Erfahrungsbericht über "Paradise Quest (PC)"

veröffentlicht 28.04.2017 | Cosmay
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Über sich :
Es geht nicht darum, das Populäre zu machen, sondern das Richtige zu tun. Und dann muss man dafür sorgen, dass es populär wird. (Guido Westerwelle)
Ausgezeichnet
Pro Suchtfaktor, durchlaufend selbsterklärend, Umsetzung insgesamt, jederzeit speicherbar
Kontra man verbringt noch mehr Zeit am PC... .
besonders hilfreich
Grafik
Sound
Bedienung
Anleitung:
Spieltiefe:

"Immer das gleiche ~ und doch nie das selbe."

Bessere Eindrücke erhält der, der selbst spielt

Bessere Eindrücke erhält der, der selbst spielt

Wer wie ich gerne kurze, einfache Sortierspiele mit hohem Suchtpotential absolviert, die eine nicht minder einfache, jedoch sehr liebevoll umgesetzte Optik ihr eigen nennen und insgesamt eher ruhig denn hektisch ablaufen, der ist meiner Erfahrung nach mit Games wie „Atlantic Quest“ oder „Spooky Splash“ bestens versorgt, wirken diese nicht zuletzt auf den jeweiligen Spieler potentiell lehrreich ein, lassen die Werke einen Zusammenhang zwischen Umwelt, Natur und damit verbundene Lebensräumen wie auch -wesen erkennen.

Mehr oder minder vergleichbar zu obigen Games gestaltet sich das im Grunde immerfort wiederholende und zugleich dennoch abswechslungsreiche

“Paradise Quest“

welches mit den Spielvoraussetzungen

  • Betriebssystem: Windows XP/Vista/7/8
  • CPU: 600 Mhz
  • RAM: 128 MB
  • DirectX: 6.0
  • Festplattenspeicher: 140 MB

eigentlich nahezu auf jedem Rechner den entsprechend notwendigen Platz finden dürfte. Das

Spielprinzip


hier ist, wie bereits angedeutet, recht einfach gehalten, stellt man im Grunde genommen auf einem jeweils abwechslungsreich gestalteten Spielbrett Ketten dar, die mit mindestens 3 gleichen Symbolen verschwinden und das jeweilige Ziel näher rücken lassen.

Ein jedes Level endet damit, dass sämtliche mystischen Artefakte in jeweilig freizuschiebenden Kacheln gesammelt wurden ~ oder, für Spieler, die gegen die Zeit spielen, jene abgelaufen ist.

Was sich meinerseits schwerlich in Worte fassen lässt, erklärt sich eigentlich jedem von selbst, der sich an „Paradise Quest“ einmal heranwagt. Wie so oft steht dem Spieler kontinuierlich eine Hilfestellung seitens der Macher zur Seite, wird hier nicht nur alles beim ersten jeweiligen Auftauchen erklärt, sondern lässt sich überdies auch immerfort via entsprechendem „Draufhalten“ des Mauszeigers noch einmal ablesen. Diverse Gimmicks, die bspw. alle gleichen Symbole vom Spielbrett fegen oder eben jene, die in mittelbarer Nähe liegen, bringen mal mehr, mal weniger geplante Abwechslung in den Ablauf hinein.

Faktisch gesagt, gilt es anfänglich im allerersten Level vorrangig die Holzsymbole zu sammeln, in einem späteren Level Wasser wie noch später Nahrung – wozu die einzelnen Elemente dienlich sind, wird ebenfalls in einer kindgerechten, jedoch für Erwachsen keinesfalls alberne Grafik wie auch Bildergeschichte dargestellt.

Erwartungsgemäß werden die Level jedes mal ein wenig schwerer, verwinkelter oder gar im Dunkeln gelagert. Der absolute Clou hierbei, dass nur eingangs das komplette Spielbrett insgesamt zu sehen ist, dieses von Level zu Level eine andere – und oft größere - Formation annimmt, in mehrere Felder geteilt ist oder gar durch eine Mauer, die es erst niederzureißen gilt, verborgen liegt.

