Die GS22 - klein, leicht und viel dran
10.01.2005
Pro:
Optik, Austattung, Preis
Kontra:
Das System ! Köpfe, Bänder und Mechanik verschleißen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Klang
Bedienung
Ausstattung
Verarbeitung
Zuverlässigkeit
Akkulaufzeit
mehr
 brennecke
Über sich:
Frühstück bei Emanzen:" Gibst Du mir mal bitte die Salzstreuerin?"
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Der Panasonic-Camcorder NV-GS22 EG Mitgeliefertes Zubehör: Akkupack für Camcorder, Netzteil, Gleichstrom-Eingangskabel, Infrarot-Fernbedienung mit Knopfzelle, Kabelfernbedienung mit Mikrofon, AV-Kabel, S-Video-Kabel, Hand- und Schulterriemen, Objektivdeckel mit Schnur, USB-Anschlusskit (inkl. CD-ROM). Optional erhältlich (u. a.) : leistungsfähigere Akkus (1360mAh oder 2040mAh), Weitwinkel- oder Teleobjektiv, Stativ, Video-DC-Licht, DV-Kabel und passende Schnittsoftware, Regenhülle, div. Filter.
Allgemeines 1. Der erste Eindruck „Entweder habe ich jetzt nur den Karton mit dem Zubehör mitgenommen, oder das Zubehör vergessen, oder es gibt keines“, war mein erster Gedanke beim Verlassen des Marktes. In meiner Hand: ein kleines Päckchen mit der Aufschrift „Panasonic NV-GS22 EG“. Große Erleichterung und Verwunderung zu Hause. Es war alles da: ein kleiner, digitaler Camcorder, eine Infrarot-Fernbedienung, eine Kabelfernbedienung mit integriertem Mikrofon sowie ein Haufen Kabel und Software. Der kleine Japaner ist nur knapp so groß wie eine alte Sucherkamera, wiegt 365g und kostete im Sonderangebot knapp 420,-€. Angeberfaktor: sehr hoch. Beim nächsten Familienfrühstück kommen Kommentare wie „…wieder Arbeit gefunden? “ oder „… wohl im Lotto gewonnen…“ Dieses Modell sieht hochwertig und wichtig aus, gehört aber nur zur Einsteiger-Klasse.
2. Die Käufer sind … Einsteiger, Geizhälse, Leute mit kleine Taschen und/ oder frischem Nachwuchs, Hobbyfilmer mit wenig Zeit. Ungeeignet ist die GS22 für Pseudojournalisten, die sendefähiges Material verhökern wollen. Die GS22 besticht durch ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu nennen sind hier vor allem die hochwertige Optik, der elektronische Bildstabilisator (der selbst ausschließlich grobmotorisch veranlagten Anfängern hilft), eine Vielzahl von integrierten Aufnahmeprogrammen und Digitaleffekten und die umfangreichen Anschlussmöglichkeiten (u. a. Mikrofon und USB für Nutzung als Webcam). Technik
1. Bild Die GS22 zeichnet im Format MiniDV auf, d.h. der aufgenommene Film (oder Schnappschuss) wird als digitale Information auf Band gespeichert. Im Moment die einzige Möglichkeit, mit einem kleinen Camcorder einen langen Film (bis zu 120 min.) in guter Digital-Qualität für kleines Geld aufzunehmen. Alle anderen Formate (Speicherkarte, DVD) sind derzeit noch teuerer, umständlicher in der Handhabung oder bieten weniger Filmlänge. Einzige Nachteil dieses Systems: der Verschleiß. Durch den direkten Kontakt vom Band zum Aufnahme- und Wiedergabekopf nutzt es sich mit den Jahren des Gebrauchs ab. Unter diesem Verschleiß leiden natürlich auch der Aufnahme- und Wiedergabekopf selbst und die Laufwerkmechanik. Digital erfasst wird das Bild von einem CCD-Sensor. Andere Camcorder haben hiervon gleich drei eingebaut, wie bei elektronischen Fernsehkameras jeweils einen für die Grundfarben rot, blau und grün. Diese teils semiprofessionell ausgelegten Geräte verfügen dadurch über eine naturgetreuere und brillantere Abbildung, sind aber auch mindestens dreifach so teuer. Die GS22 verarbeitet 800.000 Pixel. Das ist, gemessen an digitalen Fotokameras, lächerlich, für die Zwecke der Hobbyfilmerei jedoch voll ausreichend. Die Brennweite des Objektivs beträgt auf Kleinbildmaßstäbe umgerechnet 43-433 mm, die Objektivqualität liegt zwischen 1,8 im unteren Brennweitenbereich und 2,3. Für Schnellentschlossene gibt es die Quickstart-Funktion, d.h. die Aufnahme startet nach 1,3 Sekunden. Das Motorzoom macht optisch 10fach und digital 500fach Aufnahmen. Das Digitalzoom ist nützlich bei Nahaufnahmen von Motiven, die sich außerhalb der Reichweite des optischen Zooms befinden. Diese Objekte können bis zu 500fach vergrößert werden.
