Papillon

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Sie gehörten zu den Nürnberger Richtern - die Franzosen...

5  22.04.2000

Pro:
Der Film zeigt die Franzosen, wie sie wirklich waren .  .  .

Kontra:
Das Buch ist besser als der Film; aber das trifft oft bei Verfilmungen von Weltliteratur zu .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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Rittmeister_HP

Über sich: 178 cm gross, 101 kg schwer, dunkelblond. Hundehalter (Hund: JRT Struppi), Eisenbahnfreund, Modell...

Mitglied seit:19.03.2000

Erfahrungsberichte:14

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 6 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Ich habe mir nicht bloss den Film "Papillon" (Schmetterling) mit einem hervorragenden Steve McQueen angesehen, sondern ich habe auch das noch viel eindrucksvollere Buch von Henry Charrière gelesen. Und dabei wurde mir wieder einmal bewusst, wie zutreffend der Bibelsatz ist, der da heisst: "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein". In Sachen Menschenverachtung konnte seit Jahrhunderten mancher von den Franzosen viel lernen! Von den Leuten, die wie die Amerikaner, die Engländer und die Russen nach dem 2. Weltkrieg über deutsche Kriegsverbrecher zu Gericht sassen! Wer weiss denn schon, dass die Geschichte des Strafgefangenen in Papillon auf einer wahren Begebenheit beruht? Wer das nicht glauben will: die "Teufelsinsel" kann heute besichtigt werden. Auch wenn meistens "nur" Verbrecher dahin deportiert wurden, sollte man nie das kleine, aber feine Détail übersehen, dass das auch MENSCHEN waren! Aber Menschenleben galten bei den Franzosen lange Zeit nicht besonders viel. Man denke nur einmal auch an den martialischen Satz der Fremdenlegion, dem menschenverschlingenden Monster des Herzogs von Orléans: "Legionär, du bist nicht in der Legion um zu leben, sondern um zu sterben!" Erst vor kurzem wurde am Fernsehen gezeigt, wie grausam die Franzosen auch im Algerienkonflikt vorgingen. Oder wer denkt schon heute noch an die Greueltaten der Franzosen in Indochina? Da wird einigermassen verständlich, was diese Leute mit Menschen taten, die straffällig wurden... Auch wenn über deren Schuld oft Zweifel bestanden.

Doch sie waren nicht alleine mit Greueltaten gegen MENSCHEN: die Engländer "erfanden" schliesslich die grausamen Dum-Dum-Geschosse und die KZ's (beides im Burenkrieg); die Russen vernichteten Millionen eigener Landsleute in KZ's (Gulag genannt), wo nach dem Ende des 2. Weltkriegs auch deutsche Kriegsgefangene planmässig umgebracht wurden; und die heutigen "Weltpolizisten", die Amerikaner brachten ganze Indianerstämme um, oft einfach aus Lust am Töten. "Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer" hiess es bei der amerikanischen Kavallerie. Frage: "Was ist der Unterschied zwischen Juden und Indianern? Antwort: Die Indianer haben keine jüdischen Anwälte." Hätten sie diese, könnten auch sie Milliarden von Dollars an Schadenersatz fordern... Und da gerade Ostern ist: wer brachte den Indios Zentral- und Südamerikas Tod und Verderben? Hauptsächlich Spanier und Portugiesen, im Namen der allmächtigen katholischen Kirche. "Im Namen des Kreuzes - Rübe ab!"

"Papillon"? Nur die Spitze eines Eisbergs der Greueltaten an MENSCHEN...

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