Erfahrungsbericht über "Pegasus Guildhall Zünfte & Intrigen"

veröffentlicht 17.07.2015 | RIESENFUSS
Mitglied seit : 23.02.2000
Erfahrungsberichte : 307
Vertrauende : 137
Über sich :
Ich bastele gerade an der Präsenz: riesenfuss-spiele.de Besuche und Anregungen sind willkommen. Mein erster Diamant 2015. Dank an meine treuen Leser und Bewerter! Ciao Thorsten
Sehr gut
Pro Macht Spaß, schöner Ärgerfaktor zu 2., 3. und 4. gut spielbar, schöne Grafiken
Kontra Kartenspiele bedeuten immer Glück
besonders hilfreich
Spaßfaktor
Design
Langzeitspielspaß
Stabilität

"Tanzt du noch, oder meuchelst du schon?"

Jane am Zug

Jane am Zug

Moin Zusammen,

es ist mal wieder Zeit für euch mit mir zu Spielen bzw. euch von mir in meiner Welt der Spiele entführen zu lassen und hier geht es zurück in die Vergangenheit ...

0. Inhaltsverzeichnis

1. Daten zum Spiel
2. Infos zum Verlag
3. Infos um Autor
4. Eindruck des Spielmaterials
5. Der Spielablauf
6. Erläuterung der verwendeten Spielmechanismen
7. Spielbarkeit und Erfahrungen mit unterschiedlichen Mitspielerzahlen
8. Fazit
9. Kurzbewertung

1. Daten zum Spiel

Erschienen: 2013 bei Pegasus/AEG (2012)
Autor: Hope S. Hwang
Grafiker: Michael Perry
Spiel-Genre: taktisches-interaktives-rollengesteuertes Kartensammelspiel
Preis: ca. 13,70 € (aktuelles Angebot bei milan-spiele.de, mein Exemplar, habe ich von Dr Ed geschenkt bekommen)
Alter: Ab 10 Jahre
Spieler: 2-4
Spieldauer: 20-120 Minuten (meine längste zweier-Partie dauerte 50 Minuten, die 4er maximal 90 Minuten)
Zielgruppe: Vielspieler, oder ambitionierte Gelegenheitsspieler, Zukunftmeister und Integraten fühlen sich bei dem Spiel aber auch zuhause.
Erweiterungen: Guildhall - Neue Ränkespiele
Die Regel: http://www.pegasus.de/fileadmin/shop/anleitung/Guildhall_Empfohlen_KS_2014_-_Anleitung.pdf
Empfehlungen: empfohlen zum Kennerspiel des Jahres 2014

2. Infos zum Verlag

Dieses Spiel ist bei Pegasus erschienen, einem Verlag, den es in der deutschen Brettspiellandschaft noch gar nicht so lange gibt, der aber extrem auf dem Vormarsch ist. Im Jahre des Spielers 2014 konnte Pegasus mit Camel Up das Spiel des Jahres und mit Instanbul das Kennerspiel des Jahres stellen. Rokoko war übrigens auch zum Kennerspiel des Jahres nominiert. Neben der Verlagstätigkeit ist Pegasus auch Großhändler, der zum Beispiel die Lizenz für den Vertrieb von AEG-Spielen in Deutschland hat, über den aber auch kleinere Spieleläden ihre Bestellungen machen, da werden dann auch Spiele anderer Verlage, z.B. Hans im Glück, Kosmos oder Ravensburger ausgeliefert. Bis vor kurzen gab es in diesem Bereich auch noch ein Korporation mit dem Heidelberger Spieleverlag, da es aber Diskrepanzen gab hat sich die Korporation zerschlagen. Da meine Infos dazu nur aus zweiter Hand sind, möchte ich da nicht näher darauf eingehen.
Der Firmensitz von Pegasus ist übrigens im hessischen Friedberg.

AEG (Alderac Entertainment Group )
Der Verlag hat seinen Sitz in den USA. Mehr auf der englischsprachigen Webseite: http://www.alderac.com oder man ruft da einfach mal an.

