... Der Mörder, Henri Charrière, den alle Papillon nennen, also Schmetterling – und ein solcher ist ihm auch auf die Brust tätowiert worden –, ist kein Mörder. Er war Safeknacker und wurde zu Unrecht des Mordes an einem Zuhälter beschuldigt. Der Betrüger, ein Fälscher, wurde zu Recht verurteilt, ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Posdole über Papillon 12.05.2004
Produktbewertung des Autors:
Humor
wenig humorvoll
Spannung
ziemlich spannend
Anspruch
sehr anspruchsvoll
Action:
wenig
Romantik:
null
Pro:
McQueen, Hoffman, wunderbar und erschreckend fotografiert
Kontra:
Nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ein Mörder und ein Betrüger werden zu langen Haftstrafen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Frankreich verurteilt und nach Französisch-Guyana deportiert. Der Mörder, Henri Charrière, den alle Papillon nennen, also Schmetterling – und ein solcher ist ihm auch auf die Brust tätowiert worden –, ist kein Mörder. Er war Safeknacker und wurde zu Unrecht des Mordes an einem Zuhälter beschuldigt. Der Betrüger, ein Fälscher, wurde zu Recht verurteilt, hofft aber, dass seine Frau und sein Anwalt ihn mit seinem Geld nach wenigen Monaten wieder freikaufen werden.
So beginnt die Geschichte zweier Männer, von denen der eine, Papillon (Steve McQueen), wirklich in den 30er und 40er Jahren in Französisch-Guyana eingesperrt war, während der andere, Louis Dega (Dustin Hoffman), wahrscheinlich eine fiktive Person ist, die Charrière (1906-1973) nur in seinen autobiografischen Roman eingeführt hatte. Wahr aber ist, dass Charrière die Flucht von der Teufelsinsel vor Guyana gelungen war und er den Rest seines Lebens in Freiheit verbringen konnte.
Franklin J. Schaffner, der u.a. „Patton – Rebell in Uniform“ (1970) und „Planet der Affen“ (1968) drehte, inszenierte mit „Papillon“ keinen gängigen Gefängnis-Film, obwohl der Streifen alle Elemente dieses Sub-Genres enthält: Ankunft und Eingewöhnung in der Strafkolonie, brutale Haftbedingungen, Einzelhaft und ihre Folgen, Fluchtpläne, Flucht und so weiter. „Papillon“ weitet den Blick für das, was man mit der abgedroschenen Phrase „unbändiger Drang nach Freiheit“ nur allzu unzureichend ausdrücken kann und doch genau diesen Drang meint, der in Papillon nicht unterzukriegen ist. Einerseits in der Gegenüberstellung so unterschiedlicher Charaktere wie Papillon und Dega, andererseits in der Widersprüchlichkeit von sonnenüberfluteter lateinamerikanischer Atmosphäre, Landschaft und vor allem der scheinbaren räumlichen und zeitlichen Endlosigkeit des Meeres hier, der erzwungenen Begrenztheit und der Dunkelheit und enervierenden Abgeschiedenheit der Einzelhaft dort entfaltet sich ein Raum, der für den Betrachter fast ebenso Unerträgliches enthält wie die Jahre in Haft für Papillon, der die ganzen Jahre nur einen Gedanken hat: Flucht. Flucht aber nicht nur als Entkommen von etwas, sondern vor allem als Weg zu etwas.
Das Straflagersystem in Französisch-Guayana besteht vor allem aus drei Elementen. Einem riesigen Gefängnissystem, einem Arbeitslager und einer kleinen Insel, der Teufelsinsel, die nur Steilküsten kennt und von der ein Entkommen so gut wie unmöglich erscheint. Dort leben die „privilegierten“ Gefangenen unter freiem Himmel in kleinen Häuschen, bauen Gemüse an, halten sich Schweine und Ziegen, leben also „begrenzt frei“ – ohne Möglichkeit dieser Begrenztheit je zu entkommen.
Papillon und Dega schließen einen Kompromiss: Dega finanziert die notwendigen Mittel für Papillons Fluchtvorbereitungen, Papillon bietet dem eher schmächtigen und kurzsichtigen Dega Schutz vor Übergriffen anderer Gefangener – eine „Vernunftehe“. Am Ziel ihrer Reise angekommen, wird ihnen und den anderen neuen Häftlingen von seiten des Gefängnisdirektors ohne Umschweife verdeutlicht, was sie bei Disziplinverstößen erwartet: von zwei Jahren Einzelhaft bis zur Guillotine, die drohend in der Mitte des fußballfeldgroßen Gefängnishofes über alles hinauszuragen scheint, ist alles möglich. Und Zwangsarbeit im Dschungel, in dem die Malaria haust. 40% der Gefangenen sterben hier pro Jahr, vor allem an Malaria. Hier scheitert der erste Fluchtversuch Papillons, der einen ins Lager gekommenen Schmetterlingshändler bestechen wollte, ihm ein Boot zu besorgen, dann aber Dega vor dem brutalen Übergriff eines Wärters schützen muss. Zwei Jahre Einzelhaft – in Zellen die ringsherum abgeschlossen, aber nach oben offen und nur durch ein Gitter abgeschirmt sind. Von dort oben beobachten Wärter die Gefangenen, deren Zellen gerade mal fünf Schritt breit sind.