Besondere Erwähnung verdient die Nachsicht-Funktion. Ist sie aktiviert, dient das LCD-Display um 180° geschwenkt als Beleuchtungsquelle und man kann Objekte in bis zu 1,20 m aufnehmen, in Farbe! Einziger Wehrmutstropfen: der Sucher. Er ist nur schwarzweiß. Aber den benutzt wohl auch keiner mehr in der heutigen Hobbyfilmer-Generation. Eigentlich schade. Vorbei die Zeit, in der die angetrunkene Verwandtschaft das ganze rote Gesicht verziehen musste, um ein paar Minuten der Feier zu filmen. Weiter technische Einzelheiten auf der Homepage von Panasonic.
2. Ton Die Tonqualität ist bei allen aktuellen Panasonic-Camcordern gut, da macht die GS22 keine Ausnahme. Wer mehr will, der kann das im Zubehör mitgelieferte Mikrofon oder eben ein anderes anschließen. Eine Nachvertonung des Films ist nur im Aufnahmemodus „12 Bit 32Khz 4 Spuren“ möglich. Hierbei erfolgt die Tonaufzeichnung in guter Qualität auf zwei Spuren in Stereo, die verbleibenden 2 Spuren können zur Nachvertonung genutzt werden. Die beste Tonaufnahme bietet der Aufnahmemodus „16 Bit 48Khz 2 Spuren“, bei dem die Nachvertonung jedoch nicht möglich ist.
Handhabung Das Ding ist idiotensicher, das muss ich mal so sagen. Einschalten und den Aufnahmeknopf drücken, schon geht’s los. Die GS22 kennt nur 2 Grundmodi: Aufnehmen oder Abspielen. Selbst die Finger kleiner schmaler Damenhände erreichen mühelos die wenigen wichtigen Knöpfe zur Bedienung. Erfreulich ist auch, dass der Motor sowohl im Aufnahme- als auch im Abspielmodus sehr leise arbeitet. Nur beim Spulen drängt sich der Verdacht auf, dass das Ding nebenher noch eine küchentechnische Funktion haben könnte. Der Schieberegler für das optische Zoom ist so bewegbar, dass keine Geräusche durch ihn mit aufgezeichnet werden. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.
Das aufgenommene Filmchen kann man auch über einen Fernseher mit AV-Eingang und besser noch mit S-Video-Eingang betrachten. Den faulen Couch-Potatoes hilft hier die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung, die auch noch haufenweise andere Funktionen (z.B. Wiedergabe-Zoom) bietet. Der Technikfreak hat genug zum Entdecken an der GS22. Der sowohl die Verschlusszeiten als auch die Blende manuell einstellen sowie den Weißabgleich selbst vornehmen. Natürlich! Muss man aber nicht. Auch können die Filme auf den Computer überspielt, dort geschnitten oder nach vertont und auf DVD gebrannt werden. Hierzu ist am Computer Firewire notwendig. Die Verbindung von Kamera zum Computer wird über USB hergestellt. Wer mag, kann seine Aufnahmen über jeden handelsüblichen Videorekorder auf VHS überspielen.