Mailing Address:
4045 E. Guasti Rd. #210
Ontario, CA 91761
USA
Phone Hours:
Monday – Thursday
9:00 a.m. – 12:00 p.m. PST
1:30 p.m. – 3:30 p.m. PST
Phone: 909-390-5444
Fax: 909-390-5446
Email customerservice@alderac.com for:
Customer Service
Retail Support
Koku Redemption
L5R Imperial Assembly
and any other questions
Webmaster: webmaster@alderac.com
Rules Questions:
L5R CCG: Rules Forum
L5R/Rokugan RPG: l5rrpghelp@alderac.com

3. Infos zu dem Autor und dem Grafiker


Hope S. Hwang

Viel konnte ich zu dem Autor nicht finden. Meine Quelle: boardgamegeek.com.

Alternate Names: So-mang Hwang
Da die japanischen Zeichen nicht richtig dargestellt werden, habe ich sie mal gelöscht. ;-)

Designer of the 2011 release Illusion from DEINKO.
Designer of the 2012 release MacGuffin from Visionary.
Designer of the 2012 release Guildhall from Alderac Entertainment Group.

Michael Perry

Ich vermute mal hier bin ich auf den falschen gestoßen. Der Meuchler in diesem Spiel würde zwar passen, aber ich denke trotz, das die folgenden Infos nicht zum Grafiker gehören! Geht ja auch gar nicht, weil das Spiel von 2013 ist, die AEB Version. Kurz und gut zum Grafiker gibt es keine Infos.

Execution Report: Michael Perry

Michael Perry
Executed on 2 July 2010
Michael James Perry, 28, was executed by lethal injection on 1 July 2010 in Huntsville, Texas for the murder and robbery of three people.

Wikipedia bietet auch keinen Treffer.

4. Eindruck des Spielmaterials und die Verpackung

Spielmaterial:
- 120 Berufskarten (4 Sätze mit 6 Berufsgruppen in 5 Farben)
- 30 Prestigekarten
- 30 Siegpunktkarten
- 1 Spielanleitung

Das Spiel besteht aus soliden Spielkarten. Die Grafiken sind sehr schön. Von meinem Eindruck her sollten die Kartenfarben auch für Farbenblinde auseinander zu halten sein, aber, da müsste ich mal einen fragen den ich aus meinem Stammspieletreff kenne, man weiß ja nie, denn die Farben unterscheiden zu können ist in diesem Spiel wichtig. Die verwendeten Farben sind rot, gelb, blau, grün und lila.
Die Karten passen gut in Schachtel. Keine Mogelpackung. Nicht mehr Schachtel, als man für das Spiel braucht.
Die Regel ist gut verständlich, schön illustiert und mit 20 Seiten, da die einzelne Seite nicht so groß ist auch überschaubar. Wenn man das Spiel ein paar mal gespielt hat kommt man eigentlich nicht in die Verlegenheit dort noch etwas nachzuschauen. Dies spricht natürlich auch für das intiutive Handling des Spiels, auch wenn die Reihenfolge wie man die Aktionen seines Zug durchführt nicht immer wirklich banal ist.

5. Der Spielablauf

Der Spielablauf ist denkbar einfach. In der Spielvorbereitung bekommt jeder Mitspieler bekommt 9 Karten. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Von den Prestigekarten werden 5 offen ausgelegt, auch hier bilden die restlichen den Nachziehstapel. Bei 2 oder 3 Mitspielern werden davon allerdings zu Beginn welche aussortiert, genaueres dazu in der Regel. Aufbau siehe Bild 1.
Wer an der Reihe ist hat genau 2 Aktionen, wobei man aus drei Möglichkeiten wählen kann. Die Reihenfolge kann man dabei beliebig wählen und auch eine Aktion mehrfach ausführen.
Eine Handkarte ausspielen

Man spielt eine Handkarte aus und führt die Aktion der Gilde aus. Wichtig ist, dass man, wenn man zwei Handkarten ausspielt nicht zweimal eine Karte der gleichen Gilde ausspielen darf.
Wie der Vorteil der Rolle ausfällt hängt davon ab wie viele Karten der Gilde bereits in dem entsprechenden Zunfthaus liegen. Hier gilt noch die Regel, dass man in jedem Zunfthaus (jede Gilde hat ihr eigenes) jede Farbe nur einmal vertreten haben darf.
Am Ende des Zuges legt man die Zunftkarten in das entsprechende Zunfthaus. Mehr zu den verschiedenen Zünfte in dem Unterpunkt rollenbasiert bei den verwendeten Spielmechanismen.
Wenn man dadurch, oder auch durch die Aktion einer Zunftkarte, die fünfte Farbe in ein Zunfthaus bringt, dann ist die Gilde voll und man kann die volle Gilde , die man verdeckt vor sich ablegt, später nutzen, um eine Prestigekarte zu erwerben.
Von jeder Zunft darf man immer nur ein Zunfthaus offen haben. Er wenn man die Gilde voll hat, darf man von dieser Zunft wieder ein neues Zunfthaus beginnen.

