Pension Am Markttor, Bacharach

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Pension Am Markttor, Bacharach

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Erfahrungsbericht über "Pension Am Markttor, Bacharach"

veröffentlicht 08.08.2017 | Cosmay
Mitglied seit : 08.07.2000
Erfahrungsberichte : 3760
Vertrauende : 481
Über sich :
Glaubwürdigkeit ist doch eine einfache Sache: Man sagt, was man tut und man tut, was man sagt. (Daniel Dagan)
Sehr gut
Pro Lage, aufrichtig-herzliche Pensionswirtin, Gemütlichkeit, Wohlfühlatmosphäre, Preis-/Leistung
Kontra kleine Mängel vorhanden, keine Kühlung des Frühstücks möglich, Fruchtfliegenalarm
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre

"Nostalgie vs. Flatscreen TV."

Allererster Eindruck.

Allererster Eindruck.

Über booking.com bereits im Februar vier Nächte im sog. Budget Doppelzimmer mit eigenem Bad außerhalb des Zimmers für 220,-- € (inkl. Frühstück, exkl. Tourismusabgabe i. H. v. 0,50 € p. P. / Übernachtung) gebucht, konnte ich dieses Vorhaben noch bis zwei Tage vor geplanter Anreise kostenfrei stornieren. Die

“Pension am Markttor“

liegt in der

Marktstrasse 1
55422 Bacharach am Rhein

und somit getreu der entsprechenden Bewerbung auf booking.com wie auch der hauseigenen Homepage äußerst praktisch in jedweder Hinsicht.
Sprich:
Wer mit der Bahn kommt, muss ein Gepäck und sich selbst lediglich 400m weit befördern, während die Schiffsanlegestellen der KD sowie Bingen-Rüdesheimer Linien knappe 100m entfernt sind.

Die Anreise mit dem Auto ist naturgemäß ebenso möglich; sind öffentliche Parkplätze in mittelbarer Nähe des Hafens (kostenpflichtig; 4 € pro Tag) vorhanden.

Check-in Zeiten sind auf 14:30 Uhr bis 19:00 Uhr vorgegeben, der Check-out hingegen zwischen 08:00 Uhr und 10:00 Uhr. Wie üblich ist es auch hier möglich, abweichende Ankunftszeiten vorab mit der Pension direkt via entsprechender direkter Kontaktaufnahme zu vereinbaren.

Wie bereits erwähnt, reiste ich mit dem Zug an, fand die in einer kleinen Seitenstraße gelegene Pension zwar nicht direkt auf Anhieb, konnte mich jedoch bereits an dem wirklich idyllisch wirkenden Altstädtchen kaum satt sehen. Sodann fürwahr eine gute Stunde zu früh an der Pension geklingelt, begrüßte mich die anhand dieses Umstands eine nur wenig verhalten wirkende Pensionswirtin, die es mir offensichtlich nicht lange übel nahm, dass ich außerhalb der offiziellen Zeiten vor der Tür stand. Frau Mader begegnete mir durchgängig höflich und aufgeschlossen; erläuterte mir die Frühstückszeiten, fragte ab, ob ich morgens lieber Kaffee oder Tee trinken wollen würde und ob ich ebenso ein gekochtes Ei frühstücken wollte. Sodann führte sie mich in mein im 2. und somit DG befindlichen Zimmer (ohne Schrägen), zeigte mir den separaten Schlüssel für mein eigenes kleines Bad außerhalb des Zimmers und taute zeitgleich mit mir nach ein paar gewechselten Worten förmlich auf. Durch die Aushändigung eines Haustürschlüssels lässt sich die Pension für Gäste rund um die Uhr beliebig oft verlassen und wieder betreten.

Die Bezahlung des Zimmers erfolgte sodann bar ~ eine andere Zahlungsmöglichkeit ist schlicht und ergreifend nicht gegeben. Der erste Eindruck des

Zimmers
war den gezeigten Bildern wie so oft nicht ganz das, was man sich anhand der Fotos im Internet vorgestellt hatte. An dieser Stelle muss ich einräumen, dass ich mir vorab nur die Bilder angeschaut habe, die die Pensions-Seite selbst präsentiert und über Booking.com sodann nicht darauf achtete, ob dies nun „mein“ Zimmer sein würde oder eben doch eines des Standard oder gar Classic Doppelzimmers.

Nichtsdestominder fand ich das kleine Waschbecken im Zimmer direkt äußerst sympathisch wie auch nostalgisch, verfügte das Zimmer über einen ausreichend großen Kleiderschrank, aufgrund des extragroßen Doppelbetts über zwei Nachttische, einen Tisch sowie zwei Stühle, die als Sitzecke agieren sollte.

