Vor einigen Wochen habe ich mir die Lumix DMC-TZ10 zugelegt, da meine alte Kompaktkamera auf meiner Südamerika Reise gestohlen wurde und ich zum einen Ersatz brauchte und zum anderen auf meiner weiteren Reise die Kameras der anderen Touristen sorgfältig studiert hatte und zu dem Ergebnis gekommen bin, dass die Lumix DMC-TZ10 die perfekte Kamera für unterwegs ist.
Sie ist handlich und kann einfach mitgenommen werden. Sie eignet sich für Schnappschüsse und besitzt ein Weitwinkel-Objektiv und vor allem einen Super-Zoom, was sich zum Beispiel für Tieraufnahmen als ein echtes Highlight erwies. Toll fand ich auch die Panorama-Bild Funktion.
Gekauft habe ich mir die Lumix DMC-TZ10 dann, weil diese Kamera bei diversen Tests durchwegs gut abgeschnitten hatte.
Gehäuse
Die Lumix DMC-TZ10 sieht für eine Kompaktkamera relativ edel aus. Das Äußere der Kamera ist aus Metall und wirkt hochwertig verarbeitet. Nimmt man sie in die Hand, ist sie relativ schwer, das Objektiv ist deutlich größer als bei meiner alten Kamera und muss natürlich auch in dem Gehäuse Platz finden.
Die Linse kann nicht abgedeckt werden, sondern wird automatisch verschlossen, sobald man den ON-OFF Schalter auf OFF schiebt, von zwei Seiten. Die beiden Klappen treffen sich in der Mitte. Solange dieser Automatismus durch nichts gestört wird, kann das Objektiv nicht verkratzen, allerdings finde ich, dass diese Lösung nicht sehr strapazierfähig aussieht…
Bei der Wahl der Farbe werden sich die Geister scheiden, ich freilich finde das gewählte Rot ausgesprochen chic, eine wahre Hinguckerfarbe. Für alle, die es gerne etwas schlichter haben, gibt es dann noch die Farben schwarz, dunkelblau, silber und chocolate.
Ausstattung nach Herstellerangaben
Ausstattung (Herstellerangeben)
--12x optischer Zoom [KB: 25-300mm]
- GPS-Empfänger für automatische Speicherung von Aufnahmeort u -zeit [Geodaten]
-HD Videoaufnahme [AVCHD Lite; 1.280x720p] mit Zoom, Stereoton und HDMI-Ausgang
-25 mm Weitwinkel Leica DC Vario-Elmar Objektiv [F3,3 - 4,9]
- hochauflösendes 7,5 cm LC-Display [460.000 Pixel] mit automatischer Helligkeitsanpassung
-Bildgröße: 4.000 x 3.000 Pixel
-Videoauflösung: 1.280 x 720 Pixel
Anschlüsse
USB-Anschluss 2.0 [Highspeed]
HDMI-Ausgang Ja [mini HDMI]
Audio/Video-Ausgang Ja
DC-Eingang Ja
Bedienung
Was mich besonders begeistert, ist die Einfachheit der Bedienung, trotz der vielen Optionen, die man hat ein gutes Bild zu schießen.
Denn obwohl es viele Programme und Einstellungsmöglichkeiten gibt, muss man die Bedienungsanleitung nicht Stunden studieren. Die Funktionen sind "selbsterklärend".
Hier ein kurzer Überblick:
Motivprogramme:
Das Sortiment ist ausgesprochen umfangreich: 30 voreingestellte Aufnahmemodi werden dem Nutzer zur Verfügung gestellt, zum Beispiel die Portrait - Aufnahme, Nachtmodus, Sternenhimmel-Einstellung oder der Feuerwerks- oder Unterwassermodus. Wofür man sie verwenden soll, ist wie gesagt selbsterklärend. Andererseits kann man mit dem Unterwassermodus auch tolle Farbeffekte erzielen, wenn man nicht unter Wasser fotografiert, aber da ist dann ausprobieren angesagt.
(Panasonic bietet speziell für diese Kamera ein Unterwasser Gehäuse mit bis zu 40 Meter Wasserdichte an. Ich selbst besitze jedoch keines.)
Die Intelligente Automatik
Bei der so genannten "intelligenten Automatik" werden Schärfe, Kontrast, Belichtung automatisch eingestellt, was praktisch ist, da man als Hobby-Fotograf nicht denken würde, dass es ausgerechnet so am besten ist oder aber die Einstellungen manuell nicht so schnell durchführen könnte.
So aber lassen sich sehr einfach und schnell gute Bilder machen. Der Focus stellt sich automatisch auf den Vorder- bzw. Hintergrund ein. Die Fotos, die so entstehen, erinnern mich teilweise an die von Spiegelreflexkameras. Außerdem kann die Lumix TZ10 sich an mitgeteilte Personen erinnern.
Man kann aber über das Wählrad an der Oberseite die Automatik deaktivieren, wenn man lieber händisch fotografieren möchte.
Andere Programme sind P (Programmautomatik), A (Blendenautomatik), S (Zeitautomatik) und M (manuell).
Die Funktionen der Intelligenten Automatik in der Übersicht
Intelligent Exposure
Helligkeit, Kontrast und Schatten werden analysiert und softwareseitig ausgesteuert.
AF Tracking
Auch bei sich bewegenden Motiven wird die Schärfe automatisch eingestellt.
Face Detection / Face - Tracking
Gesichter werden als solche erkannt und die Aufnahmefunktion darauf abgestimmt. Die "Kamera" geht hier davon aus, dass das Gesicht das Motiv sein soll, nicht Gegenstände dahinter oder daneben. Mit Face Recognition erinnert sich die Kamera an bis zu sechs Gesichter, für die sie dann Scharfstellung auf diese Person abgestimmt. Da man ja meistens Familie oder Freunde fotografiert, ist diese Einstellung durchaus sinnvoll.