Besondere Probleme bedürfen besonderer Lösungen. Wer am Strand, auf der Skipiste, beim wichtigen Sportereignis oder bei Scheinwerferlicht aufnehmen möchte, dem stehen hierfür Belichtungsprogramme mit speziellen Voreinstellungen zur Verfügung. Hilfreich auch bei Portrait-Aufnahmen und bei bescheidenen Lichtverhältnissen. Durch die einzelnen Programme lassen sich Hinter- oder Vordergründe aufhellen, Details verdeutlichen oder schnelle Bewegungen einfach aufnehmen. Die Programmwahl ist denkbar einfach. Menü-Taste drücken, Programm auswählen, fertig. Die gesamte Menü-Führung ist einfach und logisch aufgebaut und intuitiv bedienbar. Das Gerät arbeitet nur einwandfrei bei einer Betriebstemperatur zwischen dem Gefrierpunkt und 40° Celsius, bei einer Luftfeuchte zwischen 10 und 80 %. Ein paar Grad mehr oder weniger machen sicher nichts kaputt, vergrößern aber den Aufwand für Pflege und Wartung. Meerwasser mag die GS22 genau so wenig wie Regen, Sand oder feinen Staub. Also nix für Segler, England-Urlauber oder Afrika-Süchtige. Tipp: Sofort nach dem Auspacken des Camcorders den Schulterriemen anbringen. So hängt die Kamera immer sicher.
Fazit Panasonic macht das Gleiche wie Sony, nur billiger. Die GS22 kommt hochwertig verarbeitet daher, besonders sichtbar an der Aufhängung des LCD-Bildschirms. Das kleine Gerät wirkt massiv und wertvoll, jedes andere Gerät dieser Preisklasse sieht im Vergleich wie ein Yps-Gimmick aus. Dieser Camcorder glänzt, wie eingangs erwähnt, durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis. Bild und Ton sind gut, die Ausstattung unschlagbar und die Möglichkeiten sind (auch durch die vielen Anschlüsse) fast unbegrenzt. Ein Muss für all jene, die einen Camcorder brauchen und für die Geiz geil ist.
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05.04.2005 22:51
Ich habe mich nach langem Hin- und Her zwischen Sony HC17 und der Panasonic GS22 auch für die Panasonic entschieden und mich mindestens schon 12 mal darüber gefreut. Wir hatten das Teil sogar beim Ski fahren mit auf der Piste. Es ist eine wahre Freude, das Ergebnis anzuschauen! Die Farben kommen super rüber und der Bildstabilisator hält auch, was er verspricht. Während die Sony mit optischer Schönheit daher kommt (das wäre mir fast zum Verhängnis geworden...so sind Frauen), bietet die Panasonic zum Preis von 389,- EUR zusätzliche Ausstattung wie Fernbedienung, ext. Micro und vieles mehr. Von mir also eine 1+ für diese einfach zu bedienende Einsteiger-Cam!
01.04.2005 01:04
hat bei irgend jemand schon mal die übertragung von DV per Firewire geklapt? Also bei mir zuckt XP nicht mal wenn ich das einstöpsel (wobei es mit einer Canon DV anstandslos funktionierte). Auch im Netz habe ich nur von einem gelesen, der es nicht mit Windows, aber mit Linux, wenn auch mit vielen Frameverlusten geschaft hat - also auch nicht richtig). Demnach halte ich die NV-GS22EG als DV für unbrauchbar.
12.03.2005 21:51
Keinerlei Langzeiterfahrung... du kannst leider gar nichts über die Zuverlässigkeit aussagen...