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Hacken leichtgemacht

3  05.12.2001

Pro:
solid gemacht

Kontra:
größtenteils unoriginell und klischeehaft

Empfehlenswert: Nein 

martolo

Über sich:

Mitglied seit:13.01.2001

Erfahrungsberichte:24

Vertrauende:17

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Verwundert von den größtenteils sehr positiven Reaktionen zu diesem Film, möchte ich jetzt doch einen etwas kritischeren Beitrag zu diesem Film schreiben.

Ich verzichte bewusst auf eine detaillierte Handlungsbeschreibung, da ich das selbst nicht gerne lese, wenn ich mich hier über einen Film informieren möchte. Dazu gibt es interessantere Quellen als Ciao, hier möchte ich MEINUNGEN lesen.
Nur soviel vorweg. Es geht um einen wahnsinnigen Terroristen, der im Namen der Freiheit Amerikas, 10 Milliarden Dollar aus beschlagnahmten Drogengeldern auf sein Konto überweisen möchte. Dazu benötigt er die Hilfe des Superhackers Stanley. In der Hauptrolle des Guten macht der das aber nur um sich dadurch einen Anwalt zu leisten, welcher ihm das Sorgerecht für seine Tochter erkämpfen soll, die bei ihrer versoffenen Mutter und ihrem Pornokönig-Stiefvater wohnt – wie edel.

Gleich zu Beginn schimpft der Terrorist über Hollywood und seine Klischees, insbesondere über die ständigen unrealistischen Happy Ends. Am Ende bestätigt er bis auf eine kleine Unerwartetheit doch wieder dieses Klischee.
In Punkto unrealistisch fährt der Film auch auf der üblichen Hollywoodschiene, wobei ich dazusagen muss, dass Realitätsbezogenheit natürlich kein Kriterium für die Qualität des Films ist.
Die ganze Mission des Terroristen und seine unterirdische Kontrollstation für den Terrorismus zur Erhaltung der Freiheit sind einfach lächerlich.
Das Hacken wird dermassen vereinfacht und effektgeil dargestellt, dass ich mich frage, ob man hier das Publikum für blöd verkaufen will oder ob es wirklich so blöd ist.

Technisch ist der Film sicherlich ganz O.K. gemacht, bis auf die Explosionen, deren Computerherkunft man allzu deutlich erkennen kann. Ist mittlerweile eben billiger.
Der Soundtrack zum Film ist hingegen ganz gut gelungen.
Alles in allem ergibt der Film aber einfach kein harmonisches Ganzes. Auch die zeitlich verschobenen Handlungssequenzen sind irgendwie zu offensichtlich von Tarantino abgekupfert, mit dessen Filmen man aber diesen hier nicht zu vergleichen wagen darf. Im ganzen Film gibt es irgendwie nur eine originelle Idee, aber das ganze Rundherum ist irgendwie einfaltslos herkömmlich.

Vielen Leuten wird der Film trotzdem gefallen. Trotz Phantasielosigkeit weiss Hollywood eben doch, was die meisten sehen wollen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
kein_Blatt_vorm_Mund

kein_Blatt_vorm_Mund

16.12.2001 03:12

Hi Martolo, Danke für diese Meinung, wegen dem Film werde ich wohl nicht ins Kino gehen... Liebe Grüße, Stefan

wydmuch

wydmuch

05.12.2001 16:52

Na dann lohnt der Kinobesuch wohl nicht, warte ich halt, bis er im TV läuft. Ciao Marco

Knopfler

Knopfler

05.12.2001 16:25

Klingt nach dem üblichen Hollywood-Einheitsbrei *würg*

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  1. blackangel463674
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