Klassiker mit Steve McQueen und Dustin Hoffman
23. Okt 2003
Pro:
sehr gute schauspielerische Leistung, exakt nach der Romanvorlage verfilmt
Kontra:
ziemlich grausam, nichts für "schwache" Nerven
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor:
Spannung:
Anspruch:
Action:
Romantik:
mehr
 kati990
Über sich:
Mitglied seit:07.10.2003
Erfahrungsberichte:60
Vertrauende:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zum Inhalt: Henri Charriere (Steve McQueen), nach seiner Brusttätowierung Papillon genannt, wird beschuldigt, einen Mord begangen zu haben und dazu verurteilt, den Rest seines Lebens auf der berühmt-berüchtigten Teufelsinsel, auf die die Franzosen früher ihre Straftäter verbannten, zu verbringen.
Schon die Überfahrt auf dem Schiff ist furchtbar, eingepfercht unter Deck, kaum Frischluft, kaum Bewegung. Es kommt zu Streitigkeiten unter den Gefangenen. Er lernt seine Mitgefangenen kennen und freundet sich mit dem etwas ängstlichen Louis Dega (Dustin Hoffman), einem Betrüger, an. Gemeinsam beginnen sie bereits hier, Fluchtpläne zu schmieden. Das Leben auf der Teufelsinsel ist geprägt von harter Arbeit, Hitze, wenig Essen und sonstigen Gefahren. Grausamkeiten der Bewacher sind an der Tagesordnung. Bestrafungen erfolgen hauptsächlich in Form monatelanger, oft jahrelanger Einzelhaft in verdunkelten Zellen.
Doch Papillon lässt sich nicht erschüttern. Immer wieder versucht er zu fliehen, teils alleine, teils mit seinem Freund Dega gemeinsam. Dank Dega’s finanziellen Mitteln findet er immer wieder einen Weg in die Freiheit. Kurzzeitig gelingt ihm die Flucht mit Hilfe Lebra-Kranker, er schafft es bis zum Festland, aber seine Verfolger finden ihn trotzdem. Wieder kommt er in Einzelhaft. Während Dega an der jahrelangen Folter geistig zerbricht, bleibt Papillon ungebrochen. Sein Lebenswille hält ihn aufrecht. Als alter Mann gelingt ihm endlich die Flucht.
Zum Film Der Film wurde 1973 nach dem Roman von Henri Charriére, in dem er seine eigene Lebensgeschichte erzählt, in der USA produziert, Regie führte Franklin J. Schaffner. Für die Musik zeichnete Jerry Goldsmith verantwortlich. Zu kaufen gibt es „Papillon“ auf Video und DVD, Laufzeit 145 Minuten.
Meine Meinung Das erste Mal habe ich „Papillon“ im Kino in ungekürzter Fassung gesehen, beim zweiten Kinobesuch waren schon etliche brutale Szenen herausgeschnitten. Auch die Fassungen, die ich im Fernsehen gesehen habe, waren teilweise gekürzt.
Beim ersten Sehen des Filmes erscheint er äußerst brutal. Wenn man sich aber mit der Thematik etwas intensiver beschäftigt, sich andere Filme ansieht und Bücher dazu liest, weiß man, dass „Papillon“ nicht übertrieben brutal ist. Die Grausamkeiten auf derartigen Gefängnisinseln waren teilweise noch viel größer, als in diesem Film gezeigt. Überzeugt haben mich die beiden Schauspieler Steve McQueen und Dustin Hoffman. Von beiden eine Meisterleistung. In einer Rezension zu „Papillon“ las ich folgenden Satz: Einer der wenigen Heldenfilme, der die berühmte Romanvorlage durch die außergewöhnliche Darstellung von Hoffman und McQueen genau umsetzt. Dem kann ich eigentlich nur zustimmen. Gut gelungen in diesem Film auch die Maske.
„Papillon“ ist kein Film, den man sich so nebenbei ansehen kann. Man sollte sich wirklich Zeit nehmen, vielleicht noch ein zweites Mal ansehen, um alle Einzelheiten in sich aufzunehmen. Mich hat dieser Film jedenfalls sehr nachdenklich gemacht.
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25.10.2003 20:42
ich hab den streifen bisher 2mal gesehen, und ich finde ihn gar nicht gut
23.10.2003 11:48
Ich glaube ich werde das Buch auch noch lesen. Den Film kenn ich auch noch nicht. Gruß Iris
23.10.2003 11:04
ein klasse bericht!!!LG Sara