Durch den Umstand, dass der für mein Empfinden übergroße Ventilator jedoch auf den Tisch drapiert stand, war dieser im Grunde genommen kaum als solcher nutzbar ~ es mag kein Umstand sein, diesen als Gast im Bedarfsfalle schlichtweg herunterzuheben; sind die Stühle als solche jedoch weder von der Höhe noch von dem Sitzgefühl selbst sonderlich bequem gewesen, um am Tisch bspw. eine Postkarte zu schreiben oder sich beliebig andere Notizen zu machen.

Die Handtuchstange neben dem Waschbecken war ein wenig arg locker; der Stöpsel am Waschbecken ließ sich mit der dazugehörigen Vorrichtung weder ganz verschließen noch völlig öffnen, so dass quasi das benutzte Wasser einige Sekunden im Becken „stand“, bevor es rückstandslos versickerte.

Umso begeisterter war ich persönlich von der Qualität des Bettes ~ die Matratze war eine der besten, die ich in Hotels, Gästehäusern und Pensionen beschlafen durfte. Mitnichten zu dünn, keineswegs durchgelegen oder gar zu hart, so dass der erholsame Schlaf trotz der dünnen Wände sowie der Nähe zum Gleis gewährleistet war. Das Kopfkissen wie auch die Bettdecke selbst waren nicht zu platt, sondern ebenso hochwertiger Wohlfühligkeit, während die Sauberkeit des Zimmers – bis auf die kaum vermeidbaren Abnutzungsspuren des Teppichs – ebenso überzeugte.

Mittels eines separaten Schlüssels konnte ich dann über den Flur hinweg mein eigenes Bad öffnen sowie abschließen – die Nutzung durch andere Gäste oder gar der Überraschungsbesuch, wenn man gerade unter der Dusche steht, ist somit ausgeschlossen. Bestaunen darf man hier durchaus die galante Lösung bzgl. der Dachschräge ~ das WC wurde im schiefen Winkel angebracht, die Duschkabine abgeschrägt. Genügend Aufhängevorrichtungen für Handtücher, Wäsche & Co sorgten dafür, dass ich persönlich die nicht vorhandenen Ablageflächen nicht vermisste. Unter der Dusche selbst befand sich das zwischenzeitlich übliche fest angebrachte Duschgel respektive Shampoo; während dessen ungeachtet ein Stellplatz für die eigenen Produkte vorhanden war.

Einziger Wermutstropfen für mich der Aspekt, dass in dem Bad kein(Platz für ein) Waschbecken vorhanden war. Wer sich nach dem Benutzen der Toilette die Hände waschen will, muss dies entweder ersatzweise mittels des Duschschlauchs absolvieren oder eben warten, bis man wieder im Zimmer ist.

Wer mag, kann das kostenfreie WLAN wie auch das typische Fernsehprogramm am Flachbild-TV genießen ~ beides Aspekte, auf die man während seiner viernächtigen Anwesenheit auch gut und gerne verzichten kann, gibt es in Bacharach sowie der direkten wie indirekten Umgebung herum durchaus so einiges zu sehen, entdecken und zu erblicken.

In Bezug auf die '''Hellhörigkeit''' der Zimmer habe ich durchaus unfreiwillig an der nachbarlichen Planung des nächsten Tages teilhaben können, während ich ebenso den Fernseher durch die Wand hören konnte, gewöhnt man sich meiner Erfahrung nach an diese Geräuschkulisse jedoch ähnlich schnell wie an die üblichen frühmorgendlichen piepsenden Vögel, die Kirchenglocken und dem Gewerk der Müllabfuhr.

Über die Sauberkeit
des Zimmers bei Ankunft wie auch während des gesamten Aufenthalts gab es an für sich nichts zu beanstanden, wurden beide Mülleimer unabhängig von der Füllmenge täglich geleert, das Kissen aufgehuscht und die Decke gefaltet sowie glattgestrichen.

Durchgewischt wurde im Bad meines Eindrucks nach jedoch nicht; fand ich somit am Tag 3 Spuren des Umstandes, dass ich eben auch einmal mit Straßenschuhen statt lediglich auf Socken oder gar barfuß die Räumlichkeit betrat. .

