Bedingungen.
Kamerabewegungen werden zum Risiko, wenn ohne Stativ mit Belichtungszeiten operiert wird, die über der magischen Grenze von 1/Brennweite liegen. Nach Umrechung auf die KB-Brennweite gilt dies auch für DigiCams. Aufnahmen mit 420mm Brennweite erfordern also Belichtungszeiten von 1/500s oder weniger. So viel Licht hat man selten. Hier punktet die Lumix FZ1 mit dem durchaus wirkungsvollen Bildstabilisator der in vergleichbaren Situationen etwa die vierfache Belichtungszeit zuläßt. Für mich war der Bildstabilisator das schlagende Argument für die Lumix, da ich die Problematik von meiner Spiegelreflexkamera mit 35-200mm Zoom Objektiv kenne. Der Stabilisator leistet ganze Arbeit und in der Praxis kann man bei jeder Brennweite Bilder locker aus der Hand schießen. Das macht Spaß.
Objektbewegungen werden als Unschärfequelle oft unterschätzt, so auch von Panasonic. Bei einer Objektgeschwindigkeit in der Bildebene von 5 km/h bewegt sich ein Objekt während der Belichtung von 1/125s um 11mm. Das entspricht bei einem Bildausschnitt von 3 x 2,25m 6 Pixeln. Um die 2.1 Megapixel voll auszunutzen hätte es hier schon 1/500s sein müssen. Der Bildstabilisator kann die Situation nicht verbessern und mitziehen der Kamera hilft nur, wenn man die Objektbewegung richtig einschätzt. Wer spielende Kinder fotografiert, läßt diesen Gedanken schnell fallen.
Die Programmautomatik der Lumix FZ1 hat hier eine eindeutige Schwäche. Selbst im Sportmodus sind die Belichtungszeiten zu lang. Zugunsten der Sensor-Ausleuchtung verbleibt die Lumix zu lange im 50ASA Bereich und riskiert Bewegungsunschärfe. Das Farbrauschen ist bei 100ASA kaum feststellbar und bei 200ASA noch immer gering, also gibt es keinen vernünftigen Grund dafür. Meine Bitte an Panasonic: Im Sportmodus radikal auf kurze Belichtungszeiten programmieren. Zur Zeit helfe ich mir mit dem Porträtmodus (Blende auf) und manueller Vorwahl der Empfindlichkeit, um im Bereich von 1/250s bis 1/1000s zu bleiben. Das könnte ohne Erhöhung der Produktionskosten auch automatisch gehen. Lieber verrauscht als unscharf.
Der Autofocus arbeitet bis zu mittleren Entfernungen zuverlässig, mit leichter Tendenz zum Einstellen auf etwas zu kurze Entfernungen. Möglicherweise ist dies beabsichtigt, um vor und hinter der Objektebene die gleiche Schärfentiefe zu erhalten. Mir ist eine exakte Einstellung auf die Objektebene lieber. Im Telebereich bei Objektentfernungen von 10-50m kann es zu Problemen kommen. Hier muß der Autofokus präzise regeln, was offensichtlich nicht immer gelingt. Möglicherweise hat Panasonic der Regelgeschwindigkeit Priorität vor der Genauigkeit gegeben. Dies ist bedauerlich. Nach einiger Zeit konnte ich folgende Ursachen für das Problem identifizieren: 1. Der Bildsensor wertet auch Infrarotstrahlung aus, die von Linsen anders gebrochen wird. Vorteilhaft zeigte sich ein kombinierter UV/IR Sperrfilter, der nur den sichtbaren Bereich des Lichtes durchläßt. Damit wird der Dunst weggefiltert (UV), der Autofocus bekommt nur die richtigen Lichtanteile zur Entfernungsberechnung und die Farben werden auch ein wenig besser. 2. Die Mehrfeldmessung ist nicht besonders clever programmiert. Der Spotmodus arbeitet besser, schafft aber neue Probleme bei der Belichtung, weil damit gleichzeitig die Belichtungsmessung auf Spotmessung geschaltet wird. Hier muß Panasonic reagieren, denn die Kamera wird für lange Brennweiten gekauft, sollte demzufolge auch in diesen Bereichen gut funktionieren. Meine diesbezügliche e-mail wurde schnell aber enttäuschend lapidar beantwortet. Das von mir vorgeschlagene Firmware-Update würde eine für Panasonic kostenneutrale Lösung darstellen (einfach neue Software zum ansteuern in Internet bereitstellen), ist aber nicht geplant. Die Fokustaste ist übrigens sehr ungünstig platziert, so das man keine Lust hat, dieses Feature in der Praxis zu benutzen. Mit dem permanenten Autofocus wird die Situation in der Praxis ein wenig besser, allerdings kann der AF auch schon mal aus einer optimalen Einstellung wegregeln. Im "Schnappschußbetrieb" ist der permanente AF trotzdem besser, weil man den Auslöser im entscheidenden Moment sofort voll durchdrücken kann.