Als Dega Papillon heimlich eine halbe Kokosnuss zukommen lässt, dies aber entdeckt wird, schickt man Papillon bei halber Essensration in eine abgedunkelte Zelle, weil er Dega nicht verrät, was man von ihm verlangt. Schaben werden seine zusätzliche Mahlzeit. Kein normaler Mensch könnte diese Bedingungen überleben. Der Gefängnisdirektor (William Smithers) sagt ihm dies auf den Kopf zu. Papillon magert ab, wird fast verrückt, aber er überlebt. Warum hat er Dega nicht verraten, schließlich hatte er ihn nicht um die Kokosnuss gebeten? Er braucht Dega. Dega ist seine einzige Chance für eine spätere Flucht.
In der Krankenabteilung, in die man Papillon nach der Entlassung aus der Einzelhaft schickt, lernt er den jungen Maturette (Robert Deman) kennen. Mit ihm, Dega und Clusiot (Woodrow Parfrey) gelingt eines Tages der Ausbruch aus dem Gefängnis und die Flucht mit einem Boot Richtung Honduras.
Doch dies ist nicht das Ende der Geschichte. Es folgen weitere Jahre in Französisch-Guayana und neue Fluchtpläne.
Im Zentrum des Films steht die jahrelange Beziehung zwischen Papillon und Dega und ihre langsame Annäherung bis hin zu einer unausgesprochenen, aber tiefen Freundschaft unter außergewöhnlichen Bedingungen. Dega ist ein Mann von hoher Intelligenz, doch die Nachricht, dass seine Frau seinen Anwalt geheiratet hat, bricht Dega letztendlich den Willen, an Flucht überhaupt noch zu denken. Dega richtet sich ein. Papillon hat nichts zu verlieren. Konvention und Rebellion stehen sich gegenüber, aber bis zum Schluss halten die beiden – trotz jahrelangen Getrenntseins – wie Pech und Schwefel zusammen. Sie verstehen sich gegenseitig auf eine unübliche Art und Weise, ohne viel Worte, und in dem Bewusstsein, dass sich ihre Wege irgendwann endgültig trennen (müssen).
Steve McQueen und Dustin Hoffman sind in Glanzrollen zu sehen. Hoffman spielt einen äußerlich zurückhaltenden, fast scheu wirkenden Dega, dessen Einfälle allerdings von anderem als Zurückhaltung zeugen, der gleichzeitig jedoch aus körperlicher Unterlegenheit auf den Schutz durch Papillon angewiesen scheint. Erst später merkt er, dass er diesen Schutz nicht braucht. Auch McQueen spielt Charrière eher zurückhaltend, fast minimalistisch, aber so ist eigentlich der ganze Film angelegt und unterscheidet ihn aus diesem Grund von gängigen Gefängnisrevolte-Filmen.
Obwohl wir wenig, eigentlich nichts über Dega und Papillon erfahren, über ihr früheres Leben, ihre sozialen Beziehungen usw., werden beide in gewisser Hinsicht zu Helden. Denn obwohl Charrière die Flucht letztendlich gelingt, während Dega auf der Teufelsinsel bleibt, repräsentieren doch beide jeweils ihre Art von Freiheitsdrang und Leben in Freiheit. Dies mag paradox klingen. Aber Papillons Flucht und sein Leben in Freiheit bis zu seinem Tod 1973 – just in dem Jahr, in dem dieser Film entstand –, ist nur eine mögliche Art, frei zu sein. Dega hat einen inneren Weg gefunden, auf der Insel in seinem Häuschen frei zu leben, trotz der äußerlich widrigen und erzwungenen Umstände. Diese sich aus der Geschichte ergebenden konkreten Perspektiven haben wohl auch – so vermute ich einmal – Charrière dazu veranlasst, die Person Degas in seinen autobiographischen Roman aufzunehmen. Und diese Gegenüberstellung, nicht Konfrontation zweier Perspektiven macht auch den Film zu einem wahren Erlebnis.
Wertung: 10 von 10 Punkten.