Das benutzte Handtuch, welches meinerseits offensichtlich benutzt über die Duschkabine geschwungen wurde, wurde lediglich wieder aufgehangen ~ ein Aspekt, den ich einer Pension jedoch kaum ernsthaft vorwerfen kann.
Der Frühstücksraum selbst war picobello sauber; sehr ansehnlich-gemütlich hergerichtet, während die Wirtin stets darauf achtete, dass die Tische nach Verlassen des jeweiligen Gastes direkt abgeräumt und wieder in Schuss gebracht wurden.

Umso bedauerlicher die rege Schar der Fruchtfliegen, für deren Existenz gewiss niemandem ein Vorwurf gemacht werden soll ~ warum um alles in der Welt auch am zweiten Morgen, an dem ich noch als einziger Gast in der Pension verweilte, in der eigentlich geschlossenen Saft- Karaffe bereits mehrere tote wie auch lebendige Fruchtfliegen vorfand, bleibt der jeweiligen Interpretation des Einzelnen überlassen.
Das Frühstück an sich
war reichhaltig bürgerlich sowie abwechslungsreich.

Frisch aufgebackene Brötchen unterschiedlicher Art, Croissants, gekochte Eier, verschiedene Sorten Weich- wie auch Scheibenkäse, Wurst, diverse hausgemachte Marmelade, Müsli, Joghurt, eine eigene Kanne Tee oder Kaffee am eingedeckten Tisch, Wassermelone, frische Pflaumen, Trauben, Tomate, Gurke, Paprika, drei verschiedene Säfte, Milch.... genug Auswahl, um sich vier Frühstücke lang satt zu essen und genügend Auswahlmöglichkeiten zu haben, um keine kulinarische Langeweile zu haben.

Geschmacklich war alles, was ich probiert habe, hervorragend; der Kaffee wunderbar stark und jederzeit auf Wunsch seitens der Pensionswirtin nachfühlbar.

Während des Frühstücks war diese stets zugegen, hat jederzeit auf die Gäste geachtet und sich auch gut und gerne mit diesen unterhalten. Insbesondere am ersten meinerseitigen Frühstückstag war ich sehr positiv überrascht, wie locker sich die Wirtin mit mir unterhielt, Tipps und Anregungen zur Freizeitgestaltung gab und sichtlich um mein Wohlergehen bemüht war. Sehr lieb nicht zuletzt die Frage, ob ich „mein Frühstücksei“ gefunden hätte ~ großer Pluspunkt weiterhin für ihr Gespür, wann jemanden nach reden zu Mute war und welche (der später angereisten) Gäste eher unter sich bleiben wollten.

Weitere Details

Den '''Altersdurchschnitt der Gäste''' kann ich persönlich nicht einmal erraten, begegneten mir speziell in der Pension Am Markttor ausschließlich Personen des sog. „oberen Bereiches des mittleren Alters“, rannten jedoch durch Bacharach selbst gleichermaßen ältere Semester wie auch mehrere Familien mit kleinen und / oder kleineren Kindern durch die Gegend. Hunde sind nach Absprache in der Pension übrigens durchaus willkommene Gäste, so dass auch die Vierbeiner etliche Wanderabenteuer ihres Lebens genießen können.

Hinsichtlich der Behindertenfreundlichkeit ist in der Pension am Markttor zwangsläufig nicht viel zu machen ~ jedes einzelne der insgesamt 6 Gästezimmer ist ausschließlich über Treppen zu erreichen; das mir zugeteilte Bad für korpulentere Mitmenschen u. U. bereits zu eng. Wer also Wert auf Zimmer im Erdgeschoss legt (gibt es nicht), der tut grundsätzlich gut daran, solche Dinge vorab mit der Pension direkt zu klären. Wer dies verpasst.. nun, der ist es gewissermaßen selbst schuld.

Wer wie ich keinen Führerschein hat und somit fußläufig und / oder den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, ist am Ort der Pension nichtsdestotrotz nur bedingt gebunden.

Ausflüge zu Burgen und Schlössern, Freizeiteinrichtungen, Museen, Wanderwegen, urigen Städtchen in der unmittel- wie auch mittelbaren Umgebung waren für mich erstaunlich gut möglich, bietet sich eine – oder mehrere – Schiffstour/en vom sehr nahe gelegenen Hafen aus förmlich an. Dass die knapp 3 stündige Schiffsfahrt nach Koblenz indes 39,80 € (mit Ermäßigung für Bahncard-Inhaber 31,90 €) kosten sollte, hat mich offen gesagt erst einmal schockiert ~ dennoch würde ich diese Tour einem jeden empfehlen. Obschon die Kombination mit der Rückfahrt nur wenige Euro teurer ist, würde ich mich dem Rat der Pensionswirtin wie auch der KD-Kartenverkäuferin, lediglich die Hinfahrt zu buchen und den Rückweg sodann mit der Bahn zu absolvieren, anschließen; hat man andernfalls lediglich eine Stunde Aufenthalt in Koblenz.

