Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Lustig, temperamentvoll, kinderlieb, ein Hund zum Knuddeln |
| Kontra: |
manchmal etwas stur, verkommt leider etwas zum "Modehund" |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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So, und jetzt kommt noch ein kleiner Bericht über unsere „Luna“. Hierbei handelt es sich um einen Jack Russell Terrier, welcher uns sehr ans Herz gewachsen ist.
Geschichte
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Der Jack Russell Terrier ist nach dem englischen Pfarrer John („Jack“) Russell benannt, welcher als erster Züchter dieser Rasse gilt. Er wurde im 19. Jahrhundert aus besonders widerstandsfähigen Arbeitsterriern für die Fuchsjagd gezüchtet. Seine Aufgabe bestand vor allem darin, die Füchse in ihrem Bau aufzustöbern und dem Jäger vor die Flinte zu treiben.
Auch in der Treibjagd wurde er als Meutehund eingesetzt.
Bei der Jagdterrier-Zucht nahm John „Jack“ Russell die unterschiedlichsten Einkreuzungen mit anderen einfarbigen oder bunt gefleckten Arbeitsterriern vor. Sein primäres Zuchtziel war die Widerstandsfähigkeit und Arbeitstauglichkeit des Hundes während der Jagd, während das optische Erscheinungsbild eher sekundär war.
Diese Tradition wurde bis in die jüngste Vergangenheit fortgesetzt, indem man Einkreuzungen mit anderen Terrierrassen vornahm. Auch andere Hunderassen (zum Beispiel Beagle) wurden eingekreuzt, aber das Erscheinungsbild entsprach dadurch nicht mehr dem Urtyp.
Als eigenständige Rasse wurde der Jack Russell Terrier am 22.01.1990 vom englischen „Kennel Club“ anerkannt. Seine offizielle Rassebezeichnung lautet „Parson Jack Russell Terrier“. Am 02.07.1990 hat die F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale), das ist der internationale Dachverband der Hundezüchter, die vorläufige Anerkennung dieser Rasse beschlossen.
Erscheinungsbild
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Der Jack Russell Terrier hat als Grundfarbe immer das Weiß. Dies war für die Fuchsjagd wichtig, damit man den Hund vom Fuchs unterscheiden konnte und nicht aus Versehen das falsche Tier erwischte. :-) Neben dem Weiß kommen unterschiedliche „Abzeichen“, also farbige Flecken vor, die von einem hellen Braun bzw. „honigfarben“ bis zu Schwarz reichen können. Der Kopf ist meistens farbig, idealerweise ist der Körper fast komplett weiß. Meistens sind aber auch am Körper farbige Abzeichen zu finden. Es gibt schwarz-weiße, braun-weiße und dreifarbige, also schwarz, braun und weiß. Vom Fell her gibt es glatt- und rauhaarige Varianten.
Von der Schulterhöhe gibt es zwei Arten: Zum einen die etwas längerbeinigen und daher etwas höheren Hunde (Schulterhöhe ca. 33 bis 35 cm) – diese Variante zählt auch offiziell als Zuchtziel. Zum zweiten gibt es die etwas niedrigeren Hunde mit etwas kürzeren Beinen (Schulterhöhe ca. 26 bis 28 cm). Mir persönlich gefallen die kleineren besser, das waren auch die Hunde, die ursprünglich mal gezüchtet wurden (die größeren kommen auf Grund ihrer längeren Haxen nicht unbedingt in einen Fuchsbau hinein).
Die Augen sind meist mandelförmig und ziemlich dunkel. Das Gebiss ist sehr kräftig, insgesamt zeigt der Hund eine ziemlich muskulöse Erscheinung. Er kann extrem schnell laufen – dabei sieht das Ganze aber trotzdem sehr „elegant“ aus, man könnte fast meinen, der Hund „fliegt“.
Unsere “Luna“ ist dreifarbig (schwarz-brauner Kopf, schwarze Flecken am Körper und am Hinterteil schwarz mit etwas braun) und „kurzbeinig“.
Wesensmerkmale
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Der Jack Russell Terrier ist ein absolutes Temperamentsbündel. Er ist quasi nicht „tot zu kriegen“. Stundenlange Wanderungen oder Waldläufe meistert er mit Leichtigkeit. Das ist auch wichtig, denn er braucht viel Bewegung. Er ist wahnsinnig intelligent, wachsam und sehr kinderlieb. Kinder sind für unsere Luna das Größte, da flippt sie beinahe aus, wenn Kinder aus der Nachbarschaft zu Besuch kommen.
