...Ich war ein unwissendes Kleinkind und dennoch weiß ich, daß 1980 genauso in dieses orange, warme Licht getaucht war, wie in dem Film "Paul is dead" alles in oranges Licht getaucht ist. Da mag einer sagen, das liegt daran, daß die frühen Kindheitserinnerungen immer in ein warmes Licht getaucht ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von thilda über Paul is Dead 25. Juni 2001
Produktbewertung des Autors:
Humor:
ziemlich humorvoll
Spannung:
ziemlich spannend
Anspruch:
anspruchsvoll
Action:
viel
Romantik:
geht so
Pro:
Reise ins Jahr 1980, einfach schön, Beatles ! , spannend
Kontra:
nix
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Mein erstes Fahrrad war ein Bonanzarad. Das ist mir eigentlich nie so richtig bewußt gewesen und seit in den letzten Jahren die Bonanzaräder zum Kult auserkoren wurden, habe ich mich geärgert, daß ich nicht 1975 zehn Jahre alt gewesen bin und mit so einem Teil durch die Straßen geheizt bin. Aber jetzt ist es mir wieder eingefallen: Stimmt ja, ich habe auf so einem Bonanzateil das Fahrradfahren gelernt. Das war 1982 und da war die Zeit dieser Objekte eigentlich schon vorüber. Aber was erbt man nicht alles so von den uralten Nachbarskindern. Tja. Und zugegebenermassen war es nur eine sehr mickrige Ausführung davon, kaum größer als mein heißgeliebtes, grasgrünes Dreirad, dem ich heute noch hinterhertrauere und ob man es schon Fahrrad nennen konnte, bezweifle ich etwas. Es war orange, soweit ich mich erinnere und hatte keine Rücktrittbremse. Sozusagen eine frühe Form des später so coolen Leerlaufes (diesen modischen Schnickschnack habe ich aber nie mitgemacht, zum Glück). Tja und damit bin ich dann im Sommer 1982 spärlich bekleidet durch die staubige Reihenhaussiedlung geflitzt. Doch dieses Glück wärte nur knapp ein Jahr, dann bekam ich mein erstes "richtiges" Fahrrad, rot - wie es sich für ein ordentliches Fahrrad gehört, und meine Freundin Simone bekam genau dasselbe. Die 80er hatten uns in ihren Fängen.
Doch der Film, über den ich schreiben möchte, spielt nicht in jenem Ich-lerne-Radfahren-auf-meinem-orangenen-Mini-Bonanzarad-Sommer 1982, sondern im Sommer 1980. Und wenn ich mir den Film anschaue, dann muß ich denken: Ja, genauso war es, genauso war 1980. Und das, obwohl der Protagonist des Filmes 13 Jahre alt ist und seine Kumpels sogar noch älter sind. Und obwohl ich im zarten Alter von 2 Jahren weder von der Existenz der Beatles noch der Bonanzaräder wußte. Als ich morgens am liebsten gemütlich auf unserer Wohnzimmercouch lag und mein Fläschchen Haferschleim verspeiste. Das war mein Frühstück. Daran erinnere ich mich (natürlich auch noch an anderes, aber das ist jetzt nebensächlich).Ich war ein unwissendes Kleinkind und dennoch weiß ich, daß 1980 genauso in dieses orange, warme Licht getaucht war, wie in dem Film "Paul is dead" alles in oranges Licht getaucht ist. Da mag einer sagen, das liegt daran, daß die frühen Kindheitserinnerungen immer in ein warmes Licht getaucht sind. Vielleicht. Aber etwas liegt es sicher auch an der Zeit, "kurz bevor die 80er ihre hässliche Fratze erhoben" (taz-Bericht). Meine Kindheit in den 80ern war eine schöne Zeit, zweifelsohne. Trotzdem würde ich mich, wenn, ins orange Jahr 1980 zurückwünschen, egal wie alt ich wäre und nicht in diese türkise Zeit der pastellfarbenen Oversized-Sweatshirts Mitte bis Ende der 80er.
Der Film "Paul is dead" von Hendrik Handloegten lebt, wie Jenni Zylak schreibt, von "kollektiven Erinnerungen". Und da ist es dann egal, ob man in diesen Erinnerung 2 Jahre alt ist oder 38, wie mein Vater, mit dem ich mir den Film zusammen angeschaut habe. Er sagte auch die ganze Zeit: "Man meint wirklich, der Film ist von 1980."
Lange Rede, kurzer Sinn...Vielleicht sollte ich langsam mal damit anfangen, über den Film zu schreiben. Mir scheint, daß ich ziemlich egozentrisch bin, denn mir fällt es immer leicht, über meine Person zu schwadronieren, aber kaum fang ich damit an, mich auf das eigentliche Produkt zu konzentrieren, wird`s etwas schwierig. Und eigentlich fällt es mir eh schwer, über Bücher oder Filme zu schreiben, die ich erst einmal gelesen oder gesehen habe. Mir entfallen immer so schnell alle Details...Immerhin ist es auch schon wieder 2 Wochen her, daß ich den Film gesehen habe.