Bei der Schäfentiefe zeigen sich konzeptionelle Vorteile der DigiCam gegenüber der Kleinbildkamera. Im Telebereich wird dies interessant. Bei der Berechnung der Schärfentiefe geht die reale Brennweite quadratisch in die Gleichung ein, Blende und maximaler Zerstreungskreisdurchmesser nur linear. Die Lumix FZ1 hat einen winzigen Bildsensor, daher erreicht sie bei 55,2mm realer Brennweite den gleichen Bildausschnitt wie eine KB Kamera bei 420mm. Der max. Zerstreuungskreisdurchmesser wird entsprechend kleiner (von 0,03mm auf ca. 0,004mm). Bei gleicher Entfernung und gleichem Bildausschnitt erreicht die Lumix bei Blende 2.8 die gleiche Schärfentiefe wie eine KB Kamera bei Blende 22. (2,8*0,00394)/(55,2*55,2) = (21,3*0,03)/(420*420) In der Praxis bedeuted dies: voll aufblenden in allen Lebenslagen, ohne Schärfeverlust. Warum Panasonic nicht die Lichtstärke des tollen Objektivs voll ausnutzt und statt dessen die Automatik viel zu früh abblenden läßt, kann ich nicht nachvollziehen.
Bei einer KB-Kamera geht das nicht, weil im Telebereich sonst die Schärfentiefe auf wenige Zentimeter zusammenschmilzt. In Verbindung mit der erforderlichen kurzen Belichtungszeit (ohne Stativ) stellt dies eine KB-Kamera im Telebereich oft vor eine unlösbare Aufgabe. Dies ist der Grund dafür, warum die Lumix FZ1 in der Praxis trotz der 2.1 Megapixel jede Kleinbildkamera im Telebereich ab 200mm abhängt.
Insgesamt gesehen ist die Hardware gut und ihr Geld wert (in meinem Fall 460 Euro), daher die hohe Bewertung. Von den besten der ca. 3000 Bilder die ich bislang mit der Lumix aufgenommen habe liegen etwa 60% in Telebereich (>150mm bezogen auf KB Brennweite). Somit ist die Anschaffung einer derartigen Kamera durchaus berechtigt. Unverständlich sind für mich nur die ungeschickte Programmierung der Vollautomatik und der schwache Autofokus. Für Telefreaks ist die Lumix wegen des Bildstabilisators vermutlich gegenüber der Olympus C730 oder der HP 850 die bessere Wahl. Wer hingegen überwiegend im Normalbereich fotografiert und nur gerne die Reserve im Telebereich haben möchte, sollte sich auch die o.g. Kameras ansehen.
Pro: MegaZoom stabilisiert, Schnell Kontra: Nur 2 Millionen Pixel
Ich bin ein Verfechter von langen Brennweiten. Aus der Distanz macht man die natürlichsten Fotos - etwas abseits vom Geschehen als unbemerkter außenstehender Beobachter. Oder man kommt nicht nah genug an das Objekt der Begierde heran - der Gockel auf der ...
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Pro: (relativ)Billig, Klein und Leicht (wenn man das Objektiv in Betracht zieht), MegaZoom 12fach, Sucher und Display elektronisch -> Spiegelreflex(Simulation), kaum Verzögerungszeit beim Auslösen, viel Zubehör Kontra: Kein Blitzanschluss, Blitz zu klein, Keine (Teil)manuellen Modi (Blenden- und Zeitautomatik)
Also liebe Leute, ich durfte so ziemlich als erster von den normalen Menschen diese Kamera als mein eigen betrachten und würde euch ganz gern mal an meinen subjektiven Eindrücken zu diesem Gerät, teilhaben lassen...
*Wie ich zu der Kamera gekommen bi ...
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Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
sehr hilfreich
16.12.2002
(31.12.2002)
Mut zur Lücke Bewertung für Panasonic Lumix DMC-FZ1E-Kvon
Jovalli
Pro: Objektiv, Bildqualität, Verarbeitung Kontra: Aufnahmen bei geringer Beleuchtung
PROLOG:
Ich möchte eine Kamera wie James Bond! Mega-Zoom, perfekte Bildqualität, so groß wie 'ne Armbanduhr, keinerlei Bildrauschen bei Nachtaufnahmen, easy Bedienung und ausserdem soll sie weniger als 300 Euro kosten ... Der nette Verkäufer im "Ic ...
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Eigentlich besuchte ich die letztjährige (2002) Photokina mehr aus allgemeinem Interesse, aber vielleicht doch auch mit dem Ziel eine Digitalkamera zu finden, die genausoviel kann, wie meine jetzige, aber viel kompakter ist. Meine jetzige ist eine Olympus ...
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Jetzt habe ich die Pana zwei Wochen (vorher hatte ich die Olymous E 100 RS) und möchte kurz meine gemischten Eindrücke darstellen.
1. Handling
Ein Hauptgrund zu Kauf war für mich die Kompaktheit und das geringe Gewicht der Kamera. Alles liegt griffber ...
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