Die Methoden, die sich der Spieler hier bedient, ist denkbar einfach, gibt es beispielsweise im imaginären Koffer der Spielfigur eine Fackel, mit der man das Spielbrett stellenweise erleuchten kann, indem man auf die jeweiligen Stellen klickt.

Sehr schön hierbei, dass die Flamme nach einer Weile erlischt ~ sehr einfach hierbei, dass der Vorrat an den entsprechenden Hilfsmitteln unbegrenzter Natur ist.

Insgesamt involviert „Paradise Quest“ 50 Level mit je drei freizuschaltenden Tieren, die man wiederum erst finden und fotografieren muss. Ich selbst habe das Spiel bis dato noch nicht komplett abgeschlossen, habe auch hier mehrere Monate lang pausiert, hänge jedoch direktemang wieder mittendrin statt nur dabei, sobald ich mich noch einmal dem ganzen widme.

Als Hintergrundgeschichte respektive sog. Storyline lernt der Spieler hier durch wohlplatziert eingesetzte (Trickfilm)Sequenzen sich selbst in Form des Dr. Evan Finch kennen, der den Klimaveränderungen der Galapagos Insel Isabela entgegenwirken will. „Paradise Quest“ stellt somit den Versuch dar, die Insel nach und nach wieder aufleben zu lassen ~ je mehr Level man erfolgreich hinter sich lässt, desto mehr Pflanzen und Tiere kehren zurück. Ganz grob ist das Ziel des Spieles somit mit dem Super Nintendo Klassiker „Terranigma“ vergleichbar ~ hierbei nur viel viel einfacher.

Trotz oder gerade Dank des recht überschaubaren

Schwierigkeitsgrad
weist „Paradise Quest“ ein unerklärliches Suchtpotential auf.

Sehr positiv hervorzuheben zweifellos, dass sich jedes Level vor Beginn via einfach gehaltenen Text erklärt, man überdies die weiteren Filmchen als auch Minispiele (oft kleine Puzzles) überspringen kann und insgesamt mehrere Anreize gefunden wurden, den Spieler bei Laune zu halten.

So sehr „Paradise Quest“ wie eingangs erwähnt an „Fishdom ~ Spooky Splash“ als auch „Atlantic quest 2“ erinnern mag, so sehr ähnelt die innewohnende Tiefe dem erstgenannten Exemplar dem letztgenannten. Obschon man auch hier im Grunde genommen immer das selbe tun muss, um weiterzukommen, sorgen etliche Finessen, kleine Hintergrundgeschichten und lehrreiche Hinweise für eine Nachwirkung, der man sich meines Erachtens nicht entziehen kann.

Zweifelsfrei ist jedes einzelne Level kurzweilig gehalten und in den meisten Fällen (mehr oder minder) weit unterhalb von 5 Minuten lösbar. Wer mag, kann eingangs die Einstellung einer Zeitbegrenzung einstellen, habe ich persönlich zwar anfänglich auf diese verzichtet, bin jedoch rasch zu der Überzeugung gekommen, dass ich selbst diesen kleinen Zeitdruck brauche, um mich so richtig gefordert und gefördert zu fühlen.

Speziell zu betonen bei „Paradise Quest“ meiner Empfindung nach unbestreitbar der ausgefallene Umstand, dass man im weiteren Verlauf das Spielbrett gewissermaßen bewegen muss, um sich von Ecke zu Ecke zu arbeiten und hier und dort die loszulösenden Kacheln überhaupt wieder zu finden. Dadurch, dass man die jeweiligen Symbole tauscht, bis eine zumindest aus drei gleichen Bilder bestehende Kette entsteht und diese sodann verschwindet, schiebt sich auch gleichzeitig das Spielbrett in die jeweilige Richtung.

Abermals muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich das unglaubliche Talent besitze, etwas sehr einfaches sehr kompliziert zu erklären ~ umso erfreulicher abermals, wie rasch wirklich ein jeder, der sich mal mit dem Spiel auseinandersetzen mag, dieses begreifen wird.

==Grafik & Sound==

Hintergrundbilder, Videos, Minispiele wie auch das Spielbrett inkl. der darauf befindlichen einzelnen Motive sind meines Erachtens nach durchweg ansehnlich, verfügen über eine deutliche Schärfe wie kontrastreiche Darstellungen. Obzwar ich gestehen muss, die Schildkröte eine halbe Runde als Blatt interpretiert zu haben, kann man sich meiner Erfahrung nach insgesamt an einem liebevollen Detailreichtum erfreuen kann und wird von Runde zu Runde näher in den Bann des Spieles gezogen.