Ein Prestigekarte erwerben

Prestigekarten kosten entweder ein oder zwei volle Zünfte und bringen zum einen Punkte und zum anderen direkte Vorteile, außer den Karten, die 9 Punkte bringen. Sie kosten 2 Zünfte und bringen keinen weiteren Vorteil. Wenn man diese Aktion durchführt werden die vollen Zünfte auf den Ablage Stapel gelegt. In welcher Reihenfolge darf man selbst entscheiden.
Karten nachziehen

Wenn man diese Aktion wählt füllt man seine Kartenhand auf 6 Handkarten auf. Man darf bevor man dies tut beliebig viele Handkarten in beliebiger Reihenfolge abschmeißen. Somit kann es auch Sinn machen diese Aktion in seinem Zuge zweimal zu nutzen, wenn man nur Grütze zieht.

6. Erläuterung der verwendeten Spielmechanismen


sprachneutral

Die Karten sind sprachneutral (keine Kartentexte), so dass man nur eine Regel in seiner Landessprache oder ein Erklärung braucht, um das Spiel spielen zu können.

rollenbasiert

Es gibt auch andere rollenbasierte Spiele, z.B. Puerto Rico, welche ich hier vor einer Ewigkeit rezensiert habe, wo man eine Rolle auswählt, die dann für alle gilt, aber der der die ausgewählt hat einen Bonus erhält. Hier geschaltet sich der Mechanismus etwas anders.

Bei jeder Rolle ist es entscheidend wie viele Karten der Zunft man bereits in dem entsprechenden Zunfthaus hat. Mehr Karten im Zunfthaus bedeutet man kann die Aktion verbessert ausführen. Ich werde im folgenden nur die Grundaktion beschreiben.
Wenn man die verbesserten Aktionen nutzen kann, darf man aber nur immer bei einem Spieler die Aktion ausführen.

Meuchler

Dies ist, wie man sicher schnell vermutet, die böseste Karte im Spiel, weil man einfach aus anderen Zunfthäusern killen kann, die „entsorgten“ Karten kommen in beliebiger Reihenfolge auf den Ablagestapel.
Weberin

Diese Frau erlaubt es Handkarten direkt in die Zunfthäuser zu spielen. Dadurch kann es vorkommen, dass man schon vor dem Ende der Zuges eine Gilde voll bekommt, die man somit auch für die Aktion Prestigekarte erwerben nutzen kann.

Händler

Der Händler erlaubt es Karten aus eigenen Zunfthäusern mit denen aus fremden zu tauschen. Allerdings muss man da die Regel beachten, dass die Karten die man abgibt und erhält farblich auch in die Zunfthäuser passen.
Historiker

Mit dem Historiker kann man Karten von Ablagestapel recyclen, drum darf die Reihenfolge vom Ablagestapel nicht geändert werden und man kann sich aussuchen, wie man seine volle Gilde, oder gemeuchelte Karten ablegt.

Bauer

Der Bauer bringt einem bringt einem schlicht und ergreifen 1 bis 2 Siegpunktkarten ein. Im Finale kann er das Züglein an der Waage sein.
Tänzerin

Wie heißt es doch so schön? Das beste kommt zu Schluss. Warum ich die Tänzerin als das beste erachte? Ganzeinfach, weil sie einem zum einen immer eine weitere Aktion beschert und man durch sie zusätzlich bis zu 4 Handkarten bekommen kann, wenn man sie ausspielt. Nur die erste Tänzern ringt einem nur die zusätzliche Aktion.