Ich für meinen Teil erkundete am ersten Tag die Umgebung, die Weingebirge, Burg Stahleck, den Liebesturm, hangelte mich am Seilpfad entlang und lief einfach drauf los. In Koblenz verbrachte ich einen Tag, den nächsten in Rüdesheim, den übernächsten nochmal in Bacharach selbst. Etliche Wege gibt es zu erkunden, zu entdecken, in, an und um etlichen Aussichtspunkten zu verweilen und ganz oft einfach nur den Augenblick zu spüren. Am Rhein entlang gibt es etliche Sitzmöglichkeiten, eine Park mit angrenzenden öffentlichen, sehr sauberen Toiletten (pro Benutzung 0,50 €), auf einem Stück Wiese Liegemöglichkeiten in Form von sehr bequemen und breiten, für zwei bis drei nebeneinander passenden Personen, Liegen aus Holz.

Wer wie ich in Bacharach selbst eine Art Souvenirshop mit Tassen, Bildern & Co sucht, wird enttäuscht ~ der einzige ansässige hatte während meines Aufenthaltes bereits „wegen Geschäftsaufgabe geschlossen“, ein verführerisch klingendes kleines Lädchen lediglich samstags und sonntags geöffnet. Der Großteil Bacharach besteht aus Pensionen, Hotels, Gaststätten, Restaurants und Lokalen; wirkt insgesamt dennoch nicht „zu touristisch“, sondern unbeirrbar nostalgisch. Ein wenig versteckt liegende und in die Jahre gekommene 2nd Hand Geschäfte, Holzschnitzereien, Töpferwaren nebst einem kleinen Supermarkt runden den Ort meines Empfindens nach ab ~ die spontan entdeckte Dienstleistungslokalität „Upper Street Tattoo“ bringt der Gegend generell seinen eigenen Charme mit.

Summa summarum

kann ich über die Pension nur äußerst bedingter Natur Kritik verlautbaren lassen.

So konsterniert ich die etlichen Fruchtfliegen am / im Frühstücksbüffet wahrnahm, so sehr mich der im Zimmer befindliche Fön, der eher selbst heiß wird statt die Haare zu trocken gewissermaßen ängstigte wie auch das defekte Waschbeckenstöpselchen nebst dem lockeren Handtuchhalter ein wenig verhaltener stimmte, so bereitwillig und ehrlich war meine Angabe beim Abschied, auf jeden Fall dort wieder nächtigen zu wollen ~ beim potentiellen Wiederholungsbesuch der Neugierde halber auch gerne in einem anderen Zimmer.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich mich für die Buchung des Zimmers mit außerhalb gelegenen Bad bewusst entschieden habe, ist dies wenig überraschend das günstigste in der Unterkunft. Am Preis/Leistungsverhältnis insgesamt gibt es jedoch dessen ungeachtet nichts zu beanstanden, stimmt hier schlussendlich das meiste.

Die Lage ist grandios, die Wirtin sehr herzlich und gerne bereit, diverse Tipps zu geben, die Pension selbst nicht übermodernisiert und somit schön urig. Meiner Meinung nach macht ein Flachbild-TV die Idylle ein wenig kaputt; kann ich mir jedoch sehr gut vorstellen, dass den meisten Gästen eine Weile ohne Fernsehapparat nahezu unzumutbar erscheinen würde.

Insgesamt betrachtet hat mir der Aufenthalt dort unsagbar gut getan, habe ich das „raus aus der Tür und ab in die Natur“ Gefühl sehr genossen und fühlte mich ein Stück weit wieder mehr nach mir selbst, so dass ich die Pension durch die Bank weiter empfehlen möchte, kann und werde.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Bluesky_13 veröffentlicht 18.08.2017
    sh
  • MissVega veröffentlicht 18.08.2017
    Vom Zimmer bin ich auch nicht so überzeugt...sieht irgendwie so dunkel und deprimierend aus. Aber eine gute Matratze ist schon mal viel wert!
  • belli4charlotte veröffentlicht 14.08.2017
    bh
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Produktdaten : Pension Am Markttor, Bacharach

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Region/Bundesland: Rheinland-Pfalz

Klassifikation: Touristenklassehotel

Stadt: Bacharach am Rhein

Typ: Pension

Zimmer: 6

Ciao

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