Hallöchen liebe Ciaos. Letztes Wochenende habe ich endlich Zeit gefunden mir Pearl Harbor anzusehen. Bevor ich meine Meinung darüber verkünde und begründe, werde ich euch erst einmal über den Inhalt des Filmes aufklären.
Handlung
Der Film spielt im Jahre 1941. Die beiden Freunde Danny (Josh Hartnett) und Rave (Ben Affleck) befinden sich in der Ausbildung zu Jagdfliegern bei der US-Airforce. Rave und die Krankenschwester Evelyn (Kate Beckinsale) verlieben sich ineinander. Nach Abschluss der Ausbildung meldet Rave sich freiwillig, um die Engländer im Luftkampf gegen Deutschland zu unterstützen. Danny und Evelyn versuchen Rave zu überreden nicht nach Europa zu gehen. Rave lässt sich jedoch nicht überreden.
In Europa kämpft Rave erbittert gegen die deutsche Wehrmacht und hält regen Briefkontakt zu seiner Liebsten.
Diese leistet ihren Pflegedienst nun in einem Lazarett auf einer Insel im Pazifik -Pearl Harbor- ab, wo auch Danny hin versetzt wurde.
Rave wird von einem deutschen Flieger abgeschossen und wird fälschlicher Weise für tot erklärt.
Als Danny, Evelyn die traurige Nachricht von Raves Tod mitteilt ist diese ausser sich vor Verzweiflung
Die schwere Zeit der Trauer bringt Danny und Evelyn einander näher........die Beiden werden ein Paar und schöpfen neue Hoffnung.
Am 6. Dezember jedoch, trifft der tot geglaubte Rave auf Pearl Harbor ein. Als er von der Bindung seiner Geliebten mit seinem besten Freund erfährt, gerät er außer Fassung und schlägt sich mit Danny. Die Beiden Freunde (oder in dem Moment Ex-Freunde) führen nach der Schlägerei ein intensives Gespräch bis tief in die Nacht hinein.
In den frühen Morgenstunden des folgenden Tages wird Pearl Harbor unverhofft von einigen Hundert japanischen Bombern angegriffen. Danny und Rave müssen nun gemeinsam um ihr nacktes Überleben kämpfen.
Evelyn kümmert sich, im Lazarett, um viele Verletzte und sieht massenhaft sterbende Menschen.
Im Hafen der Insel ist die Hölle los, ein Inferno aus Explosionen, Bränden und sinkenden Schiffen macht das Paradies im Pazifik zu einem Ort des Grauens. Nach ca. einer Stunde ist der Spuk vorbei. Danny, Rave und Evelyn haben den Angriff unbeschadet überstanden und versuchen weiterhin den Verletzten zu helfen.
Einige Tage später werden Danny und Rave mit einem geheimen Angriff auf Japans Hauptstadt Tokio beauftragt. Rave erfährt, dass Evelyn von Danny schwanger ist und deshalb bei diesem bleiben möchte. Danny ahnt nichts von seiner bevorstehenden Vaterschaft und Rave hat äußerstes Stillschweigen darüber zu bewahren.
Der bevorstehende Angriff auf Tokio scheint ziemlich gewagt und die Chancen zu überleben sind sehr gering. Rave versucht auf Danny acht zu geben....damit Dannys Kind nicht schon vor der Geburt zum Halbweisen wird. Doch der Angriff entpuppt sich als Himmelfahrtskommando........
Meinung
Positiv an diesem Streifen waren die Effekte. Die Bombardements auf Pearl Harbor werden mit grandioser Kameraführung, glaubhaft dargestellt. Der Film bietet realitätsnahe Stunts und Kampfszenen. Für Actionfans ist dieser Film, zumindest Teilweise, ein wahrer Augenschmaus.
Wie es aber bei vielen Hollywood – Filmen nun mal so ist, wurde das Budget hauptsächlich nur in die Effektmacherei gesteckt. Denn die eigentliche Handlung des Filmes war, meiner Ansicht nach, so flach wie ich es bisher nur selten ertragen musste. Auch das Genre des Filmes ist mir bis heut nicht so recht klar geworden. Ich wollte mir einen Kriegsfilm ansehen.....am liebsten einen Antikriegsfilm. Was ich sehen musste, war aber nicht ein Kriegsfilm im eigentlichen Sinne, sondern eine Mischung aus Liebestragödie und amerikanischer Propaganda.
Ich finde es eigentlich nicht schlimm, wenn eine Liebesgeschichte in einen Kriegsfilm eingebaut wird. Denn auch in Kriegen können Menschen lieben (vielleicht sogar mehr als im Frieden, aber das sei dahingestellt).