Karten sammeln

Dieser Mechanismus ist nicht wirklich neu, Canasta könnte für den Mechanismus dieses Spiels Pate gestanden haben, denn eine Gilde füllen ist mit dem bekommen eines Canasta vergleichbar. Anders ist das der Canasta direkt Punkte bringt noch sie hier noch in Prestigekarten tauschen muss, um Punkte zu generieren.
Aufträge erfüllen

Naja, eigentlich erwirbt man ja nur eine Prestigekarte für ein oder zwei volle Zünfte, somit ist der Begriff Aufträge erfüllen nicht ganz richtig, aber das Element finde ich trotzdem stimmig. Der Auftrag ist es bei diesem Spiel eine oder zwei Zünfte voll zu bekommen, um die entsprechende Prestigekarten zu bekommen, weil man den Auftrag die Zünfte zu vervollständigen erfüllt hat.
Bei anderen Spielen, mir fällt da von meinen jüngst rezensierten spontan Bora Bora oder von meinen Neuerwerbungen Historia ein, da ist es schon etwas kniffliger die Aufträge zu erfüllen.

punkteabhängige Spieldauer

Viele Kartenspiele, wie zum Beispiel Wizard, oder auch die Brettspiele Rokoko, Glück Auf, Historia und Bora Bora sind rundenbasiert. Tichu und Port Royal sind Kartenspiele, welche mir spontan einfallen, die wie dieses Spiel eine punkteabhängige Spieldauer haben. Bei Guildhall sind die 20 Punkte die magische Grenze. Wer diese erreicht oder überschreitet gewinnt das Spiel sofort.

7. Spielbarkeit und Erfahrungen mit unterschiedlichen Mitspielerzahlen

Gespielt habe ich das Spiel bereits zu 2., 3. und 4., wobei es mir zu 3. am besten gefällt. Es funktioniert aber mit allen Mitspielerzahlen gut. Zu viert kann sich sehr viel ändern, bis man wieder am Zug ist. Zu zweit habe ich festgestellt, sind die Partien, zumindest die, die ich bisher gespielt habe nicht wirklich knapp. Die engste Partie war gegen Jane ein 24 zu 21. Hier haben wir dann aber nicht ganz regelkonform gespielt, weil da wäre dann, als ich die 24 oder Jane die 21 erreicht hatte Schluss gewesen. Wir haben so wohl weitergespielt, damit es keinen Startspielervorteil gibt.

8. Fazit

Ihr habt es sicher schon an meinen bisherigen Ausführungen erkannt. Mir gefällt das Spiel gut. Da ich allerdings finde, dass es zu 3. am besten funktioniert muss ich dafür einen Stern abziehen. Einen weiteren halben ziehe ich noch wegen der einen oder anderen Kleinigkeit ab, da man hier aber keine halben verteilen kann. Biete ich mal 4 Zünfte. Der Mechanismus ist auf jeden Fall originell und war als das Spiel herauskam innovativ in der Kombination. Die Grafiken gefallen mir sehr gut.
Klasse finde ich auch das doch so viel in einer kleinen Schachtel steckt. Dann kann man zu einem Spieletreffen immer gut zusätzlich mitnehmen. Im Spieleregal oder Schrank nimmt es auch nicht wirklich viel Platz weg. Natürlich ist Kartenglück dabei, aber jede Partie läuft anders und da die Spieldauer je nach der Geschwindigkeit und dem Alkoholisierungsgrad der Mitspieler nicht wirklich lang ist, bleibt oft Zeit für eine Revance.
Mit anderen Worten ich dann das Spiel guten Gewissens weiter empfehlen.
Danke fürs schenken an Dr Ed.
Keine 2000 Wöter, ich habe mich also kurz gefasst. ;-)

9. Kurzbewertung

Grafik: 9
Anspruch: 6
Anreiz: 8
Spielbarkeit mit allen Mitspielerzahlen: 8
Mechanismen: 7
Spielmaterial: 6 (sind normale Spielkarten)
Meine Spielerfahrung: 18 Partien (die meisten zu 2.)

Ciao Thorsten

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  • Babyengel1 veröffentlicht 09.03.2017
    BH .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Babyengel1 .•:*¨ ¨*:•.
  • manuelmama veröffentlicht 17.12.2016
    BH
  • Mundi1 veröffentlicht 14.02.2016
    lg. Mundi
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Produktdaten : Pegasus Guildhall Zünfte & Intrigen

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Hersteller: Pegasus

EAN: 4250231705007

Agefrom: 10

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 10/07/2015

Pegasus Guildhall Znfte & Intrigen - Erfahrungsbericht - Tanzt du noch, oder meuchelst du schon?

