Parque da Floresta, Budens

Parque da Floresta, Budens

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Der Golfplatz Parque da Floresta (PdF) ist der westlichste aller Algarvekurse, wohl ein Grund dafür, dass sich viele Golfer, die an der mittleren oder gar östlichen Algarve wohnen, eher selten nach hier verirren. Zu finden ist dieses großflächige Edelresort sehr einfach: Man folgt der allseits ... Bericht lesen





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NaturSpiel im Westen
Erfahrungsbericht von Thokla über Parque da Floresta, Budens
15. August 2000


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Kompletter Erfahrungsbericht

Der Golfplatz Parque da Floresta (PdF) ist der westlichste aller Algarvekurse, wohl ein Grund dafür, dass sich viele Golfer, die an der mittleren oder gar östlichen Algarve wohnen, eher selten nach hier verirren.

Zu finden ist dieses großflächige Edelresort sehr einfach: Man folgt der allseits bekannten N 125 durch Lagos Richtung Sagres, die Einfahrt befindet sich dann ca. 15 km hinter Lagos nach Vorbeifahrt am Ort Budens rechterhand und ist per Schild deutlich gekennzeichnet.

Beim PdF handelt es sich um eine große Resortanlage der englischen Betreibergruppe Vigia, die auch Villen und kleinere Häuser zur Miete oder zum Kauf anbietet und in der das meist englische Publikum auch klassischen Sportarten wie Outdoor-Bowling nachkommen kann.

Die Mitarbeiter an der Rezeption, die sich im ProShop befindet, sind äußerst freundlich, zu allen Erklärungen bereit und zeigen keinerlei elitäres Gehabe. Ich spielte dort 2x, mit Vouchers für per Olimar gebuchten Startzeiten, zu einem Sommer-GreenFee von umgerechnet ca. 75.-DM, was sich im Anschluß an die Runde als preiswert herausstellte. Die 50 Bälle für die DrivingRange, die unterhalb des Clubhauses zusammen mit der Bowlingfläche in einem kleinen Tal untergebracht ist, kosten etwa 7,50 DM.

Da ich vorher schon von der sehr hügeligen Auslegung des Platzes las, mietete ich ausnahmsweise und das erste Mal bisher überhaupt, einen Motorbuggie für stramme 70.-DM.

Um das großzügig angelegte Clubhaus und den 1.Abschlag herum befinden sich noch feine PuttingGreens und eine große Pitching-Fläche (mit eigenem Ballautomaten). Mit der übersichtlich und farbenfroh in 3 Sprachen gestalteten Scorekarte bewaffnet ging es dann zum ersten Abschlag. Schon dort, ein PAR4 zum Auftakt, ließ sich ungefähr erahnen, welche Tücken und welche Herausforderung der Platz noch bieten sollte: Dogleg nach links, das Grün war in der Entfernung ausnahmsweise deutlich zu sehen, stark ins linke Tal abfallendes Fairway, rechts erhöht die Anfahrtsstraße als Ausgrenze. Wer sich hier, beim 1.Schlag, zu weit links orientiert, hat wohl schon seinen 1.Ball verloren - im weit unten angrenzenden, seitlichen Wasserrhindernis.

Auf dem, hier überall betonierten und gut ausgeschilderten, Buggiepfad zum 2.Abschlag. Stark erhöht angeordnete Abschlagfläche bei diesem PAR4, das in Wirklichkeit deutlich schmaler ist, als es zu sein scheint. Die links wachsenden Olivenbäume und Kiefern lassen kaum die mögliche Landezone des ersten Schlages erkennen, das Grün wird erst richtig sichtbar, wenn die schräge Kuppe überspielt ist.

Die Aussichtsplattform dieses Kurses schlechthin ist das Loch 5, ein PAR3 mit nur 88 m (!) Länge vom gelben Tee. Das Grün ist nur 4x so groß wie die Abschlagsfläche, zu der man auch noch eine Treppe aus Naturstein emporsteigen muß. Der linke Bunker neben dem Grün wartet förmlich auf den Ball als Beute, die Schlägerwahl will gut überlegt sein. Durch hier fast immer starke und wechselnde Winde, in diesen Berg- und Talbahnen von PdF noch deutlicher als am Meer, kann der Schläger vom SandWedge bis zum Eisen 7 reichen.

Die Bahn 9, mit StrokeIndex 1 versehen (..für Nicht-Golfer: Alle 18 Bahnen werden, je nach Schwierigkeitsgrad zueinander, mit Ziffern versehen, wobei das zu spielende Loch mit der niedrigsten Ziffer 1 das Schwerste und, aufsteigend, das vergleichsweise Leichteste mit 18 indiziert wird - dient auch zur Aufteilung der Vorgabeschläge bei verschiedenen Handicaps), hat diesen Schwierigkeitsgrad zu Recht zugeordnet bekommen. Wer an diesem PAR5 mit 452 m Länge mit einer Schlagzahl von 6 vom Grün geht, hat eine sehr gute Performance gezeigt. Man sieht zwar die Fahne vom Abschlag, zwischendurch, wenn dann zwei schräge Kuppen und ein quer verlaufender Bach überspielt werden müssen, kann man die Lage des stark erhöhten Zielgrüns nur erahnen.