Aber wenn man sich so eine Geschichte ausdenkt, dann sollte man doch zumindest dafür sorgen, dass diese Story einen gewissen Grad an Niveau erreicht. Die Liebesgeschichte im Film Pearl Harbor erreicht diesen Grad nicht mal annähernd.
Die junge Evelyn, die ja die Herzen der beiden Freunde fest in der Hand hat, sucht sich immer denjenigen aus, der grade offiziell am Leben ist. Als sie –zu ihrem Unglück- durch eine Schwangerschaft an einen der Beiden gebunden wird, hat sie immer noch die Möglichkeit durch den Tod des Einen auf den Anderen auszuweichen.....und sie macht es auch * lol * Wie romantisch !!!
Mehr möchte ich an dieser Stellte zur „Super-Love-Story“ nicht anbringen, denkt mal selber drüber nach ;O)
Ansonsten hat mich „Pearl Harbor“ sehr an „Independece Day“ erinnert. Die Kriegshandlung beruht zwar zum grössten Teil auf einer wahren Begebenheit, aber das patriotische Gehabe der Amerikaner kennt hier wie in „ID4“ keine Grenzen. Vom Präsidenten bis zur Krankenschwester werden ausschließlich heldenhafte Taten vollbracht und rührselige Parolen über die Grösse und Stärke der USA vom Stapel gerissen. Ganz im Gegensatz zu den Japanern...diese werden als feige und gemein dargestellt. Das hat mich persönlich sehr empört, denn grade ein so stolzes Volk wie die Japaner, die aus ihrer Mentalität heraus selbst ihrem grössten Feind mit Fairneß behandeln, haben solch eine Hetze nicht verdient.
Auch auf die wahren Gründe warum die Japaner den Angriff auf Pearl Harbor starteten wird nicht eingegangen. Dass der Angriff für die Amis strategisch sehr gelegen kam und auch erwartet wurde, wird ebenfalls in keiner Weiser erwähnt.
Am Ende des Streifens hält Evelyn eine abschließende Rede die besagt, dass durch die Niederlage bei Pearl Harbor, das amerikanische Volk reicher an Mut und Stärke geworden ist und deshalb der eigentliche Sieger dieser Schlacht gewesen wäre. Schöne Rede.....ich fand es aber gar nicht stark und gar nicht mutig, was die Amerikaner in Hiroshima und Nagasaki gemacht haben.......auch dabei waren sie keine Sieger.
Fazit
Abgesehen von Effekten und Action hat Pearl Harbor –meiner Meinung nach- nicht viel zu bieten. Wer auf einen anspruchsvollen Antikriegsfilm hofft wird bei Weitem enttäuscht. Der Kleingeistige könnte sich durch den Film sogar animiert fühlen, selber in ein Flugzeug zu steigen und gegen den Rest der Welt zu kämpfen *grinsel*
Aber das wollen wir ja nicht hoffen. Oskar - verdächtige Leistungen, seitens der Schauspieler, konnte ich ebenfalls nicht entdecken. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir das Geld für ´s Kino besser hätte sparen sollen, der Film ging nämlich über drei Stunden und ich musste noch ein paar Mark dazubezahlen, wegen der Überlänge.
Aber nach den anderen Berichten zu urteilen, scheine ich ja ziemlich alleine mit meiner Meinung zu sein....die Geschmäcker sind eben verschieden.
Ich hoffe ich konnte euch einen Einblick in den Film verschaffen und euch vor einer Fehlentscheidung bewahren.
Mit besten Grüssen,
Euer Strolchy
02.03.2004 14:23
klasse Bericht, der auch meiner Meinung entspricht. Gruß. THomas
16.01.2002 22:30
Auch bei diesem Film kann ich dir größtenteils zustimmen, allerdings bin ich mit gänzlich anderen Erwartungen in das Kino gegangen, mir war schon im Vornherein ziemlich klar, dass dieser Film mehr einem Heldenepos gleichenwert als einer differenzierten Darstellung des Krieges. So gesehen, war der Film sicherlich noch zum Aushalten, da die Bebilderung sichtlich gut war. ZordanBodiak
03.08.2001 14:00
huhu *Angelwildwink*...also ick fand den Film ...*seufz* und ich hab ihn mir zwei mal angesehen und werde es auch ein drittes und ein viertes usw. mal tun ;o)... ähhm...dat mit dem Bier dacht ick eigentlich du bist ein Klavier.....umpf Kavalier ;)...bye und big Smaaaack *Biene*