Tanzt du noch, oder meuchelst du schon?

4  17.07.2015

Pro:
Macht Spa, schner rgerfaktor zu 2 . , 3 .  und 4 .  gut spielbar, schne Grafiken

Kontra:
Kartenspiele bedeuten immer Glck

Empfehlenswert: Ja 

RIESENFUSS

Über sich: Ich bastele gerade an der Prsenz: riesenfuss-spiele.de Besuche und Anregungen sind willkommen. Mein...

Mitglied seit:24.02.2000

Erfahrungsberichte:307

Vertrauende:137

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 138 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Moin Zusammen,

es ist mal wieder Zeit fr euch mit mir zu Spielen bzw. euch von mir in meiner Welt der Spiele entfhren zu lassen und hier geht es zurck in die Vergangenheit ...

0. Inhaltsverzeichnis

1. Daten zum Spiel
2. Infos zum Verlag
3. Infos um Autor
4. Eindruck des Spielmaterials
5. Der Spielablauf
6. Erluterung der verwendeten Spielmechanismen
7. Spielbarkeit und Erfahrungen mit unterschiedlichen Mitspielerzahlen
8. Fazit
9. Kurzbewertung

1. Daten zum Spiel

Erschienen: 2013 bei Pegasus/AEG (2012)
Autor: Hope S. Hwang
Grafiker: Michael Perry
Spiel-Genre: taktisches-interaktives-rollengesteuertes Kartensammelspiel
Preis: ca. 13,70 (aktuelles Angebot bei milan-spiele.de, mein Exemplar, habe ich von Dr Ed geschenkt bekommen)
Alter: Ab 10 Jahre
Spieler: 2-4
Spieldauer: 20-120 Minuten (meine lngste zweier-Partie dauerte 50 Minuten, die 4er maximal 90 Minuten)
Zielgruppe: Vielspieler, oder ambitionierte Gelegenheitsspieler, Zukunftmeister und Integraten fhlen sich bei dem Spiel aber auch zuhause.
Erweiterungen: Guildhall - Neue Rnkespiele
Die Regel: http://www.pegasus.de/fileadmin/shop/anleitung/Guildhall_Empfohlen_KS_2014_-_Anleitung.pdf
Empfehlungen: empfohlen zum Kennerspiel des Jahres 2014

2. Infos zum Verlag

Dieses Spiel ist bei Pegasus erschienen, einem Verlag, den es in der deutschen Brettspiellandschaft noch gar nicht so lange gibt, der aber extrem auf dem Vormarsch ist. Im Jahre des Spielers 2014 konnte Pegasus mit Camel Up das Spiel des Jahres und mit Instanbul das Kennerspiel des Jahres stellen. Rokoko war brigens auch zum Kennerspiel des Jahres nominiert. Neben der Verlagsttigkeit ist Pegasus auch Grohndler, der zum Beispiel die Lizenz fr den Vertrieb von AEG-Spielen in Deutschland hat, ber den aber auch kleinere Spielelden ihre Bestellungen machen, da werden dann auch Spiele anderer Verlage, z.B. Hans im Glck, Kosmos oder Ravensburger ausgeliefert. Bis vor kurzen gab es in diesem Bereich auch noch ein Korporation mit dem Heidelberger Spieleverlag, da es aber Diskrepanzen gab hat sich die Korporation zerschlagen. Da meine Infos dazu nur aus zweiter Hand sind, mchte ich da nicht nher darauf eingehen.
Der Firmensitz von Pegasus ist brigens im hessischen Friedberg.

AEG (Alderac Entertainment Group )
Der Verlag hat seinen Sitz in den USA. Mehr auf der englischsprachigen Webseite: http://www.alderac.com oder man ruft da einfach mal an.