Papillon (Papillon) USA, Frankreich 1973, 150 Minuten Regie: Franklin J. Schaffner
Drehbuch: Dalton Trumbo, Lorenzo Semple Jr. nach dem autobiografischen Roman von Henri Charrière Musik: Jerry Goldsmith Director of Photography: Fred. J. Koenekamp Schnitt: Robert Swink Produktionsdesign: Anthony Masters Darsteller: Steve McQueen (Henri Charrière, gen. Papillon), Dustin Hoffman (Louis Dega), Victor Jory (Indianer-Häuptling), Don Gordon (Julot), Anthony Zerbe (Toussaint, Führer der Lepra-Kolonie), Robert Deman (Maturette), Woodrow Parfrey (Clusiot), Bill Mumy (Lariot), George Coulouris (Dr. Chatal), Ratna Assan (Zoraima) William Smithers (Gefängnisdirektor)
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0070511
Pro: Stroy, Darsteller<<< perfekter Film Kontra: nothing
Vorwort:
Es gibt nur sehr wenig Filme die mich wirklich sehr bewegen doch dieser tut es jedes Mal, ich habe ihn zum ersten Mal im Fernsehen mit meinem Dad gesehen und am Ende liefen mir die Tränen über das Gesicht und ich schluchtze noch einige Minuten ...
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Pro: grandiose Schauspieler, aufwühlend, hoffnungsvoll Kontra: kein
Es gibt wenig Filme, die es vermögen, mit anspruchsvollem Inhalt, einer menschlichen Geschichte und hervorragenden Schauspielern ein fast vollkommenes Ganzes zu bilden - dieser hier ist so ein Film, und es lohnt sich, ihn mehrmals anzusehen.
** Die G ...
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Pro: ein faszinierendes Beispiel für die Freiheitsliebe des Menschen Kontra: McQueen starb 1980 an Krebs
Der französische Gauner Henri Charierre(Steve McQueen) wird in einem Prozeß (Mord an einem Zuhälter) für schuldig befunden. Lebenslange Strafarbeit in der Kolonie Französisch-Guayana, lautet das vernichtende Urteil des deutlich voreingenommenen Gerichtes. ...
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Gestern abend sah ich auf Sat.1 den Klassiker "Papillon" und will euch hierüber mal berichten:
Der wegen seiner Tattowierung genannte "Papillon" (=Schmetterling) (Steve McQueen) wird wegen Mordes zu lebenslanger Sklavenarbeit verurteilt. Er wird Sklave i ...
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Pro: schauspielerische Höchstleistung der beiden Hauptdarsteller, packend gedreht Kontra: leider beruht das ganze auf einer wahren Begebenheit
Heute möchte ich den Film "Papillon" vorstellen. Den Film habe ich vor ca. 6 Jahren das erste Mal gesehen und seitdem läßt er mich nicht mehr los. Mittlerweile kenne ich fast jeden Dialog auswendig und darum möchte ich mal ein wenig darüber berichten. ...
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Pro: Toller Film mit starken Darstellern und beindruckenden Szenen Kontra: Schlechte DVD Features, lausiger Ton
...Die dramatische Flucht des Häftlings Papillon von der gefürchteten Todesinsel in Französisch-Guayana. Eine aufwendige und mitreißende Verfilmung des autobiographischen Romans von Henri Charriere.
Der Safeknacker Henri “Papillon” Charriere (Steve McQueen) wird zu Unrecht wegen eines Mordes zu lebenslanger Haft auf der Gefängnisinsel Cayenne verurteilt. Auf der Überfahrt dorthin macht er die Bekanntschaft mit dem Fälscher Louis Dega (Dustin Hoffmann), aus der sich eine für beide Seiten lohnende Partnerschaft entwickelt. Papillon beschützt Dega vor den anderen Gefangenen und er finanziert Papillon’s Fluchtversuche, denn mit Geld läßt sich auch im Gefängnis alles kaufen. Nachdem Papillon’s erster Fluchtversuch mangels guter Vorbereitung gescheitert ist, wird er für mehrere Jahre in Einzelhaft und später in Dunkel...
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...Das schon mal vorweg: Was Nick Park und Peter Lord hier geschaffen haben ist wirklich sensationell. In ihrer, schon durch Wallace&Gromit bekannten, Plastilin-Animation in Stop-Motion-Technik haben sie ein echtes Meisterwerk im Bereich der Animationsfilme geschaffen.
Kurz zur Geschichte. Die Hennen eines Hühnerhofs versuchen unter der Führung von Ginger von diesem Hof zu fliehen. Leider mißlingen alle Fluchtversuche, bis der Hahn Rocky auftaucht, der den Hennen das Fliegen beibringen soll. Die Zeit drängt jedoch, da die grausame Leiterin der Farm Mrs. Tweedy eine Maschine aufbauen läßt, die sämtliche Hühner zu Pasteten verarbeiten soll.
Der Film ist unglaublich witzig. Es gibt Anspielungen auf Filme wie Gesprengte Ketten oder Papillon. Die Figuren sind echte Charaktere und genauso liebenswert wie schon bei Wallace&Gromit. Ein echter...
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