Klasse Reiseführer
23.02.2008
Pro:
Durch kostenlose Updates häufig aktuelle Infos integrierbar
Kontra:
Leider noch zu wenige Titel auf dem Markt, (noch) kein GPS
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Peerolix
Über sich:
Mitglied seit:21.02.2008
Erfahrungsberichte:19
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mit "Passport to..." brachte Sony eine weitere logische Weiterentwicklung für die PSP auf den Markt. Der erste digitale Reiseführer für unterwegs, der auch auf einer Spielekonsole läuft - gleichzeitig ist es auch das erste Computerspiel, das in Buchhandlungen bei den Reiseführern zu finden ist. Im Augenblick gibt es die Stadtführer für die europäischen Metropolen London, Prag, Paris, Barcelona, Amsterdam und Rom. Neben vorgefertigten Sightseeingrouten, die visuell dargstellt werden und in Echtzeit Audiofiles zu den zu sehenden Höhepunkten abspielen, können im Organiser auch selbst Erkundungstouren zusammengestellt werden. Oder man kann einfach mal in den unterschiedlichsten Rubriken wie "Essen", "Shopping" oder "Kultur" blättern und gegebenfalls das eine oder andere Restaurant genauer unter die Lupe nehmen. Wem das alles nicht reicht, der kann beim nächstgelegenen Hotspot kostenlos die neusten, von anderen "Passport to..."-Usern angefertigten Reisehöhepunkte der jeweiligen Städte herunterladen und in seine Datenbank einbinden. Zu finden sind da unter anderem eine Museumsreisetour für London oder die besten Kneipen in Prag. Fehlt einem bei den Streifzügen einmal das passende Wort, hilft einem die PSP mit einem eingebauten Wörterbuch in der Landessprach mit den gängigsten Sätzen wie "Wo ist das nächste Hotel?" oder "Wir haben nichts zu verzollen" aus der Patsche. Die Software kommt wie ein digitales Buch daher, durch das man sich mit Hilfe der Tasten - allen voran die Schultertasten - durch die Menüs schaltet. Die Darstellung überrascht und erfreut mit einer leicht verständlichen Handhabung, die man schnell auf dem Kasten hat. Unterteilt in mehrere Kategorien, muss man nicht erst umständlich durch ganze Datenbanken schalten, um das wesentliche zu finden. Auch das Erstellen von "Tagesplänen", um die anstehende Tour zu erleichtern, klappt wunderbar. Unterteilt wie in einem Kalender, kann man verschiedene Punkte wie "Mittagessen" zeitlich einordnen und so die vollen 24 Stunden sinnvoll mit Leben füllen. Gehen einem mal die Ideen aus, dann geht's schnell ins Internet, neue Routen saugen und losziehen zu neuen Abenteuern. Die neuen Routen werden dabei auf dem Memorystick gespeichert und können jederzeit wiederbenutzt werden - die Größe der Dateien hat auch keinen wesentlichen Einfluss auf eventuelle Speicherstände von "echten" Games. Um die 100 Kilobytes sind sie lediglich groß. Die zusätzlichen Möglichkeiten von "Passport to..." als digitaler Reiseführer macht es aktualitätsmäßig jedem gedruckten Pendant überlegen. Durch downloadbare, zusätzliche Reiserouten hat man nicht nur vier Möglichkeiten, die Stadt zu erkunden. Viele User über den ganzen Erdball verteilt, können ihre Eindrücke und Tipps mit anderen teilen, die noch nie dort gewesen sind. Schwach, aber sicherlich beabsichtigt, ist aber, dass es nicht möglich ist, die Datenbanken mit neuen Highlights zu updaten. Doch welcher Hersteller will das schon, bedeutet das doch gleichzeitig, dass niemand mehr eine neue Version kaufen würde... Ein weiteres, sehr nützliches Feature ist das eingangs erwähnte Wörterbuch mit den Sprachen Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch und Tschechisch. Und sollte man, vor allem wahrscheinlich in Prag, Probleme mit der ungewohnten Aussprache haben, spricht einem "Passport to..." das betreffende Wort, beziehungsweise den ganzen Satz einmal vor. Man muss ihn danach nur noch nachsprechen. Fazit: "Passport to..." ist ein sehr nützliches Programm für die PSP, die die Internetfähigkeit und die hervorragenden Grafik- und Soundeigenschaften, sehr gut zu benutzen weiß. Außerdem nimmt die Konsole durch ihre Maße nicht mehr Platz in der Jacke weg als ein gedruckter Reiseführer - mit dem entscheidenden Vorteil, dass man zusätzlich noch spielen, Filme gucken und im Netz surfen kann. Als die ersten sechs "Passport to..."-Teile auf den Markt kamen, verkündete Sony, dass im Frühjahr 2007 noch weitere Metropolen folgen sollten. Unter ihnen war auch Berlin als erste und einzige deutsche Stadt vorgesehen. Ebenso war auch geplant, einen GPS-Empfänger herauszubringen, auf den "Passport to..." Zugriff haben sollte. Die Voraussetzungen sind in den Programmen wohl schon gegeben. Auf erneute Nachfrage erfuhren wir, dass allerdings bisher keine weiteren Städte erschienen sind und das in nächster Zeit auch nicht geplant ist. Offenbar sind die Verkaufszahlen nicht so vielversprechend, wie anfangs erhofft. Jeder Teil der Reihe kostet ungefähr 30 Euro, was eigentlich nicht zu hoch angesetzt ist. Die Idee eines digitalen, portablen Reiseführers ist wirklich klasse und die Umsetzung in unseren Augen gelungen. Daher ist zu wünschen, dass noch einige Städte folgen - allen voran Besuchermagnete wie beispielsweise Berlin, Kopenhagen und Madrid. Auch Ziele jenseits von Europa, wie etwa Moskau, New York und Sidney, sind sicherlich von Interesse. Denn wenn erst einmal die Auswahl an Titeln groß genug ist, könnte sich "Passport to..." bestimmt auch langfristig bei den PSP-Besitzern durchsetzen.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Passport to... Prag (PSP)
|
|
23.02.2008 19:33
Interessanter Tipp.
23.02.2008 19:12
sehr gut geschrieben