Um die Runde am 10.Abschlag, einem wieder einmal mit zwei größen Hügeln und Schräglagen zu spielenden PAR5, fortzusetzen, wechselt man die Straßenseite und gelangt an der Terrasse vorbei zum Abschlag. Fast alle Augen der sich schon ausruhenden Spieler sind im Rücken zu spüren - hoffentlich klappt der Schlag mit einem locker geschwungenen Holz vom Tee.

Das PAR3 des 11.Loches wird erschwert von einem, das Grün zur Hälfte umgebenden und mit einer Fontäne geschmückten, Teich. Die Abschlagfläche ist wieder deutlich erhöht, schmaler wird der Flugkorridor zum Ziel durch Bäume und einen gut positionierten Bunker.

Interessant ist die Sicht vom Abschlag 13, einem 458 m langen PAR5, den man Überquerung einer kleinen Straße erreicht. Man hat den Eindruck, durch eine überdimensionale Regenrinne spielen zu müssen, so wirkt dieser langgezogenen und tiefe Talzug mit einer Seitenhöhe von bestimmt 50 m. Da das Fairway erst nach etwa 180 m nach links abknickt, ist von dort das noch weit entfernt und tiefliegende Green zu vermuten. Vorteilhaft ist hier, dass auch leicht seitlich verzogene Bälle fast immer zum tiefsten Punkt der Schlucht rollen.

Die Spielbahn des 14.Lochs wurde vor rund 2 Jahren komplett neu geschaffen und hat danach den StrokeIndex von 2 für das 2.schwierigste Loch dieses Hügelkurses bekommen. Stichpunkte: Stark erhöhter Abschlag, links seitliches Wasser, rechts eine Anhöhe als Ausgrenze, schmal angelegt und gemein von Bunkern geschütztes und deutlich onduliertes Grün. Hier das PAR zu erzielen, fordert sehr präzise Schläge mit guter Länge, um die 365 m dieses PAR4 sicher zu überwinden.

Die Abschlagsfläche des 17.Lochs ist längs neben einem langen, natürlich aussehenden Teich angeordnet. Läßt man sich dadurch nicht beeindrucken, kann man gut von der großzügigen Breite dieses ausnahmsweise fast ebenen Fairways profitieren. Denn neben der hügeligen Auslegung des gesamten Kurses gibt es fast kein Fairway, das keine seitlichen Schräglagen als zusätzlichen Anreiz bietet.

Das Abschlußloch, die 18 als knapp 300 m langes PAR4, zeigt nach dem Abschlag wieder einen Linksknick, nach dem erst das deutlich erhöhte Grün vor dem Clubhaus in Reichweite kommt. Wieder wird man natürlich, mit Kommentaren, die man zum Glück nicht hört, von den auf der Clubhaus-Terrasse sitzenden Gästen bei jedem Schlag verfolgt.

Sucht man dann als eigenes, verdientes Finale dann die geschilderten Sitzgelegenhieten selbst auf, wird man von reicher Auswahl an kleinen Snacks sowie guten Gerichten zu moderaten Preisen erwartet (warmer, frisch bereiteter Toast für 4.-DM, wohlschmeckender Milchkaffee 2.-DM,..).

Von einem mit einer großen Markise schattenspendend postierten Sitzplatz aus läßt sich vortrefflich das Areal überblicken. Im gut, zumindest auf Bekleidung bezogen, sortierten ProShop läßt sich im Sommer manches reduzierte Stück erwerben. Wer möchte, wählt Markenware mit gesticktem PdF-Logo.

Fazit: Ein äußerst abwechslungsreicher 18-Loch Kurs in ruhiger Umgebung, der vom Spieler allerdings etwas mehr Kondition erfordert, als üblich. Auf den Buggie kann man auch verzichten, die Wege mit Trolley oder Bag zurückzulegen sind, bedingt durch die ausschweifenden Buggiepfade, auch nicht länger.
Die Gastronomie, den ProShop und die Übungseinrichtungen sind positiv hervorzuheben. Nachdem ich 2x dort war, kann ich diesen Platz ohne Einschränkungen empfehlen, da auch die Platzpflege stimmt. Wer hier noch nicht gespielt hat, verpaßt etwas.
 


Parque da Floresta, Budens

Haupteigenschaften

Sportart: Golf

Land: Portugal

Kontinent: Europa

Ciao

auf Ciao gelistet seit : 15/08/2000

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