"Pendragon" ist der vierte Band des sechsbändigen Pendragon-Zyklus von Lawhead und sicherlich eines der spannenderen Bücher darin.
Der Autor
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Der Brite Stephen Lawhead ist bislang hierzulande durch seinen Zyklus "Das Lied von Albion" und ein paar SF-Romane bekannt geworden. ... Bericht lesen
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nicht viel Neues, z . T . Wiederholung aus "Artus"
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
"Pendragon" ist der vierte Band des sechsbändigen Pendragon-Zyklus von Lawhead und sicherlich eines der spannenderen Bücher darin.
Der Autor °°°°°°°°°°°°°
Der Brite Stephen Lawhead ist bislang hierzulande durch seinen Zyklus "Das Lied von Albion" und ein paar SF-Romane bekannt geworden. Seinen Durchbruch erlebte er erst mit dem Pendragon-Zyklus, der die drei Bände "Taliesin", "Merlin" und "Arthur" umfasst und schon 1987/88 entstand. Bislang sind bei R. Piper die ersten vier Bände inklusive "Pendragon" erhältlich, der im Original 1994 erschien. Bei Bastei-Lübbe erschien "Avalons Rückkehr", der vorerst letzte Pendragon-Roman.
Der Zyklus verschmilzt unterschiedliche Sagenstoffe aus der Ursprungszeit des englischen Frühmittelalters, mit dem Schwerpunkt im 4. bis 5. Jahrhundert, der Zeit der Sachseninvasion. Der Bogen, den Lawhead spannt, reicht von Atlantis über die keltischen Barden und Druiden (Taliesin) bis zur Merlin- und Artussage, die uns vertraut ist.
Im Zyklus belässt es der bekennende Christ Lawhead nicht bei einer Nacherzählung von Liebes- und Heldengeschichten, wie das minderbegabte Autoren gerne tun. Vielmehr betrachtet er die Zeit, in der Englands größte Barden, Taliesin und Merlin, lebten, als die Periode des Übergangs von der alten keltischen zur neuen römisch-christlichen Religion und Kultur, oder mythologisch ausgedrückt: die Zeit des Zwielichts nach den keltischen bzw. römischen Göttern und vor der Durchsetzung des christlichen Glaubens auf den britischen Inseln, bedroht von der Dunkelheit, die von den Invasionen der Pikten, Angeln und Sachsen ausgeht.
Handlung °°°°°°°°°°°°
Merlin erzählt hier vom Werdegang Artus' und von seinen eigenen Mühen, ihn zum König zu machen, wobei Wiederholungen aus "Artus" unvermeidbar sind. Guinevere taucht bereits frühzeitig auf, und immer wieder beleuchtet Merlin die innige, erotische Beziehung zwischen König und Königin. Am Schluß erfolgt nicht Artus' Verschwinden nach Avalon wie im 3. Band, sondern das glückliche Zueinanderfinden der Liebenden. Von Ehebruch und so weiter, wie ihn uns die Epiker des Hochmittelalters weismachen wollten, also keine Spur.
Um den Band spannend zu machen, finden sich wieder etliche Kämpfe und berühmte Schlachten, so dass der Abenteuerdurst des Lesers gestillt werden kann. Artus kämpft gegen jene, die nicht an das "Königreich des Sommers" glauben, aber auch gegen Seuchen und Einfälle von fremden Völkern.
Am Schluss liegt er selbst todkrank darnieder und wird zum Fischerkönig (vgl. Band 1: *Taliesin*) gebracht. Dort sieht er den heiligen Gral und wird gerettet.
Mein Eindruck °°°°°°°°°°°°°°°°°°
Der Autor Stephen Lawhead sagt hiermit ganz klar: Nur durch die Gnade Gottes bzw. des Glaubens wurde die Hoffnung auf das "Königreich des Sommers", das Reich der Liebe und Gerechtigkeit, gerettet.
Mir ist diese christliche Botschaft zu einfach und abgedroschen, doch für Christen udn solche, die es werden wollen, ist dies wohl die Frohe Botschaft, das Evangelion, selbst. Leider bringt dieser nachgereichte Band zur Artus-Trilogie nicht sonderlich viel Neues, er widerholt sogar bereits verwendete Motive.