Also, *lufthol*, Protagonist des Filmes ist der 13jährige Tobias, der in den Sommerferien 1980 mit seinem 17jährigen Bruder Till alleine daheim ist, weil seine Mutter Urlaub in Brasilien oder so macht. Tobias steht sozusagen an der Schwelle zur Pubertät, kurz davor...er ist noch ziemlich Kind, während sein Bruder und dessen Freund Helmut mittlerweile hauptsächlich Mädchen im Kopf haben, was Tobias irgendwie nicht so recht checkt. Er ist so richtig eifrig in seinen Bemühungen, Detektiv zu spielen oder eine Band zu gründen oder Alan Bangs-Beatles-Specials vom Radio auf Kassette aufzunehmen. Die beiden älteren Jungs sind eigentlich einigermaßen genervt von seinen Kindereien. Er nimmt zum Beispiel gefakte Interviews auf Kassette auf, was mich an meine schönen "Kassetteaufnehmzeiten" erinnert. Seine 1980etwaslanghaarig-Frisur und sein kindliches Gesicht machen ihn richtig süß aussehen und der Schauspieler spielt ihn wirklich glaubwürdig.
Till, der gutaussehende ältere Bruder, hat eine Freundin, Tessa, in die der etwas unbeholfen wirkende Helmut ebenfalls verliebt ist und so Sachen unternimmt, wie Tessa romantische Liebeslieder auf Kassette aufzunehmen. Dabei ist diese Tessa einfach nur doof und zickig.
Tobias flitzt am liebsten auf seinem Bonanzarad durch die Straßen und an einem Tag entdeckt er plötzlich einen seltsamen VW-Käfer mit Rechtslenkung und - oh heiliger Strohsack - er trägt dasselbe Kennzeichen wie der Käfer auf der Abbey Road-Plattenhülle von den Beatles! LMW-28 IF. Aufgeregt beginnt er den Fahrer des Autos zu beschatten, der sich tatsächlich als Engländer herausstellt. Ein paar Tage später erzählt ihm der Plattenverkäufer des Ortes die bekannte Verschwörungstheorie, daß Paul McCartney bereits 1966 bei einem Autounfall ums Leben gekommen und durch ein Double ersetzt worden sei. (ich hatte von dieser Theorie noch nie was gehört und dachte, sie wäre bloß für den Film erfunden worden, aber später kriegte ich durch das schlaue Internet heraus, daß diese Theorie tatsächlich existiert!) Tobias glaubt es natürlich sofort und nach einigen Überlegungen ist es für ihn klar, daß der seltsame Engländer der Mörder von Paul McCartney ist. Hat nicht John Lennon am Ende von "Strawberry Fields" "I buried Paul" gesungen? Und es gibt noch viele andere Hinweise darauf, daß Paul wirklich tot ist. Man muß sich nur mal das Plattencover der Abbey Road ansehen...das die, wo die Beatles über diesen Zebrastreifen laufen.Paul ist der einzige, der barfuß geht und das gilt in der ägyptischen Mystik als Todessymbol. Und er berührt als einziger nicht den weissen Streifen, ausserdem geht er nicht im Gleichschritt mit den anderen und hält eine Zigarette in der rechten Hand. Dabei war Paul doch Linkshänder! Und John ist ganz in weiß, klar, er ist der Priester. Ringo ist ein Trauergast und George der Totengräber. Und Paul, ganz in Schwarz, ganz klar die Leiche. Und das Kennzeichen des Käfers "28IF" weise darauf hin, daß wenn (if) Paul noch leben würde, er jetzt 28 wäre. Usw.usf.
Seine neuesten Erkenntnisse gibt er sofort aufgeregt an Helmut weiter. Dieser ist noch etwas kindischer als der flotte Till und läßt sich schnell breitschlagen, mit Tobias auf Verfolgungsjagd zu gehen. Helmut untersucht dann das Abbey Road-Cover mit der Lupe und entdeckt weit hinten einen Mann, der aussieht, wie der Hausmeister ihres Gymnasiums - Holzi! Ganz klar, Holzi hat etwas mit der Sache zu tun. Und noch klarer ist es, daß Tobias und Helmut jetzt erstmal Holzi beschatten gehen...und dieser Beschattungsversuch gehört dann zu den lustigsten Szenen des Filmes...
Nur eine Woche später löst Allan Bangs im Radio das Rätsel um "Strawberry Fields" auf und erklärt, daß John am Ende von dem Lied nicht "I buried Paul", sondern "Cranberry Sauce" sagen würde. Till lacht Helmut und Tobias aus und Helmut ärgert sich, daß er sich so zum Deppen gemacht hat. Tobias ist aber weiterhin von der Richtigkeit des ganzen überzeugt...
Das Ende möchte ich diesmal lieber nicht verraten. Ich kann Euch diesen Film nur empfehlen, es bleibt spannend bis zum Schluß und ich möchte Euch nicht raten, es meinem Vater gleich zu tun, der 10 Minuten vor dem Ende ins Bett abgewandert ist. Der Film ist sowas wie eine Krimikomödie, würde ich mal sagen. Er ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr interessant und für Beatlefans sowieso (und wer ist das, ehrlich gesagt, nicht, auf die eine oder andere Art?). Auf jeden Fall kommt zum Schluß noch der mysteriöse Engländer ins Spiel und der Film endet mit der Ermordung John Lennons.