Die musikalische Untermalung läuft wie so oft in Dauerschleife, die jedoch nicht zu kurz bemessen wurde und durchaus abwechslungsreich wie stimmungsuntermalend-emotionaler Natur ist. Während in vielen Spielen sonst etwas munteres im Hintergrund plimplimpt, geht die Begleitmusik im vorliegenden Game vielmehr nahe, sorgt für eine irgendwie ernsthaftere und zugleich indianisch behaftete Stimmung und hält somit den bodenständigen Bezug zum doch recht tiefschürfenden Umwelt-Thema aufrecht.

Langzeitspielspaß?

Definitiv ja. Obschon man die ersten Level recht zügig absolviert, rutscht man gefühlt immer tiefer in die Materie und / oder ist lediglich gespannt, welche besondere Herausforderung im nächsten Level auf einen wartete.

Dank der absoluten Kurzweiligkeit einzelner Runden kann man „Paradise Quest“ perfekt zwischendurch spielen und benötigt nicht einmal viel Zeit, um sich nach einer längeren Abstinenz wieder einzufinden. Vorbildlich ebenso, dass das Spiel nach jeder einzelnen Runde speicherbar ist und man nicht erst ein komplettes Level absolviert haben muss.

Bezugsmöglichkeiten

Anno dazumal gab es als Beileger der Computer Bild eine CD-Rom Version des Games; meines Wissens nach ist der potentielle Interessant ansonsten auf einen download angewiesen.

Dieser lässt sich – völlig legal, versteht sich – bspw. bei Bigfish-Games für Mitglieder (!) für lediglich 2,99 € statt der üblichen 9,99 € herunterladen. Wer erst einmal auf Nummer sicher gehen möchte, kann hier ebenfalls eine Gratisstunde absolvieren.

Summa summarum

kann, will und werde ich auch „Paradise Quest“ uneingeschränkt empfehlen. Das Suchtpotential ist unglaublich hoch, wenngleich man ebenso rasch wieder losgelassen wird, legt man erst einmal eine Pause über mehrere Tage ein.

Da solche Spiele bekanntlich jedoch nicht schlecht werden, in meinem Fall keine Gefahr besteht, dass die Disc einmal verloren geht, da mein Konto bei Bigfish immerfort erhalten bleibt, bis ich mich eines Tages bewusst dagegen entscheide, reue ich die Anschaffung mitnichten.

Hinsichtlich des überaus günstigen Preis / Leistungsverhältnisses könnte ich selbst dann nicht meckern, wenn mir der steigende Schwierigkeitsgrad dann doch zu ausufernd werden sollte, bewege ich mich derzeit im ca. 20ten Level und habe mit dem Game schon mehr Stunden verbracht, als einem während des Spielens selbst bewusst ist.

Festzuhalten ist und bleibt somit, dass „Paradise Quest “ eines der einfacheren, niedlich gehaltenen Zeitvertreibe in Form eines PC-Aufenthaltes darstellt, mit dessen Erwerb man meines Erachtens nach sicherlich keinen Fehler macht, eignet sich das Ganze für jung, alt und junggebliebene Mausmaltärtierer.


Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 230 mal gelesen und wie folgt bewertet:
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • WhiteRastas veröffentlicht 25.05.2017
    Hab ich ne Zeitlang auch viel gespielt. Hervorragend berichtet, klasse vorgestellt, verdientes BH + LG
  • andreasloy veröffentlicht 18.05.2017
    Wenn ich mal am PC spielen sollte, dann eigentlich immer nur Majong oder Solitär
  • Bean81 veröffentlicht 14.05.2017
    cool
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Produktdaten : Paradise Quest (PC)

Produktbeschreibung des Herstellers

Strategiespiel - Rondomedia

Haupteigenschaften

Long Name: Paradise Quest

Studio: Rondomedia

EAN: 4032222403310

Genre1: Strategiespiel

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 07/10/2010