Über sich:Momentan keinen Bock auf Euch.. Die, auf die ich weiterhin Bock hab wissen wo oder über wen sie mich...
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Draussen ist es kalt, regnerisch, ungemütlich.. Einfach ekelhaft, logischerweise hat da kein Mensch ernsthaft Lust, die heimischen, geheizten Wände zu verlassen. Dann doch lieber auf dem Sofa rumgammeln, fern schauen, oder: Ein Buch lesen!! Genau das hab ich an den letzten Wochenenden doch recht häufig gemacht, und über eins der Bücher, die ich auf meiner gemütlichen Couch gelesen habe, möchte ich hier nun einen Bericht schreiben.
„Pandora“ von Anne Rice!
Anne Rice? Wer ist das überhaupt?? Für alle die das nicht wissen zuerst einmal ein wenig über die Autorin:
Anne Rice wurde 1941 in New Orleans geboren. Ihre schriftstellerische Karriere begann verhältnissmäßig spät. Nach dem Tod ihrer Tochter versuchte sie, diesen Schicksalsschlag durch eben diese schriftstellerischen Tätigkeiten zu verarbeiten, und hat seitdem einige Bücher unter ihrem eigenen Namen sowie teilweise unter Pseudonymen veröffentlicht. Diese drehen sich meist in irgendeiner Form um das Thema des Vampyrismus, so auch „Pandora“, um welches es hier gerade geht. Bekanntestes Buch der Autorin ist das „Gespräch mit einem Vampir“ welches der Auftakt zu einer Reihe von Büchern, den „Vampirchroniken“ bildet. Auch wurden zwei der Bücher bereits verfilmt, teils mehr (Interview mit einem Vampir), teils weniger (Die Königin der Verdammten) gelungen..
Auch „Pandora“ darf zum erweiterten Kreis der Vampirchroniken gerechnet werden, auch wenn hier die Geschichte einer Frau erzählt wird, die in den bisherigen Büchern der Serie eher als reine Nebenfigur in Erscheinung trat.
Doch worum geht’s denn hier nun eigentlich? Ganz einfach, Pandora erzählt in diesem Buch von ihrem Leben, das sie vor ihrer Umwandlung zum Vampir führte und wie sie letztendlich zu einem Geschöpf der Nacht wurde.
Pandora erblickte das Licht der Welt, damals übrigens noch unter dem Namen Lydia, den sie später ablegte, im Jahre 15 V. Chr., und zwar im antiken Rom. Sie wuchs als Tochter eines reichen Senators auf, war für damalige Verhältnisse überdurchschnittlich gebildet und hatte die Möglichkeit sich ausgiebig mit den Gelehrten und Philosophen der damaligen Zeit auseinander zusetzen. Bereits als junges Mädchen lernt sie einen gutaussehenden jungen Mann namens Marius kennen, zu dem sie sich trotz des vorhandenen Altersunterschiedes hingezogen fühlt. Auch Marius empfindet ähnliches.. Marius? Mag jetzt der eine oder andere denken, den kenn ich doch.. Richtig! Kennern der Vampirchroniken ist der Name Marius natürlich ein Begriff, alle anderen werden ihn spätestens bei diesem Roman kennen lernen.. Dazu jedoch später mehr.. Schon in frühester Kindheit wird Lydia allerdings auch immer von düsteren Visionen und beängstigenden Blutträumen heimgesucht, deren Sinn sie sich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht erklären kann. Auch mit dem Isis-Kult aus dem fernen Ägypten kommt Lydia in Rom in Kontakt. Kennern des Rice-Romans „Die Königin der Verdammten“ werden sich der Bedeutung dieses Details bestimmt bewusst sein.. Das umsorgte und behütete Leben nimmt allerdings ein schnelles und überraschendes Ende, als ihre Familie einem Komplott des jüngsten Bruders zum Opfer fällt. Pandoras ganze Verwandtschaft und Familie findet durch diese besagte Intrige den Tod, einzig sie kann sich durch die weise Voraussicht ihres Vaters rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die überstürzte Flucht führt sie ins antike Antiochia, wo es ihr gelingt sich eine eigene Existenz aufzubauen. Auch mit dem Isis Kult kommt Pandora hier wieder in Verbindung. Sie erkennt auch schnell das ein ominöser „Bluttrinker“, welcher zeitgleich in Antiochia sein Unwesen treibt in irgendeiner Verbindung zu dem Kult steht... Und noch ein weiterer Bekannter läuft der lieben Pandora im Exil über den Weg: Genau, Marius nämlich!! Dieser fristet mittlerweile sein Dasein als Vampir! Und so kommt was kommen muss: Pandora wird das Opfer einer Attacke des herumschleichenden Bluttrinkers, und Marius sieht nur eine Möglichkeit, die von ihm verehrte, wenn nicht sogar geliebte Pandora vor dem Tod zu retten.. Er macht sie zur Vampirin!
Somit sind beide nun bis in alle Ewigkeit durch das selbe Schicksal vereint, und entwickeln tiefe Gefühle füreinander. Ob das allerdings auch wirklich ewig so bleibt? Tja, selber lesen! Es gibt noch so einiges, was die Zwei zu überstehen haben... Was das genau ist, werd ich hier allerdings nicht verraten, es sollte ja doch noch ein kleiner Anreiz vorhanden sein, sich das Buch mal selbst durchzulesen..