Aber offensichtlich muss sich der als Erlöser aufgetauchte Herrscher nun bewähren und zu einem transzendentalen Ziel gelangen: dem Gral. Den gilt es dann in Roman Nummer 5, der den entsprechenden Titel "Grail" trägt, zu verteidigen: gegen jene heidnischen Zaubermächte, die Britannien vor den Römern beherrschten, wie Lawhead nahelegt.
Michael Matzer (c)2000/2004/2008ff
Info: Pendragon 4 - Pendragon, 1994; München, R. Piper, 1998, ISBN 3-492-22614-0
Pro: spannend, unterhaltsam, magische & christliche Elemente, schönes Titelbild Kontra: nicht allzu spannend, sehr symbolbefrachtet
...Der Brite StephenLawhead ist bislang hierzulande durch seinen Zyklus "Das Lied von Albion" und ein paar SF-Romane bekannt geworden. Seinen Durchbruch erlebte er erst mit dem Pendragon-Zyklus, der die drei Bände "Taliesin", "Merlin" und "Arthur" umfasst und schon 1987/88 entstand. Bislang sind bei R. Piper die ersten vier Bände inklusive "Pendragon" erhältlich, der im Original 1994 erschien. Bei Bastei-Lübbe erschien "Avalons Rückkehr", der vorerst letzte Pendragon-Roman.
Der Zyklus verschmilzt unterschiedliche Sagenstoffe aus der Ursprungszeit des englischen Frühmittelalters, mit dem Schwerpunkt im 4. bis 5. Jahrhundert, der Zeit der Sachseninvasion. Der Bogen, den Lawhead spannt, reicht von Atlantis über die keltischen Barden und Druiden (Taliesin) bis zur Merlin- und Artussage, die uns vertraut ist.
Dabei belässt es...
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Pro: Action & Tempo, spannend Kontra: weiterhin dozierend und um den wahren Glauben ringend
...- und Ritterroman - mehrere Stationen. So etwa die Todesnähe, der Zweifel am Glauben/Gott, Erfahrung der Liebe/Minne, Liebe zum König des Landes (eine Einheit!), Kampf gegen diverse böse Wesen: Gegner des Glaubens, Vernichter der Welt, Verkörperungen unchristlicher Tugenden usw.
Diese Wesen können auch in den eigenen Reihen zu finden sein, so etwa Jaspin, der Bruder des Königs in Band 1, und bei Fürst Ameron, der das Schwert des Königs raubt. Die meisten aber wollen nur die Macht an sich reißen: Nimrod, der Zauberer, seine Marionette Jaspin, und Nin der Verheerer. Natürlich werden sie von den Bewahrern christlicher Tugenden vernichtet.
Die Trilogie wird abgeschlossen mit dem Band "Das Schwert und die Flamme".
Der Autor
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StephenLawhead, geboren 1950 in den USA, wurde bei uns mit seinem "Pendragon"-Zyklus bekannt...
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...ein widersprüchliches Bild: Detaillierte historische Kenntnisse heben den Roman aus der Masse heraus, die Handlung selbst erwacht erst gegen Ende aus ihrer Lethargie. Ebenso der Charakter Merlins. Dies ist vor allem dem Sprachstil Fetjaines zu verdanken. Wer mit seiner "Elfentrilogie" zufrieden war, sollte einen Blick riskieren, alle anderen Leser dürfte Fetjaines Sprache zu Tode langweilen. Als Historiker ist Fetjaine top, als Schriftsteller leider ein Flop. Zumal es unzählige besser geschriebene Alternativen der Artussage gibt, wie die weltbekannten "Nebel von Avalon" Marion Zimmer Bradleys oder StephenLawheads ebenfalls von Merlin handelnde "Pendragon"-Saga.
Diese Buchrezension wurde für das Onlinemagazin BUCHWURM.INFO geschrieben:
http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?idbook=762...
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sehr hilfreich 06.12.2004
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