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Irgendwann bin ich dann auf das Parrot Drive Blue gestoßen, das auch baugleich von hama vertrieben wird, soviel ich weiß. Da mein Handy den Funkstandard Bluetooth beherrscht, habe ich mir diese Freisprecheinrichtung mal näher angeschaut und schließlich gekauft.
Es handelt sich um eine ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von bEngelHimself über Parrot Drive Blue 29.11.2003
Produktbewertung des Autors:
Ausstattung
sehr gut
Bedienkomfort:
gut
Montage:
kinderleicht
Sprachqualität:
mittelmäßig
Pro:
kompakt, einfach zu bedienen
Kontra:
mäßige Sprachqualität
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ich war schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Freisprech-Lösung im Auto. Da ich nicht so oft lange Strecken unterwegs bin, lohnt sich eine fest eingebaute Freisprechanlage für mich nicht wirklich. Die preiswertere und zudem mobilere Lösung ist ein Headset, aber das ist für den Betrieb im Auto nicht gerade praktisch, wenn man bei einem eingehenden Anruf während der Fahrt erst das Headset ins Ohr fummeln muss (und wenn man fertig ist, unterhält sich der Anrufer inzwischen mit der Mailbox).
Irgendwann bin ich dann auf das Parrot Drive Blue gestoßen, das auch baugleich von hama vertrieben wird, soviel ich weiß. Da mein Handy den Funkstandard Bluetooth beherrscht, habe ich mir diese Freisprecheinrichtung mal näher angeschaut und schließlich gekauft.
Es handelt sich um eine mobile drahtlose Freisprecheinrichtung für den Zigarettenanzünder. Das eigentliche Gerät ist etwas kleiner als eine Zigarettenschachtel, unten dran ist der Stecker für den Zigarettenanzünder. Insgesamt ist das Ganze etwa so groß wie ein Handy vor ein paar Jahren war und wiegt nur ein paar Gramm.
Wer keine Lust hat, stundenlang Bedienungsanleitungen zu lesen, ist genau richtig: es gibt zwei Bedienelemente, die sich selbst erklären: einen Knopf mit einem grünen Telefon und einen mit rot, wie beim Handy. Hinzu kommt eine blaue Kontroll-LED, das wars. Ach ja, links an der Seite sind noch Knöpfe für die Lautstärkeeinstellung
Die Installation ist denkbar einfach: einfach in den Zigarettenanzünder des Autos stecken. Dann muss man auf dem Handy natürlich Bluetooth aktivieren und das Drive Blue als Bluetooth-Gerät beim Handy anmelden, damit die beiden miteinander reden können. Dazu braucht man eine 4stellige PIN, die man im Handbuch findet. Diesen Vorgang macht man ein einziges Mal, mit meinem Sony Ericsson T610 ging das ganz einfach. Wenn man danach mit aktiviertem Bluetooth am Handy ins Auto steigt, macht es kurz "piep" und die Verbindung ist hergestellt.
Und wie telefoniert man nun mit dem Ding? Das Anrufen kann man auf zwei Arten tun: entweder man wählt ganz normal am Handy. Solange die Bluetooth-Verbindung steht, läuft das Gespräch automatisch über die Freisprecheinrichtung. Wenn man Sprachwahl am Handy und die entsprechenden Namen im Handy eingerichtet hat, kann man auch per Sprachwahl anrufen: einfach grüne Taste am Drive Blue drücken, Namen sagen und lostelefonieren. Mit der roten Taste beendet man das Gespräch.
Analog dazu das Angerufenwerden: wenn ein Anruf eingeht, klingelt das Drive Blue parallel zum Handy - praktisch wenn das Handy irgendwo tief unten in der Tasche und kaum zu hören ist. Dann muss man einfach die grüne Taste drücken, um das Gespräch anzunehmen.
So weit, so gut. Die Installation und Bedienung des Bluedrive ist einwandfrei, da gibt es nichts zu meckern. Nicht ganz so überzeugend ist die Sprachqualität, die man für den aktuellen Preis von noch über 100 Euro erwarten kann. Am Drive Blue ist die Lautstärke ausreichend, der Anrufer wird aber ziemlich knarzig wiedergegeben. Für die Angerufenen ist man aufgrund der Nebengeräusche im Auto während der Fahrt manchmal nur schwer zu verstehen. Hinzu kommt, dass das Drive Blue zur Vermeidung von Rückkopplungen immer einen der Partner stummschaltet. Man muss also immer sehr diszipliniert sein und schön nacheinander reden, sonst versteht man überhaupt nix. Hinzu kommt dass die Elektronik manche Störgeräusche mißinterpretiert und den Lautsprecher abschaltet. Insgesamt ist das Drive Blue kein vollwertiger Ersatz für eine richtige Freisprecheinrichtung - dazu fehlt es einfach an Qualität. Längere Telefonate während der Fahrt (was man eigentlich aus Gründen der Verkehrssicherheit ohnehin nicht machen sollte) sind sehr nervig und machen nicht wirklich Spaß.
Was man vor dem Kauf auch bedenken sollte - je nach Autotyp variiert der Nutzwert des Drive Blue stark: bei einigen Autos ist der Zigarettenanzünderstecker sehr weit unten in der Mittelkonsole, so dass die Verständlichkeit stark darunter leidet, da das Mikrofon sehr weit weg vom Sprecher ist (es wird zwar ein kleines Mikrofon mit Kabel mitgeliefert, das man irgendwo hinkleben kann, aber dann hat man ja wieder den Kabelsalat, den man eigentlich vermeiden wollte). Bei anderen Autos steckt das Drive Blue ungünstig und ist z. B. beim Schalten im Weg. Bei Audi ist er recht günstig neben der Handbremse angeordnet, das Drive Blue stört da kaum. Was auch nervt: bei vielen Autos ist der Zigarettenanzünder auch bei ausgeschalteter unter Strom, so dass das eingesteckte Drive Blue immer aktiv ist und Strom zieht. Man sollte es also bei längerer Standzeit vorsichtshalber rausziehen.
Was praktisch ist, wenn man viel z. B. mit dem Mietwagen auf Reisen ist: Drive Blue einfach rausziehen und mitnehmen und man kann auch im Mietauto sicher telefonieren. Für diesen Zweck ist es wirklich unschlagbar.
Mein Fazit: das Parrot Drive Blue ist eine einfache und sehr praktische Plug-and-Play-Freisprecheinrichtung, die durch einfache Bedienung glänzt. Bei der Sprachqualität muss man leider Abstriche machen, aber ein Ersatz fürs freihändige Telefonieren im Auto ist es allemal. Der Preis von über 100 Euro liegt dafür allerdings relativ hoch.