Mailing Address:
4045 E. Guasti Rd. #210
Ontario, CA 91761
USA
PhoneHours:
Monday Thursday
9:00 a.m. 12:00 p.m. PST
1:30 p.m. 3:30 p.m. PST
Phone:909-390-5444
Fax:909-390-5446
Emailcustomerservice@alderac.comfor:
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Koku Redemption
L5R Imperial Assembly
and any other questions
Webmaster:webmaster@alderac.com
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L5R/Rokugan RPG:l5rrpghelp@alderac.com

Bilder von Pegasus Guildhall Znfte & Intrigen
  • Pegasus Guildhall Znfte & Intrigen Jane am Zug
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Pegasus Guildhall Znfte & Intrigen Jane am Zug
Jane am Zug

3. Infos zu dem Autor und dem Grafiker


Hope S. Hwang

Viel konnte ich zu dem Autor nicht finden. Meine Quelle: boardgamegeek.com.

Alternate Names: So-mang Hwang
Da die japanischen Zeichen nicht richtig dargestellt werden, habe ich sie mal gelscht. ;-)

Designer of the 2011 release Illusion from DEINKO.
Designer of the 2012 release MacGuffin from Visionary.
Designer of the 2012 release Guildhall from Alderac Entertainment Group.

Michael Perry

Ich vermute mal hier bin ich auf den falschen gestoen. Der Meuchler in diesem Spiel wrde zwar passen, aber ich denke trotz, das die folgenden Infos nicht zum Grafiker gehren! Geht ja auch gar nicht, weil das Spiel von 2013 ist, die AEB Version. Kurz und gut zum Grafiker gibt es keine Infos.

Execution Report: Michael Perry

Michael Perry
Executed on 2 July 2010
Michael James Perry, 28, was executed by lethal injection on 1 July 2010 in Huntsville, Texas for the murder and robbery of three people.

Wikipedia bietet auch keinen Treffer.

4. Eindruck des Spielmaterials und die Verpackung

Spielmaterial:
- 120 Berufskarten (4 Stze mit 6 Berufsgruppen in 5 Farben)
- 30 Prestigekarten
- 30 Siegpunktkarten
- 1 Spielanleitung

Das Spiel besteht aus soliden Spielkarten. Die Grafiken sind sehr schn. Von meinem Eindruck her sollten die Kartenfarben auch fr Farbenblinde auseinander zu halten sein, aber, da msste ich mal einen fragen den ich aus meinem Stammspieletreff kenne, man wei ja nie, denn die Farben unterscheiden zu knnen ist in diesem Spiel wichtig. Die verwendeten Farben sind rot, gelb, blau, grn und lila.
Die Karten passen gut in Schachtel. Keine Mogelpackung. Nicht mehr Schachtel, als man fr das Spiel braucht.
Die Regel ist gut verstndlich, schn illustiert und mit 20 Seiten, da die einzelne Seite nicht so gro ist auch berschaubar. Wenn man das Spiel ein paar mal gespielt hat kommt man eigentlich nicht in die Verlegenheit dort noch etwas nachzuschauen. Dies spricht natrlich auch fr das intiutive Handling des Spiels, auch wenn die Reihenfolge wie man die Aktionen seines Zug durchfhrt nicht immer wirklich banal ist.

5. Der Spielablauf

Der Spielablauf ist denkbar einfach. In der Spielvorbereitung bekommt jeder Mitspieler bekommt 9 Karten. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Von den Prestigekarten werden 5 offen ausgelegt, auch hier bilden die restlichen den Nachziehstapel. Bei 2 oder 3 Mitspielern werden davon allerdings zu Beginn welche aussortiert, genaueres dazu in der Regel. Aufbau siehe Bild 1.
Wer an der Reihe ist hat genau 2 Aktionen, wobei man aus drei Mglichkeiten whlen kann. Die Reihenfolge kann man dabei beliebig whlen und auch eine Aktion mehrfach ausfhren.
Eine Handkarte ausspielen