Er ist wirklich mal was anderes und ich frage mich, warum die wirklich guten, deutschen Filme so wenig Beachtung erhalten. Immerhin hat der Film von 1998 schon denen einen oder anderen Preis eingeheimst.
Der Film handelt nur von einigen Tagen im Sommer 1980, am Ende geht es noch ein bißchen im Herbst und Winter weiter, Tobias ist jetzt in der 7. Klasse. Und auch das finde ich alles sehr stimmig, denn auch bei mir war der Sommer vor der 7. Klasse eigentlich der letzte Sommer, in dem ich Kind war/sein durfte.
Anschließend hab ich sofort nach der Paul-is-dead-Theorie im Internet gesurft. Seltsam, daß ich noch nie etwas davon gehört hatte. Denn es gibt sogar einen Paul-is-dead-Ring, bei dem man Mitglied werden kann. Und es ist wirklich unheimlich, wenn man sich die ganzen angeblichen Beweise so durchliest, meint man fast wirklich, es könnte an der ganzen Sache etwas dran sein. Ich glaube es zwar jetzt nicht, aber ich war fast drauf und dran...was meint Ihr so dazu?
Immerhin haben die Beatles nach 1966 nicht mehr öffentlich gespielt. Und auf der Sergeant-Pepper-LP stehen sie gar vor einem offenen Grab und hinter Pausl Kopf erhebt sich eine Hand. Usw. usf. Ich hab mir jetzt sogar das Buch "The Walrus was Paul" bestellt. Bin ja mal gespannt, welche Erkenntnisse da noch auf mich warten. ;o)
Wie auch immer, irgendwie finde ich diese Theorie faszinierend. Hab wohl `n Faible für mysteriöse Geschichten, auch, wenn sie nur erfunden sind.
Im Film "Paul is dead" ist sie jedenfalls auf spielerische Weise integriert Aber das ist nicht das einzige, was den Film so sehenswert macht. Schaut ihn Euch an!
Strawberry fields forever!!!!!!!!!!!!!!!! (und ein Bonanzarad hätt ich auch ganz gern...)
Pro: unterhaltsam, Darsteller, einfach schön und kurzweilig anzusehen, Musik.. Kontra: kein sonderlich großer Tiefgang, kein detailliertes Porträt der Zeit
...sich in die Schulsprecherin Britta (Susanne Bormann) verliebte. Es wurde seine erste Liebe, seine erste Beziehung, mit ihr erlebte er das erste Mal. Eine glückliche Zeit bis Britta ihm eröffnete, dass sie für ein Jahr in die USA gehen werde. Am Anfang wollte Helmut die Beziehung weiter aufrecht erhalten, schrieb fünf Briefe pro Woche, doch schnell flaute das ganze ab, schließlich kam sogar die niederschmetternden Botschaft, dass Britta einen neuen Freund hat. Unzählige kurzzeitige und auch längerfristige Beziehungen folgten in den Jahren danach, doch in seinem Hinterkopf war immer Britta und die Hoffnung wieder mit ihr zusammen zu kommen. Während der Rückbetrachtung seines Lebens in den Achtziger und Neunziger Jahren wird Helmut langsam eins klar: Er muss erst ein Denkmal einreißen um eine Liebe zu retten!
Hendrik Handloegten (?Paulis...
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Pro: guter deutscher film der zum denken anregt. Kontra: das er bei ciao derzeit nicht als aktueller kinofilm zählt
...Lasally, Regieseminare u.a. bei Buddy Govinazzo, Nico Hoffmann und Helke Misselwitz. Während seines Studiums war Florian Hoffmeister als Kameramann u.a. für Kurzfilme der Regisseure Hendrik Handloegten, Elke Hauk, Anne Hoegh-Krohn, Matthias Keilich und Volkmar Umlauft tätig. Zu seinen eigenen Regiearbeiten zählen die Filme Freunde (1995; Kurzfilm; Buch, Regie und Schnitt) und Stimmen der Welt (1997; Kurzfilm; zusammen mit Hendrik Handloegten; nominiert für den Bundeskurzfilmpreis) sowie Montag in 5 Tagen (1998, Dokumentarfilm, Buch, Regie und Kamera.) Von 1998?1999 arbeitete Florian Hoffmeister als 2nd Unit Kameramann u. a. für Dunckel (Regie Lars Kraume), Drei Chinesen mit dem Kontrabass (Regie Klaus Krämer). Hendrik Handloegtens PaulisDead, bei dem Florian Hoffmeister die Kamera führte, wurde mit dem Preis des saarländischen...
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_Eine Gruppe junger Medizinstudenten fährt übers Wochenende_ _zu einer verschneiten Skihütte in den norwegischen_ _Bergen. Dort wollen Hanna, Martin, Roy, Erlend, Vegard, Chris und Liv, so die_ _Namen der sieben Freunde, zunächst auf Sara warten, der die... mehr