Intelligent Scene Selector
Hier wird ein betrachtetes Motiv automatisch einem entsprechenden Motivprogramm zugeordnet, also z.B. "Landschaft". Diese Funktion ist also ähnlich wie das "Face Tracking" für Gesichter.
Intelligent ISO Control
Das Bildrauschen soll durch die automatische ISO Einstellung minimiert werden, das funktioniert manchmal mehr, manchmal weniger gut, kommt mir so vor.
OIS
Der Bildstabilisator verhindert unscharfe Bilder. Das ist inzwischen ja eine Grundausstattung jedes Digital-Fotoapparats. Die aktuelle Version Power-OIS der Lumix TZ10 ermöglicht auch bei langen Belichtungszeiten Fotos ohne Verwackeln, selbst wenn man den Blitz nicht einschalten will.
Zoom
Der Brennweitenbereich der Lumix DMC-TZ10 geht von (25-300mm).
Sie verfügt also zum einen über einen Weitwinkel wird aber auch als "Super-Zoom Kamera" bezeichnet, da man Objekt um das 16-fache heran zoomen kann, ohne den Digitalzoom zu benutzen.
Eigentlich verfügt die Kamera nur über einen 12x Zoom. Der lässt sich jedoch durch den "Intelligent Zoom" auf 16x erhöhen. Den letzten 4x Zoom holt sich die Kamera über die Auflösung - was bei 12,1 Megapixeln aber durchaus ok ist. Die Bildgröße reicht dann immer noch für DIN A4 Ausdrucke. Perfekt Man kann sagen, dass der „Intelli-Zoom“ zu einem Schärfeverlust von etwa 20 Prozent führt.
GPS-Funktion/Geotagging
Das Besondere an dieser Kamera, was sie von der Lumix DMC-TZ8 unterscheidet ist die GPS Funktion. Mittels der GPS Funktion.
Mit der GPS-Funktion werden geografische Daten in der Bilddatei mit abgespeichert und man kann genau nachvollziehen, wo man die Fotos aufgenommen hat.
Mit der Hilfe von Geotagging kann man die Bilder auch in eine chronologische Reihenfolge bringen. Da man mit Digitalkameras ja tausende von Fotos schießt, ist es nun einfacher Ordnung zu bewahren.
Geotagging soll aber vor allem die interaktive Verwendung von Fotos vereinfachen.
Wer allerdings daran kein Interesse hat, kann den GPS Modus auch abschalten bzw. sollte das unbedingt tun, denn so wird der Akku weniger belastet und der hält ohnehin nicht besonders lange.
Akku
Nach etwa 150 Fotos macht der Akku schlapp, was wirklich ärgerlich ist, ich werde mir deshalb noch einen Ersatz-Akku bestellen müssen, da man ja unterwegs nicht immer unbedingt die Möglichkeit hat den Akku aufzuladen.
Monitor
Die Lumix DMC-TZ10 hat ein schön großes Display auf der Rückseite und die Qualität des LCD-Monitors mit 7,5 cm Diagonale ist auch sehr gut. Die Monitorhelligkeit wird je nach Umgebungshelligkeit in elf verschiedenen Stufen geregelt, um immer die bestmögliche Erkennbarkeit zu garantieren.
Schnellauslösend bei Schnappschüssen
Bei vielen Digitalkameras ist die Technik einfach zu langsam für einen Schnappschuss. Das ist bei der Lumix DMC TZ10 Gott sei Dank anders. Panasonic spricht von 1,8 Sekunden Auslösezeit - das kann ich nicht überprüfen, gefühlt aber, denke ich, kommt es hin.
HD-Videos
Statt nur Motion-JPEG-Videos kann die Panasonic Lumix DMC-TZ10 auch Filme im HD-Video- Format AVCHD-Lite aufnehmen plus Stereo-Ton. Damit hat man fast schon einen Camcorder. Zoomen ist übrigens auch bei der Video-Funktion möglich.
Die nicht professionellen, aber dennoch hervorragenden Videos werden im Format 1.280 x 720 Pixel gespeichert.
Speicherkarte
Die Speicherkarte (kann eine SD-Karte, eine SD-HC-Karte oder eine SD-XC-Karte sein) muss extra dazu gekauft werden, eine 16 GB-Karte kostet etwa 25 Euro.
Preis
Die Panasonic Lumix DMC-TZ10 kostet, je nach Anbieter, zwischen 234 und 350 Euro, was ich gesehen habe. Ich habe meine Kamera für 273, 90 Euro gekauft, aber ein Preisvergleich lohnt sich bei dieser Spanne natürlich immer. Dennoch sollte man auch die Seriosität des Händlers überprüfen, denke ich, sonst hat man bei etwaigen späteren Fragen oder Problemen niemanden an den man sich wenden kann - bzw. bekommt nicht mal eine Kamera geschickt….
Fazit
Die Kamera ist für eine Kompaktkamera wirklich gut.
Natürlich ist sie keine Spiegelreflexkamera, aber ich bin sehr zufrieden mit ihr. Der einzige Punkt, der mich wirklich ärgert ist die Akkulaufzeit. Ansonsten kann ich die Kamera jeden weiter empfehlen.
Das Bildrauschen bei höheren ISO Werten, dass man trotz des Bildprozessors „Venus Engine HD II“ noch sieht, muss man bei einer Kamera dieser Preisklasse wohl einfach hinnehmen.
28.06.2011 21:55
Hast nix ausgelassen! Super!
09.02.2011 21:48
Super bericht, von mir ein BH :-) glg
09.02.2011 21:38
Sehr schön beschrieben - hilft mit Sicherheit weiter. Mfg