Man spielt eine Handkarte aus und fhrt die Aktion der Gilde aus. Wichtig ist, dass man, wenn man zwei Handkarten ausspielt nicht zweimal eine Karte der gleichen Gilde ausspielen darf.
Wie der Vorteil der Rolle ausfllt hngt davon ab wie viele Karten der Gilde bereits in dem entsprechenden Zunfthaus liegen. Hier gilt noch die Regel, dass man in jedem Zunfthaus (jede Gilde hat ihr eigenes) jede Farbe nur einmal vertreten haben darf.
Am Ende des Zuges legt man die Zunftkarten in das entsprechende Zunfthaus. Mehr zu den verschiedenen Znfte in dem Unterpunkt rollenbasiert bei den verwendeten Spielmechanismen.
Wenn man dadurch, oder auch durch die Aktion einer Zunftkarte, die fnfte Farbe in ein Zunfthaus bringt, dann ist die Gilde voll und man kann die volle Gilde , die man verdeckt vor sich ablegt, spter nutzen, um eine Prestigekarte zu erwerben.
Von jeder Zunft darf man immer nur ein Zunfthaus offen haben. Er wenn man die Gilde voll hat, darf man von dieser Zunft wieder ein neues Zunfthaus beginnen.

Ein Prestigekarte erwerben

Prestigekarten kosten entweder ein oder zwei volle Znfte und bringen zum einen Punkte und zum anderen direkte Vorteile, auer den Karten, die 9 Punkte bringen. Sie kosten 2 Znfte und bringen keinen weiteren Vorteil. Wenn man diese Aktion durchfhrt werden die vollen Znfte auf den Ablage Stapel gelegt. In welcher Reihenfolge darf man selbst entscheiden.
Karten nachziehen

Wenn man diese Aktion whlt fllt man seine Kartenhand auf 6 Handkarten auf. Man darf bevor man dies tut beliebig viele Handkarten in beliebiger Reihenfolge abschmeien. Somit kann es auch Sinn machen diese Aktion in seinem Zuge zweimal zu nutzen, wenn man nur Grtze zieht.

6. Erluterung der verwendeten Spielmechanismen


sprachneutral

Die Karten sind sprachneutral (keine Kartentexte), so dass man nur eine Regel in seiner Landessprache oder ein Erklrung braucht, um das Spiel spielen zu knnen.

rollenbasiert

Es gibt auch andere rollenbasierte Spiele, z.B. Puerto Rico, welche ich hier vor einer Ewigkeit rezensiert habe, wo man eine Rolle auswhlt, die dann fr alle gilt, aber der der die ausgewhlt hat einen Bonus erhlt. Hier geschaltet sich der Mechanismus etwas anders.

Bei jeder Rolle ist es entscheidend wie viele Karten der Zunft man bereits in dem entsprechenden Zunfthaus hat. Mehr Karten im Zunfthaus bedeutet man kann die Aktion verbessert ausfhren. Ich werde im folgenden nur die Grundaktion beschreiben.
Wenn man die verbesserten Aktionen nutzen kann, darf man aber nur immer bei einem Spieler die Aktion ausfhren.

Meuchler

Dies ist, wie man sicher schnell vermutet, die bseste Karte im Spiel, weil man einfach aus anderen Zunfthusern killen kann, die entsorgten Karten kommen in beliebiger Reihenfolge auf den Ablagestapel.
Weberin

Diese Frau erlaubt es Handkarten direkt in die Zunfthuser zu spielen. Dadurch kann es vorkommen, dass man schon vor dem Ende der Zuges eine Gilde voll bekommt, die man somit auch fr die Aktion Prestigekarte erwerben nutzen kann.

Hndler

Der Hndler erlaubt es Karten aus eigenen Zunfthusern mit denen aus fremden zu tauschen. Allerdings muss man da die Regel beachten, dass die Karten die man abgibt und erhlt farblich auch in die Zunfthuser passen.
Historiker

Mit dem Historiker kann man Karten von Ablagestapel recyclen, drum darf die Reihenfolge vom Ablagestapel nicht gendert werden und man kann sich aussuchen, wie man seine volle Gilde, oder gemeuchelte Karten ablegt.

Bauer

Der Bauer bringt einem bringt einem schlicht und ergreifen 1 bis 2 Siegpunktkarten ein. Im Finale kann er das Zglein an der Waage sein.
Tnzerin

Wie heit es doch so schn? Das beste kommt zu Schluss. Warum ich die Tnzerin als das beste erachte? Ganzeinfach, weil sie einem zum einen immer eine weitere Aktion beschert und man durch sie zustzlich bis zu 4 Handkarten bekommen kann, wenn man sie ausspielt. Nur die erste Tnzern ringt einem nur die zustzliche Aktion.