Tja, soviel zum Inhalt..
Wie gewohnt schafft es Anne Rice auch mit diesem Buch mal wieder, ein schillerndes, buntes und detailliertes Bild einer vergangenen Epoche zu beschreiben. Man hat dank des ausschmückenden Erzählstils keinerlei Probleme, sich das bunte Treiben zur Zeit des Kaisers Tiberius vorzustellen. Auch die Figur der Pandora bzw. Lydia wird sehr ausführlich geschildert, man bekommt einen sehr guten Einblick in das Leben und in die Gedankengänge, in die Sorgen und Nöte einer wohlhabenden, gebildeten Bürgerstochter, die aus ihrem gewohnten, heimischen Umfeld vertrieben wird, und sich in der Fremde eine neue, anonyme Existenz aufbauen muss. Und das ist in meinen Augen auch gleichzeitig das größte Manko des Romans. Die ersten zwei Drittel des Buchs sind sozusagen reine Vorbereitung auf die noch folgenden Geschehnisse und haben mit einem Vampirroman eigentlich nichts bis gar nichts zu tun. Die Story plätschert mal mehr, mal weniger dahin..
Ich hab mich öfter bei dem Gedanken ertappt: „Wann taucht denn hier endlich mal ein Vampir auf, um ein wenig Schwung in die ganze Geschichte zu bringen?“.
Ja, wenn der mal auftaucht wird’s interessant, bis dahin wird dem Leser aber doch Geduld abverlangt. Auch „Memnoch der Teufel“ von Anne Rice hab ich aufgrund der übertriebenen religiösen Symbolik schon mit ein wenig zwiespältigen Gefühlen gelesen, allerdings konnte dieser Roman mit der charismatischen Figur des Vampirs Lestat aufwarten. Solch eine Figur fehlt bei „Pandora“ leider, gegen die Gelassenheit und die Ausstrahlung des Lestat kann weder die vom Schicksal schwer gebeutelte Pandora noch der eher nachdenkliche, wenn nicht gar melancholische Marius anstinken.. Schade eigentlich..
Ich hatte von dem Roman ein wenig mehr erwartet, sicher ist er reizvoll für diejenigen die mit den Vampirchroniken vertraut sind und einfach noch ein wenig mehr über die einzelnen darin erscheinenden Figuren in Erfahrung bringen möchten, bei mir blieb jedoch ein kleiner, enttäuschter Nachgeschmack zurück..
Vielleicht sollte man noch erwähnen, das es nicht zwingend notwendig ist, die vorherigen Vampirbücher der Autorin gelesen zu haben. Auch wenn dem Kenner vielleicht der Eine oder Andere Zusammenhang auffällt, man kann der Handlung auch ohne vampirtechnische Vorkenntnisse problemlos folgen.
„Pandora“ erreicht nämlich meiner Meinung nach keinesfalls die Klasse der früheren Bücher von Anne Rice. Deshalb möchte ich Interessierten, die bisher noch nichts von der Autorin gelesen haben, eher Bücher wie „Gespräch mit einem Vampir“ oder „Fürst der Finsternis“ ans Herz legen. Denn die sind mal richtig gut...
Zum Abschluss gibt’s jetzt noch ein paar technische Details: Bei meinem Exemplar handelt es sich um eine Taschenbuchausgabe, erschienen im Fischer Taschenbuchverlag. Die ISBN-Nummer lautet 3-596-15338-7 und kosten tut es 9,90 EU. Zumindest wenn man es wie ich im Laden kauft. Gibt’s aber logischerweise auch bei Ebay, so wie ja eigentlich fast alles..
In diesem Sinne verabschiede ich mich, diesmal allerdings nur mit einer eingeschränkten Kaufempfehlung.. Anne Rice-Verrückte wie ich können zuschlagen, alle anderen sollten sich das Teil vielleicht eher irgendwo ausleihen oder mal probe lesen, bevor sie sich für die Investition der 9,90 EU entscheiden...
Die ersten beiden Teile, insbesondere der zweite, waren hochgradig Klasse, danach geht´s aber abwärts – und wenn ich dann auch noch an die Verfilmung des 3. Teils denke...
pir-Chroniken, stürzen wie die Vampirgemeinde auf einen unberührten Hals. Die Heldin unserer Geschichte, Pandora, ist die Tochter eines römischen Senators zurzeit Kaiser Au...
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01.07.2003 15:36
ich hab mal "Ramses der Verdammte" von ihr gelesen, das war ja sooooo schlecht! Danach habe ich mich an kein weiteres Rice Buch getraut!
14.03.2003 14:21
danke für den Bericht, habe das Buch noch nicht, werde es aber als "Anne Rice verrückte" kaufen!!
28.01.2003 14:38
Die ersten beiden Teile, insbesondere der zweite, waren hochgradig Klasse, danach geht´s aber abwärts – und wenn ich dann auch noch an die Verfilmung des 3. Teils denke...