Zur Intelligenz nur ein Beispiel: In unserem Haus gibt es die Möglichkeit, vom Flur über die Küche ins Ess-/Wohnzimmer und von dort aus wieder in den Flur zu kommen (man kann quasi im Kreis herumlaufen). Vor längerer Zeit hatten wir mal Besuch mit Kind. Dieses Kind hat dann mit Luna „Fangen“ gespielt, indem es immer diesen Kreisverkehr entlanggelaufen ist. Luna ist dann zweimal mitgerannt, beim dritten Mal hat sie dann im Flur gewartet, bis der Kleine auf der anderen Seite wieder raus kam. Sie hat auch gleich zu der Tür geschaut und wusste genau, wo er her kam.
Auch weiß sie ganz genau, in welchem Schrank ihr Futter steht und wo wir die Leckerlis aufbewahren.
Leider – und das ist halt eine typische Terrier- Unart – hat dieser Hund auch manchmal einen ziemlichen Dickkopf und kann seine Ohren wunderbar auf „Durchzug“ stellen, wenn ihm was nicht passt. Hier muss also ziemlich konsequent erzogen werden. Luna macht (meistens ;-) ) „Sitz“ oder „Platz“, hört auf „Hier“ oder „Komm“ und läuft schön „bei Fuß“. Wie gesagt: Meistens ...
Auf der anderen Seite ist sie wahnsinnig verschmust und braucht auch die Nähe zu Frauchen oder Herrchen.
Der Jack Russell Terrier ist ein absoluter Familienhund und kann auch richtig viel Spaß machen. Es ist immer wieder lustig, zu sehen, welche „Kunststücke“ Luna nun gerade vollbringt.
Wichtig ist einfach, dass der Hund immer beschäftigt ist (Spielen, Gassi gehen), ansonsten wird ihm ziemlich schnell langweilig. Man kann auch ruhig etwas „härter“ mit ihm herumtoben, er ist robust genug, um da keinen Schaden zu nehmen. Viel Auslauf ist Pflicht, wer also sehr bequem ist und lange Spaziergänge scheut, der sollte sich besser keinen Jack Russell Terrier anschaffen.
Was ein bisschen nervig ist, ist die Buddelei im Garten. Wer also Wert auf einen schönen und gepflegten Garten legt, der sollte sich nicht unbedingt einen Jack Russell Terrier zulegen. Vor kurzem hat Luna auch einen Maulwurf ausgegraben und erlegt. :-/
Kosten
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Nicht unwichtig sind auch die Kosten, sowohl für die Anschaffung als auch laufende Kosten. Luna ist ein reinrassiger Jack Russell Terrier, allerdings ohne „Papiere“. Wir haben seinerzeit 500 DM bezahlt, was jedoch nur ein Kostenbeitrag war. Denn ihre Mutter wurde von einem Auto überfahren, als die Welpen 14 Tage alt waren. Luna und ihre Geschwister wurden also mit der Flasche großgezogen. Täglich war die Tierärztin bei den Kleinen, was natürlich auch nicht unerhebliche Kosten verursacht hat.
Wenn man einen Jack Russell Terrier mit „Papieren“ von einem „offiziellen“ Züchter kauft, dann kann der Preis durchaus auch 800 bis 1.000 € betragen!
An laufenden Kosten sind vor allem die Futter- und Tierarzt-Kosten zu berücksichtigen. Tierarzt ist mindestens einmal jährlich zum Impfen angesagt, hier sollte man mit 40 bis 50 € rechnen. Hundesteuer ist unterschiedlich, bei uns kostet das 42 € im Jahr (3,50 € im Monat). Das kann aber auch erheblich mehr sein, je nach Wohnort.
Auch beim Futter ist es natürlich ganz erheblich davon abhängig, was man füttert. Luna bekommt sowohl Trockenfutter (Royal Canin) als auch Nassfutter (Animonda). Diese Marken bekommt man nicht im Supermarkt, sondern nur im Zoofachhandel. Aber solche Sachen wie Frolic oder Chappi möchte ich nicht füttern, weil da oft Konservierungsstoffe und andere chemische Zusätze drin sind. Das Futter aus dem Zoofachhandel ist in der Regel frei von solchen Zusätzen. Hier kann man im Monat noch mal so ca. 40 bis 50 € rechnen.
Fazit
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Luna ist mittlerweile 17 Monate alt (mit 8 Wochen haben wir sie bekommen) und ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Es macht so wahnsinnig viel Spaß, diesen Hund zu haben, das kann man sich nicht vorstellen. Wenn ihr euch ein paar Bilder von Luna anschauen wollt, dann surft doch mal auf http://Hajott.bei.t-online.de/Luna/Luna.html.
Danke für die Aufmerksamkeit, für’s Lesen, Bewerten und Kommentieren.
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hilfreich
18.10.2000
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