Karten sammeln

Dieser Mechanismus ist nicht wirklich neu, Canasta knnte fr den Mechanismus dieses Spiels Pate gestanden haben, denn eine Gilde fllen ist mit dem bekommen eines Canasta vergleichbar. Anders ist das der Canasta direkt Punkte bringt noch sie hier noch in Prestigekarten tauschen muss, um Punkte zu generieren.
Auftrge erfllen

Naja, eigentlich erwirbt man ja nur eine Prestigekarte fr ein oder zwei volle Znfte, somit ist der Begriff Auftrge erfllen nicht ganz richtig, aber das Element finde ich trotzdem stimmig. Der Auftrag ist es bei diesem Spiel eine oder zwei Znfte voll zu bekommen, um die entsprechende Prestigekarten zu bekommen, weil man den Auftrag die Znfte zu vervollstndigen erfllt hat.
Bei anderen Spielen, mir fllt da von meinen jngst rezensierten spontan Bora Bora oder von meinen Neuerwerbungen Historia ein, da ist es schon etwas kniffliger die Auftrge zu erfllen.

punkteabhngige Spieldauer

Viele Kartenspiele, wie zum Beispiel Wizard, oder auch die Brettspiele Rokoko, Glck Auf, Historia und Bora Bora sind rundenbasiert. Tichu und Port Royal sind Kartenspiele, welche mir spontan einfallen, die wie dieses Spiel eine punkteabhngige Spieldauer haben. Bei Guildhall sind die 20 Punkte die magische Grenze. Wer diese erreicht oder berschreitet gewinnt das Spiel sofort.

7. Spielbarkeit und Erfahrungen mit unterschiedlichen Mitspielerzahlen

Gespielt habe ich das Spiel bereits zu 2., 3. und 4., wobei es mir zu 3. am besten gefllt. Es funktioniert aber mit allen Mitspielerzahlen gut. Zu viert kann sich sehr viel ndern, bis man wieder am Zug ist. Zu zweit habe ich festgestellt, sind die Partien, zumindest die, die ich bisher gespielt habe nicht wirklich knapp. Die engste Partie war gegen Jane ein 24 zu 21. Hier haben wir dann aber nicht ganz regelkonform gespielt, weil da wre dann, als ich die 24 oder Jane die 21 erreicht hatte Schluss gewesen. Wir haben so wohl weitergespielt, damit es keinen Startspielervorteil gibt.

8. Fazit

Ihr habt es sicher schon an meinen bisherigen Ausfhrungen erkannt. Mir gefllt das Spiel gut. Da ich allerdings finde, dass es zu 3. am besten funktioniert muss ich dafr einen Stern abziehen. Einen weiteren halben ziehe ich noch wegen der einen oder anderen Kleinigkeit ab, da man hier aber keine halben verteilen kann. Biete ich mal 4 Znfte. Der Mechanismus ist auf jeden Fall originell und war als das Spiel herauskam innovativ in der Kombination. Die Grafiken gefallen mir sehr gut.
Klasse finde ich auch das doch so viel in einer kleinen Schachtel steckt. Dann kann man zu einem Spieletreffen immer gut zustzlich mitnehmen. Im Spieleregal oder Schrank nimmt es auch nicht wirklich viel Platz weg. Natrlich ist Kartenglck dabei, aber jede Partie luft anders und da die Spieldauer je nach der Geschwindigkeit und dem Alkoholisierungsgrad der Mitspieler nicht wirklich lang ist, bleibt oft Zeit fr eine Revance.
Mit anderen Worten ich dann das Spiel guten Gewissens weiter empfehlen.
Danke frs schenken an Dr Ed.
Keine 2000 Wter, ich habe mich also kurz gefasst. ;-)

9. Kurzbewertung

Grafik: 9
Anspruch: 6
Anreiz: 8
Spielbarkeit mit allen Mitspielerzahlen: 8
Mechanismen: 7
Spielmaterial: 6 (sind normale Spielkarten)
Meine Spielerfahrung: 18 Partien (die meisten zu 2.)

Ciao Thorsten
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Babyengel1

Babyengel1

09.03.2017 08:33

BH .:* *:. Liebe Gre Babyengel1 .:* *:.

manuelmama

manuelmama

17.12.2016 19:27

BH

Mundi1

Mundi1

14.02.2016 20:12

lg. Mundi

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